Schweiz: Zukunft Mobilfunk - Postulat Noser (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 23.08.2013, 17:11 (vor 2297 Tagen)

Der sogenannte Dachverband Elektrosmog Schweiz und Liechtenstein ist bekannt für seine schrägen Überlegungen und abwegigen Hypothesen. Belege dafür gibt es z.B. hier und dort. Mehr über diesen "Dachverband" im IZgMF-Forum gibt es auf Klick.

Jetzt haben die Reichsbedenkenträger um Präsident Markus Lauener erneut gnadenlos zugeschlagen, diesmal nötigen sie das schweizerische Bundesamt für Kommunikation (Bakom). Hier ein Auszug aus der obligatorischen "Presse-Information" des "Dachverbands":

Der Dachverband Elektrosmog Schweiz und Liechtenstein legt in einer umfassenden Antwort an das BAKOM dar, wie man mit Innovation und entsprechenden Rahmenbedingungen den Anforderungen an die zukünftige mobile Kommunikationsinfrastruktur sehr wohl gerecht werden kann, ohne die Bevölkerung einer übermässig hohen und damit nachweislich gesundheitsschädlichen Funkstrahlung auszusetzen. Die gesamte Wirtschaft wird davon profitieren, wenn durch gezielte strahlungsmindernde Massnahmen die Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer erhalten bleibt. In unserer Umfrageantwort wird zudem erläutert, wie der Staat das volkswirtschaftliche Risiko des Technologiemonopols Mobilfunk vermindern könnte und damit Druckversuchen aus der betreffenden Branche besser widerstehen kann.

Den Volltext der "Presse-Information" gibt es hier. Einblick in die "umfassende Antwort an das Bakom" bekommt man dort unter dem irreführenden Link "Umfrageantwort ...". Ebenfalls verlinkt ist das Dankesschreiben der Hochbesorgten an eine Bundesrätin, die (leider) dafür gesorgt hat, dass auch der sogenannte Dachverband seinen Senf (Umfrageantwort) dem Bakom vortragen durfte.

Kommentar: Mensch, was soll man dazu noch groß sagen. Die Leute leiden mMn unter einem Aufmerksamkeitsdefizit, anders kann ich es mir nicht erklären, dass man sich mit so einem Stuss an die Öffentlichkeit wagt. Da die Fakten gegen die Funkgegner sprechen, müssen diese sich mit Erfindungen behelfen wie der "nachweislich gesundheitsschädlichen Funkstrahlung", die sich anscheinend aus Sicht des "Dachverbands" irgendwie negativ auf die Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer auswirken soll. Selbstverständlich. Da Mobilfunkgegner in aller Regel Rentner sind, könnte der Leistungsverlust, den die Herrschaften zu erkennen glauben, leicht gerontologisch begründet sein. Nein danke, das einzige, was an diesem Pamphlet interessant wäre, ist eine Antwort des Bakom, so sich das Amt zu einer Stellungnahme genötigt sieht. Ich würde eher sagen: Ruhe sanft.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Liechtenstein, Funkstrahlung, Lauener


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