Kirchheim: Episode II (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 06.06.2019, 20:06 (vor 1342 Tagen) @ H. Lamarr

Kircheim bei München war, nachzulesen hier im Forum, vor Jahren ein Brennpunkt bayerischer Mobilfunkgegnerei. Das hat beim Gemeinderat Spuren hinterlassen, denn dieser überließ die Standortplanung für einen neuen Sendemasten nicht wie üblich dem Mobilfunkbetreiber, sondern er beauftragte auf Kosten der Gemeinde einen privaten Standortplaner. Doch der plante nach den Vorgaben des Rates so, dass die Auftraggeber jetzt das Ergebnis verworfen und sich zurück auf Los begeben haben.

Am 5. Juni 2019 berichtet der Merkur (Auszug):

Auch im zweiten Anlauf konnten sich die Kirchheimer Gemeinderäte nicht auf einen Standort für den benötigten Telekommunikations-Sendemast einigen. Der von Gutachter Hans Ulrich vorgeschlagene Standort zwischen Heimstettener und Staatsstraße 2082 wäre technisch perfekt, gefällt den Gemeinderäten aus ästhetischen Gründen aber nicht. Nun tritt das ein, was der Bauausschuss unbedingt vermeiden wollten: Die Telekom kann sich selbst einen Standort suchen.

Der Konzern hatte der Gemeinde schon im Oktober 2017 mitgeteilt, dass es zur besseren Abdeckung der Ortsmitte neben jenen am Skaterpark und am Poinger Weg einen dritten Mobilfunkmasten brauche. Dies sei im Hinblick auf die vielen Besucher der Landesgartenschau 2024 sowie der zu erwartenden 3000 neuen Bürger bis zum Jahr 2030 absolut notwendig. [...]

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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