Standortkonzepte: Mobilfunkgegner in Werbemission (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 30.07.2012, 23:06 (vor 2685 Tagen)

Schon der Titel des Postings Streit kann nur mittels Senderstandortkonzept gelöst werden trägt unmissverständlich eine Werbebotschaft, die der Teilnehmer "Hesse" in seinem Kommentar dort weiter verdichtet.

Tatsächlich sind Senderstandortkonzepte von "unabhängigen" Standortplanern keineswegs das Gelbe vom Ei, wie es "Hesse" mit Druck darzustellen versucht, sondern lediglich ein Geschäftsmodell, das keinerlei realen Gegenwert bringt. Wer auf so ein Standortkonzept herein fällt, erledigt auf seine Kosten die Arbeit, die sonst die Netzbetreiber auf ihre Kosten machen müssten. Und der angebliche Vorteil, bei "unabhängiger" Planung würden die Interessen der Kommune gewahrt, ist nur etwas für Dumme. Warum? Weil unabhängig von den Standorten die Funkimmission sowieso zu 99 Prozent die Grenzwerte um das 500- bis 10'000-fache unterschritten werden, die Belastung also nur sehr gering ist. Bei so geringer Belastung bedarf es jedoch keiner Schutzmaßnahmen in Gestalt eines Standortkonzepts, denn es gibt keine belastbaren Hinweise darauf, dass es bei solchen Werten zu unerwünschten biologischen Nebenwirkungen wie z.B. Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen oder dergleichen gibt. Nicht belastbare Hinweise gibt es dagegen jede Menge, in den allermeisten Fällen freilich aus unseriösen Quellen.

Ein teures Senderstandortkonzept schützt lediglich vor dem faktisch nicht vorhandenem Risiko, ausgerechnet durch Mobilfunk-Basisstationen krank zu werden.

Der einzig reale Nutzen eines solchen Konzepts scheint die Bewahrung des sozialen Friedens in der Gemeinde zu sein. Doch auch dies stimmt nicht. Denn wie der Musterfall "Gräfelfing" nachdrücklich zeigt, sorgen solche Konzepte nur so lange für Ruhe, bis die ersten Konzeptmasten errichtet werden und neuer Widerstand dagegen aufflammt.

Senderstandortkonzepte sind Augenwischerei, sie sind teuer und bringen dennoch keinen realen Mehrwert, weder für eine Kommune noch für deren Bürger.

Das eigentlich interessante an dem Posting von "Hesse" ist aber nicht das Standortkonzept, sondern dass "Hesse" dafür dick Werbung macht! Was hat der Mann davon? Warum hängt er sich dafür so weit aus dem Fenster?

Diese Fragen kann ich nicht beantworten, dazu habe ich keine Informationen. Doch das ist nicht schlimm, denn entscheidend ist: "Hesse" betreibt als organisierter Mobilfunkgegner im Dunstkreis des Anti-Mobilfunk-Vereins Diagnose-Funk ganz ungeniert Schleichwerbung für eine der umsatzstärkeren Nutznießergruppen der Mobilfunkdebatte. Womit sich der Kreis wieder einmal schließt: "Hesse" und alle anderen Mobilfunkgegner sind für "unabhängige" Standortplaner ein Geschenk Gottes. Allerdings nur dann, wenn sie sich als "nützliche Idioten" gratis ins Zeug werfen. Wen keine Skrupel plagen, der heuert auf Provisionsbasis an, und verbreitet Botschaften wie "Hesse" sie verbreitet.

Hintergrund
Maximaler Profit mit minimaler Funkstrahlung

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
BI, Krötenwanderung, Standortkonzept, Mobilfunkkonzept, Weitblick, Repräsentant, Kooperation, Interessensorientiert, Mehrwert


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