Verein "Schutz vor Strahlung": die Wendehälse von Zürch (Technik)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 25.02.2021, 17:47 (vor 448 Tagen) @ H. Lamarr

Auf Twitter kommentiert der Verein Schutz vor Strahlung den Tweet des Bafu anlässlich der Veröffentlichung der 5G-Vollzugshilfe so:

Vollzugshilfe kommt einer versteckten Grenzwerterhöhung gleich. Gesundheitsschutz wird ausgehölt, Räte, BERENIS, Bevölkerung und Ärzteschaft wird ignoriert.

Was gibt es daran zu meckern?

Auf technische Aspekte und den gebetsmühlenartig vorgetragenen Populismus des Vereins will ich jetzt gar nicht eingehen, sondern auf die Nennung von Berenis als Belastungszeugen für angebliche Risiken des Mobilfunks.

Berenis stufte im Januar 2021 oxidativen Stress durch EMF als Risiko ein, das Ausmaß des Risikos und die Randbedingungen der Bewertung ließ das Beratungsorgan offen. Grund zur Aufregung ist die Bewertung mit ziemlicher Sicherheit nicht. Was dann? Berenis steht unter der Leitung von Prof. Martin Röösli, Basel.

Und das bedeutet, was?

Das bedeutet, dass der Verein Schutz vor Strahlung jetzt in derselben Bredouille steckt, in die zuvor Diagnose-Funk mit Prof. Alexander Lerchl geriet. Die Diagnose-Funker ätzten jahrelang äußerst übel gegen Lerchl, dieser sei Erfüllungsgehilfe der Mobilfunkindustrie. Dokumentiert sind viele dieser Anschuldigungen hier im Forum. Doch dann befand 2015 der Bremer Professor, UMTS-Funkfelder unterhalb der Grenzwerte seien tumorfördernd und stürzte Diagnose-Funk damit in tiefe Verwirrung. Denn plötzlich mussten die Pappnasen aus Stuttgart, da sie keine Alternativen hatten, ausgerechnet mit der Studie eines Mannes hausieren gehen, dessen Arbeiten sie zuvor mit allen Mitteln entwertet hatten. Die Verrenkungen zu beobachten, mit denen Diagnose-Funk dieser Zweckmühle zu entkommen suchte, waren und sind amüsant zu beobachten.

Was Lerchl für Diagnose-Funk, ist Röösli für die Schweizer Anti-Mobilfunk-Szene. Noch 2019 nahm der Verein Schutz vor Strahlung sogar Geld in die Hand, um einen Fremdartikel nachdrucken zu dürfen, der Röösli als Experte im Dienst der Mobilfunkfirmen diffamiert. Jetzt aber sind all die Gemeinheiten gegen Röösli plötzlich null und nichtig, nur weil Berenis (Röösli) eine Mobilfunkgegner froh machende Risikobewertung abgab. Eine Erwähnung des Berenis-Sondernewsletters vom Januar sucht man auf der Website des Vereins Schutz vor Strahlung gegenwärtig übrigens vergeblich. Das ist typisch: Mobilfunkgegner verlinken nicht oder nur widerwillig auf Informationen aus dem gegnerischen Lager.

Und was sagt uns das?

Organisierte Mobilfunkgegner sind Pappnasen, die ohne mit der Wimper zu zucken ihnen missliebige Wissenschaftler nach Kräften herabsetzen und die Fahne sofort ungehemmt in den Wind drehen, wenn ihre Opfer ein für sie brauchbares Studienresultat hervorbringen. Ursache dieses abstoßenden Verhaltens ist: Die Wendehälse leiden unter chronischem Munitionsmangel und müssen deshalb nehmen, was sie kriegen können, egal von wem. Eine bizarre Lernresistenz der Wendehälse demonstrierte kürzlich wiederum Diagnose-Funk. Der Verein ist Schoßhund von Prof. Franz Adlkofer ("Reflex"-Studie), argumentiert ungeniert mit Lerchls Studie zur Tumorpromotion, ist seinem Herrchen aber dennoch treu zu Diensten, wenn Adlkofer das Kommando "fass Lerchl!" erteilt.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
ICNIRP, Entwertung, Populismus, Röösli, Tumorpromotion, Schutz vor Strahlung, Wendehals


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