Kompetenzinitiative und Diagnose-Funk: das braune Band (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 22.05.2013, 00:30 (vor 2398 Tagen)

Dass Diagnose-Funk und die sogenannte Kompetenzinitiative (KOI) ein Techtelmächtel miteinander haben wurde spätestens klar, als die Granden der beiden Vereine sich gegenseitig mit Vorstandspöstchen belohnten. Mal saßen z.B. Dr. Richter und Peter Hensinger im Vorstand der Diagnose, mal durfte Uwe Dinger bei den KOIs Platz nehmen. Und Diagnose-Funk kümmerte sich, gegen Bares natürlich, um die Gestaltung der KOI-Website. Eine Bruderschaft im Geiste verband die beiden Vereine sowieso.

Die Symbiose geht aber noch weiter, wie sich kürzlich herausstellte.

Auszug aus Heft 8 der Broschürenreihe, die die KOI herausgibt: In der Sache aber ist es bei ebenso groben wie absurden Verleumdungen geblieben. So etwa, wenn Leiter von Gesundheits- und Umweltorganisationen, die den von Staat und Industrie ausgeblendeten Stand der Erkenntnis zugänglich machen, zum Nazi- und Hitler-Regime in Beziehung gesetzt werden. Der eine sieht sich zum „gefühlten Obersturmbandführer" (53) befördert, der andere in die Tradition des „Führers" und seines „Wahns" gestellt. (54)

(Das Zitat ist zeichengenau einschl. einer unüblichen gramm. Eigenheit, die wir dem Eifer des Schreibers gern nachsehen).

Die Zahlen in Klammern sind nur rudimentär belegte Literaturquellen, die kann sich wer mag am Original des Heftes ansehen, das es hier unentgeltlich als PDF gibt. Worauf es mir ankommt ist das auffällig falsch geschriebene Wort "Obersturmbannführer".

So weit, so gut, ein Tippfehler ist noch kein Grund ein Posting darüber zu schreiben.

Doch dann kam über ein paar Umwege das folgende Textfragment zum Vorschein, das wir in einer heimlich verbreiteten und daher ziemlich infamen Denunziation gefunden haben:

Auszug aus dem denunzierenden Bekennerschreiben des Diagnose-Funk-Vorstands Jörn Gutbier an einen unbekannten Verteiler: Herr Lerchl ist u.a. aktiver und tragender Teilnehmer am Internetforum IZgMF (Informationszentrum gegen Mobilfunk) (3). Er nimmt dort an Blogs teil, in dem Diagnose-Funk e.V. in unerträglicher Weise permanent diffamiert wird. Vorstandsmitglieder werden dort als Geschäftemacher, Esoteriker, Hysteriker und Phobiker verleumdet und mit Begriffen wie Obersturmbandführer in die Nähe von Nazis und Rechtsradikalen gestellt.

Anderer Verein, andere Baustelle, anderer Autor, anderes Jammern - derselbe auffällige Tippfehler. Auch das Gejammere wäre, weil verlogen, eine Betrachtung wert, doch darum geht es hier jetzt nicht.

Offensichtlich ist es so, dass bei Diagnose-Funk und KOI der eine vom anderen abschreibt und hinter den Kulissen der beiden Anti-Mobilfunk-Vereine ein munterer Argumentehandel gegen Störenfriede im Gange ist.

Da weder der Ex-Literaturprofessor Dr. Karl Richter (KOI) noch Jörn Gutbier (Diagnose-Funk) imstande sind, ordentliche Quellenangaben zu nennen, ist es einem Leser ihrer Werke nahezu unmöglich, sich selbst ein Bild von den haarsträubenden Vorwürfen zu machen. Dachte ich anfangs, dies sei Unfähigkeit, weiß ich inzwischen, dahinter steckt Methode. Denn für diese Herrschaften ist der Zugang zu (skeptischen) Originalquellen stets mit großen unerquicklichen Risiken verbunden.

Um es kurz zu machen, der Link zum Original der Obersturmbannführer-Erwähnung im IZgMF-Forum lautet: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=50392

Gelesen? Dann bitte noch einmal einen Rückblick machen, auf das, was die KOI im Zitat oben behauptet. Also entweder hat da einer nicht verstanden, was "Lilith" geschrieben hat, oder aber Hensinger ist aus Sicht der KOI (vermutlich) am Himmelfahrtstag aufgestiegen zum "Leiter von Gesundheits- und Umweltorganisationen". Absurd ist beides. Das Textverständnis des Ex-Literaturprofessors, es gibt wieder einmal Anlass zur Sorge.

Und ja, man muss mMn schon bösartig sein oder ein mimosenhaftes Naturell haben, um sich von "Lilith"s Text gebräunt zu sehen. Was mögen diese Mimosen dann erst von J. F. Kennedy halten, der nach einem Besuch am Obersalzberg und am Kehlsteinhaus am 1. August 1945 in sein Tagebuch notierte: "Wer diese beiden Orte besucht hat, kann sich ohne weiteres vorstellen, wie Hitler aus dem Hass, der ihn jetzt umgibt, in einigen Jahren als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten hervortreten wird, die je gelebt haben." (Quelle: „Unter Deutschen“: Die Reisetagebücher von John F. Kennedy, aufbau-Verlag, 2013).

Hintergrund
Das Braune Band von Deutschland war ein Galopprennen in der Zeit der Nationalsozialistischen Diktatur; Austragungsort war die Galopprennbahn Riem in München. Zum Rahmenprogramm gehörte die Nacht der Amazonen im Park von Schloss Nymphenburg (Quelle: Wikipedia).

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Kompetenzinitiative und Diagnose-Funk: das braune Band

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 22.05.2013, 00:59 (vor 2398 Tagen) @ H. Lamarr

> Er nimmt dort an Blogs teil, in dem Diagnose-Funk e.V. in unerträglicher Weise permanent diffamiert wird.

Eine dieser permanenten Diffamierungen des Anti-Mobilfunk-Vereins Diagnose-Funk dauert nun schon fast 1 Jahr und ist damit eine waschechte Dauerdiffamierung. Woran das wohl liegen mag?

zur Dauerdiffamierung von Diagnose-Funk durchs IZgMF ...

Mein Bauch sagt mir, dass der Anlass dieser "Dauerdiffamierung" für Diagnose-Funk längst zu einem Problem geworden ist, von dem die Jungs aber möglicherweise noch nichts wissen. Kommt noch. Versprochen.

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Das braune Band

Lilith, Mittwoch, 22.05.2013, 08:52 (vor 2397 Tagen) @ H. Lamarr

> Auszug aus Heft 8 der Broschürenreihe, die die KOI herausgibt: In der Sache aber ist es bei ebenso groben wie absurden Verleumdungen geblieben. So etwa, wenn Leiter von Gesundheits- und Umweltorganisationen, die den von Staat und Industrie ausgeblendeten Stand der Erkenntnis zugänglich machen, zum Nazi- und Hitler-Regime in Beziehung gesetzt werden. Der eine sieht sich zum „gefühlten Obersturmbandführer" (53) befördert, der andere in die Tradition des „Führers" und seines „Wahns" gestellt. (54)

Wenn man Ausagen zum Beispiel dieses Prof. Richter liest, dann kann man auf den Gedanken kommen - da raunt durchaus etwas von der Wissenschaftsfeindlichkeit mit, vom Hass auf Moderne und Fortschritt, wie aus unseliger Zeit bekannt.

Die Organisation "Diagnose-Funk" gibt sich bekanntlich einen seriösen Anstrich. Gleichzeitig lässt man aber offenbar die aggressiven Gossenton-Unterstützer des eigenen Clubs widerstandslos gewähren.

Der aggressiv gegen dieses Forum hetzende "Hesse"/"Mahner" soll z.B. "D-F"-Mitglied sein. Er soll bereits im Zuge der Tabaklobby-Affäre dieses Forum akribisch auf kompromittierende Aussagen durchforscht haben. Derartiges Ausspitzeln ist jedenfalls anrüchig. Und in diese Kategorie passt auch der jüngst begründet erhobene Verdacht, ein Vorstandsmitglied von "D-F" habe Schnüffel-emails versendet.

Einer seriösen Organisation stünde es an, sich von Leuten eindeutig und unmissverständlich zu distanzieren, die sich derart aufführen.

Da wirken in der Tat Methoden, die in unseliger Tradition stehen. Machen wir uns da nichts vor.

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