Neuer Gigaherz-Präsident (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 25.01.2014, 14:11 (vor 2796 Tagen)

Heute hält Hans-U. Jakob die alljährliche "Generalversammlung" seines Vereins Gigaherz ab. Und aller Voraussicht nach wird er auch heute abend noch Gigaherz-Präsident sein, denn in dem Verein, der nur eine Stimme hat, ist kein Nachfolger in Sicht.

Doch Jupiter geht, wie wir alle, auf die 80 zu. Und ich meine, er hat seine Nachfolge bereits diskret geregelt. Einiges spricht dafür, dass Markus Lauener neuer Gigaherz-Präsident werden wird.

Momentan ist Lauener Präsident eines der "Kinderpost"-Dachverbände der Mobilfunkgegnerei, sein Verein nennt sich pompös "Dachverband Elektrosmog Schweiz und Liechtenstein", führt seit ein paar Jahren jedoch ein ziemlich graues Nischendasein zwischen Missachtung und Belächeltwerden.

Doch in letzter Zeit macht Lauener mit allerlei "Medienmitteilungen" von sich reden. An diesen Werken kann man sich <hier> erfreuen, Lauener lässt kaum ein in der Szene kolportiertes Scheinargument aus und verdreht Sachverhalte ebenso ungeniert wie - ja wie Hans-Ueli.

So zwitschert der Dachverbändler zwanglos über die Schweizer Grenzwerte:

Diese Werte sind von der Verordnung über nichtionisierende Strahlung (NISV) bereits 1999 mit den sogenannten Anlagegrenzwerten verschärft worden, weil sie keinen vorsorglichen Gesundheitsschutz bieten.

Das ist natürlich unrichtig und weil es so ist, ist Lauener mMn schon dadurch für den Posten des Gigaherz-Präsidenten qualifiziert. Richtig ist: Auch die ICNIRP-Grenzwerte gewähren vorsorglichen Gesundheitsschutz, zu diesem Zweck enthalten sie Sicherheitsaufschläge. Benötigt wurden diese bislang freilich nie, denn die Immission durch Funkwellen von Mobilfunk-Basisstationen bewegt sich auch 20 Jahre nach Einführung des Digitalfunks meist noch immer erst bei einem Tausendstel der Grenzwerte.

Für mich sieht es so aus, als ob Lauener langsam als Jakob-Nachfolger aufgebaut werden soll, die Substanz der fachlichen Verlautbarungen Beider ist jedenfalls vergleichbar. Nur in der Disziplin "Pöbeln" zeigen sich erhebliche Unterschiede: während der Schwarzenburger ohne nicht kann, ist sie dem Mann aus Libingen fremd.

Den Anstoß zu der Schnapsidee, Lauener könnte Jakob beerben, gibt jedoch eine Frau. Genauer gesagt: Andrea Klinger aus St. Gallen. Diese engagierte Mobilfunkgegnerin aus der zweiten Reihe ist im "Dachverband" Laueners Kassiererin, bei Jakobs "Gigaherz" ist sie Sekretärin und Vorstandsmitglied. Das mag daran liegen, dass es auch in der Schweiz nur so wenige Mobilfunkgegner gibt, dass diese sich die Ämter in den unterschiedlichen Vereinen teilen müssen, es kann aber auch die langsame personelle Ablösung des Urgesteins Jakob bei Gigaherz bedeuten :wink:.

Hintergrund
Bindeglied zwischen funkstrahlung.ch und Baubiologie

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Jakob, Narrenhaus, St.-Gallen, Präsident, Übernahme, Dachverband


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