Funkzellenabfrage durch die Polizei: Brandstiftung (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 21.11.2018, 14:13 (vor 2035 Tagen)

Seit 13. November 2018 kann man sich über Funkzellenabfragen in Berlin informieren lassen, schreibt Netzpolitik.org:

In Berlin können sich Menschen jetzt benachrichtigen lassen, wenn ihre Handydaten im Rahmen von Funkzellenabfragen bei der Polizei landen. Dafür startet heute ein Transparenzsystem, bei dem sich jede/r mit Handynummer registrieren kann. Die ersten Benachrichtigungen werden im Sommer erwartet.

Kommentar: Dem IZgMF liegen Daten eines Kriminalfalls vor, bei dem durch polizeiliche Funkzellenabfrage der Verdacht einer gefährlichen Brandstiftung erhärtet und Anklage gegen einen Hausbewohner erhoben wurde. Der Beschuldigte bewegte sich aus Sicht der Staatsanwaltschaft zum Tatzeitpunkt in dem betroffenen Haus, als Beleg für seine Bewegungen in der Tatnacht wurden Aus- und Einbuchungszeitpunkte des Mobiltelefons des Beschuldigten in nahe gelegene Mobilfunkbasisstationen verwendet. Der Beschuldigte bestreitet in der Tatnacht von oben ins Erdgeschoss des Hauses gegangen zu sein, um dort Feuer zu legen, er habe lediglich schlecht geschlafen und nur hin und wieder zum Handy gegriffen, um zu sehen, wie spät es ist.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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Brandstiftung


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