Tetra-Funk: Median der Belastung 0,05 µW/m² (Forschung)

H. Lamarr @, München, Freitag, 13.07.2012, 00:51 (vor 2817 Tagen)

Tetra-Funk wurde in Österreich bereits ab 2006 eingeführt, also früher als bei uns. 2009, nach erfolgter Errichtung des Netzes, machte der Anteil von Tetra dennoch lediglich 0,1 % der Gesamtimmission durch Hochfrequenz in Niederösterreich aus! Der Median der Immission erreichte 2009 nur den bescheidenen Wert 0,05 µW/m² - das ist sogar noch weit unter den unsinnigen baubiologischen Traumwerten.

Wieso hierzulande dennoch besonders in Bayern die Angst-vor-Tetra-Sau durch angeblich rund 150 Dörfer getrieben wird - es ist objektiv schon lange nicht mehr nachvollziehbar.

Quelle: Trends in residential exposure to electromagnetic fields from 2006 to 2009

Hintergrund
Der Median eliminiert "Ausreißer" am unteren und oberen Ende eines Wertebereichs und ist damit im Vergleich zum arithmetischen Mittelwert häufig die angemessenere Maßzahl. Nachteilig ist, dass bei der alleinigen Nennung eines Mittelwerts die - wenn auch nur 1-mal auftretende Maximalbelastung - nicht mehr erkennbar ist. In der zitierten Arbeit sind daher auch Maximalwerte genannt. Beispiel: In einem Fall wurde eine W-LAN-Immission von 96 mW/m² gemessen (96 Milliwatt pro Quadratmeter)! Dies lag daran, dass zwei W-LAN-Access-Points in nur 50 cm Abstand zum Messpunkt (Schlafstelle) montiert waren. Der Median der W-LAN-Immission erreicht dagegen nur rund 1,6 µW/m² (1,6 Mikrowatt pro Quadratmeter). Dies bedeutet: Der weitaus überwiegende Großteil der Bevölkerung ist während der Nachtruhe bedeutungslos niedriger WLAN-Immission ausgesetzt, nur im Einzelfall kann es bei ungünstigen Montageplätzen zu vergleichsweise hohen Werten kommen. Von derartigen Einzelfällen ernährt sich seit vielen Jahren die Panikfraktion der Elektrosmog-Szene.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
TETRA, Mittelwert


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum