Wie leicht Uli Weiner seinen Anwalt überzeugen konnte (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 08.07.2011, 01:11 (vor 3528 Tagen) @ H. Lamarr

Da der SWR sich traditionell wohlwollend mit überzeugten EHS auseinandersetzt, ist ein kritisch-objektiver Bericht mMn eher nicht zu erwarten, der journalistisch indiskutabel distanzlose Text auf der verlinkten SWR2-Website verheißt jedenfalls nichts Gutes.

Seufz, die dunkle Ahnung war berechtigt. Die mehr oder weniger zusammengreimten Argumente der Elektrosensiblen durften in dem Beitrag allesamt mit teils hypnotischer Stimmlage (Dr. Schorpp) vorgetragen werden:

http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/feature/-/id=659934/did=8283418/pv=mplayer/vv=popup/nid=659934/6unhhz/index.html

Ab Minute 11:00 berichtet Uli Weiners Anwalt, Frank Ulrich Mann, wie es kam, dass er den Uli nicht mehr für einen Spinner hält. Wie bereitwillig leichtgläubig der Anwalt ist, geht aus seiner Schilderung hervor:

"Der Beweis dafür, dass es keine Spinner waren, war die Situation für mich, als Uli Weiner kollabiert ist, also umflog. Ich habe einen Anruf gekriegt von einer Bekannten, die ihn gefunden hat, und bin dann am Abend bei ihm vorbei gefahren. Ich habe ihn dann gesehen, er war bleich, er war am Tropf, er war überhaupt kaum ansprechbar, war aber schon ärztlich versorgt, und ich habe ihn gefragt: Was ist los? Da hat er gesagt: Irgendwie muss hier Strahlung sein. Und ich habe gesagt: Sofort Messgerät raus wir müssen messen was ist jetzt passiert. Und dann hat er gemessen und gesagt hier ist plötzlich O2-Strahlung. Dann haben wir recherchiert und später diesen Sender gefunden - das war für mich der Beweis."

Aus meiner Sicht hat sich die Geschichte anders zugetragen: Uli Weiner hat bei einer Routinemessung den O2-Sender schon zuvor entdeckt und dieses Exklusivwissen dazu genutzt, die Geschichte so in Szene zu setzen, wie sie der Anwalt wahrgenommen hat. Als überzeugter Elektrosensibler ging es Weiner vor Schreck womöglich tatsächlich körperlich schlecht, es gäbe allerdings auch noch eine ebenso plausible jedoch weniger wohlwollende Erklärung für sein Unwohlsein. Seine angebliche Elektrosensibilität kaufe ich Uli Weiner jedenfalls schon lange nicht mehr ab, dazu geht er mir meinen Vorschlägen nach einfachen Tests zu energisch aus dem Wege.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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SWR


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