BNetzA: EMF-Karte zeigt keine Sicherheitsabstände mehr (Allgemein)
Die entscheidende Frage ist allerdings eine andere: Wie erfährt die Bundesnetzagentur von einem neu errichteten Gebäude? Erfolgt dies zuverlässig durch den Betreiber? Gibt es einen systematischen Abgleich mit Baugenehmigungen? Oder verlässt man sich darauf, dass Änderungen irgendwann auffallen?
Ja genau! Vor ein paar Jahren war Gevatter Zufall noch dafür verantwortlich, dass die BNetzA Wind von einem Neubau im Nahnereich eines Funkmasten bekam.
Auf einem freien Grundstück neben einem flachen Gebäude mit Funkmast obendrauf wurde ein Neubau hochgezogen. Und ich durfte staunend zuschauen, wie die Bauarbeiter auf einem Baugerüst in maximal etwa sechs Meter Abstand zu den Antennen mauerten, verputzten und zuletzt kamen die Anstreicher. Im obersten Stockwerk (dort sind die Schlafräume vorgesehen) wurde nicht mehr gemauert, dort wurden Holzplatten verbaut. Das liest sich jetzt ziemlich langweilig, wir haben den Sachverhalt jedoch ausführlicher und auch mit Fotos illustriert in diesem Posting festgehalten. Dort ist auch das Ergebnis einer Anfrage bei der BNetzA nachzulesen.
Ob während dem Bau die Antennen gedrosselt waren, kann ich weder bestätigen noch beweisen. Abgeschaltet waren sie jedenfalls nicht, dafür waren unsere Messwerte vor Ort zu hoch. Das ist jetzt auch schon wieder elf Jahre her. Wenn sich an der Auskunft der BNetzA von damals nichts geändert hat, dann haben die Mobilfunknetzbetreiber die Ar...karte: Passiert was, sind sie dran. Bei Licht besehen ist die Wahrscheinlichkeit, dass was passiert aber nahe null, zumal ich noch nie was von "elektrosensiblen" Bauarbeitern gehört oder gelesen habe. Nahe null dürfte aber mit der staatlichen Fürsorgepflicht und dem deutschen Regelungswahn nicht vereinbar sein. Wenn das Risiko nicht null ist, muss es genullt werden. Ergo kann ich mir vorstellen, dass sich in den elf Jahren etwas getan hat, damit das, was wir 2015 beobachten konnten, heute so nicht mehr möglich ist.
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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –