IZMF: kein Schülerstreich - dicke Infos zum Handy / Teil 2

Mike, Donnerstag, 01.04.2004, 11:37 (vor 7383 Tagen) @ mops

Teil 2

Seite 33, "Aufgaben"

"EKG-Handy hilft Sportlern:
Ein neues Handy mit integrierter EKG-Messung begeistert Leistungssportler. Die Kombination aus Handy und T-Shirt zur EKG-Messung ermöglicht Sportlern eine gezielte Herz-Kreislauf-Kontrolle mittels EKG…"

"Welche Wünsche hast du an das Handy der Zukunft?"

Und weiter auf Seite 36,


"Wofür oder wogegen könnte man eine Bürgerinitiative gründen?"

*Unten links ein Cartoon einer BI, auf den Plakaten ist zu lesen:

"Nie wieder Winter" und "Weniger Schule"

*Wirklich geschickt gemacht ! Warum nicht folgendes Plakat ?
- Kein Mobilfunkmast im Naturschutzgebiet Berchtesgaden -

B) "Mensch und Mobilfunk" [ IZMF_Themenheft_02 ]

Zwei lächelnde Comic-Teenager (etwa 12 Jahre) beim "Simsen"

" Jedes zweite Kind zwischen 11 und 12 Jahren telefoniert mit dem eigenen Handy. Bei 13- bis 22-Jährigen liegt die Zahl der Handy-Besitzer bei 84 Prozent (Stand: Januar 2004)."

*Der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), empfiehlt daher, dass sich Kinder unter 16 Jahren generell vom Handy fernhalten sollten. Den selben Rat geben die Gesundheitsbehörden in Großbritannien.


Seite 12, "Schutzengel Handy":

*Hier werden die Vorteile des schnellen Notrufes oder der Ortung dargestellt.
Was fehlt ist die Info, wie viele Verkehrsunfälle durch "Telefonieren am Steuer" entstanden und/oder provoziert wurden. Das verstehe ich unter Objektivität.
z.B. http://www.fuerboeck.at/recht_einfach/handy_studien.htm


Wie z.B. auf Seite 16, "Schuldenfalle Handy":

"Mehr als jeder zehnte 13- bis 17-Jährige in Deutschland hat Schulden. Demnach schulden sechs Prozent der Betroffenen anderen Personen durchschnittlich 370 Euro. Signifikant zugenommen hat dabei der Anteil an Handy-Schulden: Weil Jugendliche mehr Geld fürs Mobiltelefon ausgeben, als sie eigentlich zur Verfügung haben, machen Handy-Kosten bereits zehn Prozent ihrer Schulden aus. Zwar haften die Eltern bis zur Volljährigkeit ihrer Kinder für entstandene Ausgaben. Haben diese den Umgang mit Geld und Konsum bis dahin aber nicht erlernt, droht ihnen eine Abwärtsspirale immer neuer Schulden. Dann kann der Konsum auf Pump und Raten lebenslange finanzielle Belastungen nach sich ziehen. Quelle: Institut für Jugendforschung, München, 2002 "

… und weiter auf Seite 17,
"Checkliste: Was tun bei Handy-Schulden"

"Sind Schulden entstanden, hilft eine gezielte Planung beim Schuldenabbau:

Zeitplan aufstellen:
Wie viel Geld muss in welchem Zeitraum zurückgezahlt werden?

Konsumverzicht:
Auch ohne die neuesten Klamotten, CDs und Klingeltöne kommt man eine Zeit klar.

Ferien- oder Nebenjob:
Zeitungen austragen, babysitten oder im Supermarkt arbeiten - eine Teilzeittätigkeit
bessert das Taschengeld auf.

Bei höheren Schulden:
Schuldnerberatungsstelle aufsuchen! "

*Alles, bloß nicht weniger Telefonieren !


Seite 23, "Arbeitswelt und Mobilfunk"

*Hier wird PR gemacht, mit Themen wie "Wirtschaftsleistung, Wachstum, Investitionen, Innovationen, Arbeitsplätze - der Handwerker auf Baustellen, die Außendienstmitarbeiterin…"

*Gilt für alle Broschüren:
Auch die passenden Bücher und Links werden mit angegeben:

Z.B. www.stiftung-warentest.de (Handy-Testberichte)
* www.oekotest.de sucht man vergeblich !

www.allum.de (Kinderumwelt, gemeinnützige GmbH der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V.)
Dort zum Download: Informationen zum Thema Mobilfunk (für Ärzte und Eltern),
* diese entstand in Zusammenarbeit mit …??? Genau, dem IZMF.


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Zum Schluß ein Statement von Stewart (der mit dem Stewart-Report):

"We also recommend that the mobile phone industry should refrain from promoting the use of mobile phones by children."


Mein Tipp, lassen Sie die Jugendlichen selbst recherchieren, im Internet ist wirklich brauchbare Information zu finden, auch und besonders hier bei RDW.
Zum jugendlichen Einstieg in die Thematik: BfS-Broschüre "MOBILFUNK: WIE FUNKTIONIERT DAS EIGENTLICH?" http://www.bfs.de/elektro/papiere/broschuere_mobilfunk.pdf

Mike

Tags:
Werbung, Lehrer, Broschüren, Schule, Schuldenfalle


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