Folge 7 (Forschung)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 13.04.2010, 23:58 (vor 5187 Tagen) @ Alexander Lerchl

Schon richtig. Aber was heute kommt, kennen bislang nur wenige Personen im Detail.

Es muss wohl an der verflixten 7 liegen: Diese Folge ist mMn die bislang mit Abstand Anstrengendste gewesen.

Was mir nicht klar geworden ist: Prof. Kundi hat bei seiner Nachuntersuchung die Ergebnisse der Laborantin K. nicht bestätigen können. Woher aber hat er denn die mit Mühe zusammen gekratzten 50 Zellen her gehabt, an denen die Nachuntersuchung stattfand? Meine Frage beruht auf einem Kenntnisdefizit über die Bedeutung von "Nachuntersuchung". Darunter verstehe ich (eigentlich), dass vorhandenes Material (Daten, Fotos, Objektträger ...) noch einmal neu untersucht wird. Das "Material" müssten also aus meiner Sicht diejenigen Zellen sein (genauer, deren Kometenschweife), die lange zuvor von Frau K. angeblich analysiert worden sind. Diese Zellen aber waren zwischenzeitlich doch längst "hinüber" gegangen, da die Kometenschweife sich ja nur ein paar Tage "halten" und dann verschwinden. Zumindest habe ich das so verstanden.

Da bei Reflex von Bildaufzeichnungen nicht die Rede ist, ist das, was Frau K. einst im Okular ihres Mikroskops an Schweifen gesehen haben will, unrettbar verloren und entzieht sich so jeglicher Prüfung. Daraus ziehe ich den Schluss, dass Kundi das UMTS-Experiment mit frischen Zellen komplett neu inklusive Befeldung nachvollzogen hat und dann bei 50 dergestalt malträtierten Zellen keine Kometen feststellen konnte. Wohl ist mir bei dieser Interpretation aber nicht.

Szenenwechsel.

Sie schreiben in Folge 7 am Schluss: Man muss also feststellen, dass die Medizinische Universität Wien nicht in der Lage war, die Untersuchung mit einem befriedigenden Ergebnis zu Ende zu führen, also der Schlussfolgerung, dass die Publikationen auf Daten*** beruhen und zurückgezogen werden müssen.

Wenn ich Ihre Ausführungen richtig verstanden habe, war die Med.-Uni aber sehr wohl in der Lage gewesen, die Untersuchung zu einem (nur für Sie) befriedigendem Ende zu führen. Für die Uni und Prof. Rüdiger ist das, was für Sie ein befriedigendes Ende ist, jedoch eine öffentliche Demontage 1. Klasse, der es mit dem "Agrément amiable" (was für ein hübscher Euphemismus für "Deal") wohl im gegenseitigen Interesse einen Riegel vorzuschieben galt. Kurz: Die Uni war durchaus in der Lage, den Störfall ordentlich zu regeln, nur, sie wollte es nicht.

[Hinweis: [***] aus Rechtsgründen editiert am 25.12.2011]

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
UMTS-Studie, Wien, Datenfälschung, Deal


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