Brustkrebs bei Männern (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 26.07.2013, 09:12 (vor 4655 Tagen) @ H. Lamarr

Und spekulieren Sie bloß nicht darauf, dass ich mich bei künftigen Studien-Vorstellungen a la W. zu Ihrer Freude regelmäßig einmischen werde. Sie riskieren eher Missachtung.

Frau W. will nicht lassen von Ihrer neuen Leidenschaft, die Leiden schafft. Diesmal: "Es wurde ein statistisch signifikant erhöhtes Risiko für Brustkrebs bei Männern mit Exposition bei elektromagnetischen Feldern beobachtet". Sie bringt dies erfreulich sachlich und ohne überflüssige Worte. Kein Grund also, die Ärmste wegen Hetzerei "Niederzumachen". Ein Haar in der Suppe gibt es dennoch: Untersucht wurden rund 7 1/2 Millionen Fälle, worunter sich 356 Männer mit Brustkrebs befanden. Sollte der Befund also tatsächlich zutreffend sein und Männer unter Einwirkung von Radio-/Fernsehsendern, Magnetfeldern oder 50/60-Hz-Wechselfeldern Brustkrebs entwickeln, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass es einen trifft, mit 0,0048 Prozent außerordentlich gering. Zum Bedauern von Frau W. werden überdies der partiell gefürchtete "gepulste" GSM-Mobilfunk oder gar UMTS in der kurzen Liste der Immissionen nicht aufgezählt. Da allein dieser Mobilfunk von ihr bekämpft wird, jedoch in keiner Weise Rundfunk, Hochspannung oder Haushaltsstrom, ist nicht ersichtlich, wieso Frau W. auf diese Studie überhaupt aufmerksam macht. Es sei denn, man nimmt an, sie wolle nur mal wieder pauschal ein bisschen Zweifel an der Unbedenklichkeit von EMF säen, und sich so das beifällige Nicken der Herrn sichern, die in Förderbeziehung zu Big T. stehen oder standen.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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Brustkrebs


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