ADHS-Mäuse durch Mobilfunk: Chronik eines Skandals (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 25.03.2013, 00:09 (vor 2562 Tagen) @ Alexander Lerchl

Spannend zu lesen, Ihre Chronik. Da sträuben sich sogar einem Laien wie mir die Haare.

Nicht ganz kapiert habe ich jedoch den Schluss. Den haben Sie aus meiner Sicht noch offen gelassen. Damit meine ich die (noch) nicht stattgefundene Retraktion der Arbeit von Taylor und seiner AG. Ich meine bei Ihnen herausgelesen zu haben, dass sich trotz der vielen Änläufe von Taylor, widerspruchsfreie Daten abzuliefern, nichts mehr an der Publikation tun wird, eine Retraktion also unwahrscheinlich ist. Sehen Sie dann noch andere Mittel, die Taylor-Studie aus dem Verkehr zu ziehen? Ich meine damit etwas in Richtung Qualitätssicherung in Bewegung zu setzen. Denn es ist doch so, dass bei Mobilfunkstudien sich eine allgemeine Unzufriedenheit über erschreckende Mängel in Studiendesigns auf beiden Seiten ihre Bahn bricht. Ich habe das Gefühl wir "ersaufen" in Mobilfunk-Studien, werden aber Stichproben genommen, kommt viel Junk-Science zum Vorschein. Das kann man nun hinnehmen und nochmal ein paar zig Millionen wegforschen, ohne substanzielle Fortschritte zu erreichen, oder einer haut mal mit der Faust auf den Tisch, und stellt dieses anscheinend nicht mehr funktionierende System der wissenschaftlichen Qualitätssicherung in Frage. Ich fände es richtig gut, wenn Sie und Dariusz Leszczynski da gemeinsam an einem Strang ziehen könnten, einer muss doch mal damit anfangen, sich der Junk Science nicht nur konkret im Einzelfall in den Weg zu stellen, sondern auch grundsätzlich. Was meinen Sie: Holzweg oder Chance, in vielleicht 20 Jahren "clean" zu sein? Oder anders gefragt: Ist das in Kreisen der Bioelektromagnetiker überhaupt ein Thema?

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Retraktion, ADHS, Junk-Science, Taylor


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