Kontoausgleich: Erst Review-Kritik, dann Retourkutsche (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 29.01.2026, 15:22 (vor 8 Tagen) @ Alexander Lerchl

Prof. Dr. Meike Mevissen, Uni Bern, hat in einem Interview schweres Geschütz gegen das BfS aufgefahren. So sei ihre Forschung "behindert" worden, weil man ihr ständig reingeredet habe, wie sie ihre Arbeit zu tun habe.

Das BfS hat Meike Mevissen bestimmt nicht in ihre Arbeit reingeredet. Dem Interview zufolge beschwert sich die Wissenschaftlerin einerseits darüber, dass ein Mitarbeiter der WHO Einfluss auf ihren systematischen Tierreview nehmen wollte und andererseits wirft sie dem BfS vor, das Amt wolle "ständig alles wegdiskutieren", womit sie mutmaßlich gesundheitlich potenziell schädliche Effekte einer HF-EMF-Exposition meint.

Der Anlass, warum Frau Mevissen gar nicht gut auf das BfS zu sprechen ist, könnte gut und gerne schon ein halbes Jahr zurückliegen. Seinerzeit bewertete das Amt die Mevissen-Review kritisch. Die Professorin an der Uni Bern dürfte das Papier eher zähneknirschend gelesen haben. Das Interview wäre demnach, weil auch Wissenschaftler Menschen sind, die Retourkutsche für das Spotlight.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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