Schulungs-Videos von Ostschweizer Sektenführer Ivo Sasek (Allgemein)

Gast, Montag, 26.10.2020, 08:33 (vor 835 Tagen)


von Oliver Wietlisbach/watson

Die Videos zeigen beispielsweise Sektenführer Ivo Sasek, wie er in einer Halle Hunderte Mitglieder mit Kriegsrhetorik auf den Kampf gegen «die Elite» und die Medien einschwört. Dabei fallen Sätze wie:

«Was es da draussen einzig braucht, sind Kampftiere, Menschen, die Du zu Löwennaturen machst. Krieger braucht es da draussen, weil ein Kampf tobt. Wir haben vom All-Fronten-Krieg geredet. Es braucht Haudegen da draussen, Menschen, die draufhauen [...] die durch diesen ganzen Schlamm der Gleichgültigkeit durchbrechen.»

«Wir haben die Absicht, zu wachsen, wenn das nicht geschieht, dass wir – bescheiden gesagt – zur grössten Informationskette der Welt werden, werden wir das Ding nicht hinkriegen. Wir werden die Situation nicht abwenden, die so schrecklich ist, dass sie schrecklicher nicht sein könnte.»

«Es wird die Hölle los sein, wie nie zuvor, sage ich, es wird eine Zeit kommen, wenn wir das nicht stoppen, die wird schlimmer sein als jede andere Zeit jemals zuvor.»

... In einem der nun veröffentlichten Videos schreit Sasek den Mitgliedern entgegen, wie sie die «S & G» unter das Volk zu bringen haben. Sie sollen den Menschen beibringen, dass es «eine skrupellose Meute, die Elite» gebe, welche «die ahnungslose Welt» ausnutze. Daher müssten die Menschen «S & G» lesen, um zu erfahren, was die Verbrecher planten. Die Botschaft, die sie alle verbreiten müssten: Die «S & G» sei die einzige Antwort, die das alles ans Licht bringe...

... Für Sekten-Experten ist die OCG eine der gefährlichsten Sekten in Europa, da sie antisemitische Verschwörungstheorien und esoterische Lebenshilfe vermischt und weit über ihre relativ geringe Mitgliederzahl hinaus Menschen erreicht.

Tags:
Sekte, Verschwörungstheorien, Sasek, OCG, Kriegsrhetorik

OCG und die Folgen, einmal Sibirien und zurück

KlaKla, Dienstag, 27.10.2020, 08:36 (vor 834 Tagen) @ Gast

Auszug: Familie Martens war eine Sensation. Als Eugen und Luisa im Dezember im Rahmen eines russischen Rückführungsprogramms in die alte Heimat zurückkehrten, rissen sich Moskaus Medien um die Familie aus Nordrhein-Westfalen. Im Herbst hatten die Eheleute den Beschluss gefasst:"Wir kehren mit den Kindern nach Sibirien zurück und bauen uns eine neue Existenz auf". Anfang der 90er Jahre waren Jewgenij - so hieß Eugen damals - und Luisa als Russlanddeutsche in die Heimat der Vorväter ausgewandert. Im Winter brachen sie nun wieder auf, diesmal nach Osten...

... Im Februar erfasste zu guter Letzt noch eine Kältewelle Kyschtowka. Das Thermometer sank auf minus 40 Grad, während die Familie weiter auf Matratzen auf dem Boden kauerte. Noch immer war auch das Haus nicht wetterfest. Als das Dorf nach dem Feiertag des Vaterlandsverteidigers Ende Februar allmählich wieder zu sich kam, blieb es bei Martens still. Bei Nacht und Nebel hatten sie sich davongeschlichen. Ihr Ziel – Deutschland.

Quelle

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
OCG

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