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<title>Forum Faktencheck Elektrosmog - BfS: Fachliche Stellungnahme zu den Ergebnissen der NTP-Studie</title>
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<description>Faktenchecks von Behauptungen, die von Mobilfunkgegnern und Mobilfunkkritikern aufgestellt werden</description>
<language>de</language>
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<title>BfS: Fachliche Stellungnahme zu den Ergebnissen der NTP-Studie (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Nach Meinung der NTP-Autoren liegt eine expositionsbedingte klare Evidenz für das Auftreten von Herztumoren und eine mäßige Evidenz für das Auftreten von Hirntumoren und Erkrankungen des Nebennierenmarks bei männlichen Ratten vor. Im Gegensatz dazu sieht das BfS nach sorgfältiger Analyse der vielfältigen Ergebnisse zwar Hinweise, aber keine klare oder mäßige Evidenz für eine karzinogene Wirkung bei hohen Ganzkörperexpositionen - deutlich oberhalb der Grenzwerte. Methodische Schwächen und Inkonsistenzen in den Studienergebnissen limitieren die Aussagekraft der Studie deutlich. <a href="http://www.bfs.de/DE/bfs/wissenschaft-forschung/stellungnahmen/emf/ntp-studie/dossier-ntp-studie.html">weiter ...</a></p>
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<pubDate>Sun, 27 Oct 2019 20:37:22 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
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<title>ICNIRP: NTP-Studie kein Beweis für EMF-Krebspotenzial (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Im Zuge der Novellierung der EMF-Immissionsrichtlinien hat sich ICNIRP u.a. auch mit der NTP-Studie beschäftigt. Was dabei herausgekommen ist zeigt <a href="https://www.icnirp.org/cms/upload/consultation_upload/ICNIRP_RF_Guidelines_PCD_Appendix_B_2018_07_11.pdf">Anhang B</a> des neuen Richtlinienentwurfs ab Zeile 346. Fazit: Die NTP-Studie hat aus Sicht von ICNIRP nicht genug Beweiskraft, um den Schluss ziehen zu können, Mobilfunk verursache Krebs. <a href="index.php?id=65730" class="internal">mehr ...</a></p>
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<pubDate>Fri, 20 Jul 2018 18:06:44 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
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<title>FSM: NTP-Studie nicht kraftvoll genug für Krebsgruppe 2A (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>In einem 12-seitigen Kommentar setzt sich die Forschungsstiftung Strom und Mobilkommunikation (FSM) kritisch mit den im Februar 2018 vorgestellten beiden NTP-Studien (Abschlussberichte) und der im März 2018 publizierten Ramazzini-Studie auseinander. Abschließend betrachten die Kommentatoren es als eher unwahrscheinlich, dass die kommentierten Arbeiten die Kraft haben, die bisherige Evidenz aus Tierstudien von „limited“ auf „sufficient“ anzuheben und damit die Gesamteinschätzung gemäß IARC-Schema – ceteris paribus – von 2B zu 2A zu verschieben. <a href="index.php?id=65561" class="internal">mehr ...</a></p>
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<pubDate>Fri, 20 Jul 2018 17:02:51 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>NTP-Studie: Peer-Review von zwei Berichten ab 26. März 2018 (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>NTP announces the peer review of two Draft NTP Technical Reports on Cell Phone Radiofrequency Radiation (RFR) on March. 26-28, 2018 (Fed. Reg. 83(19): pages 4063-4064, Jan. 29, 2018).</p>
<p>The meeting begins each day at 8:30 a.m. Eastern Daylight Time and continues until adjournment.</p>
<p><strong>The two draft NTP technical reports will be available by Feb. 2, 2018 <a href="https://ntp.niehs.nih.gov/about/org/sep/trpanel/meetings/index.html">on the Upcoming Peer Reviews of Draft NTP Technical Reports page</a>.</strong></p>
<p>    March 12, 2018 is the deadline for written public comment submissions.<br />
    March 12, 2018 is the deadline for oral comment registration.<br />
    March 28, 2018 is the deadline for registration for attendance and webcast.<br />
    Registration is required to view the meeting via the webcast.</p>
<p>Federal Register notice, agenda, registration, and other meeting information are available on the Upcoming Peer Reviews of Draft NTP Technical Reports page.</p>
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<pubDate>Mon, 29 Jan 2018 16:17:01 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Donald Berry: Nichts, was statistisch signifikant wäre (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>The study, which was not properly peer reviewed—despite what some outlets have reported—is chock full of red flags: small sample sizes, partially reported results, control oddities, statistical stretches, and a slim conclusion. In short, “there is nothing in this report that can be regarded to be statistically significant,&quot; Donald Berry, a biostatistics professor at the University of Texas MD Anderson Cancer Center, told Ars. &quot;The authors should have used the 'black box warning.'&quot;</p>
<p>If cellphone radiation really does cause cancer, this study wouldn’t have proven it. And the mountains of preexisting data on the topic all point to mobile devices as posing zero to very low risks. This includes a recent Australian study that found no significant increases in brain cancer since the introduction of mobile phones. <a href="https://arstechnica.com/science/2016/05/study-that-found-cell-phones-cause-cancer-in-rats-is-riddled-with-red-flags/">weiter ...</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sat, 11 Nov 2017 21:20:22 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Ärzteblatt über die NTP-Studie (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/67898/Mobiltelefone-Studie-findet-erhoehte-Krebsrate-bei-maennlichen-Ratten">Ärzteblatt</a> ging bereits am 30. Mai 2016 auf die NTP-Studie ein, das Blatt berichtete gewohnt unaufgeregt und kompetent. Hier ein Auszug, in dem es um kritische Anmerkungen geht:</p>
<p><em>Es gab eine Reihe von Unstimmigkeiten, die in die Bewertung einfließen dürften, die die US-Arzneibehörde FDA angekündigt hat. Dazu gehört zum einen, dass Gliome bei Ratten offenbar keine Seltenheit sind. Die Häufigkeit in anderen Studien wird mit etwa 2 Prozent angegeben. Warum in der aktuellen Studie keine Gliome gefunden wurden, ist unklar.</em></p>
<p><em>Schwannome sind dagegen auch bei Ratten ungewöhnlich. Vielleicht wurde aber auch nur nicht intensiv genug danach gesucht. Dieser Einwand erscheint gerechtfertigt, da Schwannome im Gegensatz zu Gliomen in der Regel nicht zum Tode führen. Merk­würdig war auch, dass die Schwannome nur im Herzen gefunden wurden, obwohl die Tumore in vielen Organen auftreten können, im Prinzip überall wo es myelinisierte Nerven gibt.</em></p>
<p><em>Nicht ganz ins Bild passt auch die Tatsache, dass die Überlebensrate bei den EMF-exponierten Ratten höher war als in der Kontrollgruppe. Nicht alle Experten teilen deshalb die Schlussfolgerungen von Bucher. Der Gutachter Michael Lauer vom National Institute of Health’s Office of Extramural Research kritisierte die statistische Auswertung und vermutet, dass es wohl einige falsch-positive Befunde gegeben habe.</em></p>
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<pubDate>Fri, 16 Jun 2017 14:05:07 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>NTP-Studie munitioniert Klaus Buchner (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Bei der NTP-Studie wurden die Tiere jedoch einer Ganzkörper-Exposition von 1,5 W/kg bis 6 W/kg unterzogen, also mindestens 19-fach und maximal 75-fach <span class="underline">über</span> Ganzkörper-Grenzwert.</p>
</blockquote><p>Die erhebliche und vor allem lange andauernde Grenzwertüberschreitung hindert Klaus Buchner jedoch nicht, seiner Anti-Mobilfunk-Hetzkampagne <a href="https://www.oedp.de/aktuelles/pressemitteilungen/newsdetails/news/mdep-buchner-oedp-fordert-strengere-grenzwerte-b/?cHash=923235899f148e57e239f9c0c26c3ba7&amp;L=0">die NTP-Studie einzuverleiben</a> und &quot;niedrigere Grenzwerte&quot; zu fordern. Wer so einen hanebüchenen Blödsinn verbreitet, der weiß nichts über die NTP-Studie, sondern bedient sich bei Google. Allein seine beiden Schutzschilde (Professorentitel, MdEP) bewahren Klaus Buchner davor, in der Anti-Mobilfunk-Szene ein Schattendasein zu fristen, fachlich ist der Ex-Bundesvorsitzende der ödp aus meiner Sicht untragbar.</p>
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<pubDate>Wed, 17 May 2017 09:06:11 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
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<title>NTP-Studie: Wurzeln reichen bis 1999 zurück (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Am 19. Mai 1999 schrieb William T. Allaben von der US Food and Drug Administration (FDA) <a href="http://ntp.niehs.nih.gov/ntp/htdocs/chem_background/exsumpdf/wireless051999_508.pdf">einen Brief</a> an das National Toxicology Program (NTP) in dem er u.a. die Untersuchung des Einflusses Elektromagnischer Felder (EMF) auf Organismen in Auftrag gibt. Rund 16 Jahre später ist der Auftrag in Gestalt der &quot;NTP-Studie&quot; ausgeführt worden.</p>
<p>Allaben fügt seinem Brief einen Anhang bei, mit dem er seinen Auftrag begründet, die Referenzliste umfasst 29 Studien. Wenn man sich überlegt, dass zu jener Zeit George Carlo mit seinem WTR-Programm noch viel Wind machte, ist es für mich schon bemerkenswert, dass Carlo in der Referenzliste ohne jede Erwähnung bleibt, ebenso wie das WTR-Programm. Ich erwähne dies, weil Filmemacher Klaus Scheidsteger in seinem Film &quot;<a href="index.php?id=61228" class="internal">Thank you for Calling</a>&quot; mit allen Mitteln versucht, einen Glorienschein um seinen dubiosen Freund George Carlo zu pinseln. Für die FDA hingegen war Carlo noch nicht einmal auf dem Höhepunkt seines &quot;Wirkens&quot; eine Nennung wert.</p>
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<pubDate>Tue, 27 Dec 2016 18:47:57 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
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<title>Dariusz Leszczynski: beste Tierstudie ... (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>In der NTP-Studie wurden Ratten, beginnend im Uterus der trächtigen Muttertiere und nach der Geburt zwei Jahre lang, der CDMA- oder GMS-Mobilfunkstrahlung ausgesetzt, wie sie vor 17 Jahren bei Beginn der Studie in den USA üblich waren. Die Dauer der Exposition, die bei SAR-Werten von 0,0, 1,5, 3,0 und 6,0 W/kg erfolgte, betrug täglich 9 Stunden. Sie erfolgte in Zyklen von jeweils 10 Minuten, denen sich eine 10-minütige Pause anschloss. Während ihres 18-stündigen Aufenthalts in den Expositionskäfigen konnten sich die Tiere frei bewegen. Bei der Auswertung der Studie wurde, wie die Autoren etwas beschönigend feststellen, nur bei einem kleinen Prozentsatz der Ratten bösartige Gliome im Gehirn und gutartige Schwannome im Herzen festgestellt.</em></p>
<p><em>Über die Ergebnisse der NTP-Studie wurde am 8. Juni 2016 bei der BIOEM2016 in Ghent berichtet. Dariusz Leszczynski fasst in seinem Bericht für die Stiftung Pandora und die Kompetenzinitiative seine Eindrücke über den gegenwärtigen Stand der Auswertung wie folgt zusammen</em>:</p>
<p><a href="http://www.pandora-stiftung.eu/downloads/dariusz_ntp-studie_160902.pdf">Dariusz Leszczynskis Bericht über die Plenarsitzung zur NTP-Studie anlässlich der BioEM2016 in Ghent, Belgien</a></p>
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<pubDate>Sat, 05 Nov 2016 15:59:05 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
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<title>Berenis: Die Studie wirft einige Disskussionspunkte auf (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Im Mai und Juni 2016 wurden erste Teilergebnisse der bisher grössten Studie zur Frage, ob Mobilfunkstrahlung das Krebsrisiko bei Ratten und Mäusen erhöht, veröffentlicht. Die Studie wurde vom US-amerikanischen National Toxicology Program (NTP) im Auftrag der US Food and Drug Administration (FDA) durchgeführt. Die bisher veröffentlichten Ergebnisse beziehen sich ausschliesslich auf die Untersuchungen von Gliomen im Hirn und Schwannomen im Herz bei Ratten. Letzteres ist relevant, weil Hörnervtumoren (Akustikusneurinome) ebenfalls Schwannome sind und in epidemiologischen Studien mit der Mobiltelefonnutzung in Verbindung gebracht wurden. Die Veröffentlichung der vollständigen Ergebnisse der Studie ist für Ende 2017 angekündigt. Es handelt sich hier um einen sogenannten ‚Bioassay‘, d.h. eine Lebenszeitstudie, die nach strengen Vorgaben (inklusive Pathologie und Analytik) der NTP-Vorgaben durchgeführt wurde. Die Ratten wurden GSM- und CDMA-Signalen (900 MHz, SAR-Werte 0, 1.5, 3 und 6 W/kg) ausgesetzt. Die Exposition erfolgte in einem 10-Minuten-Rhythmus (10 Minuten an, 10 Minuten aus) an 18 Stunden pro Tag und sieben Tagen pro Woche. Die kumulierte Exposition während 24 Stunden betrug somit neun Stunden. Die Tiere konnten sich frei bewegen und somit war der ganze Körper exponiert. Dies steht im Gegensatz zu diversen Studien, die eine sogenannte Karussellexposition verwendeten, wo die Tiere in engen Röhren für wenige Stunden pro Tag exponiert oder scheinexponiert wurden und meistens nur bestimmte Organe bestrahlt wurden (z.B. das Gehirn). Die Tiere wurden lebenslang exponiert bzw. scheinexponiert, wobei die Bestrahlung bereits im Mutterleib ab dem 5. Tag nach der Befruchtung begann. Am 21. Tag wurden die Jungtiere getrennt nach Geschlecht in Gruppen von maximal 3 Tieren gehalten. Ab dem 35. Tag wurden die Ratten einzeln gehalten. Die Feldstärken wurden dem Wachstum der Tiere angepasst, da diese abhängig von ihrer Grösse die Strahlung unterschiedlich absorbieren. Für jede Expositionsbedingung (0, 1.5, 3 und 6 W/kg) gab es dabei je 90 männliche und weibliche Tiere.</em></p>
<p><em>Bei den exponierten männlichen Ratten wurde im Vergleich zur männlichen Kontrollgruppe ein erhöhtes Auftreten von bösartigen Gliomen im Gehirn festgestellt. Die Fallzahlen waren allerdings gering (0-3 Fälle pro Expositionsgruppe). Bei den weiblichen Tieren wurde dieser Effekt nicht beobachtet. Auch bei Schwannomen des Herzens wurden erhöhte Fallzahlen bei den exponierten männlichen Tieren gefunden, die jedoch nur bei der höchsten Expositionsgruppe statistisch signifikant waren. Signifikant war jedoch der Trend, dass mit zunehmender Strahlendosis eine höhere Anzahl Schwannome auftrat. Bei weiblichen Ratten gab es keine Unterschiede in der Anzahl erkrankter Tiere von Schwannomen zwischen exponierten Tieren und scheinexponierten Kontrollen. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass das erhöhte Auftreten von Gliomen und Schwannomen des Herzens bei männlichen Ratten wahrscheinlich durch die Exposition zustande gekommen ist, wobei die Assoziation zwischen der Exposition und dem Auftreten der Schwannome robuster sei als bei Gliomen.<br />
 <br />
<strong>Die Studie wirft aus der Sicht der BERENIS einige Diskussionspunkte auf</strong>. Die Anzahl erkrankter Tiere war gering und EMF-Effekte traten vorwiegend bei männlichen Ratten auf. Daher könnte man vermuten, dass die Ergebnisse zufällig zustande gekommen sind. Geschlechtsunterschiede bei toxikologischen Tierstudien sind häufig1 und stellen per se die Ergebnisse nicht in Frage. Hier ist ein Vergleich mit historischen Kontrollen wichtig, um die Ergebnisse zu beurteilen, auch wenn eine Kontrolle mit scheinexponierten Tieren essentiell ist. Historische Kontrollen zeigen eine (Gliom-) Tumorrate von 0-8%. Weiter zeigt sich, dass die Wahrscheinlichkeit für die Bildung von bösartigen Gliomen bei männlichen Tieren 10-fach höher ist als bei weiblichen Tieren. Der Unterschied zwischen dem Auftreten von bösartigen Schwannomen im Herzen bei männlichen und weiblichen Ratten war ebenfalls sichtbar, wenn auch nicht so prominent wie bei den Gliomen. Möglicherweise ist die spontane Krebsinzidenz bei weiblichen Ratten so klein, dass selbst in dieser grossen Studie die statistische Aussagekraft nicht genügend ist.</em></p>
<p><em>Ein unerwarteter Befund der Studie war die längere Überlebenszeit der exponierten Tiere. Es stellt sich somit die Frage, ob die Tiere in der Kontrollgruppe eine geringere Chance hatten, Tumoren zu entwickeln, da sie weniger alt geworden sind. Allerdings wäre dann zu erwarten, dass man bei den Kontrolltieren schon vermehrt Hyperplasien (Vorstufe eines Tumors) gesehen hätte. Es wurden aber gar keine gesehen. Es ist biologisch auffällig, dass gerade Glia-Zellen (Schwann-Zellen sind Glia-Zellen des peripheren Nervensystems) Effekte zeigten, welche bereits in epidemiologischen Studien zum Mobiltelefongebrauch Hinweise auf erhöhte Tumorrisiken geliefert haben. Die jetzt publizierten Berichte haben noch keine wissenschaftliche Begutachtung (peer-review) in einem renommierten Fachjournal hinter sich, wurden aber von eingeladenen Experten wissenschaftlich evaluiert. Deren Kommentare wurden im Anhang zu den Berichten veröffentlicht. Die Studie wurde auch an der BioEM-Tagung im Juni 2016 in Gent präsentiert. Die Präsentation ist öffentlich zugänglich2 und enthält noch zusätzliche Informationen über thermische Effekte, Überlebenszeiten und DNS-Schäden. <br />
Die BERENIS zieht zusammenfassend folgendes Fazit: Die vorliegenden Tierexperimente zu Mobilfunkstrahlung und Krebs sind die umfassendsten, die je durchgeführt wurden, und die wissenschaftliche sowie labortechnische Qualität der Studie ist überdurchschnittlich gut. Die Experimente sind deshalb von grossem wissenschaftlichem Belang und gesundheitspolitisch von Gewicht. Das Resultat, dass in Tierversuchen Mobilfunkstrahlung das Tumorrisiko erhöht, wurde in den meisten bisherigen Lebenszeitstudien mit Tieren nicht beobachtet. Die übrigen Resultate (Studie mit Mäusen sowie die Ergebnisse zu möglichen DNS-Schäden) sind abzuwarten, um eine genauere Abschätzung der Bedeutung für die Gesundheit des Menschen vorzunehmen. Zu beachten ist, dass die angewendete EMF-Exposition nicht direkt mit in der Umwelt vorkommenden Expositionen vergleichbar ist. Die angewendete Ganzkörperexposition bis zu 6 W/kg führt zu einer Erhöhung der Kerntemperatur der Tiere von bis zu 1°C. In der Schweiz ist die Ganzkörperexposition auf 0.08 W/kg begrenzt, was zu keiner nennenswerten Temperaturerhöhung führt. Bei der Benützung von Mobiltelefonen treten lokal beim Ohr oder an der Hand SAR-Werte bis 2 W/kg auf.</em></p>
<p><strong>Quelle</strong>: <a href="http://www.bafu.admin.ch/elektrosmog/15188/index.html?lang=de&amp;download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCHe4B7e2ym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A--">Newsletter BERENIS Nr. 7 - September 2016</a></p>
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<pubDate>Sat, 05 Nov 2016 15:44:04 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>NTP-Studie: Präsentation von M. Wyde anlässlich BioEM2016 (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Was Dr. Michael Wyde (NTP Study Director) auf der BioEM2016 als Überraschungsgast den versammelten Wissenschaftlern zeigte, das kann jetzt auch Otto Normalverbraucher &lt;<a href="http://ntp.niehs.nih.gov/ntp/research/areas/cellphone/slides_bioem_wyde.pdf">hier</a>&gt; einsehen (PDF, 32 Seiten, englisch).</p>
<p>Eines der verblüffendsten Ergebnisse zeigt die folgende Folie: Die Überlebensrate der Versuchstiere stieg mit der Intensität der Befeldung (hier: GSM-Mobilfunk), am höchsten war die Überlebensrate bei den mit 6 W/kg befeldeten Ratten (Symbol: weißes Quadrat). Die Tiere der unbefeldeten Kontrollgruppe hingegen starben am ehesten (Symbol: schwarzes Quadrat). Der Abstand zwischen den Kurven wurde zunehmend größer, je länger die Studie dauerte, zuletzt lebten noch rd. 70 Prozent der stark befeldeten Tiere jedoch nur rd. 30 Prozent der unbefeldeten. Die Kurven enden alle abrupt bei Woche 107, weil zu diesem Zeitpunkt die Studiendauer (2 Jahre) erreicht war. Das Ergebnis verstört überzeugte Mobilfunkgegner, bringt Wissenschaftler in Erklärungsnot und legt der Boulevardpresse die Schlagzeile nahe: <strong>Hurra, länger leben mit Mobilfunk!</strong><br />
 <br />
<img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/2016090806413957d10823dc640.jpg" alt="[image]" width="600" height="419" /></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 08 Sep 2016 06:51:19 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Prof. A. Lerchl: Extremes Risiko falsch-positiver Resultate (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich des 24. Science Brunch der FSM am 23. Juni 2016 stellte Prof. Alexander Lerchl mit einer <a href="http://www.emf.ethz.ch/fileadmin/redaktion/public/downloads/3_angebot/veranstaltungen/SciBr24_Lerchl.pdf">31-seitigen Präsentation</a> zunächst seine bisherigen Tierstudien im Überblick vor, ging dann genauer auf seine jüngste und alarmierende Replikation der Tillmann-Studie ein (Krebspromotion durch EMF) und kommentierte ab Seite 23 schließlich die NTP-Studie kritisch.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=62546</link>
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<pubDate>Wed, 29 Jun 2016 21:38:37 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Krebsliga &amp; FSM: NTP-Studie wissenschaftlich bedeutsam (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die Krebsliga Schweiz und die Forschungsstiftung Strom und Mobilkommunikation (FSM) setzen sich <a href="http://www.emf.ethz.ch/fileadmin/redaktion/public/downloads/3_angebot/wissensvermittlung/komment_infobl_broch/NTP_2016_Kommentar.pdf">auf neun Seiten</a> (PDF, deutsch) mit den bisher veröffentlichten Teilresultaten der NTP-Studie auseinander. Nachfolgend daraus die Gesamtbewertung:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Gesamtbewertung: (i) Die Publizierten Teilbefunde der wichtigen und gewichtigen NTP-Studie sind für die wissenschaftliche Diskussion bedeutsam. Sie sind allerdings erst provisorischer Natur und bedürfen der fachlichen Prüfung, idealerweise der Replikation. Sie können die Fachdebatte und die Forschung beleben und beeinflussen: manche älteren Arbeiten werden u.U. in einem neuen Licht gelesen und interpretiert und es sollte aufgrund dieser Studie in Zukunft verstärkt und gezielter Wirkungsfragen nachgegangen werden. Das ist angesichts der unklaren wissenschaftlichen Situation, der weltweiten Nutzung des Mobilfunks und der Sorgen von Teilen der Bevölkerung wegen möglichen gesundheitlichen Risiken angezeigt. (ii) Nach einer ersten und provisorischen Lesung scheint es eher unwahrscheinlich, dass die publizierten Teilresultate die bestehende wissenschaftliche Risikobewertung der WHO qualitativ verändern können. (iii) Für die gesellschaftliche Diskussion sind die Resultate nicht unmittelbar bedeutsam, denn eine Verallgemeinerung auf den Menschen oder Schlussfolgerungen hinsichtlich Grenzwerten sind nicht möglich und wären zum gegenwärtigen Zeitpunkt voreilig.</strong></em></span></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 29 Jun 2016 16:18:43 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>NTP-Studie: Fachliche Bewertungen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wegen ihrer Bedeutung wird die NTP-Studie nicht so schnell in der Schublade verschwinden, sondern wissenschaftliche Gremien zu Bewertungen und Interpretationen stimulieren. Dieser Teilstrang will dafür Sammelbehälter sein.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 29 Jun 2016 16:01:35 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Ein weiteres Blendwerk von Diagnose-Funk (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Es ist geradezu grotesk: Während auf der einen Seite es nur so an mehr oder weniger substanzieller Kritik an der NTP-Studie hagelt, <a href="https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&amp;newsid=1082">schwelgt Diagnose-Funk</a> bereits inklusive kindischer Bildretusche in Endsieg-Fantasien. Zur Sache weiß Diagnose-Funk selbst nichts zu sagen, der Verein, der ein sogenanntes Ressort &quot;Wissenschaft&quot; hat, sitzt nur wieder einmal auf den Schultern anderer und kommt übers Zitieren, Copy-Paste und Linksetzen nicht hinaus. Aus meiner Sicht eine beschämend schwache Leistung, die über die dünne Kompetenzausstattung des Vereins faktisch Zeugnis ablegt.</p>
</blockquote><blockquote><p>Doch selbst diese Leistung wird noch unterboten von dem <a href="https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&amp;newsid=1086">Interview</a>, das Diagnose-Funk anlässlich der NTP-Studie mit Franz Adlkofer geführt hat. </p>
</blockquote><p>Bemerkenswert: Rechts in der Portal-Säule bietet Diagnose-Funk auf seiner Webseite Stellungnahmen an. Das Interview, die Stellungnahme vom Ex-Tabaklobbyisten <a href="index.php?id=56137" class="internal">Dr. Franz Adlkofer</a> ist da jedoch nicht zu finden! </p>
<p>Die Stellungnahme von <a href="index.php?id=30180" class="internal">Dr. Wilfried Kühling</a>, Bund für Umwelt und Naturschutz spiegelt lediglich eine Aussage von <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article155764310/Handystrahlung-koennte-Tumore-wachsen-lassen.html">Elisabeth Cardis</a>. Diese nutzt er als Einstieg um einen Vergleich zur Risikobewertung bzgl. Luftschadstoffe herzustellen, wo er mVn seine Kernkompetenz hat. Weglassen tut man die weitere Aussage von Cardis, <strong><span style="color:#090;">So warnt die Strahlenforscherin vor voreiliger Panikmache. &quot;Die Tumor-Fallzahlen waren in der NTP-Studie recht gering, und die Ergebnisse wurden in der Studie lediglich als 'geringe Auftretenshäufigkeit' von Gliomen und Schwannomen im Herzen bezeichnet&quot;.</span></strong> </p>
<p>Seit langen wünscht sich Dr. W. Kühling einen Paradigmenwechsel. Damit allein schon eine Annahme einer Gefahr reicht um Vorsorge im Sinne der Baubiologie voranzutreiben. </p>
<p>Besondere Kenntnisse in der EMF-Forschung benötigt man nicht um so eine Stellungnahme abzugeben. Es reicht ein Artikel in der Welt gelesen zu haben. Es zählt lediglich der <strong>Doktor-Titel</strong>, diesmal der von Herrn Kühling. Ganz nach der Devise, unter den Blinden ist der Einäugige König. </p>
<p>Die <a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/Handy-Strahlung-soll-laut-neuer-Studie-Krebs-ausloesen-id37928627.html">Augsburger Allgemeine</a> schreib am 01.06.2016:<span style="color:#090;"><strong> Zwar seien die Ergebnisse durchaus wichtig und relevant, dennoch handele es sich hierbei um &quot;Panikmache&quot;,</strong> so Cardis. Denn gleichzeitig belege eine australische Studie, dass Strahlen des Handys für den Menschen weitesgehend ungefährlich seien.</span></p>
<p>Den Artikel in der Welt, verfasste kein Wissenschaftsredakteur, sondern ein <a href="index.php?id=62346" class="internal">Wirtschaftsredakteur</a>.</p>
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<pubDate>Sun, 12 Jun 2016 06:45:08 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>KlaKla</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Weitere Kritik an NTP-Studie vs. Endsieg-Fantasien (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Wozu die NTP-Studie noch einer Peer-Review unterziehen? Intern haben, wie dem Bericht zu entnehmen ist, schon eine Reihe Reviewer ihre Bedenken geäußert, den Rest erledigen die substanziellen, der inzwischen rund 150 Kommentare zu dem Bericht. Besser geht's doch nicht, das Problem wurde sozialisiert und die Gemeinschaft hat brav reagiert. Jetzt müssen die NTPler nur noch sichten, sortieren und was draus machen – z. B. eine hieb- und stichfest dokumentierte Publikation, die mühelos eine obligatorische Verlags-Peer-Review bewältigt.</p>
</blockquote><p>Die Zeitschrift &quot;Chip&quot; weist auf weitere Kritik an der NTP-Studie hin, die bereits am 31. Mai in <a href="http://arstechnica.com/science/2016/05/study-that-found-cell-phones-cause-cancer-in-rats-is-riddled-with-red-flags/">arstechnica</a> geäußert wurde.</p>
<p>Es ist geradezu grotesk: Während auf der einen Seite es nur so an mehr oder weniger substanzieller Kritik an der NTP-Studie hagelt, <a href="https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&amp;newsid=1082">schwelgt Diagnose-Funk</a> bereits inklusive kindischer Bildretusche in Endsieg-Fantasien. Zur Sache weiß Diagnose-Funk selbst nichts zu sagen, der Verein, der ein sogenanntes Ressort &quot;Wissenschaft&quot; hat, sitzt nur wieder einmal auf den Schultern anderer und kommt übers Zitieren, Copy-Paste und Linksetzen nicht hinaus. Aus meiner Sicht eine beschämend schwache Leistung, die über die dünne Kompetenzausstattung des Vereins faktisch Zeugnis ablegt.</p>
<p>Doch selbst diese Leistung wird noch unterboten von dem <a href="https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&amp;newsid=1086">Interview</a>, das Diagnose-Funk anlässlich der NTP-Studie mit Franz Adlkofer geführt hat. Denn wie schon von &quot;KlaKla&quot; <a href="index.php?id=62434" class="internal">bemängelt</a> geht es in diesem Interview in Wahrheit um etwas ganz anderes: Herr Adlkofer beißt sich nach ein paar lustlosen Bemerkungen zur NTP-Studie geradezu zwanghaft-lustvoll zum x-ten Mal an der Wade seines Widersachers Lerchl fest, obwohl der mit der NTP-Studie nicht das Geringste zu tun hat. Die Leistung von Diagnose-Funk besteht darin, die zuvor verabredeten Fragen stellen zu dürfen. Alles was recht ist: Die Titelzeile &quot;<em>Ehrliche Aufklärung zur Handystrahlung</em>&quot;, sie ist der blanke Hohn.</p>
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<pubDate>Sat, 11 Jun 2016 22:37:47 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>NTP-Studie: Doch Präsentation auf der BioEM 2016 (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>Zugegeben, der Start der NTP-Studie ins Bewusstsein der Menschheit war etwas umständlich und in keiner Weise so geschickt geplant, wie die &quot;Reflex&quot;-Studie der Tabakindustrie.</p>
</blockquote></blockquote><p>
 </p>
<blockquote><p>&quot;Reflex&quot;-Studienkoordinator Franz Adlkofer nutzte 2003 die Jahrestagung der BEMS, um auf großer Bühne &quot;Reflex&quot; ins rechte Licht zu rücken. Zu diesem Zweck nahm der erfahrene Tabaklobbyist sogar ein Fernsehteam der Anstalt SWR mit nach Hawaii.</p>
<p>In ein paar Tagen (ab 5. Juni) tagt die BEMS wieder, diesmal in Ghent (Belgien), von der NTP-Studie aber fehlt <a href="http://www.bioem2016.org/files/bioem2016/BioEM2016_TechnicalProgram_v20160523.pdf">im 168 Seiten umfassenden Programm</a> jede Spur.</p>
</blockquote><p>Am 2. Juni, drei Tage vor Beginn der BioEM2016 ließ Luc Martens, Chef-Organisator der Veranstaltung, die Bombe platzen: Er kündigte den Teilnehmern der BioEM und den Mitgliedern von BEMS und EBEA überraschend an, Dr. Michael Wyde (NTP Study Director) werde am 8. Juni in Gent die NTP-Studie erstmals öffentlich präsentieren. Im Anschluss an das Referat gäbe es reichlich Zeit für eine Fachdiskussion versprach Martens und ermahnte seine Schäfchen: <em>So be there!</em> </p>
<p>Was für eine Katze Michael Wyde am 8. Juni aus dem Sack ließ, <a href="https://betweenrockandhardplace.wordpress.com/">darüber berichtet Dariusz Leszczynski</a>, der sich als Korrespondent der &quot;Stiftung Pandora&quot; und der sogenannten Kompetenzinitiative ebenfalls in Gent aufhielt. Nun sind diese beiden Auftraggeber aus meiner Sicht alles andere als vertrauenerweckend, so dass die Befürchtung gerechtfertigt ist, Dariusz würde seinen Sponsoren zu Diensten sein und verzerrt berichten. Doch dieser Verdacht trifft bei Dariusz nicht zu, seine Sachaussagen sind korrekt und stimmen mit dem in Gent Vorgetragenen überein. Die Meinungsäußerungen von Dariusz hingegen sind etwas ganz anderes und allein seine Sache. Doch niemand muss die Meinung des Wahl-Finnen teilen, seine deutschen Sponsoren werden dies jedoch sicherlich tun.</p>
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<pubDate>Fri, 10 Jun 2016 22:07:21 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
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<title>Focus: Tödliches Telefonieren? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>28. Mai 2016</strong>: <em>Verursacht die Strahlung von Smartphones Krebs? Eine neue, sorgfältig durchgeführte Studie kommt zu dem Ergebnis: Ja, die Frequenzen können zwei Arten von Tumoren verursachen. Bewiesen ist damit allerdings nichts.</em> <a href="http://www.focus.de/gesundheit/videos/toedliches-telefonieren-neue-studie-findet-zusammenhang-zwischen-handystrahlung-und-krebs_id_5573387.html">mehr ...</a></p>
<p><strong>Kommentar</strong>: Auch &quot;Focus&quot; verführt, ähnlich wie &quot;Chip&quot;, seine Leser aufdringlich zum werbewirksamen Klicken. Dazu bietet das Magazin an prominenter Stelle ein vermeintliches Informationsvideo über die NTP-Studie an. Dieses Video ist jedoch nur die gesprochene Version des angebotenen Textbeitrags, verziert mit allerlei schönen bunten Bildern, die in irgendeinem Zusammenhang mit Handystrahlung stehen. Eine MP3-Datei erfüllte zu 100 Prozent denselben Zweck, lockt jedoch weniger zum Klicken. Zusatzinformationen bietet das Video nicht, ein Hinweis, das Video (das eigentlich keines ist) sei für Sehbehinderte, fehlt. Der von politischen Wahlen bekannte abwertende Begriff des &quot;Stimmvieh&quot; für inkompetente Wähler kann im www-Zeitalter bedenkenlos um &quot;Klickvieh&quot; ergänzt werden.</p>
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<pubDate>Sun, 05 Jun 2016 08:33:28 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Welt: Was neun Stunden Handystrahlung mit Ratten machte (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>4. Juni 2016</strong>: <em>Ist Handystrahlung gesundheitsgefährdend? Der Streit schwelt seit Langem, während immer mehr Nutzer ständig auf Empfang sind. Zwei große Studien kommen zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen</em>. <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article155957372/Was-neun-Stunden-Handystrahlung-mit-Ratten-machte.html">mehr ...</a></p>
<p><strong>Kommentar</strong>: Dieser Artikel beruht auf einer dpa-Meldung (der Autorin Andrea Barthélémy), die in mehr oder weniger abgeänderter Form ab 4. Juni auch in anderen Medien veröffentlicht wurde. Die irreführende Titelzeile (die Ratten wurden nicht neun Stunden befeldet, sondern bis zu zwei Jahre lang täglich neun Stunden) geht auf das Konto von &quot;Die Welt&quot;, den Originaltitel kann man sich bei <a href="https://www.krankenkassen.de/dpa/266282.html">krankenkassen.de</a> anschauen, dort ist er nur durch einen unglücklichen Umbruch so verhunzt, dass man im ersten Moment meint Andrea Barthélémy sei in einen Streit verwickelt, der durch neue Studien befeuert werde <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/smile.png" alt=":-)" />. Auch die Krankenkassensite verwendet die Meldung nur als Lockmittel, Ziel ist es, den Lesern der Meldung Vermittlungsdienste beim Wechseln der Krankenkasse anzubieten.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sun, 05 Jun 2016 08:15:28 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>NTP-Studie: Echokammer mit/ohne Stirrer (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Eine zentrale Frage ist, ob die &quot;Reverberation Chamber&quot; mit &quot;Moden-Rührer&quot; oder ohne Rührer betrieben wurde.</p>
</blockquote><p>Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Amerikaner ohne Moden-Rührer exponiert haben. Auch achtet Niels Kuster, Konstrukteuer der Echokammer, normalerweise auf Feldhomogenität. In der Tischvariante der NTP-Kammer (siehe: <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26769169">http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26769169</a>) jedenfalls wurde ein Moden-Rührer (Stirrer) verwendet. Und noch ein Hinweis in diese Richtung: Bild 3 auf <a href="http://ntp.niehs.nih.gov/results/areas/cellphones/index.html">dieser NTP-Seite</a> zeigt die leere Kammer (die Bildtexte passen jetzt übrigens zu den Bildern). Was dort oben an der Decke und/oder hinten links zu erkennen ist, das könnten rotationsfähige Stirrer sein.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sat, 04 Jun 2016 20:56:13 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
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