Murg: Bauausschuss kapituliert nicht vor Barbara Dohmen (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 05.03.2020, 22:16 (vor 940 Tagen) @ H. Lamarr

Ob die ablehnende Haltung des Ortschaftsrats den Sendemasten verhindern kann ist jedoch völlig offen.

Jetzt nicht mehr. Wie die Badische Zeitung am 4. März berichtet, hat der Bauausschuss des Murger Gemeinderates mit nur einer Gegenstimme dem Bau des neuen Sendemasten in Hänner das Einvernehmen erteilt. Zu der Ausschusssitzung waren nur zwölf Mobilfunkgegner, diese aber zum Teil mit selbstgepinselten Plakaten erschienen.

Hänners Ortsvorsteher Dieter Muck wies darauf hin, dass es bereits sieben Funkantennen in Hänner gäbe. Eine eigenartige und irreführende Zählweise, denn gemäß EMF-Datenbank der BNetzA gibt es bislang in Hänner nur einen einzigen Sendemast mit neun Funksystemen. Da alle diese Funksysteme in drei Himmelsrichtungen abstrahlen, ist niemand in Hänner sieben oder neun Funkfeldern ausgesetzt, sondern nur drei. Muck weiter: "Es gibt elektrosensible Menschen, die einst nach Hänner gezogen sind, weil es ursprünglich hieß, dass der Hotzenwald ein antennenfreies Gebiet sein sollte [...]". Ich halte das für eine unbelegte Schutzbehauptung, die ihm Barbara Dohmen eingeflüstert hat.

Bewilligt wurde der Bauantrag gemäß Badischer, weil allen Beteiligten "klar gewesen sein dürfte, dass die Gemeinde keine Chance hat, den Funkmasten zu verhindern, da sie nicht für Fragen des Gesundheitsschutzes, sondern nur für das Baurecht zuständig ist." Außerdem waren von Seiten der Nachbarn keine Bedenken oder Anregungen eingegangen.

Der Versuch einer kleinen Minderheit, ihr subjektiv empfundenes Problem mit einem geplanten Funkmasten auf Kosten der Mehrheit zu sozialisieren, ist diesmal gescheitert.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Baurecht, Elektrochonder, Dohmen, Murg


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