Quatsch mit Soße: Isabel Wilke über Elisabeth K. vs. Lerchl (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 08.07.2015, 01:47 (vor 1617 Tagen)

Immer dann, wenn Isabel Wilke einen Kommentar über Prof. Lerchl zum Besten gibt, habe ich den Eindruck, sie ist auf Streicheleinheiten von Franz Adlkofer scharf. So sehr bemüht sie sich, dem Ex-Tabaklobbyisten zu gefallen. Übertroffen wird sie darin nur vom scheidenden Gigaherz-Präsidenten Hans-U. Jakob.

In der Juli-Ausgabe des Elektrosmog-Reports kommentierte Frau Wilke den Streitfall Elisabeth K. vs. Lerchl. Da das dünne Kampfblättchen aber kaum Leser hat, hofft der Herausgeber durch Freigabe des Wilke-Kommentars neue Leser für seinen Report zu gewinnen. Über Wasserträger fand der Wilke-Kommentar daher gestern seinen Weg auch in die Kreise, die den Report vernünftigerweise nicht abonniert haben. Ich habe mich bei Gigaherz bedient und bin zu dem Schluss gekommen: Ausgerechnet den Wilke-Kommentar frei zu geben ist mir eine unverständliche weil kontraproduktive Marketingmaßnahme. Warum? Das zeigen folgend einige kommentierte Auszüge aus dem Wilke-Kommentar, den es in voller Länge <hier> zu beweinen gibt.

Das Urteil des Hamburger Landgerichts zum Prozess gegen Prof. A. Lerchl von der Jacobs University Bremen und das Laborjournal, die bewusst falsche Anschuldigungen gegen eine Wissenschaftlerin eines Wiener Forschungslabors erhoben hatten ...

Nein, es waren nur Anschuldigungen. Dass diese "bewusst falsch" gewesen sein sollen stand weder zur Debatte noch hat die Verhandlung ein Indiz dafür erbracht. Frau Wilke hat "bewusst falsch" schlicht hinzu erfunden. Und: Frau K. wird sich über die Beförderung zur "Wissenschaftlerin" zwar freuen, tatsächlich war die Ingenieurin jedoch "nur" chemisch-technische Assistentin. Nicht immer so übertreiben, Frau Wilke, dies schadet Ihrer Glaubwürdigkeit.

Prof. Adlkofer war mit den Vorgängen befasst, weil er die Koordination der REFLEX-Studie geleitet hatte, in der angeblich die Fälschungen vorgekommen waren.

Falsch. Herr Adlkofer war Koordinator des "Reflex-Projekts".

Nun ist endgültig klar, was mehrere Gremien schon festgestellt hatten: Die Klage von Elisabeth K. gegen Prof. A. Lerchl wegen Ehrverletzung ist rechtskräftig, die unsinnigen Behauptungen dürfen bei Geldstrafe oder Haft nicht wiederholt werden.

Falsch. Kein Gremium hat jemals festgestellt, die Klage von Frau K. gegen Prof. Lerchl sei rechtskräftig. Die Artikulationsfähigkeiten von Frau Wilke lassen beträchtliche Defizite erkennen. Wer errät, was die Biologin mit ihrer sinnleeren Textpassage eigentlich sagen wollte?

Außer den unabhängigen Medien, die im Internet und z. T. als Printerzeugnisse deutschsprachig vorhanden sind, gab es keine Berichterstattung zum Hamburger Urteil. Berichtet haben nur die Kompetenzinitiative für Mensch, Umwelt und Demokratie [...], das hese-project [...], Diagnose-Funk [...] und in der Schweiz Gigaherz [...] und nicht zuletzt der ElektrosmogReport [...]

Das ist gelogen. Das IZgMF hat wie kein anderes Publikationsorgan über den Hamburger Prozess und das Urteil berichtet. Auch Rolf Schälike hat sich der Sache angenommen, ironisch, was sonst. Frau Wilke ist bedauerlicherweise wieder nicht umfassend informiert, was in der Szene passiert.

Wo sind die Berichte der Meinungsführer und -macher in den Medien, die gern für die Industrie und Prof. Lerchl gestimmt haben?

Hä?! Haben die sein Klavier gestimmt oder was?

Warum schweigen jetzt all die Apologeten des Prof. L. und der Industrie, die ganz vorn mit dabei waren, DIE ZEIT und DER SPIEGEL?

Wenn du es wirklich wissen willst, frag' sie doch einfach! Ich meine jedoch die Antwort zu kennen: Was innerhalb der Szene ein Aufreger ist, ist außerhalb der Seifenblase in der realen Welt, dort leben "Die Zeit" und "Der Spiegel", noch nicht einmal eine Randnotiz wert. Die Leitmedien der Anti-Mobilfunk-Szene verorte ich eher bei "Gala", "Die Bunte", "Bild der Frau" oder "Die Aktuelle". Dort, Frau Wilke, würde ich es an Ihrer Stelle einmal versuchen, den Streitfall Elisabeth K. vs. Lerchl unter zu bringen, die Regenbogenblätter verwursten gerne das, was "Zeit" und "Spiegel" wurst ist.

Zwar wurde auch über die neuesten Forschungsergebnisse des Prof. Lerchl berichtet (erhöhtes Krebswachstum) ...

Erhöhtes Wachstum? Du nix sprechen deutsch? Was halten Sie von verstärktem Wachstum oder nur stärkeres Wachstum oder einfach krebsfördernd?

... aber mit keinem Wort erwähnt, dass er seit Jahren gegen die Schädlichkeit von Mobilfunkstrahlung agiert hat und die Journalisten gerne mit ihm.

Soso, Herr Lerchl hat also gegen die Schädlichkeit von Mobilfunkstrahlung agiert. Ist das jetzt gut oder schlecht? Was, um Himmels Willen, wollen Sie uns sagen, Frau Wilke?! Wollen Sie uns vielleicht sagen, dass Herr Lerchl in seinen älteren Studien keine Schadwirkung von Funkwellen gefunden hat, in seiner jüngsten Studie aber schon? Und wenn es so ist, hätten Sie die Freundlichkeit uns zu erklären, was daran so schrecklich ist, dass Sie es kommentieren müssen?

Wo bleiben jetzt all die Fürsprecher, die der Galionsfigur der Industrie, dem Prof. L., auf den Leim gegangen sind (was sicherlich auch weiter passieren wird)?

Hoppla, plötzlich mitten im Text kein Mumm mehr, "Lerchl" zu schreiben! Sind wir etwa ein wenig ängstlich Frau Wilke, weil der Stuss in diesem Satz klar die Oberhand hat?

Sind sie orientierungslos in der Versenkung verschwunden? Oder nur eine angemessene Zeit abgetaucht? Es wäre an der Zeit, sich bei den Leidtragenden, den verunglimpften Personen, aber in erster Linie bei der der Fälschung Angeschuldigten, in aller Form zu entschuldigen. Haben die Verantwortlichen dort den Anstand, das Rückgrat?

Werte Frau Wilke, wer so wenig weiß wie Sie und deshalb eine Frage nach der anderen stellen muss, statt Antworten zu geben, der sollte - um es grob mit Dieter Nuhr zu sagen - einfach mal die Fresse halten, statt den Leuten mit seichten Kommentaren die Zeit zu stehlen. Stimmt schon, Sie dürfen, auch wenn Sie keine Ahnung haben, eine Meinung haben, aber Sie müssen nicht. Üblicherweise sollten Kommentatoren mehr wissen als das Gros ihre Leser. Ich wäre Ihnen daher dankbar, Frau Wilke, wenn auch Sie sich noch vor Ihrem Ruhestand für diese Gepflogenheit erwärmen könnten. Denn momentan ist mir das Lesen Ihrer Kommentare Qual statt Genuss und ich mutmaße, anderen ergeht es nicht viel besser.

Man darf gespannt sein, wer demnächst (oder später, wenn Gras über die Sache gewachsen ist) in die unrühmlichen Fußstapfen des Prof. L. treten wird.

Für "Kölle Alaaf" (Tataaa, Tataaa, Tataaaaaaaaa) ist es definitiv zu früh. Was also will uns Frau Wilke mit Ihrem unheilschwangeren Satz sagen? Wahrscheinlich weiß sie es selbst nicht so genau. Sicher ist: Nicht "man" darf gespannt sein, sondern nur eine ist gespannt, die Kommentatorin. Woher sollte sie auch wissen, worauf andere gespannt sind.

Sodalla, damit ist diese "Kommentarbesprechung" gottseidank endlich zuende und ich darf zum Fazit kommen.

Die tatsächliche (und unerträgliche) Penetranz des Kommentars von Frau Wilke ist aus meiner Sicht ihre Anbiederung an Franz Adlkofer, dem eine Wissenschaftlerin das zweifelhafte "Verdienst" zuerkannt hat, in Deutschland die Gesetzgebung gegen das Passivrauchen verzögert zu haben. Wegen der Verzögerung konnten die Tabakmultis den deutschen Rauchermarkt noch viele Jahre profitabel ausbeuten. Das wäre nicht weiter schlimm, würde der Welt-Tabak-Bericht einem nicht klar machen, dass es auf jede Minute angekommen wäre: Alle sechs Sekunden stirbt gegenwärtig ein Mensch durchs Rauchen.

Doch Isabel Wilke, Karl Richter, Diagnose-Funk, hese-Project, Gigaherz und andere ficht dies nicht an. Sie äußern an der Integrität des Ex-Tabaklobbyisten und seines "Reflex"-Projekts nicht den leisesten Zweifel, sie sind Adlkofers dienstbeflissene Helfer. Schlimmer noch, Karl Richter, Ex-Literaturprofessor, Chef der sogenannten "Kompetenzinitiative" und Adlkofers Schreibmaschine setzt zudem alles daran, in seinen "Broschüren" die befremdliche Hauptrolle Adlkofers in der Tabakindustrie zu vertuschen.

Dies ist nicht mehr aber auch nicht weniger als ein ausgemachter SKANDAL, der es wahrlich wert ist, auf größeren Bühnen vorgeführt zu werden.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
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