Uli Weiners Auftritt in Weinböhla (Allgemein)

Alexander Lerchl @, Sonntag, 08.11.2020, 21:01 (vor 77 Tagen)

Am 14. Oktober fand eine Info-Veranstaltung zu 5G in Weinböhla nahe Dresden statt. Die SZ (Sächsische Zeitung) vermeldete neben etwa 100 Bürgerinnen und Bürgern 8 "hochkarätige" Teilnehmer des Diskussions-Podiums. Unter diesen Hochkarätern war auch Uli Weiner, allen hier im Forum bekannter Mobilfunkgegner, angeblich hochgradig Elektrosensibler und früherer Amateurfunker.

Meinen persönlichen Eindruck von dem Herrn Weiner, den ich dort erstmals traf, interessiert sicher niemanden. Interessant hingegen waren drei Dinge. Erstens verwies er ständig (und ein Zuhörer meinte, das hätte er nun wirklich mehr als oft genug von ihm gehört) auf Internet-Quellen, derer sich die Anwesenden bedienen mögen, um die richtigen Informationen zu den Gefahren durch Mobilfunk zu bekommen. Was das bedeutet, ist klar. Zweitens war es ihm als hochgradig Elektrosensiblen offenbar ziemlich schnurz, dass das Radar des in unmittelbarer Nähe gelegenen Flughafens Dresden ebenso wie das Wetterradar in der Nähe ganz schön viel hochfrequente Felder in die Landschaft pusten.

Das interessanteste Detail war jedoch, dass Uli Weiner gar nicht von der Stadtverwaltung Weinböhla als einer der "Hochkaräter" geladen war. Er wurde wohl von der dortigen "Initiative Stoppt 5G in Weinböhla" eingeladen und aufs Podium gebracht.

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"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

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Weiner, Weinböhla

Uli Weiners Auftritt in Weinböhla

H. Lamarr @, München, Sonntag, 08.11.2020, 22:43 (vor 77 Tagen) @ Alexander Lerchl

Meinen persönlichen Eindruck von dem Herrn Weiner, den ich dort erstmals traf, interessiert sicher niemanden.

Doch, mich! Ich halte Uli Weiner bekanntlich für einen Schwindler, der sich nach nach dem Scheitern seiner zwei Jahre dauernden Karriere als "erfolgreicher" Geschäftsmann in die "Elektrosensibilität" geflüchtet hat und seither irrationale Ängste gegenüber Funkwellen schürt. 2008 versuchte er gerichtlich eine Versicherung über den Tisch zu ziehen, ihm im Zuge eines Vergleichs 30'000 Euro zu zahlen. Doch es kam anders, der Versicherung gelang der Nachweis einer "Unregelmäßigkeit" ihres Streitgegners, die ich hier zugunsten Weiners nicht näher benennen will. Weiner ging leer aus und musste zudem die Prozesskosten tragen. Eine Beschwerde beim BGH verlief im Sande, mutmaßlich hat der BGH den Fall, ebenso wie kürzlich im Fall Adlkofer vs. SZ, nicht zur Verhandlung angenommen.

Interessant hingegen waren drei Dinge. Erstens verwies er ständig (und ein Zuhörer meinte, das hätte er nun wirklich mehr als oft genug von ihm gehört) auf Internet-Quellen, derer sich die Anwesenden bedienen mögen, um die richtigen Informationen zu den Gefahren durch Mobilfunk zu bekommen. Was das bedeutet, ist klar.

Ja, Klickköder auslegen. Mussten denn die Besucher der Veranstaltung alle ihre Handys abschalten, aus Rücksicht auf den Mann im Strahlenschutzanzug? Anlässlich der Bamberger Erklärung 2006 mussten wir alle dort unsere Handys ausschalten, um die teilnehmenden zwei "Elektrosensiblen" zu schonen. Uli saß zunächst in Freizeitklamotten dort herum, seine Leidensgenossin Suzanne zeigte sich von Anfang an im Strahlenschutzanzug mit herunter gelassenem Visier. Das fiel, wenn ich mich recht entsinne, Siegfried Zwerenz auf, Uli bekam einen Rüffel und schlüpfte daraufhin, mutmaßlich auf der Toilette, in seinen vorsorglich mitgebrachten Strahlenschutzanzug.

Zweitens war es ihm als hochgradig Elektrosensiblen offenbar ziemlich schnurz, dass das Radar des in unmittelbarer Nähe gelegenen Flughafens Dresden ebenso wie das Wetterradar in der Nähe ganz schön viel hochfrequente Felder in die Landschaft pusten.

Wenn ich das Foto in der Zeitung richtig in Erinnerung habe, saß der Uli dort im Strahlenschutzanzug, aber ohne sein Imkerhutvisier. Genau so hat er sich auch im Foyer des EU-Gebäudes präsentiert, während hunderte Passanten an ihm vorbei liefen. Er scheint zusehend resistenter gegen EMF geworden zu sein, zumindest wenn er öffentliche Auftritte absolviert. Das war 2008 ganz anders, da war er noch so unglaublich "elektrosensibel", dass ihm, eigenen Angaben zufolge, selbst sein Funkloch passierende Autos zu schaffen machten, wenn in diesen einer mit dem Handy telefonierte.

Das interessanteste Detail war jedoch, dass Uli Weiner gar nicht von der Stadtverwaltung Weinböhla als einer der "Hochkaräter" geladen war. Er wurde wohl von der dortigen "Initiative Stoppt 5G in Weinböhla" eingeladen und aufs Podium gebracht.

Weinböhla ist ungefähr 660 km von Ulis Wohnwagen im Schwarzwald entfernt, eine Fahrt über die schnellste Route (A6) dauert etwa 7 Stunden. Da Autobahnen besonders gut mit Funk versorgt werden, muss der Uli schwer gelitten haben, denn gemäß diesem Video hält er es auch im Strahlenschutzanzug und mehr (angeblich) kaum 1 Stunde außerhalb seines Funklochs aus. Wer die Loch-Ness-Berichte des ARD-Klatschmagazins "Brisant" ernst nimmt, ist allerdings selber schuld. Anzunehmen ist, dass Weiner für seinen Auftritt Honorar nebst Spesen genommen hat, bei ihm werden daraus mildtätige "Spenden".

Sonst extrem mitteilsam, erwähnt Uli Weiner auf seiner Website (soeben nachgeschaut) den Auftritt in Weinböhla mit keiner Silbe. Vielleicht, weil auch Sie dort waren, und er deshalb Widerspruch riskiert, wenn er eine Story vom Pferd auftischt.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Persönlicher Eindruck von Uli Weiners Auftritt in Weinböhla

Alexander Lerchl @, Mittwoch, 11.11.2020, 21:42 (vor 74 Tagen) @ H. Lamarr

Meinen persönlichen Eindruck von dem Herrn Weiner, den ich dort erstmals traf, interessiert sicher niemanden.

Doch, mich! Ich halte Uli Weiner bekanntlich für einen Schwindler, der sich nach nach dem Scheitern seiner zwei Jahre dauernden Karriere als "erfolgreicher" Geschäftsmann in die "Elektrosensibilität" geflüchtet hat und seither irrationale Ängste gegenüber Funkwellen schürt. 2008 versuchte er gerichtlich eine Versicherung über den Tisch zu ziehen, ihm im Zuge eines Vergleichs 30'000 Euro zu zahlen. Doch es kam anders, der Versicherung gelang der Nachweis einer "Unregelmäßigkeit" ihres Streitgegners, die ich hier zugunsten Weiners nicht näher benennen will. Weiner ging leer aus und musste zudem die Prozesskosten tragen. Eine Beschwerde beim BGH verlief im Sande, mutmaßlich hat der BGH den Fall, ebenso wie kürzlich im Fall Adlkofer vs. SZ, nicht zur Verhandlung angenommen.

Also gut. Ich kenne diese Prozess-Geschichte nicht, also die mit Uli Weiner jetzt, aber das passt alles ganz fugenlos. Mein persönlicher Eindruck ist der, dass er sich gerne auf der Bühne sieht, so sie ihm geboten wird, sachlich aber nichts zu bieten hat. Gar nichts. Der Verweis auf die angeblichen vielen Internet-Quellen ändern daran nichts. Für Elektrosensibilität gibt es bisher Null komma Null wissenschaftliche Belege. Punkt. Und auf der Veranstaltung in Weinböhla (netter Ort übrigens) machte er auf mich einen etwas unsicheren Eindruck.

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Persönlicher Eindruck von Uli Weiners Auftritt in Weinböhla

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 12.11.2020, 00:10 (vor 74 Tagen) @ Alexander Lerchl

Also gut. Ich kenne diese Prozess-Geschichte nicht, also die mit Uli Weiner jetzt, aber das passt alles ganz fugenlos. Mein persönlicher Eindruck ist der, dass er sich gerne auf der Bühne sieht, so sie ihm geboten wird, sachlich aber nichts zu bieten hat. Gar nichts. Der Verweis auf die angeblichen vielen Internet-Quellen ändern daran nichts. Für Elektrosensibilität gibt es bisher Null komma Null wissenschaftliche Belege. Punkt. Und auf der Veranstaltung in Weinböhla (netter Ort übrigens) machte er auf mich einen etwas unsicheren Eindruck.

Danke für Ihre Einschätzung. Spendieren Sie doch noch einen Satz, welche Wirkung der Uli aus Ihrer Sicht beim Publikum hatte, von dem schon genannten Protest gegen seine Link-Hudelei abgesehen, bekam er stehende Ovationen, Beifallsbekundungen, nur höflichen Beifall, nahm das Publikum seine Ausführungen reglos hin oder gab es sogar sowas wie Pfiffe? Aus meiner Zeit als aktiver Mobilfunkgegner weiß ich, die lokale BI setze vor der Veranstaltung alles daran, möglichst viele Gesinnungsgenossen in die Besucherschaft einzuschleusen. Das müssten speziell Sie zu spüren bekommen haben, wenn das Locken erfolgreich war. Allerdings hat die BI auf Facebook nur 140 Abonnenten, das spricht gegen einen machtvollen Auftritt im Publikum.

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Persönlicher Eindruck von Uli Weiners Auftritt in Weinböhla

Alexander Lerchl @, Donnerstag, 12.11.2020, 21:23 (vor 73 Tagen) @ H. Lamarr

Also gut. Ich kenne diese Prozess-Geschichte nicht, also die mit Uli Weiner jetzt, aber das passt alles ganz fugenlos. Mein persönlicher Eindruck ist der, dass er sich gerne auf der Bühne sieht, so sie ihm geboten wird, sachlich aber nichts zu bieten hat. Gar nichts. Der Verweis auf die angeblichen vielen Internet-Quellen ändern daran nichts. Für Elektrosensibilität gibt es bisher Null komma Null wissenschaftliche Belege. Punkt. Und auf der Veranstaltung in Weinböhla (netter Ort übrigens) machte er auf mich einen etwas unsicheren Eindruck.

Danke für Ihre Einschätzung. Spendieren Sie doch noch einen Satz, welche Wirkung der Uli aus Ihrer Sicht beim Publikum hatte, von dem schon genannten Protest gegen seine Link-Hudelei abgesehen, bekam er stehende Ovationen, Beifallsbekundungen, nur höflichen Beifall, nahm das Publikum seine Ausführungen reglos hin oder gab es sogar sowas wie Pfiffe? Aus meiner Zeit als aktiver Mobilfunkgegner weiß ich, die lokale BI setze vor der Veranstaltung alles daran, möglichst viele Gesinnungsgenossen in die Besucherschaft einzuschleusen. Das müssten speziell Sie zu spüren bekommen haben, wenn das Locken erfolgreich war. Allerdings hat die BI auf Facebook nur 140 Abonnenten, das spricht gegen einen machtvollen Auftritt im Publikum.

Gerne spendiere ich noch einen Satz, oder zwei. Pfiffe gab es nicht, allerdings gab es an einer Stelle Applaus für ihn, weil er etwas zum Besten gab, was nicht stimmt. Er sagte in etwa, dass man bei mir darauf achten sollte, wer denn meinen Lehrstuhl finanziert. Hämisches Gelächter, Klatschen. Vermutlich meinte er die alte Geschichte, dass die Vodafone-Stiftung einige Studierende unterstützt hatte. Lange her, spielte und spielt für mich keine Rolle, aber wenn Weiner es nötig hat, so olle Kamellen aus dem Hut zu zaubern, ist das nur ein weiterer Beleg für seinen leeren Köcher.

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Persönlicher Eindruck von Uli Weiners Auftritt in Weinböhla

Schutti2, Montag, 16.11.2020, 18:47 (vor 69 Tagen) @ Alexander Lerchl

aber wenn Weiner es nötig hat, so olle Kamellen aus dem Hut zu zaubern, ist das nur ein weiterer Beleg für seinen leeren Köcher.

Der zaubert auch neue olle Kamellen.
"Gedanken zur Corona-Situation" von Anfang April
Ein Video aus dem Wald, wo es ekschtrem winterliche Temperaturen hat. Sogar ein bissl Schnee liegt noch, und es soll sogar nochmal neuer Schnee kommen. Was für ein Held.
"Zwangsimpfung, das ist natürlich Zwangsverchippung.
In vielen Geschäften kann man schon mit Bargeld nicht mehr bezahlen.
Gerichte haben weitestgehend ihre Arbeit eingestellt.
Solche Einschränkungen wie wir sie jetzt erleben gab´s noch nie, selbscht im Krieg nicht."

So seine originellen Neuigkeiten.

"Liebe Freunde, liebe Mitstreiter, keine Sorge, ich bleibe Euch auf jeden Fall erhalten".
Das sagt er in dem Filmchen gleich mehrmals. Man kann es andersherum deuten:
Seine gröschte Sorge: Dass ihm mal keiner mehr zuhören will. Dann wird´s wirklich duster im Wald.
Schon ein armes Würstchen.

Auftritt in Weinböhla über die Hintertür

KlaKla, Mittwoch, 11.11.2020, 09:11 (vor 75 Tagen) @ Alexander Lerchl

Ist ja interessant, eine offizielle Einladung von der Gemeinde erhielt der Elektrochonder aus Augsburg nicht. Nur über die Hintertür gelangte er auf die Bühne. Erinnert an Dr. Joachim Mutter, der wie der Augsburger Verbindung zur AZK pflegte. Mutter durfte damals nicht auf die Bühne, musste vorlieb nehmen, mit einen Sitzplatz im Publikum.

Gerade in Sachsen/Dresden gibt es ja wohl ein OCG-Nest und von Dresden ist es nicht weit nach Weinböhla. :wink:

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
Weiner, Bühne, OCG, Weinböhla, Hintertür

Sogenannte Bürgerinitiative "Stoppt 5G in Weinböhla" kopflos

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 11.11.2020, 21:12 (vor 74 Tagen) @ KlaKla

Ist ja interessant, eine offizielle Einladung von der Gemeinde erhielt der Elektrochonder aus Augsburg nicht.

Genau danach sah es gemäß dem Bericht in der Sächsischen aber aus, die den Uli gleich noch in eine Riege von "Hochkarätern" auf dem Podium einordnete. Mutmaßlich hat der Grad Professor von A. Lerchl zu diesem glänzenden Prädikat geführt, bei Uli halte ich "Hochstapler" hingegen für passender, allerdings ohne den Vorwurf "häufig in der Absicht des Betrugs".

In der Einladung der Gemeinde zu der Veranstaltung am 14. Oktober 2020 steht jedenfalls nichts von "Hochkarätern", das hat die Sächsische ganz allein verbockt.

Geht man auf die Facebookseite der Bürgerinitiative "Stoppt 5G in Weinböhla" (146 Abonnenten :-)) wird einem schnell klar, warum Uli Weiner von denen aufs Podium gesetzt wurde: Diese BI hat null Eigenkompetenz, kann Spreu nicht von Weizen unterscheiden und kolportiert orientierungslos jeden Mist, der über 5G verbreitet wird. Das ist die typische Kundschaft organisierter Mobilfunkgegner, die merken nicht, dass ihre "Helden" lediglich länger gegoogelt haben als sie selbst. Schlimm! Ich hoffe, die BI hat für ihren "hochkarätigen" Referenten ordentlich blechen müssen, das wäre eine gerechte Strafgebühr für ihre Kopflosigkeit.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Weiner, Simulant, AZK, Arbeitsunfähigkeit, Erwerbsminderungsrente

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