Anti-Mobilfunk-Websites: das große Sterben der Kleinen (Allgemein)

KlaKla, Freitag, 09.09.2011, 09:34 (vor 3059 Tagen) @ H. Lamarr

Ohne die defekte Linkliste wäre mir das große Sterben der kleinen Sites gar nicht bewusst geworden. So aber dokumentiert die momentan ungepflegte Liste sehr schön, dass Mobilfunkprotest wie ein Tsunami durchs Land schwappt: Nach der großen kraftvollen Welle kommt nichts mehr. Doch es gibt Ausnahmen: Websites mit kommerziellem oder ideologischem Hintergrund halten eisern die Stellung, auch wenn ringsrum alles zusammenbricht. Diese Sites leben davon, dass es immer wieder einmal frischgebackene Mobilfunkgegner gibt, die in der Szene so antreten, als wären sie die allerersten Protestler, Adam & Eva sozusagen, die die Bevölkerung unbedingt und sowieso vor den vermeintlichen Lebensgefahren des Elektrosmogs aufklären müssten. Ja, so ist das: Das Rad wird in der Szene Monat für Monat neu erfunden. Auch dies ist eine Erklärung dafür, warum Mobilfunkgegner seit rund 10 Jahren nicht vom Fleck kommen. Aber wollen die Häuptlinge überhaupt in Fahrt kommen? Ich meine nein! Fürs Umsatz machen mit Elektrosmog-Angst und -Produkten ist es besser wenn alles so bleibt wie es seit 10 Jahren ist. Es reicht völlig, den Angstpegel in der Bevölkerung mit regelmäßigen Injektionen zugunsten der Investitionsbereitschaft verstörter Bürger ausreichend hoch zu halten (z.B. für Messaufträge, Schirmen, Beraten, Heilen, Referieren ...).

Das Sterben der kleinen Webseiten erklärt sich mMn auch durch das Bündeln in Netzwerken und mangelnde Finanzierung der Kleinen. Seit Jahren versucht aus der Schweiz heraus die "Verbraucherschutzorganisation" Diagnose-Funk Funkgegner und Nutznießer bei sich zu bündeln. Eine Mitgliedschaft kann verweigert werden und wer anfängt zu kritisieren, der kann ausgeschlossen werden.
Für Laien wird professionell wirkendes Material bereit gestellt und auch gleich gesagt an wenn das Material zu verteilen ist. Je mehr Kleine der Große schluckt desto eher erreicht er eine Art Monopolstellung. So kann man bequemer tendenziös und unseriös arbeiten. Wer waagt dieses Vorgehen zu kritisieren, der wird in die Zange genommen und da ist man nicht zimperlich. Man hat genug nützliche Idioten die das mobben anonym oder offen betreiben. Dazu bedient man sich mMn auch der Themen bezogenen Internetforen. Die einen dürfen kräftig pöbeln und kritische Fakten werden kommentarlos weggelöscht oder vom Inhalt her einfach verändert. Die Verantwortlichen von Diagnose-Funk stehen jedoch für keinen offenen Dialog bereit. Sie betreiben ausschließlich Monologe und das sollte Laien zu denken geben.

Hier kann ich nur raten, Vorsicht, damit man nicht selbst zum nützlichen Idioten wird.

Nachtrag 16.10.2011: Link zu Kommentaren eingefügt.

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
Filz, Mobbing, Diagnose-Funk, Zensur, Schweiz, Verbraucherorganisation, Hese-Project, Anonym, Pöbeln, Netzwerk, Marketing Konzept, nützliche Idioten, Schutzorganisation, Monopol


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