Jean-Yves Cendrey: Schproum - Bekenntnisse eines EHS (Elektrosensibilität)

Kucksdu, Freitag, 25.10.2013, 12:26 (vor 2240 Tagen) @ Kuddel

Diese angeblichen Wirkmodelle entbehren in der Regel jeder wissenschaftlichen Grundlage. Aus wissenschaftlicher Sicht ist es nicht plausibel, daß extrem schwache Funkfelder eine Wirkung haben sollen, wenn schon millionenfach stärkere Felder in Versuchen keine nachweisbare biologische Wirkung zeigen.

Wo gab es versuche mit millionefach stärkeren Feldern bei Mikrowellen? Und die sollen dann keine Wirkung haben? Die haben dann alleine schon im thermischen Bereich Wirkungen die nicht auszuhalten ist. Das wird im US Militär auch schon gezielt eingesetzt. Was spinnen sie sich da zusammen.

http://www.heise.de/tp/artikel/23/23546/1.html

Übrigens muss die Stärke nicht unbedingt was damit zu tun haben. Das 24/7 kann bei dect/Wlan/Masten der Auslöser sein. Stichwort indianische Wasserfolter oder streichle dich mal 24 STunden am Stück mit einer Feder an der selben stelle! Die ersten 5-10 Minuten sind sogar noch angenehm.

Da der ganze Körper elektromagnetisch funktioniert und die gesamte Zellkommunikation darüber läuft verstehe ich auch nicht was so unwahrscheinlich daran sein soll das elektromagnetische Felder von außen eine Wirkung darauf haben können.

Die elektrischen und magnetischen Wechselfelder von WLAN Routern, Funkmasten und DECT Basisstationen sind in der Regel so schwach, daß aus rein physikalischer Sicht ein Einfluß auf biochemische oder elektrische Prozesse höchst unwahrscheinlich ist, (das BfS spricht vom Fehlen eines plausiblen Wirkmodells).

Tja "unwahrscheinlich" selbst das BfS traut sich nicht es auszuschließen. und warnt sogar bei dect:
"In unmittelbarer Nähe zu den derzeit gebräuchlichen DECT-Basisstationen sollte ein Daueraufenthalt vermieden werden. Basisstationen sollten zum Beispiel nicht im Kinder- oder im Schlafzimmer und nicht direkt auf dem Schreibtisch betrieben werden."

http://www.bfs.de/de/elektro/hff/anwendungen/Schnurlose_Festnetztelefone.html

Das ist eine höchstmerkwürdige Taktik von dem BfS, auf der einen Seite es als unbedenklich erklären aber auf der anderen Seite doch davor zu warnen und Sicherheitsmaßnahmen anzuraten. tsts

Auch diverse praktische Versuche an sich selbst als "Elektrosensibel" bezeichnenden Personen zeigten in der Regel keine wissenschaftlich nachweisbaren Wirkungen.

Also was jetzt "wissenschaftlich" nachweisbar ist... das ist schon fast ein Todschlagargument. Ich habe mal in einem Artikel über eine Neurohwissenschaftlerin gelesen, das sie mal Nonnen seziert hatten die bis ins hohe alter völlig klar gewesen sind im Gehirn aber deutliche Anzeichen von "Alzheimer"(Abbau) hatten und umgekehrt genauso. Personen die zu Lebzeiten völlig abgetreten waren und man Alzheimer diagnostizierte, das Hirn in der Untersuchung nach ihrem Ableben aber keinste Anzeichen von Degeneration aufzeigten.

In einem Gespräch mit einem Umweltmediziener der EHS auch eher skeptisch sieht, hatte er fairerweise trotzdem zugegeben, das die Versuche die bisher gemacht wurden nicht viel taugen.

Der Vergleich mit einer Allergie (Überreaktion des Immunsystems) ist ebenalls nicht plausibel, da ein stoffliches Allergen nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip eine biochemische Kaskade auslöst, während es Mensch und Tier aber an einem "Schloss" für elektromagnetische Wechselfelder bei Mobilfunkfrequenzen mangelt.

Der Allergievergleich sollte kein 1zu1 Vergleich sein sondern nur zeigen, das selbst etwas als für den Körper eigentlich gesundes, hochgradig schädlich sein kann.

Es gibt weder ein physikalisches Wirkmodell, noch einen bekannten Effekt von Funkfeldern auf biochemische Reaktionsprozesse, noch gibt es einen plausiblen Grund, warum die Evolution überhaupt ein "Schloß" für schwache Mobilfunkfelder entwickelt haben sollte, dessen Existenz zudem aus physikalischen Überlegungen unwahrscheinlich ist.

Tja wie kann es auch, wenn gepulste hochfrequente Felder unnatürlich sind! Nur weil es jedoch kein "Schloss" dafür geben soll, hat es keine Wirkung? Hat dein Kopf ein Schlossprinzip für Steine ? Ansonsten brauchst du ja keine Angst vor STeinschlag beim Bergsteigen haben. lol

Du willst hier bei einem elektrischen Phänomen mit einem Lehrsatz der Biochemie ankommen. Du kommst hier mit ner falschen Formel an. Wenn ist die Wirkung auf den elektrischen Kommunikationsfluss im Körper und die biochemische Auswirkung ist dann eher eine Folge. Deshalb sollte auch klar sein warum ein biochemischer Beweis kausal so schwer wenn überhaupt nachzuweisen ist

Den wenigsten Elektrosensiblen wird durch Umzug oder Abschirmung geholfen.

Ist das so? Woher weist du dass?

Die Besserung der Beschwerden ist meist nur von kurzer Dauer (ein paar Wochen bis Monate), dann stellen sich die Beschwerden wieder ein.

Man du musst ja reichlich Kontakt zu Elektrosensiblen haben und zu so vielen, wenn du weist das die Verringerung der Exposition nicht dauerhafte Besserung bringt.

Die alternative und meiner Meinung nach plausiblere Erklärung für die Wiederkehr der Beschwerden ist einfach: Die wirkliche Ursache für die Probleme ist ganz woanders zu suchen und kann durch Elektrosmog-Hokus-Pokus nicht "geheilt" sondern auf Dauer nur verschlimmert werden, mit der Folge, daß der Betroffene sich nicht mehr traut, am öffentlichen Leben teil zu nehmen und vereinsamt.

Also du schreibst selbst das den wenigsten durch Abschirmung oder Umzug geholfen wird. Also nur die Minderheit schaft die Herabsetzung der Exposition, die aber auf Dauer nichts bringt. Von dieser Minderheit schließt du dann aber auf die Mehrheit. Das ist ja ne interessante Logik. Und beweisen kannst du NICHTS!!!

Alles bloße Behauptungen.

Ganz abgesehn davon gäbe es noch eine andere Erklärung warum manchen EHS in verbesserter Umgebung, es nicht viel besser geht.
Entweder sind sie chronisch Krank geworden dadurch. Oder sie waren es schon vorher und der Esmog verschlimmerte die Symptome.

Tags:
Alzheimer, Abschirmung, Festnetz, Auszug


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