Die Ruhe vor dem Sturm: Götterdämmerung für EHS & BBs (Technik)

H. Lamarr @, München, Freitag, 07.11.2014, 22:16 (vor 1748 Tagen) @ Gast

Die Investition in den Netzausbau lässt sich damit auf unter eine Milliarde Euro drücken. Die Sendeleistung einer Box reicht aus, um ein Areal im Umkreis von bis zu 500 Metern zu versorgen.

Die Idee von Liquid Broadband erinnert ein Kleinbisschen an das Kleinzellennetz SMTS, das Dr. S. Spaarmann 2003 vorgeschlagen hat. Bei Spaarmann sollten die Sendeantennen der Kleinzellen noch auf extra hohen Masten montiert sein, oder besser noch alles über Infrarot übertragen werden. Dr. Spaarmann hat in dem PDF sein einfaches Konzept mMn unnötig kompliziert (pseudowissenschaftlich) dargestellt, er erreichte damit seinerzeit nur ganz wenige Mobilfunkgegner.

Wenn ich das Bisschen an Information, das Flüssiges Breitband preisgibt, richtig verstanden habe, dann ist ein wesentlicher Unterschied zu SMTS der: die Sendeantennen befinden sich in den Wohnungen der Teilnehmer.

Das wird für unsere "Elektrosensiblen" lustig. Denn um 500 Meter Umkreis sicher versorgen zu können, werden 100 oder 250 mW Sendeleistung wie bei W-LAN und DECT aller Voraussicht nach nicht ausreichen, auch nicht bei 700 MHz Trägerfrequenz (geringe Gebäudedämpfung). Für "Elektrosensible" müssen solche Sender beim Nachbarn wie "Strahlenkanonen" empfunden werden, mich wundert, dass bislang von Seiten der EHS überhaupt nichts zu dieser für sie vermeintlich unakzeptablen Entwicklung zu hören war. Wenn sich das herumspricht, wird der Teufel los sein, nein, okay ein Teufelchen, mit Protestbriefen, Appellen und Petitionen. Noch aber ist es mucksmäuschenstill ...

Für BBs ist der neue Netzbetreiber mit seiner Technik ein Segen, die Branche wird sich die Hände reiben und gute Geschäfte mit überflüssigen Abschirmmaßnahmen machen. Überhaupt werden alle Nutznießer der Angst vor Elektrosmog von "Flüssiges Breitband" einen zweiten Frühling geschenkt bekommen, sogar die Mobilfunkgegner profitieren davon, entgehen sie doch für ein paar Folgejahre dem harten Aufschlag auf dem Boden der Bedeutungslosigkeit, sie dürfen wieder trommeln, mahnen, warnen und alarmieren wie in der schlechten alten Zeit.

Aus alledem heraus kann man nur hoffen, dass "Flüssiges Breitband" bei der kommenden Frequenzversteigerung leer ausgeht, nur damit den Geschäftemachern keine Mitfahrgelegeneheit auf dem Trittbrett des neuen potenziellen Netzbetreibers geboten wird.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Kleinzellen, Infrarot, Versteigerung, Alternativen


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