Urängste in Urdorf (Allgemein)

AnKa, (vor 6385 Tagen) @ H. Lamarr

Wer also mal von keinem Journalisten gefilterte Bürgerkommentare in der Morgenröte eines sich ankündigenden Sendemasten lesen möchte, hier werden Sie geholfen.

Dort schreibt Initiantin Silvia: "Einspracheberechtigt ist mit einem Umkreis von 586 Meter von der geplanten Anlage aus ein Grossteil der Urdorfer Bevölkerung". 586 Meter. Ich bin immer wieder erstaunt, wie genau es diese Schweizer mit den Details nehmen. Das scheint mir ein Land voller typischer Deutscher zu sein.

Auch sagt Sylvia dies: "Wir stellen unsere elektronischen Geräte immer vollständig ab und besitzen nicht mal eine Mikrowelle." Diese Aussage wiederum passt mir irgendwie zum Namen des Dörfchens, in dem Sylvia lebt. Könnte es sein, dass "Urdorf" ein bislang übersehener Außenposten der Amish-People ist?

Weiterhin wird in besagtem Zeitungsartikel Initiantin Sylvia wie folgt wiedergegeben:

"Gleichzeitig haben die Gegner dem Gemeinderat einen Brief geschickt, in dem sie eine alternative Lösung präsentieren. Es sei gemäss Kanton möglich, alle Involvierten an einen Tisch zu bringen, also auch die Gemeinde, und gemeinsam eine Standortsteuerung vorzuschreiben. Dafür müssten aber Politische Gemeinde und Schulgemeinde ihre Liegenschaften für Antennenstandorte frei geben."

Also, zimperlich sind die Initianten dieser neuen Schweizer Mobilfunksenderbewegung jedenfalls nicht. Die haben allem Anschein nach, im Gegensatz zu den Zögerlingen hierzulande, kein Problem damit, einen Sendemast ersatzweise dann eben auf ein Schulgelände zu stellen, wenn er woanders stört. Sankt Florian, strahl' and're an.

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"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Tags:
, Schweiz, Mobilfunkgegner

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