Meyl über Silny: Hat viele Menschenleben auf dem Gewissen (Technik)

H. Lamarr @, München, Samstag, 19.07.2014, 00:09 (vor 3064 Tagen) @ Gast

Dass Dr. Meyl keine Berührungsängste plagen, belegt sein Auftritt auf der 9. AZK-Konferenz. Und ich muss zugeben: Der Mann ist ein begnadeter Selbstdarsteller - unterhaltsam, selbstsicher, überzeugend. Ab Minute 11:00 erfährt der staunende Zuhörer z.B., die SSK habe mit knapper Mehrheit die Erforschung von Meyls Skalarwellen abgelehnt (auf der Website der SSK sucht man nach "Meyl" oder "Skalarwellen" allerdings vergeblich). Und etwa bei Minute 11:50 kriegt Prof. Jiri Silny (RWTH, Aachen) sein Fett weg. Meyl wirft ihm vor, Silny habe verhindert, dass der biologisch wirksame und von den Handys abgestrahlte Anteil überhaupt untersucht wurde. Das müsse man sich mal vorstellen. Meyl setzt nach, Silny habe unglaublich viele Menschenleben auf dem Gewissen, er glaube jedoch nicht, dass Silny jemals zur Verantwortung gezogen werde.

Starker Tobak, den Herr Meyl da über einen respektierten Wissenschaftler ablässt, dem wir nicht weniger als das EMF-Portal zu verdanken haben. Für Wutbürger der Anti-Mobilfunk/Strom-Szene ist Prof. Silny (inzwischen im Ruhestand) ein rotes Tuch gewesen, vor allem deshalb, weil die Bürgerwelle ihn einst an ihren "Pranger" stellte.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Skalarwellen, SSK, YouTube, Silny, AZK, Pseudowissenschaft, Meyl, Pranger, Sasek


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