Dosimetrie: Kinder kriegen tatsächlich mehr ab (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 18.04.2009, 00:23 (vor 4403 Tagen)

Neues vom DMF:

Untersuchungen zu altersabhängigen Wirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf der Basis relevanter biophysikalischer und biologischer Parameter

Die Untersuchung bestätigt einerseits die heutigen Typenprüfungsverfahren für Mobiltelefone (am Kopf) als konservativ, so dass aus den Resultaten in dieser Hinsicht keine Notwendigkeit der Änderungen bestehender Verfahren abzuleiten ist.

Andererseits zeigen die Ergebnisse aber auch, dass v. a. bei jüngeren Kindern im Vergleich zum Erwachsenen in bestimmten Regionen des Gehirns höhere Energieabsorptionen auftreten können. Diese vergleichsweise höheren Belastungen gehen auf die unterschiedlichen anatomischen Gegebenheiten und die geringeren Abstände zwischen Strahlenquelle und Zielstruktur zurück und – mit Ausnahme des Knochenmarks – nicht auf altersabhängige Gewebeeigenschaften. Die Frage, ob diese Unterschiede gesundheitsrelevante Auswirkungen haben, kann diese rein dosimetrische Studie nicht beantworten. Bisherige Ergebnisse aus experimentellen und epidemiologischen Studien weisen nicht auf negative Effekte hin, allerdings wird in diesem Bereich noch Forschungsbedarf gesehen, v. a. was Langzeitwirkungen auf das bei Kindern noch in der Entwicklung befindliche Nervensystem betrifft.

Aus den Ergebnissen ergibt sich kein Handlungsbedarf im Sinne einer Absenkung der Grenzwerte oder einer Änderung der Typenprüfungsverfahrens, da diese als konservativ bestätigt werden. Allerdings unterstreichen die Ergebnisse die vom BfS gegebenen Empfehlungen zur Expositionsminimierung insbesondere für Kinder. Weitere experimentelle Untersuchungen werden als notwendig erachtet.

Zum Abschlussbericht der Studie

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Kinder, Dosimetrie, DFM


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