Flucht unmöglich - Elektrosensible in Deutschland (Allgemein)

Kuddel, Samstag, 19.06.2010, 15:53 (vor 4614 Tagen) @ Doris
bearbeitet von Kuddel, Samstag, 19.06.2010, 18:34

Was mir merkwürdig vorkommt,

Uli W. lebt aus Angst vor Funkstrahlung im Wald und ist auch viel mit dem Fahrrad unterwegs.
Plötzlich erleidet er einen Zusammenbruch und erst dann "bemerkt" er, daß in Nähe zu seinem Domizil, mitten im Wald, ein pompöser Funkmast gebaut- in Betrieb genommen wurde ?

So ein Mastbau im Wald erfolgt doch wohl nicht von Heute auf Morgen. Da sind Erdarbeiten, Betonfundamente, das Verlegen einer kräftigen Stromversorgung und Schwertransporte notwendig. Ist es da nicht wahrscheinlich, daß Uli.W bereits vor seinem "lebensbedrohlichen Zusammenbruch" die Bauarbeiten zum Mast bemerkt- und die "Einschaltung" längst erwartet hat ?

Glücklicherweise kam ja auch gerade jemand vorbei, der ihm beim Zusammenbruch beobachtet und beim Setzen der lebensrettenden Spritzen und Infusionen geholfen hat.
Wieso hat er (vermutlich verderbliche) "lebensrettende Spritzen und Infusionen" in seinem Wohnwagen im Wald, wo es ihm laut eigener Aussage "jahrelang sehr sehr gut gegangen ist" ?

Und wieso mußte er jemanden "aktivieren", der für Ihn den Strahlungspegel gemessen hat ? [image]
Sollte Uli.W als "elektrosensibler Funktechniker" tatsächlich kein eigenes Meßgerät besitzen oder vielleicht nicht wissen, wie man damit umgeht ?
Und wie "aktiviert" man jemanden von einem Wohnwagen im Wald aus ?

Seine "hochgradige Elektrosensibilität" wurde ihm laut Bericht von der Universitätsklinik Freiburg bescheinigt und vom Richter anerkannt.
Eine solche "Bescheinigung" stelle ich mir vom Wortlaut in etwa so vor:"Hiermit bescheinigen wir Herrn Uli.W daß er hochgradig elektrosensibel ist und bei Exposition oberhalb von x uw/m² an folgenden Symptomen leidet...".

Hier nun der Wortlaut aus der von Dr. Mutter (Uni Freiburg) ausgestellten Bescheinigung:

Es ist nicht auszuschließen, daß hochfrequente gepulste elektromagnetische Felder an den Beschwerden, über die Herr Weiner klagt, beteiligt sind.

:surprised: Wie eine gerichtsfeste Bescheinigung einer "hochgradigen Elektrosensibilität" klingt mir das vom Wortlaut her nicht.

Was ich ebenfalls nicht verstehe:
In großer Entfernung zum gerade eingeschalteten Mast erleidet Uli seinen Zusammenbruch und kann sich nur durch Spritzen und Infusionen retten.
Aber er ist später in der Lage, sich in die "Höhle des Löwen" zu begeben, bzw. auf den aktiven Mast zu klettern, um eine Richtantenne mit einer Folie abzudecken. Trotz Schutzanzug dürfte bei der Aktion die Exposition durch elektromagnetische Wellen um ein Vielfaches größer gewesen sein, als bei seinem "Erstzusammenbruch" durch den Mast. Warum hat er dabei keinen "Schock" erlitten ?


Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß hier der Öffentlichkeit eine passend aufbereitete Geschichte aufgetischt wird.

Tags:
EHS, ES, Selbstdarstellung, Gutachten, Weiner, EHS-Phobie, Mutter, Attest, Bescheinigung


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