Scheitern alternativer Netzplanungen war vorhersehbar. (Allgemein)

Raylauncher @, Dienstag, 19.03.2013, 19:48 (vor 2459 Tagen) @ KlaKla

"Immissionsminimierte Netzplanung" oder wie die den Kommunen üblicherweise verkauften Konzepte alternativer Planungsbüros auch genannt werden mögen, sind hauptsächlich eines: Eine teuere Mogelpackung.

Es ist in jeder Hinsicht fatal, Funkstandorte ideologisch motiviert so anzuordnen und zu konfigurieren, dass daraus - einseitig und plakativ auf den Downlink bezogen - möglichst geringe Immissionen resultieren: Ergebnis der Irreführung durch einschlägige Profiteure und Irrtum aus einer laienhaften Vorstellung heraus, die wohl nie auszurotten sein wird.

Gravierende Netzstrukturmängel mögen bis zu einer gewissen Last bei GSM-Netzen noch handhabbar sein. Leistungsfähige und schnelle Datennetze (UMTS, LTE) verzeihen wesentlich weniger und fordern ein flächendeckendes und möglichst gleichmäßiges Raster mit Standorten nahe der Bevölkerungs- und Verkehrsschwerpunkte. Denn nur so lassen sich ausreichende Netz-Qualität und -Kapazität erzielen bei gleichzeitig moderaten Gesamtimmissionen auf die Bevölkerung, zu denen auch und ganz besonders die Handys beitragen.

Sind die von Fachleuten prognostizierten Folgen der Unvernunft dann eingetreten, ist man seitens der dafür Verantwortlichen schnell bei der Hand, den Betreibern der Netze den schwarzen Peter zuzuschieben. Attendorn ist dafür ein exemplarisches Beispiel und das Synonym für ein Scheitern kommunaler Mobilfunkkonzepte.

Raylauncher

Tags:
Geschäftsmodell, Mobilfunkkonzept, Nachbesserung


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