Der Widersprüchlichen Überführung (Elektrosensibilität)
Eva W. aus O. in M. kokettiert gerne damit, wie lange sie schon unter "Elektrosensibilität" leide. Mittlerweile sind es 21 Jahre. Und obwohl sie bereits mehrfach widerlegt wurde, klammert sich Frau W. an ihre "Elektrosensibilität" als wäre diese das wesentliche Identifikationsmerkmal für ihr Ich.
Am 22. März 2026 beantwortet sie die selbst gestellte Frage, wozu ein "Elektrosensibler" überhaupt noch da sei, ganz im Sinne ihres Überzeugungssystems:
Er ist dazu da, sich beschimpfen, als Phobiker und was sonst noch hinstellen zu lassen.
Das hätte Eva W. gerne. Doch nötig ist es schon lange nicht mehr, denn die alte Dame demontiert sich von Zeit zu Zeit viel wirkungsvoller selbst, indem sie sich in harte Widersprüche verwickelt.
Jüngstes Beispiel: Im oben verlinkten Posting behauptet sie:
[...] Der Strahlenschutz (nicht ionisierender) hat die stets fürsorgliche Empfehlung: Gehen Sie zum Arzt! Und wie viele Ärzte sind es von hundert, bei Glück fünf, die ein paar Minuten zuhören? Lt. Fact Sheet 296 WHO wird versucht, die Symptome zu behandeln. Das Einzige was helfen würde, nämlich die Strahlung zu verringern, wird leider nicht empfohlen, vielmehr sogar abgelehnt. [...]
Den Widerspruch in ihrer Darstellung habe ich rot markiert. Denn in diesem Posting behauptet sie das glatte Gegenteil:
[...] Jedenfalls Abschirmung hilft nicht mehr und wenn man sich in 5 Alu-Decken einwickelt. [...]
Mutmaßlich bemerkt Frau W. ihre Widersprüche nicht wegen ihrer Defizite im Erkennen von technisch/physikalischen Zusammenhängen. Im konkreten Fall erkennt sie möglicherweise nicht, dass De-Exposition nicht nur durch Meiden "verstrahlter" Orte zu erreichen ist, sondern auch durch Schirmung. Sekundärer Treiber für die Widersprüche ist ein tief verankerter Leidensgedanke, der die selbstdiagnostizierte "Elektrosensible" dazu verleitet, selbst unter fünf Rettungsdecken keine Linderung mehr zu spüren. Da aber das (wahrscheinlich reale) Leiden einer Wahnvorstellung entspringt und keiner physikalischen Feldeinwirkung, würden auch 50 Rettungsdecken oder 500 ohne Wirkung bleiben.
Wie stark der Widerspruch von Eva W. im konkreten Fall ist (selbst unter fünf Rettungsdecken keine Linderung der Beschwerden), zeigt dieses Posting. Und deshalb bin ich der Meinung, dass es ganz andere Gründe haben muss, warum sich Eva W. seit 21 Jahren so bedingungslos an ihre "Elektrosensibilität" klammert, Funkstrahlung scheidet als kausaler Übeltäter jedenfalls aus.
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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –