Erkrankungsalter: Krebs schlägt immer später zu (Allgemein)

Doris @, Mittwoch, 28.01.2009, 23:07 (vor 5114 Tagen) @ Gast

Die Aussage: "Es trifft immer mehr auch Jüngere" dürfte also falsch sein.

Diskussionen um Krebs in Zusammenhang mit Mobilfunk, Basisstationen versteht sich ;-) , werden hier in regelmäßigen Abständen geführt.

Sollte es hier tatsächlich einen Zusammenhang geben, dann kann dies zum jetzigen Zeitpunkt niemals in einem Bericht erscheinen, der nur Zahlen bis 2004 erfasst hat. Und es müssten ja regelrechte Massenerkrankungen sein, damit es in der Statistik nicht im Rauschen untergeht. Vor allen Dingen, welche Art von Krebs könnte es denn sein, der im Zusammenhang mit permanenter Elektrosmogbelastung stehen würde? Beim einen diesen beim anderen jenen, je nachdem wo die Schwachstelle eines einzelnen ist. Hier einen Zusammenhang herzustellen ist schwierig und wird immer schwierig bleiben. Deshalb sind solche Diskussionen immer noch unsinnig.

Die Aussage "es trifft immer mehr auch Jüngere" hat m.E. eine andere Wahrnehmung mit zunehmendem Alter als Hintergrund. Während sich Menschen unter 40 Jahren doch eher weniger mit Krankheiten und Tod auseinandersetzen, verändert sich dies mit zunehmendem Alter. Man nimmt es einfach anders wahr, wenn jemand zwischen 40 und 60 Jahren an Krebs erkrankt bzw. stirbt, wenn man selber in diesem Alter ist und das sind vermutlich die meisten, die sich an Mobilfunkdiskussionen beteiligen. Mit 30 Jahren misst man einer Krebserkrankung eines 50 jährigen niemals diese Bedeutung bei, als wenn man selber an diese Altersgrenze kommt.

In der aktuellsten Ausgabe des GEKID-Berichts 2008 sind die Zahlen bis 2004 zusammengefasst, bei Kindern (ab 103) geht es - so wie ich das sehe - bis 2006.
Sehr schön sind in diesem Bericht die einzelnen Krebsarten aufgeführt mit jeweiligem Trend nach oben oder unten und auch die Aufteilung in Männer und Frauen und Altersstufen. Es gibt wohl keine alten Fassungen mehr im Netz, so dass jemand, der der Meinung ist, dass Krebs immer Jüngere trifft, dies genau ergründen könnte.

Zwei Dinge seien jedoch angemerkt. Gehirntumore, die ja eher in Zusammenhang mit Mobiltelefonen gebracht werden, sind in diesem Bericht überhaupt nicht enthalten.

Und in Anbetracht der Diskussionen um Krebs und EMF muss trotzdem auch gesagt werden, dass sich der Verlauf bei Lungenkrebs und Hautkrebs doch ganz anders entwickelt hat, als man dies vor etlichen Jahren wohl spekuliert hätte, als Rauchen und Sonnenbäder noch nicht so genügend erforscht waren, wie heute. Auch da hat sich einfach nach vielen Jahren etwas anders entwickelt als erwartet. Gerade beim Rauchen war der Zusammenhang mit Lungenkrebs schon lange bekannt, aber das war alles nur Theorie, bis es sich eben in der Realität zeigte, welche Auswirkungen das Rauchen tatsächlich hat. Die Entwicklung von Lungenkrebs bei Frauen unter 40 Jahren zeigt, dass es tatsächlich Menschen in der Mitte des Lebens trifft und es kann angenommen werden, dass die nicht alle erst mit 35 Jahren das Rauchen angefangen haben.

Tags:
Krebs, Gehirntumor, Hautkrebs, Lungenkrebs, GEKID


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