Belpomme und von Klitzing drückten sich vor Anhörung (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 01.11.2018, 19:21 (vor 295 Tagen) @ H. Lamarr

Am 27. März 2018 legte Anses, die Nationale Gesundheitsagentur für Lebensmittel, Umwelt und Arbeitssicherheit, die Endfassung des Berichts vor (Hypersensibilité électromagnétique ou intolérance environnementale idiopathique attribuée aux champs électromagnétiques), einen 382 Seiten umfassenden Wälzer in französischer Sprache. Wer soll das alles lesen, bereits die Zusammenfassung zieht sich über viele Seiten hin ...

Der Bericht der EHS-Arbeitsgruppe von Anses über "Elektrosensibilität" enthält auf PDF-Seite 112 von 382 ein paar aufschlussreiche Sätze über zwei Fixsterne der Elektrosensiblenszene. Die Sätze sind unter dem Aspekt zu betrachten, dass beide liebend gerne vor Laienpublikum auftraten, dort hell strahlten und sich den Huldigungen ihrer Anhänger hingaben – auf wissenschaftlichen Veranstaltungen mit Fachpublikum aber waren sie nicht zu sehen.

Dominique Belpomme

Originaltext von Anses: Par ailleurs, le Pr Belpomme, qui a mis en place une consultation de médecine environnementale dans une clinique privée en septembre 2009, où sont pris en charge notamment des malades qui s’interrogent sur leur éventuelle EHS, a été invité à plusieurs reprises par l’Anses pour être auditionné (le 10 juillet, le 30 septembre, puis le 6 novembre 2014). À chaque fois, le Pr Belpomme a reporté puis décliné l’invitation. Il n’a pas non plus souhaité répondre par écrit aux questions qui lui ont été adressées par le groupe de travail (cf. liste de questions en Annexe 3).
Les experts du groupe de travail déplorent de ne pas avoir pu s’entretenir avec le Pr Belpomme au sujet de l’EHS. Ils ont néanmoins analysé les résultats qu’il a publiés fin 2015 (Belpomme, 2015) (voir analyse détaillée de l’article au § 6.1.2 et Annexe 4).

Bearbeitete Google-Übersetzung: Prof. Belpomme hat im September 2009 in einer Privatklinik eine umweltmedizinische Sprechstunde eingerichtet, in der insbesondere "elektrosensible" Patienten behandelt werden. Anses hat Prof. Belpomme mehrmals zu einer Anhörung eingeladen (10. Juli, 30. September, 6. November 2014), er aber verschob jeden Termin und lehnte am Ende eine Teilnahme an der Anhörung ab. Er wollte auch nicht schriftlich auf die Fragen der Arbeitsgruppe antworten (siehe Liste der Fragen in Anhang 3).
Die Experten der Arbeitsgruppe bedauern, dass sie mit Prof. Belpomme nicht über EHS sprechen konnten. Sie analysierten dennoch seine Studienergebnisse, die er Ende 2015 veröffentlichte (Belpomme, 2015) (siehe detaillierte Analyse des Artikels in § 6.1.2 und Anhang 4).


Lebrecht von Klitzing

Originaltext von Anses: Le groupe de travail a également pris contact avec le Pr Von Klitzing, qui a reçu des personnes se déclarant EHS en consultation en Allemagne, dès le 23 juillet 2014. Dans l’une de ses publications (Tuengler et al., 2013), le Pr Von Klitzing évoquait un trouble fonctionnel du système nerveux autonome (voir analyse détaillée de l’article au § 6.2.1.2.3). Après avoir accepté, dans un premier temps, l’invitation de l’Anses pour une audition initialement prévue le 6 novembre 2014, le Pr Von Klitzing a annulé sa participation et n’a dès lors plus souhaité être auditionné par le groupe.

Bearbeitete Google-Übersetzung: Die Arbeitsgruppe nahm auch Kontakt zu Prof. von Klitzing auf, der in Deutschland "Elektrosensible" empfängt und testet. In einer seiner Publikationen (Tuengler et al., 2013) berichtete von Klitzing von einer Funktionsstörung des autonomen Nervensystems (siehe ausführliche Analyse des Artikels in 6.2.1.2.3). Nachdem Prof. von Klitzing zunächst die Einladung von Anses zu einem ursprünglich für den 6. November 2014 geplanten Gespräch angenommen hatte, zog er später seine Teilnahme zurück und wollte nicht mehr von der Arbeitsgruppe einvernommen werden.

Was Dr. Ratto von Tüngler et al. hält hat sie <hier> aufgeschrieben, der Rest des dortigen Strangs hat beträchtlichen Unterhaltungswert. Anses schließt sich, keine Überraschung, der Bewertung von Ratto an. Und ab PDF-Seite 174 von 382 bekommt auch Belpomme von Anses seine Grenzen aufgezeigt, ihm werden methodische Fehler sowie Berechnungsfehler seiner 2015er Studie angekreidet. Zwar brachte Belpomme 2016 ein Corrigendum heraus, das die Berechnungsfehler beseitigte, dennoch fertigt ihn die Anses-Arbeitsgruppe ab: "Der Artikel von Belpomme et al. (2015) stellt in keiner Weise einen Zusammenhang zwischen einer quantitativen Anomalie der analysierten Biomarker und der Entstehung von [EHS-]Symptome her."

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Game over, Frankreich, Analyse, Klitzing, Dialog, Umweltmedizin, Belpomme, Arbeitsgruppe


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