"International bekannte Wissenschaftler" bei Gigaherz :-) (Elektrosensibilität)
... die Deutsche Strahlenschutzkommission in internationalen Wissenschaftskreisen einen denkbar schlechten Ruf geniesst ...
Kein internationaler Wissenschaftskreis hat jemals etwas von einem Verein Gigaherz oder einem Herrn Hans-U. Jakob gehört. Dies gilt rückwirkend bis zur Steinzeit und voraus bis zum Jüngsten Gericht. Kein ernst zu nehmender Wissenschaftler lässt ohne Not jemand wie Herrn Jakob an sich heran.
Herr Jakob führt zur Verteidigung an:
Nur so zur Information
Eine Liste der international bekannten Wissenschaftler, die an früheren Veranstaltungen der letzten 15 Jahre bei Gigaherz.ch als Referenten und Referentinnen aufgetreten sind:
In alphabetischer Reihenfolgre, alle mit Dr. und/oder Prof. Titel
Adlkofer Franz
[...]
Warnke Ulrich
Kommentar: Die Einwände gegen diese Liste liegen auf der Hand:
- das sind einzelne Personen, keine "internationalen Wissenschaftskreise".
- jede dieser Personen ist bekennender Mobilfunkgegner, von Ausgewogenheit fehlt jede Spur.
- 3/4 der Personen sind seit langem im Ruhestand.
- nur zwei der Personen sind "international bekannt", der eine als Tabaklobbyist, der andere als Krebsforscher, der von dem inzwischen verrentetem Tabaklobbyisten mit Geld versorgt wird.
- jede dieser Personen trat mutmaßlich gegen Honorar bei Gigaherz auf. Sicher ist dies bei dem besagten Krebsforscher, der von Gigaherz gesponsert wurde.
- zwei der Personen sind für Studien verantwortlich, die unter Fälschungsverdacht stehen.
- mehrere der Personen stehen im konkreten Verdacht, kommerziell von der Elektrosmog-Angst zu profitieren.
- eine der Personen fand Krebs um einen Sender, der nachweislich nicht existierte. Der "Wissenschaftler" zog hartnäckig zur Rettung seiner Studie vor Gericht - und ging dort sang und klanglos unter.
- zwei der Personen sagten für 2017 ungefähr 4 Milliarden elektrosensible Menschen voraus. Der Verein für Elektrosensible, München, einer von zwei derartigen Vereinen in Deutschland, kämpft mit fallenden Mitgliederzahlen, 2013 waren es noch rd. 170.
- eine der Personen wurde unter frühen Mobilfunkgegnern mit einer alarmierenden Hühneremryonenstudie bekannt, die jedoch niemand replizieren konnte, nicht einmal von ausgewiesenen Mobilfunkgegnern.
- eine (inzwischen verstorbene) Person bescheinigte einem Esoterikprodukt einen schriftlichen Wirkungsnachweis.
- die große Mehrzahl der Person sind wissenschaftlich bestenfalls in der dritten bis zwölften Reihe einzuordnen.
- von einer Ausnahme abgesehen referieren die Personen exklusiv vor Laien und entziehen sich der wissenschaftlichen Diskussion, indem sie anerkannte wissenschaftliche Kongresse und Journale meiden.
- eine der Personen ist so peinlich fachfremd (Goethe-Experte), dass man ihr den Dieter-Nuhr-Spruch "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten" übers Bett nageln möchte.
Diese Truppe mit "internationalen Wissenschaftskreisen" in Verbindung zu bringen, ist bizarres Wunschdenken eines drittklassigen Veranstalters, zu dem kein ernst zu nehmender Wissenschaftler freiwillig kommt, und der deshalb nehmen muss, was er kriegen kann. Da die Veranstaltung, der sogenannte Gigaherz-Kongress, bevorzugt von Profiteuren der Anti-Mobilfunk-Debatte besucht wird, um frische Argumente zum Angstschüren zu bekommen, sind Referenten, Veranstalter und Besucher dieses Miniaturkongresses für mich ein kommerzieller Verbund mit gesellschaftlich schädlichen Absichten. Oder anders gesagt: Der wahre Jakob wird einem dort nicht vermittelt.
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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –