SAR-Wert-Fantasien der Wiener Ärztekammer (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 26.07.2014, 22:18 (vor 1967 Tagen) @ Alexander Lerchl

"Der SAR-Wert (Abkürzung für spezifische Absorptionsrate) beschreibt die Geschwindigkeit, mit der die Energie der Funkwellen vom Körper aufgenommen wird und gilt als Strahlungsmaß von Mobiltelefonen."

Mal was Neues ...:-)

Quelle

Weitere Auszüge aus der Quelle:

Lercher: "In Frankreich haben Konsumentenschutz- und Gesundheitsminister bereits gemeinsam beschlossen, dass bei Handys im Handel der SAR-Wert anzugeben ist." Belgien ist das erste europäische Land, wo seit 1. März 2014 der SAR-Wert sogar in fünf Kategorien angegeben werden muss. [...]

Die Wiener Ärztekammer hat nun gemeinsam mit dem Umweltdachverband eine Initiative gestartet, wonach in Österreich eine verpflichtende Anführung des SAR-Werts auf der Verpackung erfolgen soll.

Warum auch immer, irgendwie scheint Umweltreferent Lercher auf den SAR-Wert fixiert zu sein. Das Vorhaben dürfte aber wahrscheinlich in der Bevölkerung auf wenig Gegenliebe stoßen, denn bei der jüngsten Meinungsumfrage im Auftrag des BfS (2013) war der SAR-Wert das 5. Rad am Wagen. Nachfolgend einige Auszüge aus der Umfrage:

Der SAR-Wert spielt spontan für 4% der Befragten eine Rolle beim Neukauf eines Handys. Wichtiger sind Bedienbarkeit, der Preis, Funktionen und das Design. Gestützt ist der SAR-Wert für 29 % der Befragten ein Begriff (signifikanter Rückgang zu 2009: 33 %).
[...]
Von den befragten Jugendlichen kennen 18 % den SAR-Wert und 15% schätzen sich als gut informiert hinsichtlich elektromagnetischer Felder ein. Eine große Rolle spielt der SAR-Wert jedoch nicht. Beim Handykauf ist den Jugendlichen wichtig, welche Funktionen das Handy hat, welches Betriebssystem installiert ist , wie schnell das Handy ist und wie es aussieht. So finden sich Risikofaktoren aus dem Bereich elektromagnetische Felder auch im hinteren Bereich der Rangreihe verschiedener gesundheitlicher Risikofaktoren.
[...]
Für Kinder und Jugendliche gehört das Handy zum täglichen Leben dazu. Das Wissen, z.B. über den SAR-Wert, ist gering, eine entsprechend geringe Rolle spielt er auch beim Handykauf.

In Anbetracht dieses Sachstandes, der in Österreich nicht viel anders sein sollte als in Deutschland, erscheint mir das, was die Wiener Ärztekammer und ihr Umweltreferent ausbrüten, ein am grünen Tisch ersonnenens taubes Ei zu sein. Es zeigt, die Kammer beschäftigt sich nicht überzeugend mit dem Thema.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Unsinn, Dilettantismus, Oesterreich, Mediziner, Aerztekammer, Kompetenzgefälle, Lercher


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