Meine Antwort auf "Frau Webers" Einwände (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 04.08.2010, 16:07 (vor 4564 Tagen) @ Eva Weber

Am Schluss, nach dem Test, tragen wir die relevanten Punkte in eine Karte ein und werten den Messwertspeicher des Personendosimeters aus.

Ich nehme an, Sie würden mir das Personendosimeter auf den Kopf schnallen, denn sonst käme es ja schon wieder bei den Aufzeichnungen darauf an, auf welcher Seite Sie mich am Mast vorbeischieben und an welchem Arm ich das Dosimeter trage.

Das wäre nicht wichtig, das hat schon Herr Jakob nicht begriffen. Es geht hauptsächlich darum, wann (wo) Sie etwas spüren. An dieser Stelle kann dann sofort oder später gemessen werden, am Kopf, am Fuß, am Arm ist mir egal, meinetwegen auch mit einer der Knatterbüchsen.

Wie weit fahren Sie mit einem Rollstuhl in diesen Zeiten?

Man möge mir diese Ironie verzeihen, aber das kommt auf die jeweilige Tagesform von Spatenpauli an.

Stimmt!

Die manchmal vorhandene, manchmal eben fast nicht vorhandene (je nach Feld) Wirkverzögerung verfälscht das Ergebnis bis zur Unbrauchbarkeit!

Ich meine das Testangebot an Frau Weber ist sehr kulant, sie hat es dennoch ohne jeden Versuch einer Abklärung von Details rundweg abgelehnt. Später ist ihr dann anscheinend doch noch eine Begründung eingefallen, die sie bei Gigaherz gepostet hat. Demzufolge hat sie unter Feldeinwirkung Probleme geradeaus zu gehen, so als ob Sie ein Gläschen zuviel intus hätte. Und im Rollstuhl könne sie dies ja wohl schlecht demonstrieren.

Sie müssen mir gestatten, dass ich so viel Kulanz, selbst wenn unterstützt durch Herrn Prof. Lerchl, mich mit einem Rolli durch die Gegend schippern zu lassen und daraus ernstzunehmende Studienergebnisse zu ermitteln, die nicht von Anfang an schon für die Katz sind, trotz all Ihrer Mühe dankend ablehne.

Heiliger Strohsack! Deutschland, o Land der Dichter & Verdreher. Von "ernstzunehmende Studienergebnissen" war nie die Rede, ich habe ausdrücklich vom simplen Schnelltest und Bordmitteltest gesprochen. Die Idee dazu ist ebenfalls normalerweise nicht schwierig zu verstehen: Besteht ein Proband wenigstens mal einen Dilettantentest, vielleicht sogar zwei oder dreimal nacheinander, dann könnte dies als Sprungbrett dienen, mal einen Wissenschaftler aufmerksam zu machen. Leider kneifen Sie sogar schon bei so einem Dilettantentest.

Ich finde es einfach absurd ...

Soso, aber warum denn nur, was ist denn an dem simplen Versuch so einfach absurd?

... und wenn Herr Prof. Lerchl, weil ich darauf nicht anspringe, dies als weiteren Verlust an Glaubwürdigkeit bezeichnet, dann finde ich das auf Neudeutsch "Megaabsurd".

Jaja, ist ja schon gut, je oller, desto doller. Ich sehe nur, dass Sie sich selbst einfachsten Versuchen, Ihre Behauptungen zu prüfen, mit einem Wortschwall entziehen. Und das geht nun mal auf Kosten Ihrer Glaubwürdigkeit, egal wie absurd Sie das sehen.

Aber, da sprach ja der Privatmann, hoffe ich.

Da spricht gesunder Menschenverstand, der ist unabhängig von Amt und Würden und Fluglotsenassistentinnen.

Mein Vorschlag war, die mich betreffende Antenne ein paarmal kurzzeitig abzustellen um mich zu testen.

Ja freilich, selbstverständlich. Die Sonne vielleicht verdunkeln und den Mond abhängen, darf's sonst noch was sein? Ihre Egozentrik empfinde ich als unerträglich, wer so auf sich und sein Problem fixiert ist, dem ist es egal, dass bei einer Senderabschaltung auch Notrufe ungehört bleiben können.

Was soll der Quatsch, Sie wissen doch ganz genau, dass so eine Abschaltung rechtlich nicht unproblematisch ist und deshalb von den Betreibern abgelehnt wird. Ich vermute, eben deshalb machen Sie den Vorschlag, um mit dem Finger wieder mal auf andere zeigen zu können.

Da dann an der schlimmsten Stelle im Garten immer noch ein Mikrowatt ist, kann man auch telefonieren. Es müsste ja nicht gerade im Keller sein. Obwohl, als ich einen Handwerker im Keller hatte, dieser tatsächlich bei 0,0 (Mikrofon umgehängt) nebenbei seine ganzen Telefonate erledigte. Aber so etwas geht nicht, also ist man für immer und ewig aus dem Schneider.

Na also, da haben wir's ja promt, die anderen sind aus dem Schneider, weil diese Schurken doch einfach nicht für Frau Weber das Netz an Ort und Stelle ausknipsen wollen :no:. Wissen Sie was, Frau Weber, Ihre Forderung ist es, die tatsächlich "megaabsurd" ist, wenn man sieht, wie Sie sich um den einfachen Blinde-Kuh-Test herumdrücken, nur um sogleich - als Alibi für vermeintliche Testbereitschaft - schier Unmögliches zu fordern. Aber gut, schlucke ich auch diese Kröte: Wie lange bitteschön, soll denn abgeschaltet werden, damit Sie's sicher spüren (spüren! Nicht mit Ihrer Knatterbüchse messen, schon klar, oder?).

Bemerkenswerter ist mMn, dass Frau Weber keinen der Einwände nennt, die Sie vorgebracht haben. Sie sorgt sich vielmehr ein bisschen, ich würde sie während unseres Experiments im nahen Flüsschen "Würm" samt Rollstuhl auf eine Floßfahrt schicken - ohne Floß ;-).

Ich habe mir zum Glück, trotz dieser bescheidenen Situation in der ich für den Rest meines Lebens leben muss, ab und zu noch ein Quentchen Humor bewahrt!

Ein Späßli in Ehren mag ich Ihnen nicht verwehren. Manchmal sind die bei Ihnen nur schwierig zu erkennen. Etwa das Späßli aus dem Jahr 2006, als Sie dem BfS-König mitteilten, nun endgültig aus Ihrem Haus raus zu müssen. Sind Sie noch immer am umziehen, brauchen Sie Hilfe? Oder sind Sie etwa schon ganz aus dem Häuschen?

Andererseits ist das schrille Auftreten einiger EHS und das alberne Wichtigmachen einiger ihrer Interessenvertreter mMn nicht ganz unschuldig daran, dass sich die seriöse Wissenschaft beim Stichwort EHS erst mal vom ersten Gedanken "Spinner" mühsam lösen muss. Möglicherweise ist die Bereitschaft von (deutschen) Wissenschaftlern, sich mit EHS auseinanderzusetzen, daher reduziert.

Ich entnehme daraus für mich persönlich, dass seriöse Wissenschaft nicht objektiv sein kann, weil sie gegenüber Menschen, die auf ihre Situation aufmerksam machen ein Vorurteil hat? Und das, wie Sie andeuten möglicherweise insbesondere die deutschen Wissenschaftler.

Liebe Frau Weber, mMn bedeutet "meiner Meinung nach", bitte deuten Sie dies fürderhin nicht dahingehend um, die deutsche Wissenschaft hätte sich, fortgesetzter Veralberung wegen, kollektiv gegen EHS verschworen :no:. Eigentlich ist es aber auch wurscht, mMn hört sowieso keiner mehr so richtig hin, wenn ein überzeugter EHS wie Sie zum Vortrag anhebt ...

Und zum Schluss: fünfter Anlauf, eine Antwort von Ihnen zu bekommen. Bitte hier entlang. Sie wollen mich doch sicher nicht provozieren, oder?!

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Glaubwürdigkeit, Egozentrik, Obermenzing, Personendosimeter, Auszug, Bordmitteltest, Proband


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