Gute Theaterkritiker müssen keine Schauspieler sein (Allgemein)

Schutti @, Samstag, 21.05.2005, 00:53 (vor 6472 Tagen) @ H. Lamarr

Gibt es wo den Originaltext der hier behandelt wird.
Ich traue GH nicht wirklich bei der Webertung medizinrelevanter Texte.

Ja hier: http://www.forummobil.ch/de/medizin_frequentia_archiv.cfm
Die befremdlichen Textpassagen sind korrekt zitiert, sie stammen aus
Ausgabe 2004/11.

Also ich finde die Passage nicht besonders schlimm.
Nur weil es diesmal um ES geht ändert sich nicht dass mit extremen Formen von Wahnvorstellungen (es wurde Verfolgungswahn genannt (die Persönen behaupten von den bösen Nachbarn böswillig "verstrahlt" zu werden (erinnert mich an Munzert))) ändert sich kaum etwas an der Vorgangsweise.
Sowas gibt es auch ausserhalb von Elektrosmog und Leute werden auch mal (eigentlich recht selten) therapiert wenn die Gefahr besteht dass der Wahn gesundheitliche Folgen hat oder andere Menschen dadurch gefährdet werden (Gewaltanwendung gegen "Zielpersonen") oder auch wenn die Person sich selbst gefährdet. (bsp. Selbstmordgefahr)
Ich weiss aber nicht ob schon jemand in Behalndlung geshickt wurde (den Munzert lassen wir mal weg, der darf sogar bei heise schreiben :)), der Arzt muss entscheiden ob jemand psychische Hilfe braucht oder nicht.
so einfach landert niemand in der Klappse, sonst wären die Strassen wohl leer. ;-)
Allerdings was Ärzte berichten (habe den Link leider nicht mehr in den Bookmarks) über HYpochonder und Leute die die sonderlichsten KRankheiten erfinden ist auch nicht ohne.

Selbst wenn es sowas wie ES geben sollte, die meisten die es von sich glauben sind keine.
So abenteuerliche Zahlen wie 20-30% ES sind Hirngespinnst, das hätte man schon lange bemerken müssen, sogar 3% finde ich schon sehr hoch.

Dürfen sich die Betreiber dann auch aufregen über die Praktiken mancher Gegner die nicht wirklich vor viel zurückschrecken (Rufschädigung, gefährliche Drohung, Terror und Vandalismus)? Von mir aus dürfen sich die Betreiber gerne aufregen - und sie tun das ja auch, manchmal sogar aus gutem Grund und manchmal kriegt man den Eindruck purer Taktik nicht los.

Gut, pure Taktik kann man auch den Gegnern oft unterstellen.

Picozellen sind zu klein, die eigenen sich eher für Räume. Sie meinen vermutlich Microzellen.

Nein, ich meine Picozellen. Es ist eine bekannte Tatsache, dass bei immer kleiner werdenden Kommunikationszellen die gesamte Netzleistung immer weiter reduziert werden kann. Über die Philosophie, welche derzeit bei GSM zur Zellteilung eingesetzt wird, hinaus gehend sind Vorstellungen für Picozellen, welche über Relais gespeist werden. Damit wird es insbesondere möglich sein, Bereiche mit hohem Verkehrsaufkommen bzw. auch Bereiche mit ungünstiger Versorgung optimal zu erschließen. Damit tragen sie zu einer wesentlichen Reduzierung der Exposition bei gleichzeitiger Erhöhung der Kapazität bei.

Aber da wo heute Picozellen verwendet werden dienen sie (die Tiefgaragen mal ausgenommen) zur Kapazitätserweiterung.
Es gibt da eine große Zelle in der sich weitere kleine Zellen (eben die Micro- und Picozellen) befinden.
Empfangsbereit (nennt man idle mode) empfängt das Handy die große Zelle.
die kleinen Zellen sind durch unterschiedliche MAssnahmen "versteckt", entweder indem man ihre Priorität runterdreht oder sie ganz sperrt(barred, dann kann man nicht dort direkt einbuchen)
Erst wenn einen Verbindung aufgebaut wird (dedicated mode) bekommt das Handy die Kanalnummern mitgeteilt und wenn es welche davon mit brauchbaren Feldstärken zurpckmeldet wird es dort hingeschoben um die große Zelle zu entlasten.
Sicherlich kann man damit Funkenergie sparen aber die große Zelle ist immer noch vorhanden und die Versorgung besteht nicht nur aus Micro- und Picozellen.

Ich kann das Thema aber mal im TT zur Diskussion stellen, dort lesen Leute mit die eventuell etwas mehr Fachwissen haben.

Micro- und Picozellen taugen als Vergrößereung der Kapazität und als Versorgung für eher abgeschottete Orte (Tiefgaragen) aber als Flächenversorgung ist sie eher mühsam. Es müssten dazu nämlich an sehr vielen Häusern Antennen angebracht werden. Weigert sich ein Hausbesitzer hat man sehr schnell eine Lücke im Netz da die Reichweite nicht wirklich groß ist.

In New York nimmt man von Haus aus schon keine Hausdächer mehr ;-), sondern Laternenmasten und Verkehrsschilder. Das Zeugs gehört der Stadt und schwupps ist das Picozellennetz nicht mehr wegen vorsichtiger Hauseigentümer gefährdet.

Gut, welche Stadt hier würde das zur Verfügung stellen?
Die Idee ist ja nicht schlecht aber es betrifft da Gegenden die von Natur aus eine hohe Nutzerrate haben.
Wie bei uns in Wien kann man da die Zelelngröße doch ganz schon klein ziehen (müssen).
Häuserschluchten sind aber bis heute eine Herausforderung für Netzplaner.

Das ist aber nicht selbslos sondern eine Absicherung gegen Beschwerden. Die Indoor Versorgung bei reinen 1800er Netzen ist halt schwerer zu machen weil die höhere Frequenz stärker von Wänden gedämpft wird. Der vermeintliche Sieg der hier von den Funkgengern gefeiert wird ist keiner.

Sehen wir genauso, deshalb haben wir das auch nie als "Sieg" gefeiert, sondern als vernünftigen Schritt von E-Plus betrachtet, unsinnigen Versorgungswünschen die rote Karte zu zeigen.

E-Plus hat eh einen schlechten Ruf was Indoor Versorgung angeht.
Ob sie sich mit dieser Klausel (die meiner Meinung nach unnötig ist da man sowieso keinen Anspruch auf Versorgung hat) nicht ins Knie geschossen haben denn sie könnte von den Medien ausgeschlachtet werden.

Schutti

Tags:
Hypochonder, Selbstmord, Mediziner


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