Schön, aber warum eigentlich Olli und nicht Mika? (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 29.08.2014, 13:52 (vor 3084 Tagen) @ H. Lamarr

Vom Finnischen ins Englische und dann ins Deutsche. Diesen Weg nahm ein Kommentar von Olli Tammilehto, der, warum auch immer, von Elektrosmognews übersetzt wurde.

Warum nur macht Elektrosmognes sich die Mühe, die Verschwörungstheorien des hierzulande völlig unbekannten Olli Tammilehto in Umlauf zu bringen? Dass Dariusz ihm eine Bühne bietet kann ich noch nachvollziehen, beide sind Finnen, sprechen eine gemeinsame Sprache und kennen sich vielleicht auch. Hier bei uns ist Olli Tammilehto jedoch nur einer von 5 1/2 Mio. Finnen. Ist es vielleicht eine besondere fachliche Qualifikation, die Olli empfiehlt? Nein, aus dem was Dariusz auf seiner Seite über den Gastblogger schreibt, ist keinerlei Qualifikation in EMF-Streitfragen erkennbar, Olli ist ein Instant-Experte, der sein Wissen bei Onkel Google erntet, und sein Recht auf Meinungsfreiheit ebenso wahrnimmt wie ich.

Würde Olli nur auf finnisch vor sich Hinsinnieren, nach einer denkbar einseitigen Recherche, wie ich meine, dieses Posting wäre nie geschrieben worden. Denn es beruht darauf, dass vermutlich Darius den Text ins Englische übersetzt hat, und dieser so für den Rest der Menschheit überhaupt erst lesbar wurde. Warum das geschah ist mir nicht ersichtlich, denn was Olli behauptet, haben zuvor schon hunderte andere überzeugte Mobilfunkgegner und Verschwörungsfans behauptet, es herrscht weltweit keinerlei Mangel an derartigen Verlautbarungen. Und doch ist es passiert, vielleicht weil Olli Dariusz in seinem Werk explizit erwähnt und die "böse Industrie" auch eines von dessen Lieblingsthemen ist. Beifall ist ihm gewiss, denn "die Industrie" ernährt uns zwar irgendwie alle, hat aber einen denkbar schlechten Ruf, und steht deshalb bei allen Populisten weltweit ganz oben auf der Gift-und-Galle-Liste.

Warum aber vergreift sich Elektrosmognews ausgerechnet an Olli? Warum bringen die keine Stellungnahme von Mika Häkkinen oder Kimi Räikkönen, das wären wenigstens bekannte Finnen und keine No-Names. Die Antwort ist mMn beschämend einfach: Da steckt kein Plan dahinter, keine Überlegung, sondern es wurde lediglich blind genommen, was Dariusz fütterte. Dass das Ergbnis mMn banal ist, und die lange Liste vergleichbarer Ver- und Beschwörungstheorien lediglich inkrementiert, wird der fleißige Übersetzer des hese-Projekts wahrscheinlich bestreiten. Die vielen Belege für die Verödung der Anti-Mobilfunk-Szene sprechen jedoch eine deutliche Sprache. Sich hierzulande eines austauschbaren finnischen Gastblogs bedienen zu müssen, um eine "News" zu haben, die keine ist, ist für mich nur ein weiterer Beleg für den Verfall der Anti-Mobilfunk-Szene und die krampfhaften Versuche, diesen zu stoppen.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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