Schweiz: 5G-Förderpetition wird Ziel verfehlen (Allgemein)

H. Lamarr, München, (vor 1977 Tagen) @ H. Lamarr

Petitionen gegen 5G gibt es wie Sand am Meer und deren Begründungen haben ausnahmslos eines gemeinsam: sie sind sandig. Wer die Nase von pseudowissenschaftlicher Esoterik voll hat, kann nun weltweit bis 6. Mai 2021 an einer Pro-5G-Petition teilnehmen, die 5G in der Schweiz von politischen Fesseln befreien will. Gestartet am 6. November 2020 hat die Petition momentan mit 962 Stimmen fünf Prozent des Sammelziels von 18'000 Unterstützern erreicht. Das ist zu wenig. Wenn sich da nichts tut, wird in den verbleibenden 170 Tagen das Sammelziel verfehlt.

Am 6. Februar 2021 hatte die Petition Halbzeit. Wollte sie das Sammelziel erreichen, müsste sie heute etwas mehr als 9000 Unterstützer haben. Soeben abgefragt sind es jedoch nur 4171 (23 Prozent des Sammelziels). Erlebt die Schweizer 5G-Förderpetionen nicht ein blaues Wunder wie 2019 die deutsche "Bundestagspetition", was ich für ausgeschlossen halte, wird sie das Sammelziel deutlich verfehlen. Die Initiative "Chance 5G" hat, aus meiner Sicht verführt durch ein vielversprechendes Umfrageergebnis, hoch gepokert – und wird verlieren. Sie ist damit jedoch nicht allein, wie diese Petition von Schweizer 5G-Gegnern zeigt, die im Mai 2020 startete und jetzt, zwei Monate vor dem Ende, erst 24 Prozent der angestrebten 18'000 Unterstützer erreicht hat.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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