Neuer Schnelltest für Eva W., mit Belohnung im Erfolgsfall (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 11.10.2014, 17:51 (vor 1622 Tagen)

Mein Vorschlag für den Schnelltest in Frau W. Wohnviertel kam bei ihr nicht sonderlich gut an. Vielleicht ist die Fahrt im Rollstuhl vor allen Leuten ihr auch peinlich.

Deshalb hier und jetzt ein neuer Anlauf, wieder beruhend auf einer Anekdote von Frau W., die sie im Gigaherz-Forum, warum auch immer als "Gast" erzählt (theoretisch könnte ihr das Posting also auch untergeschoben worden sein):

Der lange Bus war voll besetzt und wartete an der Endhaltestelle. Es war gegen 13:00. So weit ich sehen konnte - ich saß im hinteren Bereich - hatte ein jeder sein Spielzeug in der Hand und beschäftigte sich damit. Nur ein älterer Herr war ohne. Das mag für mich ja wieder eine heitere Fahrt werden! Hoffentlich steht der Bus nicht noch eine Ewigkeit. Auf den Sitzen hinter mir unterhielten sich zwei junge Leute. Wunderbar, sie reden miteinander, dann spielen sie nicht! Doch nach ein paar Minuten begann der bohrende Schmerz am Hinterkopf. Wie denn das nun? Ich drehte mich um. Während sich die Beiden unterhielten, wischten sie auf ihren Smartphones herum.

Das 4-Punkte-Testdesign

Das Testdesign des Schnelltests ist somit sehr, sehr einfach und überdies auch noch nach den Vorstellungen von Frau W. im Detail gestaltbar (z.B. Beziffern von Erholungszeiten, Beiziehen eines Vertrauten ihrer Wahl ...):

1) Es wird eine Testsequenz von sechs Testphasen zu je 10 Minuten Dauer vereinbart. Während einer Testphase findet zufallsbestimmt eine Exposition statt oder nicht. Sollte Frau W. eine Exposition wahrnehmen, wird vor der nächsten Testphase eine 30 minütige Pause ohne Exposition zur Entladung eingelegt. Irgendwelche technischen Hilfsmittel zur Expositionsbestimmung sind für Frau W. natürlich nicht erlaubt.
2) Der Hinterkopf von Frau W. wird mit einem UMTS-fähigen Smartphone (hohe Leistungsstufe; z.B. Download einer sehr großen Datei) aus kurzer Entfernung (10 bis 20 cm) befeldet.
3) Frau W. darf nicht erkennen können, wann exponiert wird und wann nicht, z.B. Sichtblockade durch ein Leinentuch zwischen Kopf und Smartphone.
4) Am Ende jeder Testphase soll Frau W. bekunden, ob das Smartphone auf Sendung war oder nicht. Kriterium z.B. "bohrender Schmerz am Hinterkopf" oder eine beliebige andere von ihr an sich beobachtete Körperreaktion.

Liegt Frau W. mindestens 5-mal richtig, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie nur zufällig richtig liegt, auf rund 3 Prozent gefallen, ein guter Wert. Um sicher zu gehen wird in diesem Fall die Testsequenz nach einer beliebig von Frau W. festzusetzenden Erholungsphase noch einmal wiederholt, schafft sie abermals mindestens fünf Treffer hat sie gewonnen und ich verpflichte mich, alle 14 Tage völlig gratis den Rasen in ihrem Garten zu mähen, solange sie dort wohnt.

Also, wenn das kein Angebot ist!

Mein Bauch sagt mir allerdings: Frau W. wird auch diesen Dessert-Schnelltest mit irgendwelchen Ausflüchten in den Wind schlagen.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Objektivierung, Individualtest, Selbstdarsteller, Untermenzing, EHS-Phobiker, Sozialleistung, Blindgänger


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