Fallbericht: Sichtweise von Eva W. (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 19.11.2019, 23:00 (vor 1175 Tagen) @ H. Lamarr

Die Sendemasten, die sie zuvor passierte, lösten keine Beschwerden aus, da sie deren Standorte nicht kennt und nicht wahrgenommen hat.

Warum hat Frau W., wenn sie die blaue Route ging, den Sendemasten, der sich mutmaßlich auf einem Anwesen in der Loichinger Straße befindet (in etwa auf gleicher Höhe wie Schloss Nymphenburg), nicht wahrgenommen, obwohl sie nur wenige Meter an diesem vorbeiging? Ich habe in Google Maps nach dem Standort gesucht und diesen zuerst nicht finden können. Doch das Anwesen Loichinger Straße 18 hat einen ungewöhnlich hohen Kamin, der von oben betrachtet ganz und gar nicht wie ein gewöhnlicher Kamin aussieht, sondern eher wie eine Kaminattrappe, die einen Sendemasten verbirgt :-).

Frau W. schrieb mir eine E-Mail, in der sie ihre Sicht der Dinge darlegt und es mir frei stellt, ihren folgenden Text ins Forum einzustellen.

[...] Bald nachdem meine Funkempfindlichkeit auftrat - Sie wissen ja, nach Aufrüstung des in der Nähe stehenden GSM-Masts mit UMTS - bemerkte ich auch, dass dort am Kanal in Pasing eine Funkquelle sein muss. Wenn ich einigermaßen gut auf den Beinen war, was leider auch damals schon nicht immer der Fall war, nützte ich das aus und ging die schöne Strecke nach Pasing zu Fuß. Im Umkreis der Kanalbrücke empfand ich Funk. In südlicher Richtung hatte ich den Eindruck, dass die Beeinträchtigung vorwiegend von rechts kam und in nördlicher Richtung von links. Dies war immer wieder der Fall, doch ich sah keine Antenne. Bald bemerkte ich an dem mich betreffenden Mast Baumschäden und auch wie exakt sie z.T. in den Sektorantennen auftraten. Aufgrund des für mich feststehenden Zusammenhangs, schaute ich mich einmal in besagter Umgebung genauer um. Siehe da, Baumschäden führten mich zum Kamin in dem die Antenne versteckt sein musste.

Nun meinen Sie natürlich wieder, dass ich mit einem Messgerät herumwanderte. Nein, ich hatte gar nicht gleich eines.

Auf meinem Weg vom Pasinger Bhf nach Hause erlaubte ich mir, den Beginn der Beschwerden und je näher ich meiner Behausung kam, bis hin zu starkem Kopfschmerz und beginnender Übelkeit, zu beschreiben. Das Vorbeigehen am verkleideten Mast an der Loichingerstraße war nicht erwähnenswert. Würde ich aber dort wohnen, wäre ich auch alles andere als glücklich. Leider bin ich von Funk beeinträchtigt. Sie dürfen mir glauben, dass es mir anders lieber wäre.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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