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<title>Forum Faktencheck Elektrosmog</title>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/</link>
<description>Faktenchecks von Behauptungen, die von Mobilfunkgegnern und Mobilfunkkritikern aufgestellt werden</description>
<language>de</language>
<item>
<title>40 Ohren: zwei Bilder sagen mehr als viele Worte (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Könnte man diese Antennen vom Dorf aus sehen, würden sie aus der Ferne wie 40 Tischtennisbälle am Berg wirken. Da die Erdfunkstelle aber auf einem Plateau liegt, sind sie vom Dorf aus mutmaßlich nicht oder nur zum Teil zu sehen.</p>
</blockquote><p>Wer auf der Kantonsstraße 6 Richtung Leuk fährt, kann die <a href="https://www.google.com/maps/place/Leuk,+Schweiz/@46.318008,7.6446083,542m/data=!3m1!1e3!4m6!3m5!1s0x478f19a29042d721:0x2711d57e1e987348!8m2!3d46.3169188!4d7.6345834!16zL20vMDZweGpx?entry=ttu&amp;g_ep=EgoyMDI2MDYxMy4wIKXMDSoASAFQAw%3D%3D">Erdfunkstelle</a> mit ihren bis zu 18 Metern durchmessenden Parabolspiegeln aus der Ferne gut erkennen.</p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/202606170906496a3263a99e38c.jpg" alt="[image]" width="720" height="539" /></p>
<p>Die großen Satellitenschüsseln sind auch vom Dorf aus zu sehen, von dort aus werden die 40 kleinen Starlink-Antennen auf dem Brentjong-Plateau am Berg mit hoher Wahrscheinlichkeit von den meisten Dorfbewohnern jedoch nicht zu sehen sein. Mit Googles Streetview lässt sich die Gegend wunderbar erkunden.</p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/202606170917566a32664499486.jpg" alt="[image]" width="720" height="549" /><br />
<span style="font-size:smaller;">Bilder: Google Maps</span></p>
<p>In Anbetracht der Bilder wirkt die von Schnyder-Etienne ins Spiel gebrachte Furcht vor Erkrankungen infolge &quot;Satellitenstrahlung&quot; archaisch.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75682</link>
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<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 09:32:24 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>40 Ohren: neue Fassaufmacher hat das Land (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bei ChatGPT nachgefragt</strong>: <em>Sind die heutigen Wortführer des Protestes auch damals schon aktiv gewesen?</em><br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Antwort der KI</span></p>
<p>Nach dem, was öffentlich bekannt ist, eher nicht.</p>
<p>Die heutigen Wortführer des Widerstands sind vor allem die Ärzte Hanna Schnyder-Etienne und Roman Kuonen. Beide geben an, erst 2025 durch einen Zeitungsbericht vom Starlink-Projekt erfahren zu haben und sich erst danach organisiert zu haben.</p>
<p>Die von Schnyder-Etienne gegründete Interessengemeinschaft &quot;40 neue Satellitenantennen: NEIN, so nicht!&quot; entstand ebenfalls erst im Zusammenhang mit dem Starlink-Vorhaben.</p>
<p>Für die früheren Kontroversen um die Leuker Satellitenstation – etwa die jahrzehntelangen NSA-Gerüchte oder Diskussionen über das Landschaftsbild – finden sich in den zugänglichen Quellen keine Hinweise darauf, dass dieselben Personen damals bereits als Protestführer auftraten. Die bekannten Auseinandersetzungen der 1970er- bis 2010er-Jahre wurden vielmehr von anderen Akteuren getragen oder waren eher mediale und politische Debatten als organisierte Bürgerproteste.</p>
<p>Interessant ist allerdings ein anderer Aspekt: Das Alter der heutigen Wortführer. Schnyder-Etienne und Kuonen sind heute etwa 69 bzw. 70 Jahre alt. Sie haben die Errichtung der großen Satellitenschüsseln in den 1970er-Jahren also als junge Erwachsene miterlebt. Dass sie damals in Leuk lebten, ist plausibel; dass sie damals öffentlich gegen die Anlage kämpften, dafür habe ich keinen Beleg gefunden.</p>
<p>Mein Eindruck nach Sichtung der Berichte: Der aktuelle Widerstand wirkt nicht wie die Fortsetzung einer seit Jahrzehnten bestehenden lokalen Protestbewegung. Eher handelt es sich um eine neue Mobilisierung, ausgelöst durch die Kombination aus Elon Musk, Starlink, geopolitischen Fragen und Befürchtungen hinsichtlich HF-EMF. Die alten Satellitenschüsseln waren längst Teil der Landschaft geworden; die neuen Antennen haben das Thema wieder politisiert.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 08:50:51 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>40 Ohren: Munkeln und Raunen seit 30 Jahren (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage an ChatGPT</strong>: <em>Musks 40 kleine Starlink-Antennen sind in Leuk umstritten. Aber wie war das früher, als in Leuk noch riesige Satellitenschüsseln aufgestellt wurden. Gab es auch damals schon erbitterten Streit?</em></p>
<p><span style="font-size:large;">Antwort der KI</span></p>
<p>Ja, aber anders als heute.</p>
<p>Die großen Satellitenschüsseln oberhalb von Leuk wurden ab den frühen 1970er-Jahren errichtet. Sie waren von Anfang an auffällig und wurden im Wallis bald als &quot;grandes oreilles&quot; (&quot;große Ohren&quot;) bekannt. Ein Teil der Bevölkerung empfand die Anlage als Fremdkörper in der Landschaft, doch ein breiter lokaler Widerstand wie heute gegen Starlink ist aus den Anfangsjahren nicht dokumentiert. Die Anlage brachte Arbeitsplätze und verschaffte dem strukturschwachen Tal einen technologisch bedeutenden Standort.</p>
<p>Der eigentliche Streit begann später und hatte wenig mit elektromagnetischen Feldern zu tun. Seit den 1990er-Jahren und besonders nach den Snowden-Enthüllungen 2013 kursierten immer wieder Vorwürfe, die Station sei in internationale Überwachungsprogramme oder sogar Aktivitäten der NSA eingebunden. Diese Vorwürfe wurden nie eindeutig bewiesen, sorgten aber für politische Debatten bis ins Schweizer Parlament.</p>
<p>Interessanterweise sagte Leuks Gemeindepräsident 2025 mit Blick auf die neuen Starlink-Antennen sinngemäß, solche Bedenken habe es schon bei den alten Anlagen gegeben – und diese hätten &quot;noch weiter gestrahlt&quot;. Das deutet darauf hin, dass auch früher Gesundheits- und Strahlungsängste existierten, allerdings offenbar nicht in der heutigen Intensität.</p>
<p>Die entscheidenden Unterschiede von früher zu heute:</p>
<p><strong>Früher (Satellitenschüsseln)</strong><br />
► Debatten vor allem über Geheimdienste, Militär und Landschaftsbild<br />
► Langsamer Aufbau über Jahre<br />
► Wenig organisierter lokaler Widerstand dokumentiert<br />
► Betreiber waren PTT, Swisscom, Signalhorn, Bund</p>
<p><strong>Heute (Starlink)</strong><br />
► Debatten über HF-EMF, Elon Musk, digitale Souveränität und Geopolitik<br />
► Großprojekt mit 40 Antennen auf einen Schlag<br />
► Bürgerinitiative, Einsprachen und laufende Rechtsverfahren<br />
► Verbindung zu SpaceX und Elon Musk steht im Mittelpunkt</p>
<p>Bemerkenswert ist, dass die heute als Wahrzeichen von Leuk geltenden Riesenschüsseln selbst jahrzehntelang umstritten waren. Die ZEIT formulierte es 2025 so, dass in Leuk &quot;seit 1974&quot; um die Anlage gestritten werde – zunächst wegen angeblicher Geheimdienstaktivitäten, heute wegen Starlink.</p>
<p>Mein Eindruck: Die alten Schüsseln wurden zwar nie von allen geliebt, aber sie galten als Teil der technischen Infrastruktur. Der aktuelle Konflikt ist deutlich emotionaler aufgeladen, weil sich die Diskussion an der Person Elon Musk, an geopolitischen Fragen und an der Mobilfunk- bzw. HF-EMF-Debatte entzündet. Die Antennen sind dabei fast nur der sichtbare Auslöser.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 08:35:37 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Süßes im Kopf, Elektrosensibilität, Narzissmus</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>ARD alpha ist der Bildungs- und Wissenskanal (nicht Wissensskandal) der ARD. Er wird federführend vom Bayerischen Rundfunk (BR) in München produziert. In der <a href="https://www.ardmediathek.de/video/aktiv-und-gesund/suesses-im-kopf-elektrosensibilitaet-narzissmus/ard-alpha/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC9GMjAyM1dPMDIxNTQ4QTA">Sendung vom 1. Oktober 2025</a> tritt ab Minute 6:38 die überzeugte Elektrosensible Judith Rommel auf, deren wissenschaftliche Einschätzung von Minute 8:40 bis 13:55 ein Biophysiker übernimmt.</p>
<p>Mit Ruhm bekleckerte sich die Redaktion von ARD alpha bei dieser Ausgabe nicht. Sie taufte schnöde NF-Felder um in NF-Strahlung und verhunzte im Klappentext zur Sendung den SAR-Wert zum SA-Wert. Von einem Bildungs- und Wissenskanal darf man mMn mehr Kompetenz verlangen.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 19:20:32 +0000</pubDate>
<category>Elektrosensibilität</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>FMK: Jahrespressekonferenz Geschäftsjahr 2025</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich der Jahrespressekonferenz des Forum Mobilkommunikation, Interessenvertretung der österreichischen Mobilfunkindustrie, berichteten Volker Libovsky, Präsident des FMK und CTIO von Magenta Telekom und Margit Kropik, Geschäftsführerin des FMK, über das vergangene Jahr 2025.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Markt- und Verkehrsdaten</span></p>
<p>► 14'665.000 SIM-Karten in Smartphones, Handys und Cubes in Umlauf.<br />
► &quot;Klassische&quot; Telefonie via GSM, LTE und 5G weiter auf 20,2 Mrd. Minuten gesunken.<br />
► Datenvolumen durchbricht die 6-Mrd.-GByte-Grenze.<br />
► Inflationsbremse Mobilfunk: Gesamtumsatz mit EUR 3,53 Mrd. gegenüber dem Vorjahr (EUR 3,75 Mrd.) leicht gesunken.<br />
► Noch im Investitions-Plus: EUR 902 Mio. (Vorjahr: EUR 881 Mio.).<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">FMK-Mobilfunk-Barometer</span></p>
<p>► Österreicher:innen nutzen im Schnitt 5,5 internetfähige Geräte.<br />
► Digitalisierung: Etwa Jede:r zweite streamt und shoppt online und erledigt auch Amtswege digital.<br />
► Auswirkungen der Digitalisierung im Bereich Forschung, Industrie, Verwaltung und Gesundheitswesen positiv; Arbeitsmarkt ambivalent; bei Gesellschaft, Datenschutz und Privatsphäre eher negativ.<br />
► Die Hälfte aller Österreicher:innen hat noch keine negativen Erfahrungen gemacht, allerdings: zwei von zehn Österreicher:innen wurden schon einmal im Internet betrogen.<br />
► WhatsApp noch vor Kamera und Weckfunktion wichtigste Anwendung am Smartphone.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">KI-Chats sind ein absolutes Smartphone-Thema</span></p>
<p>► Zwei Drittel der Österreicher:innen haben schon einmal KI-basierte Anwendungen genutzt, die Texte, Antworten und/oder Inhalte auf Fragen erzeugen.<br />
► 3/4 aller Nutzer:innen verwenden ihr Smartphone dafür.<br />
► Die Mehrheit der Österreicher:innen, die KI-basierte Anwendungen verwenden, nutzten sie auch für Information und Erklärung.<br />
► Aber: Lediglich 8 % prüfen die Ergebnisse konsequent auf ihre Richtigkeit.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Auswirkung von KI allgemein</span></p>
<p>► Die Mehrheit der Österreicher:innen bewertet die Auswirkungen von KI auf Wissenschaft, Wirtschaft, Gesundheit und Verwaltung positiv.<br />
► Kritisch wird der Einfluss auf Datenschutz und Privatsphäre gesehen.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">5G-Ausbau in aktuellen Daten</span></p>
<p>► Aktive Mobilfunk-Standorte in Österreich aktuell: 19'519 (Juni 2025: 19'175).<br />
► Davon mit 5G-Systemen: 13'298 (April 2024: 11'383).<br />
► Die technische Abdeckung mit 5G beträgt etwa 97 % der Bevölkerung.</p>
<p><a href="https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260608_OTS0054/fmk-pk-mobilfunk-barometer-zeigt-hohe-kundenzufriedenheit-ki-chat-hauptsaechlich-via-smartphone">weiter ...</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75678</link>
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<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 08:50:46 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>HUJs Irrtümer (23): Leuk steht auf (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Behauptung</strong>: <em>Leuk steht auf</em><br />
<strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.gigaherz.ch/leuk-steht-auf/">https://www.gigaherz.ch/leuk-steht-auf/</a><br />
<strong>Jahr</strong>: 2026</p>
<p><strong>Die Fakten</strong><br />
► Ende 2024 hatte die Gemeinde Leuk <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Leuk">4340 Einwohner</a>.<br />
► Am 22. Mai 2026 übergaben <a href="https://www.nzz.ch/schweiz/mit-15-leuten-in-bern-und-15-000-unterschriften-im-internet-leuk-wehrt-sich-weiter-gegen-die-starlink-bodenstation-von-elon-musk-ld.10007672">15 Leute</a> (mutmaßlich alle aus Leuk) in Bern eine schweizweite Unterschriftensammlung gegen Musks Antennen an die schweizerische Bundespolitik.</p>
<p><strong>Wertung der Behauptung</strong><br />
15 Personen entsprechen einem Leuker Bevölkerungsanteil von 0,34 Prozent. Unter diesen Umständen ist die Behauptung &quot;<em>Leuk steht auf</em>&quot; eine faustdicke Übertreibung.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75677</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75677</guid>
<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 20:48:48 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>HUJs Irrtümer (22): gut 29 Wochen später (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>In Anbetracht von Jakobs absurder Drohung &quot;<em>Es wird nur noch <strong>wenige Wochen dauern</strong> bis die ICNIRP ihre Grenzwert-Empfehlung von 60 auf 90V/m erhöht</em>&quot; kann ich nur feixen ...</p>
</blockquote></blockquote><p>Satz mit x? War wohl nix! 29 Wochen plus 2 Tage später (205 Tage) denkt Icnirp noch immer nicht im Traum daran, der Weissagung von HUJ Folge zu leisten.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75676</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75676</guid>
<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 08:57:56 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>40 Ohren: der Selbstbetrug der Hanna Schnyder (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>► <a href="https://www.infosperber.ch/gesundheit/zwei-schweizer-dorfaerzte-gegen-elon-musk/">Infosperber – Zwei Schweizer Dorfärzte gegen Elon Musk</a></p>
</blockquote><p>Dort ist zu lesen:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>«Roman und ich sind bei den Ärztinnen und Ärzten für Umweltschutz, und eine Woche vor der Gemeindeversammlung hatte ich eine neue WHO-Studie zur Antennenstrahlung gelesen. Da habe ich gedacht, offenbar muss man das Thema viel ernster nehmen», sagt Schnyder-Etienne.</strong></em></span></p>
<p>Aha, AefU, daher also weht der Wind. Und die &quot;WHO-Studie&quot;, die Frau Schnyder gelesen haben will, ist – Tusch + Trommelwirbel – selbstverständlich keine andere als die Tierreview von Meike Mevissen!</p>
<p>Das ist aus meiner Sicht <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dunning-Kruger-Effekt">Dunning-Kruger</a> pur. Die WHO hatte zwölf systematische Reviews in Auftrag gegeben, elf fanden keine belastbare Evidenz für Gesundheitsrisiken infolge HF-EMF-Befeldung, die hat Frau Schnyder geflissentlich wohl nicht gelesen. Sie hat einzig und allein die alarmierende Tierreview von Mevissen gelesen. Dass es <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=74911">gut begründete Zweifel</a> an dieser Review gibt, dürfte mit einiger Sicherheit an Frau Schnyder wieder spurlos vorbei gegangen sein.</p>
<p><span style="font-size:large;">Der helle Wahnsinn!</span></p>
<p>Oder sachlicher formuliert: Frau Schnyder wurde durch ihre Mitgliedschaft bei AefU so konditioniert, dass sie HF-EMF schon länger latent für gesundheitsschädlich hält. Dieses Überzeugungssystem führte bei ihr zum Bestätigungsfehler (Confirmation Bias). Das heißt, die Frau rezipiert nur noch das, was ihre Überzeugung stützt und sie ignoriert, was ihre Überzeugung gefährdet. Deshalb hat nur die Mevissen-Review sie gefesselt.</p>
<p>Bei z.B. einer gelernten Bäckereifachverkäuferin wäre so ein Verhalten entschuldbar, da das Erkennen von Wahrnehmungsverzerrungen nicht zu deren Ausbildung gehört. Bei Ärzten ist dies aber Bestandteil der Ausbildung, weshalb die selektive Wahrnehmung von Schnyder für sie kein Ruhmesblatt ist. Sie hat ja bereits angekündigt bis vors Bundesgericht zu klagen, um Musk zu stoppen. In Anbetracht der Umstände wünsche ich Frau Schnyder wegen ihrer unerträglichen Selbstgewissheit, dass ihr spätestens das Bundesgericht die Augen über ihren eigenen Dilettantismus öffnet <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/yes.gif" alt=":yes:" />.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75675</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75675</guid>
<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 19:01:30 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>40 Ohren: Hanna Schnyder bestätigt Dunning-Kruger-Effekt (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Trotzdem hat es Frau Schnyder jetzt in das <a href="https://www.blick.ch/politik/leuk-geraet-auf-die-politische-weltbuehne-wie-sich-zwei-walliser-gegen-elon-musk-wehren-id21988259.html">Magazin &quot;Blick&quot;</a> geschafft ... <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/no.gif" alt=":no:" /> </p>
</blockquote><p>Bei Licht besehen sind es die beiden Ärzte, die in Leuk die Leute gegen das Projekt aufhetzen. Und es gibt reichlich Trittbrettfahrer, wie <a href="https://www.gigaherz.ch/leuk-steht-auf/"><span class="underline">hier</span></a>, die ihren Profit aus dem Protest der beiden ziehen und Beifall klatschen. Mittlerweile hat sich das Theater um Musks 40 Ohren in Leuk ziemlich herumgesprochen, hier ein kleiner Auszug:</p>
<p>► <a href="https://www.arte.tv/de/videos/130978-000-A/starlink-schweizer-bergdorf-gegen-musk/">Arte - Starlink: Schweizer Bergdorf gegen Musk</a><br />
► <a href="https://schutzvorsatellitenstrahlungregionleuk.ch/de/">Website der Antennengegner von Leuk</a><br />
► <a href="https://www.srf.ch/news/schweiz/macht-der-tech-giganten-wie-elon-musks-starlink-ein-dorf-im-wallis-spaltet">SRF – Wie Elon Musks Starlink ein Dorf im Wallis spaltet</a><br />
► <a href="https://www.srf.ch/play/tv/rundschau/video/musk-kommt-ins-wallis-widerstand-gegen-satelliten-antennen?urn=urn:srf:video:b0247f00-465a-4f27-b681-348619b1929f">SRF – Musk kommt ins Wallis</a><br />
► <a href="https://www.infosperber.ch/gesundheit/zwei-schweizer-dorfaerzte-gegen-elon-musk/">Infosperber – Zwei Schweizer Dorfärzte gegen Elon Musk</a></p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/202606131759156a2d9a73a53d1.jpg" class="left" alt="[image]" width="450" height="675" />◄ Bild: Microsoft Copilot</p>
<p>Das Erste, was bei solchen Protesten bei den Betroffenen den Bach runtergeht, ist die nüchterne Betrachtung des Sachstands. Das lässt sich sehr schön an der Website der Antennengegner erkennen. Denn dort werden ausschließlich Fotos gewaltiger Satellitenantennen gezeigt mit Spiegeldurchmesser um 15 Meter. Das aber ist eine grobe Irreführung der Websitebesucher, denn die Bodenantennen für das Starlinknetz haben lediglich 1,85 Meter Durchmesser, mit dem Radom (kugelförmige Schutzhülle) sind es dann etwa 2 Meter pro Antenne. Diese Antennen sehen eher putzig aus als angsteinflößend.</p>
<p>Könnte man diese Antennen vom Dorf aus sehen, würden sie aus der Ferne wie 40 Tischtennisbälle am Berg wirken. Da die Erdfunkstelle aber auf einem Plateau liegt, sind sie vom Dorf aus mutmaßlich nicht oder nur zum Teil zu sehen. Die Hauptkeulen solcher Antennen sind nicht auf den Boden gerichtet, sondern auf die jeweils angepeilten Satelliten am Himmel. Damit unterscheidet sich eine Erdfunkstelle grundlegend von einem Mobilfunkstandort, dessen Antennen gezielt Versorgungsgebiete am Boden bestrahlen.</p>
<p>Erschreckend weit neben der Spur ist die Ärztin Hanna Schnyder-Etienne mit ihrer Einschätzung: &quot;Wir sind Ärzte. Das Strahlenrisiko dieser 40 Antennen ist zu gross und gefährdet die Gesundheit&quot; (<a href="https://www.blick.ch/politik/leuk-geraet-auf-die-politische-weltbuehne-wie-sich-zwei-walliser-gegen-elon-musk-wehren-id21988259.html">Quelle</a>). Ganz schön überheblich, die selbstgewisse Dame! Dabei haben Studien gezeigt, dass ausgerechnet Ärzte im Hinblick auf elektromagnetische Felder eine völlig überzogene Risikoeinschätzung haben, weitab von dem, was wissenschaftlich haltbar ist. Das wurde 2005 beobachtet und 20 Jahre später hatte sich daran <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=74604">nichts geändert</a>. Mit ihrer Äußerung gibt Schnyder-Etienne zu erkennen, dass sie von Satellitenfunktechnik nicht die geringste Ahnung hat aber trotzdem laut protestiert. Sie ist damit ein überzeugender Beweis für den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dunning-Kruger-Effekt">Dunning-Kruger-Effekt</a>.</p>
<p>Es ist völlig absurd, dieser Technik ein Gesundheitsrisiko für die Dorfbewohner anzudichten. Aus meiner Sicht ist Schnyder-Etienne selbst das wahre Gesundheitsrisiko, weil sie mit ihrer voreiligen unqualifizierten Einschätzung den Dorfbewohnern unbegründet irrationale Ängste vor den harmlosen Antennen einjagt. Es wäre verantwortungsbewusst von ihr gewesen, sich zuerst angemessen bei seriösen Quellen zu informieren, bevor sie die Pferde scheu macht. Wie es aussieht, hat sie dies jedoch nicht getan oder sie ist nicht imstande, seriöse Quellen von unseriösen zu unterscheiden.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Warum so viele Antennen?</span></p>
<p>Weil eine Starlink-Bodenstation nicht mit einem einzelnen Satelliten kommuniziert, sondern gleichzeitig mit sehr vielen Satelliten.</p>
<p>Die 40 Antennen in Leuk sind sogenannte Gateway-Antennen. Sie bilden die Schnittstelle zwischen dem Starlink-Satellitennetz und dem terrestrischen Internet.</p>
<p>Anders als die früheren großen Satellitenschüsseln in Leuk, die meist einen einzelnen geostationären Satelliten anpeilten, ziehen Starlink-Satelliten der Reihe nach in nur etwa 550 km Höhe in wenigen Minuten den Himmel über Leuk entlang. Die Antennen verfolgen daher ständig einen oder mehrere vorbeifliegende Satelliten und übergeben die Verbindung fortlaufend an den nächsten. Das heißt: Die kleinen Antennen sind von außen nicht sichtbar ständig mechanisch in Bewegung, um den Kontakt zu den Satelliten bis zu deren Abtauchen am Horizont nicht zu verlieren. ChatGPT zufolge werden 40 Antennen benötigt für ...</p>
<p>► gleichzeitige Verbindungen zu mehreren Satelliten,<br />
► hohe Gesamtkapazität (viele Gbit/s bis Tbit/s),<br />
► Redundanz bei Ausfällen,<br />
► unterschiedliche Frequenzbänder und Polarisationen,<br />
► Reserven für zukünftiges Verkehrswachstum.</p>
<p>Interessant ist noch etwas anderes: Die Zahl 40 klingt riesig, die effektive Antennenfläche ist aber deutlich kleiner als die einer einzigen klassischen Satellitenschüssel.</p>
<p>Eine alte Leuk-Schüssel mit 18 m Durchmesser hat eine geometrische Fläche von etwa 254 Quadratmeter. Eine 2-Meter-Starlink-Antenne kommt auf ungefähr 3 Quadratmeter. Selbst 40 solcher Antennen ergeben zusammen nur etwa 120 Quadratmeter Antennenfläche. Die Anlage gewinnt ihre Leistungsfähigkeit also nicht aus der Größe der Antennen, sondern durch Parallelisierung.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Mit Umweltschutz &amp; politischen Einwänden erfolgreicher </span></p>
<p>Mit ihren Gesundheitsbedenken haben sich die Leuker Antennengegner selbst einen Bärendienst erwiesen, der ihre Glaubwürdigkeit pulverisiert. Geschickter wäre es gewesen, den Protest gegen die möglicherweise am Berg sichtbaren Tischtennisbälle zu richten (Umweltschutz) und gegen das möglicherweise militärische Ziel. Der Bundesrat hat den militärischen Bedenken zwar schon eine Absage erteilt, ganz ausschließen kann man den Fall indes nicht, dass die Erdfunkstelle im Fall einer militärischen Auseinandersetzung zerstört und das Dorf dabei in Mitleidenschaft gezogen wird. Im Konfliktfall ließe sich die Anlage jedoch auch vorsorglich zerstören, um einen Angriff erst gar nicht zu provozieren. Für diese möglicherweise lebensrettende Aufgabe ließen sich wahrscheinlich mühelos einige überzeugte Mobilfunkgegner anwerben, die den Job mit Begeisterung honorarfrei erledigen würden <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/smile.png" alt=":-)" />.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75674</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75674</guid>
<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 18:04:37 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Elektrosmog stört Orientierung von Mückenfledermäusen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Welche Effekte die vom Menschen verursachte elektromagnetische Strahlung auf wildlebende Tiere hat, ist kaum bekannt. In einer in der Zeitschrift Science veröffentlichten Studie (<a href="https://www.science.org/doi/10.1126/science.adq4418">Volltext</a>) berichtet ein internationales Team um den Biologen Dr. Oliver Lindecke von der Universität Oldenburg, dass schwache Breitbandstrahlung im Bereich von Langwellen bis Ultrakurzwellen die Orientierung der wenige Gramm schweren Mückenfledermäuse durcheinanderbringt. </p>
</blockquote><p>Der anfangs frei verfügbare Volltext der Studie ist inzwischen leider nicht mehr für jedermann frei verfügbar.</p>
<blockquote><p><strong>Kommentar</strong>: Kein Grund zur Aufregung für Mobilfunkgegner. Die Mückenfledermäuse wurden nicht mit Mobilfunk befeldet, sondern mit einem für Städte typischen künstlich erzeugten breitbandigen elektromagnetischen Rauschen, dessen Magnetfeldkomponente mit einer Schleifenantenne abgestrahlt wurde. Dieses Breitbandrauschen war schwach, die Studie nennt mMn mit <a href="https://www.science.org/cms/10.1126/science.adq4418/asset/0395f998-51f9-4140-a3a5-ddd46f5d5ce0/assets/images/large/science.adq4418-f1.jpg">Fig. 1 (A und B)</a> aber keine eindeutig interpretierbaren Pegelwerte, denen die Tiere in 70 cm bis 100 cm Abstand vor der Antenne ausgesetzt waren. Ein Gesundheitsrisiko für Menschen lässt sich aus der Studie nicht ableiten.  </p>
</blockquote><p>Die Forschungsfrage war offensichtlich nicht, ob die Tiere auf ein bestimmtes HF-Signal (z.B. UKW-Radio) regierten, sondern ob sie überhaupt auf HF ansprechen. Das breitbandige Rauschsignal ersparte den Forschern also endlose Experimente mit diskreten HF-Signalen bestimmter Frequenz. Und jetzt wissen sie: Ja, die Tiere reagieren auf schwache HF pauschal mit Orientierungsproblemen. Was die Forscher nicht wissen: Auf welches HF-Signal konkret wird reagiert, ist es UKW auf 100 MHz oder Digitalradio DAB+ auf 200 MHz oder ganz etwas anderes?</p>
<p>Aus meiner unmaßgeblichen Sicht hätten die Forscher im Interesse einer realistischeren Befeldung auf die unkonventionelle Magnetfeldantenne verzichten und eine &quot;normale&quot; HF-Antenne verwenden können. Die hätte dann ein normales HF-Feld mit elektrischer und magnetischer Komponente abgestrahlt und den Vorteil gehabt, dass wir mit V/m oder A/m mit gewohnten Feldgrößen hätten hantieren können, die unkompliziert in Beziehung zu den Referenzgrenzwerten gewesen wären. So aber müssen wir uns mit der kryptischen Einheit dBm für eine Magnetfeldstärke herumärgern <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/smile.png" alt=":-)" />.  </p>
<p>Die Idee mit dem breitbandigen Rauschsignal ließe sich theoretisch auch auf &quot;Elektrosensible&quot; anwenden, um in einer Art Vorselektion herauszufinden, ob Probanden überhaupt auf eine Befeldung reagiert, egal auf welche genau. Der Funkstörmessdienst der BNetzA wäre von dieser Idee allerdings nicht begeistert und Wissenschaftler würden nur müde lächeln. Denn bekanntlich hat bislang noch kein &quot;Elektrosensibler&quot; weltweit im Blindversuch einen Provokationstest mit statistischer Signifikanz bestanden. Symptome zeigten sich durchaus. Besonders wenn die Probanden überzeugt waren, befeldet zu werden, egal ob dies stimmte oder nicht. Man kann es drehen und wenden wie man will: Unter diesen Umständen wäre ein Provokationstest mit breitbandigem Rauschsignal der falsche Ansatz, weil uns Menschen die Fähigkeit zur Erkennung schwacher HF-Befeldung eben nicht gegeben wurde.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Fri, 12 Jun 2026 16:59:06 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>ICBE-EMF: Wer steckt dahinter? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Die International Commission on the Biological Effects of Electromagnetic Fields (ICBE-EMF) wird in Medienberichten, Stellungnahmen und wissenschaftlichen Veröffentlichungen häufig wie eine eigenständige internationale Fachorganisation behandelt. Die genauere Betrachtung der bislang verfügbaren Unterlagen zeigt jedoch ein differenzierteres Bild. Lesen Sie hier und jetzt eine Zusammenfassung dessen, was sich derzeit belegen lässt – und ebenso wichtig: dessen, was sich bislang nicht belegen lässt.</strong></span><br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Zwischen wissenschaftlichem Gremium und Organisation</span></p>
<p>ICBE-EMF trat 2022 erstmals öffentlich in Erscheinung. Sie veröffentlicht wissenschaftliche Stellungnahmen, Reviews und Kommentare zu Fragen der Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern und den daraus abgeleiteten Grenzwerten. Nach außen präsentiert sie sich als internationale Kommission von Wissenschaftlern und Gegengewicht zu Icnirp. Auf den ersten Blick entsteht dadurch leicht der Eindruck, es handele sich um eine eigenständige wissenschaftliche Organisation, vergleichbar etwa mit einer Fachgesellschaft oder Stiftung. Für eine solche Annahme konnten bislang jedoch keine belastbaren Nachweise gefunden werden.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Die Spur führt zur ESA</span></p>
<p>Von zentraler Bedeutung sind die Steuerunterlagen der ESA (Electromagnetic Safety Alliance), einer in den USA als gemeinnützig anerkannten Organisation. Die Electromagnetic Safety Alliance  ist keine Graswurzelinitiative und auch kein wissenschaftlicher Fachverband im klassischen Sinn. Sie ist eine kleine, professionell geführte US-Non-Profit-Organisation, die sich als Drehscheibe der internationalen Mobilfunkkritik etabliert hat.</p>
<p>In den öffentlichen Steuerunterlagen der ESA für das Jahr 2022 wird ICBE-EMF ausdrücklich als &quot;a project of ESA&quot; bezeichnet. Die Gründung der Kommission wird dort als Aktivität der ESA beschrieben.</p>
<p>Auch in der Steuererklärung für 2023 erscheint die ICBE-EMF erneut. Dort wird sie als &quot;a major project of ESA&quot; bezeichnet.</p>
<p>Diese Formulierungen sind bemerkenswert. Sie sprechen nicht von einer Partnerorganisation, einer unabhängigen Institution oder einer externen Fachgesellschaft, sondern ausdrücklich von einem Projekt der ESA.</p>
<p>Für das Jahr 2024 konnte in den bislang ausgewerteten ESA-Unterlagen kein vergleichbar ausführlicher Abschnitt zur ICBE-EMF festgestellt werden. Das Fehlen einer solchen Beschreibung ist jedoch kein Beleg dafür, dass die Kommission inzwischen ausgegliedert oder verselbstständigt worden wäre. Ein entsprechender Hinweis findet sich in den bekannten Unterlagen nicht.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Was bislang nicht gefunden wurde</span></p>
<p>Ebenso aufschlussreich wie die vorhandenen Dokumente sind die Unterlagen, die bislang nicht aufgefunden werden konnten.</p>
<p>Bei den bisherigen Recherchen konnten keine öffentlich zugänglichen Belege gefunden werden für:</p>
<p>► eine eigene Rechtspersönlichkeit der ICBE-EMF,<br />
► eine eigene Satzung,<br />
► eigene Gründungsdokumente,<br />
► eine eigene IRS-Anerkennung als steuerbefreite Organisation,<br />
► eine eigene Employer Identification Number (EIN),<br />
► eigene Steuererklärungen (Form 990).</p>
<p>Natürlich beweist das Fehlen solcher Nachweise nicht zwingend, dass sie nicht existieren. Es bedeutet jedoch, dass bei den bisherigen Recherchen keine öffentlich zugänglichen Belege für eine organisatorische Eigenständigkeit der ICBE-EMF festgestellt werden konnten.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Eine offene Frage bleibt die Satzung</span></p>
<p>Besonders interessant wäre eine Satzung oder ein vergleichbares Gründungsdokument. Bislang konnte jedoch keine Satzung der ICBE-EMF aufgefunden werden. Weder auf der Website der Kommission noch in den bekannten öffentlichen Dokumenten fanden sich entsprechende Unterlagen. Dadurch bleiben wichtige Fragen unbeantwortet, die bei Icnirp von der Satzung eindeutig beantwortet werden:</p>
<p>► Wer bestimmt die Mitglieder der Kommission?<br />
► Wie erfolgt die Nachwahl neuer Mitglieder?<br />
► Wer kann Kandidaten vorschlagen?<br />
► Welche Regeln gelten für Amtszeiten?<br />
► Welche institutionellen Kontrollmechanismen existieren?</p>
<p>Gerade weil ICBE-EMF häufig Kritik an der Zusammensetzung anderer Expertengremien übt, wäre Transparenz über die eigene Organisationsstruktur von besonderem Interesse.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Zweierlei Maß bei der Beurteilung institutioneller Unabhängigkeit</span></p>
<p>Bemerkenswert ist ein weiterer Aspekt, der über die reine Organisationsfrage hinausgeht. Seit vielen Jahren wird die International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection (Icnirp) von Mobilfunkgegnern und einschlägigen Aktivistengruppen als angeblich industrienah, befangen oder von wirtschaftlichen Interessen beeinflusst dargestellt. Entsprechende Vorwürfe gehören mittlerweile zum Standardrepertoire der Kritik an den Icnirp-Grenzwerten.</p>
<p>Auffällig ist dabei, dass trotz langjähriger Vorwürfe konkrete Nachweise einer Einflussnahme der Mobilfunkindustrie auf die wissenschaftlichen Bewertungen der Icnirp von den Kritikern nicht vorgelegt werden. Stattdessen stützen sich viele Argumentationen auf personelle Überschneidungen, frühere Tätigkeiten einzelner Wissenschaftler sowie auf allgemein oder vage formulierte Verdachtsmomente.</p>
<p>Gegenüber ICBE-EMF ist hingegen ein deutlich anderer Maßstab zu beobachten. Obwohl die Kommission nach bisheriger Aktenlage als Projekt der ESA beschrieben wird, obwohl ihre organisatorische Struktur weitgehend intransparent bleibt und obwohl bislang weder Satzung noch eigenständige Organisationsunterlagen öffentlich bekannt geworden sind, spielt dies in der Wahrnehmung vieler Mobilfunkgegner keine Rolle. In Veröffentlichungen von Mobilfunkgegnern wird ICBE-EMF gerne als unabhängige wissenschaftliche Instanz zitiert, ohne dass ihre organisatorische Einbindung erkennbar thematisiert wird. Dabei wäre gerade dies naheliegend.</p>
<p>Wer von Icnirp detaillierte Offenlegungen zu Strukturen, Entscheidungswegen und möglichen Interessenkonflikten verlangt, müsste dieselben Maßstäbe konsequenterweise auch auf ICBE-EMF anwenden. Die Frage, wer ein Gremium gegründet hat, wer seine Mitglieder auswählt, wer seine Aktivitäten finanziert und welchen organisatorischen Regeln es unterliegt, ist unabhängig von der jeweiligen wissenschaftlichen Position relevant.</p>
<p>Tatsächlich entscheidet jedoch häufig das Ergebnis über die Intensität der Prüfung. Gremien, deren Bewertungen die eigene Überzeugung stützen, werden großzügig behandelt. Gremien, die zu anderen Schlussfolgerungen gelangen, werden dagegen bis ins Detail auf Abhängigkeiten untersucht.</p>
<p>Eben deshalb ist die bislang ungeklärte institutionelle Stellung von ICBE-EMF von Interesse. Nicht weil daraus automatisch Rückschlüsse auf die Qualität ihrer wissenschaftlichen Arbeit gezogen werden könnten, sondern weil sie einen aufschlussreichen Testfall dafür darstellt, ob Transparenz- und Unabhängigkeitsanforderungen tatsächlich prinzipiell gelten – oder nur gegenüber jeweils unerwünschten Akteuren eingefordert werden.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Libby Kelley, graue Eminenz der Szene</span></p>
<p>Werfen wir zum Schluss noch einen Blick auf die ESA-Präsidentin Elizabeth (&quot;Libby&quot;) Kelley. Die gegenwärtig geschätzt zwischen 75 und 80 Jahre alte US-Amerikanerin zählt seit Jahren zu den einflussreichsten Organisatorinnen der internationalen Mobilfunkkritik. Über die von ihr geführte ESA werden wissenschaftliche Publikationen, Konferenzen, politische Initiativen und internationale Vernetzungsaktivitäten koordiniert. Die Organisation bewegt dabei keineswegs nur symbolische Beträge: Die Steuerunterlagen weisen für die ESA Bruttoeinnahmen von rund 100'000 US-Dollar im Jahr 2019, rund 137'000 US-Dollar im Jahr 2023 und rund 74'000 US-Dollar im Jahr 2024 aus. Kelley erhielt von der Organisation unterschiedlich hohe Vergütungen von 27'000 $ (2021), 24'000 $ (2022), 10'000 $ (2023) und 0 $ (2024). Vizepräsident William Dingeldein wurde mit deutlich geringeren Beträgen vergütet.</p>
<p>Diese Zahlen belegen keine unzulässige Einflussnahme. Sie zeigen jedoch, dass auch die organisierte Mobilfunkkritik über personelle Führungsstrukturen, finanzielle Ressourcen und etablierte Netzwerke verfügt. Wer aus solchen Strukturen wie bei Icnirp Zweifel an Unabhängigkeit und Objektivität ableitet, sollte plausibel erklären können, weshalb dieselben Kriterien bei den eigenen Akteuren plötzlich keine Rolle mehr spielen.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Fri, 12 Jun 2026 13:46:04 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>2026-06-11: 16. Juni ist Tag der Elektrohypersensibilität (EHS) (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Publikationsdatum</strong>: 11. Juni 2026<br />
<strong>Titel</strong>: <a href="https://www.presseportal.de/pm/134366/6292425">16. Juni ist Tag der Elektrohypersensibilität (EHS): Wenn Funk das Leben beeinträchtigt</a><br />
<strong>Inhalt</strong>: Gebetsmühlenartig versucht der Verein auch dieses Jahr mit dem klinisch toten Thema &quot;Elektrosensibilität&quot; die Aufmerksamkeit von Bundespolitikern auf sich zu ziehen. Opfer sind diesmal Karsten Wildberger, Carsten Schneider und Nina Warken.<br />
<strong>Kommentar</strong>: Die &quot;Pressemitteilung&quot; zum sogenannten EHS-Welttag liefert keine neuen Erkenntnisse. Sie wiederholt vielmehr ein bekanntes Narrativ: Eine wissenschaftlich offene Frage wird als entschieden dargestellt, Unsicherheit wird konsequent ausgeblendet und eine weitgehend widerlegte Hypothese wird zur Gewissheit hochgejazzt. Wer die Mitteilung liest, erfährt viel über die Überzeugungen von Diagnose-Funk – aber praktisch nichts über den tatsächlichen Stand der Forschung. <br />
<strong>Google-News</strong>: Bei der Nachrichtensuchmaschine Google-News ergab der Suchbegriff &quot;<a href="https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&amp;hs=7x3p&amp;sca_esv=99fd30d500723c13&amp;sxsrf=ANbL-n6FahyShrEb81zu-zpOHfh_JDWXLg:1781264065842&amp;q=Tag+Elektrohypersensibilit%C3%A4t+diagnose:funk&amp;tbm=nws&amp;source=lnms&amp;fbs=ADc_l-YGrpJMQtvjQ6h14rj-dfIrOPc3KDFvbkoWSmxm37-5ZzvkNGUgcupCt7IlNUESMklzFtyCr_eeiG0n_nmhi6xDUZC7vrT9TJybXhPjkz49PBCknwp-LpKsPLPZ6mmQfp57OrXQKweEuRuyfZ1Ztlfn54_dqkmYmcm0nFLHGKFsYsxPXuCirYacAUoyNoYf90tUFj73ydXQaZ7hAEeGSgX8dQhwFA&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwjs3pTfzYGVAxW-A9sEHRGLG84Q0pQJegQIExAB&amp;biw=1270&amp;bih=829&amp;dpr=1.2">Tag Elektrohypersensibilität diagnose:funk</a>&quot; 1 relevanten Treffer. Die Nachrichtenagentur Pressenza (Selbstsicht: Internationale Presseagentur für Frieden und Gewaltlosigkeit, Menschenrechte, Abrüstung und Nichtdiskriminierung) übernahm den Text von Diagnose-Funk unredigiert 1:1. Dieses extrem ressourcenschonende Verfahren hat die Agentur bereits im <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75243">November 2025</a> auf eine &quot;Pressemitteilung&quot; des Stuttgarter Vereins angewendet.<br />
<strong>Hintergrund</strong>: siehe auch gleichartige <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=74774">&quot;Pressemitteilung&quot; von 2025</a>.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75671</link>
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<pubDate>Fri, 12 Jun 2026 11:47:09 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>2026-05-18: Bienen leiden auch unter Mobilfunkstrahlung (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Publikationsdatum</strong>: Angeblich 18. Mai 2026. Es gibt jedoch deutliche Hinweise, dass die Pressemitteilung erst um den 10. Juni herum ins Presseportal eingestellt und zurückdatiert wurde. Mutmaßlich, weil der Verein den Welt-Bienentag übersehen hatte.</p>
</blockquote><p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/202606121025596a2bdeb784462.png" class="left" alt="[image]" width="350" height="235" />Der Screenshot links wurde am 12. Juni 2026 aufgenommen. Er dokumentiert das Ergebnis einer Suchanfrage mit dem Suchbegriff &quot;Bienen leiden unter Mobilfunkstrahlung&quot;. Zwei zutreffende Bilder zeigen den Hinweis &quot;vor 2 Tagen&quot;. Gemeint ist damit der Zeitpunkt, wann die Suchmaschine die Bilder gefunden und ihrem Index einverleibt hat. Aber: Zwei Tage vor dem 12. Juni ist der 10. Juni und nicht der 18. Mai!</p>
<p>Dass Google das Schmuckbild der besagten &quot;Presseinformation&quot; vom 18. Mai bis 10. Juni 23 Tage lang übersehen haben könnte ist für jeden, der die ruhelose Emsigkeit der Google-Bots kennt, ein äußerst schwacher Einwand am Rand der Unmöglichkeit. Außerdem gibt es mit mir noch einen Augenzeugen für die Rückdatierung des Publikationsdatums. Denn als ich am 9. Juni turnusmäßig beim Presseportal im Fach von Diagnose-Funk vorbeischaute, gab es zwar schon <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&amp;id=74363#p75665">diese &quot;Pressemitteilung&quot;</a> vom selben Tag, aber keine Spur von einer älteren &quot;Pressemitteilung&quot; mit dem Titel &quot;Weltbienentag am 20. Mai: Bienen leiden auch unter Mobilfunkstrahlung&quot;. Diese Beobachtung passt widerspruchsfrei zu dem Bildhinweis &quot;vor 2 Tagen&quot; von Google. Wahrgenommen habe ich die ältere &quot;Pressemitteilung&quot; erstmals erst heute am 12. Juni.</p>
<p>Die Rückdatierung ist kein Kapitalverbrechen. Sie bestätigt aber etwas, was sich bei Diagnose-Funk im Laufe der Jahre immer wieder gezeigt hat, dokumentiert hier im Forum. Damit meine ich die Manipulationsbereitschaft des Vereins.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Fri, 12 Jun 2026 11:03:50 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>2026-05-18: Bienen leiden auch unter Mobilfunkstrahlung (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Publikationsdatum</strong>: Angeblich 18. Mai 2026. Es gibt jedoch deutliche Hinweise, dass die Pressemitteilung erst um den 10. Juni herum ins Presseportal eingestellt und zurückdatiert wurde. Mutmaßlich, weil der Verein den Welt-Bienentag übersehen hatte.<br />
<strong>Titel</strong>: <a href="https://www.presseportal.de/pm/134366/6291537">Weltbienentag am 20. Mai: Bienen leiden auch unter Mobilfunkstrahlung</a><br />
<strong>Inhalt</strong>: Anlässlich des Welt-Bienentags am 20. Mai wärmt der Verein seine Tatsachenbehauptung auf, Bienen (und andere Insekten) würden unter Mobilfunkstrahlung in Stress geraten. Dies hätte negative Auswirkungen auf Verhalten, Nahrungssuche und Fortpflanzung der Insekten. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger und Bundesumweltminister Carsten Schneider sollten die Bekundungen des Vereins bei der aktuell laufenden Ressortabstimmung zur Novellierung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) beachten.<br />
<strong>Kommentar</strong>: Die &quot;Pressemitteilung&quot; arbeitet mit einem bekannten Muster: Aus einzelnen Laborbefunden und wenigen Feldstudien wird ein weitreichendes Bedrohungsszenario zusammen konstruiert. Anschließend werden politische Forderungen serviert, die durch die zitierten Studien nicht gedeckt sind.</p>
<p>► Diagnose-Funk behauptet, Mobilfunkstrahlung sei neben Pestiziden und Lebensraumverlust ein weiterer relevanter Stressfaktor für Insekten. Tatsächlich gibt es bislang keinen belastbaren Nachweis, dass Mobilfunknetze zu einem Rückgang von Bienen- oder Insektenpopulationen beitragen.<br />
► Die zitierte <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=73817">Beefi-Metaanalyse</a> zeigt vor allem, dass unter Laborbedingungen biologische Effekte beobachtet wurden. Aus Laborbefunden folgt jedoch nicht automatisch eine ökologische Relevanz unter realen Umweltbedingungen.<br />
► Die Aussage, nicht-thermische Wirkungen seien &quot;eindeutig nachgewiesen&quot;, bezieht sich auf biologische Reaktionen im Labor. Der Verein verschweigt, dass dies kein Nachweis populationsschädlicher Wirkungen ist.<br />
► Die Hohenheimer Studien zu WLAN-Exposition beobachteten Veränderungen im Verhalten von Bienen bzw. Hummeln. Sie zeigen jedoch nicht, dass Bienenvölker geschädigt werden oder Populationen zurückgehen.<br />
► Der Verein setzt W-Lan kurzerhand mit GSM, LTE und 5G gleich. Für diese Verallgemeinerung liefert die &quot;Pressemitteilung&quot; keinen Beleg.<br />
► Der Verweis auf das <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=74850">Urteil zum Parco dei Colli di Bergamo</a> ist irreführend. Das italienische Gericht hat keine wissenschaftliche Feststellung getroffen, wonach Mobilfunkstrahlung Bienen oder andere Insekten schädigt. Verhandelt wurden natur- und planungsrechtliche Fragen, nicht Insektenbiologie.<br />
► Die Forderung, die Mobilfunkversorgung auf 100 µW/m² zu begrenzen, bleibt unbegründet. Die &quot;Pressemitteilung&quot; nennt keinen wissenschaftlichen Nachweis dafür, dass ausgerechnet dieser Wert Insekten schützen würde.<br />
► Besonders auffällig ist die argumentative Schieflage: Aus einigen Laborstudien und wenigen Feldversuchen leitet Diagnose-Funk die Forderung ab, in Naturschutzgebieten keine Mobilfunkmasten mehr zuzulassen und bestehende Anlagen stillzulegen. Zwischen den vorgelegten Befunden und diesen politischen Forderungen klafft eine erhebliche Lücke.<br />
► Während die Ursachen des Insektensterbens seit Jahren intensiv erforscht werden und Faktoren wie Lebensraumverlust, Pestizide, Parasiten und Klimaveränderungen gut dokumentiert sind, präsentiert Diagnose-Funk Mobilfunk als zusätzlichen Hauptverdächtigen, ohne dafür vergleichbar starke Belege vorzulegen.<br />
► Die &quot;Pressemitteilung&quot; verkauft offene Forschungsfragen als gesicherte Erkenntnisse und macht aus biologischen Effekten unter Laborbedingungen ein Argument gegen den Mobilfunkausbau in Naturschutzgebieten. Das ist Kampagne und nicht Wissenschaft.</p>
<p><strong>Google-News</strong>: Abfrage am 12.06.2026 mit Suchbegriff &quot;<a href="https://www.google.com/search?q=Bienen+Mobilfunk+diagnose%3Afunk+Weltbienentag&amp;client=firefox-b-d&amp;hs=8bOV&amp;sca_esv=9e2ea5c638bbcf77&amp;biw=1270&amp;bih=829&amp;tbm=nws&amp;sxsrf=ANbL-n4WyYuzdIouzhOUhC0kcUz4jCQmbA%3A1781259070049&amp;ei=PtsrasPDAqaPxc8P3KHD-Q4">Bienen Mobilfunk diagnose:funk</a>&quot; ergab null relevanten Treffer.<br />
<strong>Hinweis</strong>: Diese Entgegnung entstand stellenweise unter geprüfter Mitwirkung von ChatGPT.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75669</link>
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<pubDate>Fri, 12 Jun 2026 10:16:27 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Elektrosmog stört Orientierung von Mückenfledermäusen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Bericht über das Forschungsergebnis <a href="https://www.geo.de/natur/tierwelt/elektrosmog-verwirrt-fledermaeuse-stundenlang-37523508.html">in Geo</a>.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75668</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75668</guid>
<pubDate>Thu, 11 Jun 2026 11:00:20 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Deutschland: 2. Mobilfunk-Messwoche vom 24. Juni bis 1. Juli</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die zweite bundesweite Mobilfunk-Messwoche, eine Aktion von Bund, Ländern und Kommunen, findet 2026 vom 24. Juni bis 1. Juli statt.</p>
<p>Ziel der Mobilfunk-Messwoche ist es, die Nutzerperspektive im Mobilfunk genauer abzubilden. Es gibt zwar Nutzerdaten zum Mobilfunk, so sammelt die Bundesnetzagentur diese seit Jahren mit der App zur Breitbandmessung und stellt die Ergebnisse in der Funklochkarte dar (Gigabitgrundbuch). Die App stellt ortsbasiert fest, ob und mit welcher Technologie das Endgerät des Nutzers mit einem Mobilfunknetz verbunden ist. Allerdings sind nicht für alle Gebiete Daten verfügbar.</p>
<p>Außerdem erhebt die Bundesnetzagentur von den Mobilfunknetzbetreibern regelmäßig die Flächenabdeckung mit den Mobilfunkstandards 2G, 4G und 5G und veröffentlicht diese (Mobilfunk-Monitoring). Die Netzbetreiber berechnen die Versorgung aus Verbraucherperspektive für das gesamte Bundesgebiet anhand einheitlicher Vorgaben der Bundesnetzagentur. Diese Angaben können sich jedoch von der in der Realität wahrgenommenen Empfangsqualität unterscheiden.</p>
<p>Im Rahmen der Mobilfunk-Messwoche wollen wir die bestehende Datenbasis mit Nutzermessungen erweitern und im gegenseitigen Abgleich verbessern! Zudem können die erhobenen Daten dazu dienen, Handlungspotenziale und positive Entwicklungen aufzuzeigen. <a href="https://check-dein-netz.de/">mehr ...</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75667</link>
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<pubDate>Thu, 11 Jun 2026 09:26:32 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>GIA: Makrostandorte bleiben das Rückgrat des Mobilfunks</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Eine im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung erstellte Studie zur Umsetzung des Gigabit Infrastructure Act (GIA) liefert aufschlussreiche Einblicke in die praktische Bedeutung unterschiedlicher Infrastrukturtypen für den Mobilfunkausbau. Die Ergebnisse legen nahe, dass klassische Mobilfunkmasten und Dachstandorte weiterhin die tragende Rolle spielen werden. Viele Infrastrukturtypen, die in den vergangenen Jahren als potenzielle Träger von Small Cells diskutiert wurden, werden dagegen von den befragten Marktakteuren als wenig relevant eingeschätzt.</strong></span><br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Worum es in der Studie geht</span></p>
<p>Der <em><a href="https://eur-lex.europa.eu/EN/legal-content/summary/gigabit-infrastructure-act-gia.html">Gigabit Infrastructure Act</a></em> der EU verpflichtet Netzbetreiber und öffentliche Stellen dazu, Informationen über bestimmte Infrastrukturen bereitzustellen, damit diese für den Ausbau von Mobilfunk- und Glasfasernetzen leichter genutzt werden können. Vor diesem Hintergrund untersuchte die Aconium GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung, welche Infrastrukturarten künftig im Infrastrukturatlas (ISA) erfasst werden sollten und welche Ausnahmen von der Datenlieferpflicht sinnvoll erscheinen (<a href="https://www.publikationen-bundesregierung.de/resource/blob/2277604/2433766/f655038af41e150c140efd8be5c325fb/gia-studie-download-bmds-data.pdf?download=1">Volltext der Studie</a>).</p>
<p>Grundlage der 80 Seiten umfassenden Untersuchung war eine breit angelegte Befragung von Mobilfunknetzbetreibern, Funkturmgesellschaften, Glasfaserunternehmen, Energieversorgern, Behörden, Kommunen und weiteren Infrastrukturbetreibern. Nach Bereinigung der Datensätze flossen 191 gültige Antworten in die Auswertung ein.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Was mit &quot;Zustimmungswerten&quot; gemeint ist</span></p>
<p>Ein zentrales Bewertungskriterium der Studie sind die &quot;Zustimmungswerte&quot;. Sie geben an, welcher Anteil der befragten ausbauenden Unternehmen eine bestimmte Infrastruktur als technisch geeignet für den Mobilfunk- oder Glasfaserausbau einschätzt. Ein Zustimmungswert von 100 Prozent bedeutet, dass alle Befragten die betreffende Infrastruktur als technisch geeignet bewerteten. Ein Wert von 20 Prozent bedeutet dagegen, dass nur ein Fünftel der Befragten eine Eignung sah.</p>
<p>Die Autoren der Untersuchung verwendeten folgende Einteilung:</p>
<p>► mindestens 70 Prozent Zustimmung: technisch sehr geeignet<br />
► 30 bis unter 70 Prozent Zustimmung: mittlerer Bewertungsbereich<br />
► unter 30 Prozent Zustimmung: technisch ungeeignet</p>
<p>Die Bewertung beruht somit nicht auf theoretischen Überlegungen, sondern auf den Einschätzungen von Unternehmen und Organisationen, die an Ausbauprojekten beteiligt sind.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Mobilfunkmasten und Dachstandorte an der Spitze</span></p>
<p>Für den Mobilfunkausbau ergibt sich ein vergleichsweise klares Bild. Die höchsten Zustimmungswerte erreichten klassische funktechnische Trägerstrukturen. Hierzu zählen insbesondere:</p>
<p>► Mobilfunkmasten<br />
► bestehende Mobilfunk-Dachstandorte<br />
► Funkmasten von Energieversorgern<br />
► Gebäudedächer<br />
► Strommasten<br />
► Wassertürme</p>
<p>In der Management Summary der Studie werden Mobilfunkmasten, bestehende Mobilfunk-Dachstandorte sowie Funkmasten von Energieversorgern ausdrücklich als zentrale Trägerstrukturen bezeichnet. Sie würden das Rückgrat der bestehenden Mobilfunkversorgung bilden und seien nahezu einhellig als technisch geeignet bewertet worden.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Straßenlaternen und andere Small-Cell-Träger überzeugen nicht</span></p>
<p>Deutlich zurückhaltender fällt die Bewertung bei vielen Infrastrukturtypen aus, die in den vergangenen Jahren häufig als mögliche Standorte für Small Cells diskutiert wurden. Hierzu gehören unter anderem:</p>
<p>► Straßenlaternen<br />
► Ampelanlagen<br />
► Verkehrsschilder<br />
► Reklametafeln<br />
► Litfaßsäulen<br />
► Energieladesäulen</p>
<p>Besonders ausführlich beschäftigt sich die Studie mit Straßenlaternen. Zwar wird deren technische Eignung von einem Teil der Befragten grundsätzlich positiv eingeschätzt. Gleichzeitig berichten die Autoren jedoch von nahezu keinen Mitnutzungsanfragen und nahezu keinen Vertragsabschlüssen im Jahr 2024. Auch das zukünftige Potenzial wird überwiegend als gering eingeschätzt. Nach Auffassung der Autoren rechtfertigt dies keine Aufnahme dieser Infrastruktur in den Infrastrukturatlas.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Small Cells bleiben auf spezielle Einsatzorte beschränkt</span></p>
<p>Die Studie stellt nicht infrage, dass Small Cells in bestimmten Anwendungsfällen sinnvoll sein können. Genannt werden insbesondere:</p>
<p>► Messehallen<br />
► Stadien<br />
► Veranstaltungsstätten<br />
► Konferenzzentren</p>
<p>Dort können zusätzliche Funkzellen hohe lokale Datenlasten bewältigen.</p>
<p>Für den öffentlichen Straßenraum ergibt sich jedoch ein anderes Bild. Die Autoren verweisen darauf, dass zusätzliche Netzkapazität zunehmend über bestehende Makrostandorte bereitgestellt werde, von denen aus zusätzliche Frequenzressourcen großflächig ausgestrahlt werden können.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Windkraftanlagen ohne erkennbares Ausbaupotenzial</span></p>
<p>Auch Windkraftanlagen wurden als mögliche Trägerstrukturen untersucht. Die Autoren kommen jedoch zu dem Ergebnis, dass hierfür derzeit kein belastbares Ausbaupotenzial erkennbar ist. Als Gründe werden genannt:</p>
<p>► geringe praktische Erfahrungen<br />
► sehr geringe tatsächliche Nutzung<br />
► eingeschränkte Zugänglichkeit<br />
► betriebliche und sicherheitsrelevante Anforderungen<br />
► primär energiewirtschaftlich motivierte Standortwahl</p>
<p>Besonders bemerkenswert ist der Hinweis, dass mehrere Unternehmen ausdrücklich angaben, stattdessen klassische Funkmasten zu errichten und zu betreiben. Die Studie bewertet Windkraftanlagen deshalb als infrastrukturelle Einzelfalllösung und empfiehlt, sie nicht in den Infrastrukturatlas aufzunehmen.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">GSM-R-Masten der Bahn: technisch geeignet, praktisch kaum relevant</span></p>
<p>Eine interessante Sonderrolle nehmen GSM-R-Masten entlang von Schienenwegen ein. Bei der Bewertung der technischen Eignung erzielten diese Standorte hohe Zustimmungswerte. In der späteren Nutzwertanalyse fällt das Ergebnis jedoch deutlich zurückhaltender aus. Die Autoren verweisen auf:</p>
<p>► fehlende Mitnutzungsanfragen<br />
► fehlende Vertragsabschlüsse<br />
► besondere eisenbahnrechtliche Anforderungen<br />
► betriebliche und sicherheitsrelevante Restriktionen</p>
<p>Obwohl GSM-R-Masten technisch grundsätzlich geeignet erscheinen, wird letztlich empfohlen, sie nicht in den Infrastrukturatlas aufzunehmen.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Zusammenfassung</span></p>
<p>Die Studie verfolgt nicht das Ziel, Aussagen über die künftige Entwicklung des Mobilfunks insgesamt zu treffen. Dennoch liefern die Ergebnisse interessante Hinweise auf die gegenwärtige Ausbaupraxis.</p>
<p>Besonders deutlich fällt die hohe Bewertung klassischer Mobilfunkmasten und Dachstandorte aus. Gleichzeitig zeigen viele der häufig diskutierten Small-Cell-Träger im öffentlichen Raum nur geringe Nutzungszahlen, geringe Nachfrage und ein begrenztes praktisches Ausbaupotenzial.</p>
<p>Die Ergebnisse der Befragung sprechen daher dafür, dass klassische Makrostandorte weiterhin eine zentrale Rolle beim Mobilfunkausbau spielen werden, während zahlreiche alternative Trägerstrukturen bislang nur untergeordnete Bedeutung haben.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75666</link>
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<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 21:37:06 +0000</pubDate>
<category>Technik</category><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>2026-06-09: Mutige Mobilfunkpolitik für fleckenfreien Empfang (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Publikationsdatum</strong>: 9. Juni 2026<br />
<strong>Titel</strong>: <a href="https://www.presseportal.de/pm/134366/6290605">Mutige Mobilfunkpolitik könnte graue Flecken per nationalem Roaming beseitigen</a><br />
<strong>Inhalt</strong>: Der Anti-Mobilfunkverein Diagnose-Funk drängt auf bundesweites nationales Roaming. Ein Netz für alle wäre so einfach – bei Strom, Straßen oder dem Internet gäbe es auch jeweils nur ein Netz, das dann alle nutzen könnten. Dies müsse auch fürs Mobilfunknetz umgesetzt werden, technisch möglich sei dies ja. Ein positiver Nebeneffekt wäre, dass dort, wo vier parallel betriebene wenig ausgelastete Mobilfunknetze unrentabel wären, der Ausbaudruck entfiele. Das spare Ressourcen und Energie bei den Netzbetreibern ein, weil weniger Masten gebaut und versorgt werden müssten. Nationales Roaming wäre eine echte Win-win-Situation für alle.<br />
<strong>Kommentar</strong>: Eine Win-win-Situation für uns alle? Diese vereinfachende Behauptung ist nicht haltbar. Wäre nationales Roaming tatsächlich eine Lösung, von der alle Beteiligten profitieren, darüber würde nicht seit vielen Jahren gestritten. Die anhaltende Debatte zeigt vielmehr, dass die Sache komplizierter ist, als der Verein einem glauben machen möchte.</p>
<p>Die eigentliche Frage lautet nicht, ob nationales Roaming technisch möglich ist. Das steht seit Jahrzehnten außer Frage. Umstritten ist vielmehr, welche Folgen ein verpflichtendes nationales Roaming hätte für den Wettbewerb, die Investitionen und den weiteren Netzausbau.</p>
<p>Hier einige Aspekte, die Diagnose-Funk in seiner Pressemitteilung unerwähnt lässt:</p>
<p>► Nationales Roaming kann die Versorgung in grauen Flecken schnell bessern, gleichzeitig kann es jedoch den Anreiz für die eingemieteten Netzbetreiber verringern, in wenig frequentierten Gegenden selbst neue Standorte zu errichten.<br />
► Der Stuttgarter Verein sieht in dem dadurch sinkenden &quot;Ausbaudruck&quot; ausdrücklich einen Vorteil. Eben dieser Effekt wird von Regulierungsbehörden, Wettbewerbsökonomen und großen Netzbetreibern jedoch seit Jahren als risikobehafteter Nachteil für den Ausbau in strukturschwachen Regionen gesehen.<br />
► Die zuweilen in Kreisen der Industrie geäußerte Befürchtung, Betreiber müssten ihre Infrastruktur dann kostenlos mit Konkurrenten teilen, trifft nicht zu. Roaming wird vergütet. Die Streitfrage lautet vielmehr, wie solche Entgelte festgelegt werden sollen, ohne Investitionen zu bremsen oder Wettbewerb zu verzerren.<br />
► Je umfassender nationales Roaming praktiziert würde, desto schwieriger wird es für Kunden zu erkennen, welcher Anbieter die bessere Infrastruktur aufgebaut hat. Der für Netzbetreiber bedeutsame Zusammenhang zwischen Netzausbau und Kundenbindung ginge dadurch schleichend verloren.<br />
► Die von Diagnose-Funk verwendete Analogie zu Stromnetzen oder Straßen ist irreführend. Die Existenz mehrerer Mobilfunknetze ist kein Betriebsunfall, sondern von Anfang an nach der Liberalisierung der Deutschen Bundespost politisch gewollter Infrastrukturwettbewerb.<br />
► Regulierungsbehörden in aller Welt beschäftigen sich seit Jahren mit den Vor- und Nachteilen nationalen Roamings. Dass sich bis heute kein allgemeiner Konsens herauskristallisierte, spricht gegen die Darstellung des Vereins, hier liege eine offensichtliche Lösung auf der Hand.</p>
<p>Die &quot;Pressemitteilung&quot; beantwortet ausführlich die Frage, was nationales Roaming leisten könnte. Sie verliert hingegen kein Wort darüber, weshalb Regulierungsbehörden, Wettbewerbsökonomen und Netzbetreiber seit Jahren über genau dieses Modell streiten. Nationales Roaming kann durchaus sinnvoll sein, insbesondere in dünn besiedelten Regionen oder bei lokalen Netzausfällen. Es befeuert jedoch einen klassischen Konflikt zwischen Versorgungsqualität, Wettbewerb und Investitionsanreizen. Die Darstellung des Stuttgarter Vereins verkürzt diesen Konflikt auf die populistisch vereinfachte Botschaft &quot;Ein Netz für alle&quot;. Doch diese Simplifizierung wird der Komplexität des Themas in keiner Weise gerecht.<br />
<strong>Google-News</strong>: Die Abfrage bei der Nachrichten-Suchmaschine Google-News erfolgt nach angemessener Wartezeit in ein paar Tagen. Heute ergab die Abfrage <a href="https://www.google.com/search?q=diagnose%3Afunk+%22national+Roaming%22+%22graue+Flecken%22&amp;client=firefox-b-d&amp;hs=jzNV&amp;sca_esv=112a2bccbf037f13&amp;biw=1270&amp;bih=829&amp;tbm=nws&amp;sxsrf=ANbL-n5yBBphKRX8VMO8DWrr-V0Ny4vGHA%3A1781116225142&amp;ei=Qa0pasqpCLLixc8P2unP4Qg">mit diesem Suchbegriff</a> null relevante Treffer.<br />
<strong>Hintergrund</strong>: Der Stuttgarter Verein hat sich 2025 die Herausgabe einer &quot;Pressemitteilung&quot; zur noch immer ungelösten Streitfrage des nationalen Roamings anscheinend für Juni auf Wiedervorlage gelegt.<br />
- 2025-05-25: <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=74723">Nationales Roaming schließt sofort Funklöcher</a><br />
- 2025-06-03: <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=74785">National Roaming oder &quot;Ein Netz für alle&quot;</a></p>
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<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 18:47:22 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Falsche Schlüsse (328): Magnetismus (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Bis 2024 kannte die Physik nur zwei verschiedene Arten Magnete: Ferro- und Antiferromagnete. Dann kam eine dritte Form hinzu. Physiker müssen deshalb die Lehre vom Magnetusmus neu schreiben. <a href="https://www.spektrum.de/news/altermagnete-eine-neue-art-von-magnetismus-krempelt-die-physik-um/2319550?utm_source=firefox-newtab-de-de">mehr ...</a></p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Altermagnetismus">Wikipedia zum Altermagnetismus</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75664</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75664</guid>
<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 08:16:19 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Diagnose-Funk (Schweiz): Statistiken überbewertet</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Anlässlich eines Beitrags zur Vernehmlassung über die Teilrevision des Schweizer Fernmeldegesetzes (FMG) argumentiert Diagnose-Funk Schweiz unter anderem, zunehmender Datenverkehr führe zu höheren Gewinnen der Mobilfunkbetreiber und rund 75 Prozent des Datenvolumens würden durch Videostreaming verursacht. Beide Aussagen enthalten einen wahren Kern, greifen jedoch zu kurz. Sie legen Schlussfolgerungen nahe, die sich aus den Behauptungen nicht ableiten lassen.</strong></span><br />
 <br />
In ihrem Beitrag auf <a href="https://diagnose-funk.ch/alle-artikel/175-das-neue-fernmeldegesetz-fmg-die-beerdigung-des-rechtsstaats">diagnose-funk.ch</a> behaupten die schweizerischen Mobilfunkgegner:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>[...] Der eigentliche Grund für den Netzausbau ist der massive Videokonsum über Mobilfunknetze. Gemäss Ericsson Mobility Report 2025 entfällt mehr als 75 % des mobilen Datenverkehrs auf Videostreaming. Der Netzausbau dient in letzter Konsequenz also dem wachsenden Datenvolumen für Streaming. Um öffentliche Sicherheit (Blaulichtorganisationen) geht es also nicht, sondern um ein Geschäftsmodell: Mehr Datenverkehr bedeutet mehr Gewinn. [...]</strong></em></span><br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Mehr Datenverkehr bedeutet nicht automatisch mehr Gewinn</span></p>
<p>Die Behauptung, steigender Datenverkehr führe zwangsläufig zu höheren Gewinnen der Mobilfunkbetreiber, entspricht weitgehend einem überholten Geschäftsmodell. Ja, in den Anfangsjahren des Mobilfunks wurden Gesprächsminuten, SMS und Datenmengen häufig einzeln abgerechnet. Damals konnte mehr Nutzung tatsächlich direkt zu höheren Einnahmen führen.</p>
<p>Heute dominiert dagegen das Prinzip Flatrate. Die meisten Kunden zahlen einen festen monatlichen Betrag, unabhängig davon, ob sie wenige oder sehr viele Gigabyte verbrauchen. Für Netzbetreiber bleibt der Umsatz dann unverändert, während die transportierte Datenmenge steigt. Zusätzlicher Datenverkehr kann sogar zusätzliche Kosten verursachen, etwa durch Netzausbau, Energiebedarf oder Kapazitätserweiterungen. Mehr Datenverkehr begünstigt höhere Umsätze möglicherweise dann, wenn Kunden auf leistungsfähigere und damit teurere Tarife wechseln. Dem stehen infolge der Kapazitätserweiterung durch 5G gegenwärtig preisgünstigere Tarife mit höherem Datenvolumen als früher entgegen. Die simple Gleichung &quot;mehr Datenverkehr = mehr Gewinn&quot; geht daher in der heutigen Mobilfunkwelt wirtschaftlich nicht auf.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Datenvolumen ist nicht dasselbe wie Nutzerverhalten</span></p>
<p>Auch die Aussage, 75 Prozent des Datenverkehrs sei durch Videostreaming verursacht, lässt sich leicht missverstehen. Selbst wenn der genannte Anteil zutrifft, sagt dieser nur etwas über die Verteilung des Datenvolumens auf Mobilfunkdienste aus, nicht über das Verhalten der Nutzer.</p>
<p>Aus einer Volumenstatistik lässt sich beispielsweise nicht ableiten, dass 75 Prozent der Mobilfunkkunden massenweise Videos streamen. Mobilfunknetze weisen seit jeher eine stark ungleiche Verteilung des Datendurchsatzes auf. Wer täglich hochauflösende Videos konsumiert, erzeugt ein Vielfaches des Datenverkehrs eines Nutzers, der sein Smartphone überwiegend für E-Mail, Messenger und gelegentliches Surfen verwendet. Daher kann eine Minderheit von Vielnutzern einen Großteil des Videovolumens verursachen, ohne dass dies Rückschlüsse auf die Mehrheit der Mobilfunkkunden zulässt.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75663</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75663</guid>
<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 17:55:28 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
</channel>
</rss>
