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<title>Forum Faktencheck Elektrosmog</title>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/</link>
<description>Faktenchecks von Behauptungen, die von Mobilfunkgegnern und Mobilfunkkritikern aufgestellt werden</description>
<language>de</language>
<item>
<title>EMP-Victims: Frankreich mal Spitze, mal Mittelmaß (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Die Liste wird klar von Frankreich (2517 Einträge, <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75714">siehe auch diese Langzeitauswertung</a>) und Belgien (548 Einträge) dominiert, gefolgt von Deutschland mit 247 Einträgen.</p>
</blockquote><p>Auch dieser Befund der KI will so gar nicht zu den Ergebnissen der gescheiterten Europäischen Bürgerinitiative (EBI) &quot;Stop 5G&quot; passen. Frankreich hatte am Ende des 1-jährigen Sammelzeitraums alles andere als den Spitzenplatz der EU-Nationen in 5G-Paranoia. Das Land erreichte zwar auch damals schon 4595 Unterstützer (siehe <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&amp;id=71760#p72896">hier Tabelle 3</a>), was bezogen auf die zahlenmäßig relativ große Bevölkerung jedoch nur für 8,25 Prozent Zielerreichung (Quorum) genügte und Frankreich einen Platz im Mittelfeld bescherte. An den amtlich erhobenen Daten der EBI ist nicht zu zweifeln, die enormen Abweichungen müssen daher mit dem Appell der EHS zusammenhängen. Das muss nicht zwingend bedeuten, dass der Appell mit getürkten Einträgen aus Frankreich überflutet wird, es könnten gut und gerne auch daran liegen, dass eine EBI und ein EHS-Appell aus vielerlei Gründen nicht miteinander vergleichbar sind.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75891</link>
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<pubDate>Tue, 01 Sep 2026 19:53:59 +0000</pubDate>
<category>Elektrosensibilität</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>EMP-Victims: Unterstützer sind noch lange nicht Elektrosensible (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Mit KI sind heute Dinge möglich, die vor wenigen Jahren weit außerhalb der Reichweite von Privatpersonen lagen. So konnte ich heute den Appell der &quot;EMP Victims&quot; einer schnellen Auswertung unterziehen, die Auskunft gibt, aus welchem Land die Unterstützer kommen und wie viele der Unterstützer sich eindeutig der Gruppe der selbst diagnostizierten &quot;Elektrosensiblen&quot; zuordnen lassen.</strong></span><br />
 <br />
Die Daten des Appells habe ich am 27. Juli 2026 beim Stand von 4587 Unterstützern abgefischt, jedoch erst heute einer KI (DeepSeek) zur Auswertung übergeben. DeepSeek und nicht ChatGPT, weil die KI von OpenAI mir zuletzt stark mit Recherchefehlern durchsetzte Texte vorgesetzt hat und wiederholte Ermahnungen nach mehr Sorgfalt und sogar die Drohung, das Abonnement zu kündigen, ohne die erhoffte Wirkung blieben. Platzhirsch ChatGPT nervt außerdem seit geraumer Zeit damit, dass die KI einen Auftrag nicht mehr ausführte, ohne im Vorfeld eine schier endlose Diskussion darüber anzuzetteln, wie sie gedenkt, den Auftrag auszuführen. DeepSeek hingegen erledigte den Auftrag gemäß dem Prompt schnell, unkompliziert und aus meiner Sicht ordentlich.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">DeepSeek, übernehmen Sie</span></p>
<p>Der Auftrag an die KI lautete, die Kommentare aller 4587 Datensätze, die ich ihr in einer Datei übergeben hatte, zu analysieren und streng einzuordnen in die Kategorien:</p>
<p>► Land<br />
► Unklar<br />
<span style="color:#fff;"><br />
► </span><strong>Zugehörigkeit</strong><br />
► Selbstbetroffene (EHS)<br />
► Angehörige<br />
► Freunde/Bekannte<br />
► Unterstützer<br />
► Organisationen<br />
► Unklar </p>
<p>Mit &quot;streng&quot; ist gemeint, die KI durfte bei unklarer Sachlage nicht anfangen zu mutmaßen, sondern sie musste im Zweifelsfall einen Datensatz der Kategorie &quot;Unklar&quot; zuordnen.</p>
<p><strong>Zuordnungsbeispiele</strong><br />
&quot;I am EHS.&quot; → EHS<br />
&quot;My wife is EHS.&quot; → Angehörige<br />
&quot;I support electrohypersensitive people.&quot; → Unterstützer<br />
&quot;We demand recognition...&quot; → Unklar, sofern kein persönlicher Bezug genannt wird.<br />
&quot;Association...&quot; → Organisation</p>
<p>Das liest sich jetzt ziemlich simpel, da der Appell aber weltweit ausgespielt wird, musste sich die KI mit allerlei Sprachen auskennen und z.B. erkennen, dass &quot;Deutschland&quot;, &quot;D&quot;, &quot;DE&quot;, &quot;Allemagne&quot;, &quot;Germany&quot; oder &quot;Tyskland&quot; alles dasselbe ist.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Ergebnisse </span></p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/202609011616516a96fa73d9f9b.png" loading="lazy" class="left" alt="[image]" width="520" height="371" />Woher kommen die Autoren der 4587 Bekundungen von Unterstützung für die Anliegen der EHS? Hier hat die KI jedes Land gezählt, das entweder im Text explizit genannt wurde (z.B. &quot;Frankreich&quot;, &quot;Belgien&quot;) oder das eindeutig aus der Ortsangabe in Klammern (z.B. (Frankreich), (Belgien)) hervorgeht. Wenn nichts davon zutrifft, wurde es als &quot;Unklar&quot; gewertet. Die Liste wird klar von Frankreich (2517 Einträge, <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75714">siehe auch diese Langzeitauswertung</a>) und Belgien (548 Einträge) dominiert, gefolgt von Deutschland mit 247 Einträgen.</p>
<p>Länder mit weniger als 11 Nennungen sind in der Liste nicht enthalten. Dies betrifft 24 Länder (2 mit 4 Nennungen, 1 mit 3, 3 mit 2 und 18 mit 1 Nennung). Verblüffend: Die Schweiz (ca. 8,5 Mio. Einwohner) hängt mit 49 Nennungen die USA (350 Mio. Einwohner) mit 39 Nennungen glatt ab. Überraschend: Die Slowakei fehlt mit nur 2 Nennungen in der Liste. Das ist aus meiner Sicht nicht zu erwarten gewesen, denn hätten die Deutschen beim Endspurt der <em>Europäischen Bürgerinitiative</em> &quot;Stop 5G&quot; nicht mutmaßlich geschummelt, wäre die Slowakei das EU-Land, in dem diffuse Furcht vor &quot;Elektrosmog&quot; am stärksten grassiert (<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&amp;id=71760#p72896">Quelle</a>).</p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/202609011703116a97054f79c79.png" loading="lazy" class="left" alt="[image]" width="520" height="163" />Was die Beteiligung an dem Appell anbelangt, gibt es eine auffallend große Anzahl von &quot;Unklar&quot;-Einträgen (1495), was vor allem auf die vielen Kurzkommentare wie nur &quot;Ja&quot;, &quot;Unterstützung&quot; oder nur Namen ohne Kontext zurückzuführen ist. In den 1495 &quot;Unklar&quot;-Einträgen stecken auch die 78 Einträge, deren Autoren keinen Kommentar hinterlassen haben. Zieht man die &quot;Unklar&quot;-Einträge von der Summe der 4587 Bekundungen ab, bleiben 3092 zuordbare Einträge übrig. Die überwältigende Mehrheit (2253) dieser eindeutig klassifizierbaren Personen gibt an, selbst betroffen zu sein (73 Prozent). </p>
<p>Dieser Befund darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass von den 4587 Unterstützungsbekundungen zum Abfragezeitpunkt nur ziemlich genau die Hälfte zweifelsfrei auf Personen zurückgeht, die sich selbst als &quot;elektrosensibel&quot; einstufen. Die populistisch vereinfachte Behauptung, 4587 &quot;Elektrosensible&quot; hätten sich bislang an dem Appell beteiligt, wäre demnach irreführend, denn die Datensätze geben diese Interpretation nicht her. Wobei auch dies eine Behauptung ist, allerdings eine begründete, die sich auf die Annahme stützt, DeepSeek habe den übergebenen Datenbestand weitgehend zutreffend ausgewertet.</p>
<p><strong>Hintergrund</strong><br />
<a href="https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=63458">Warum &quot;Schutzzonen&quot; für &quot;Elektrosensible&quot; Unsinn sind</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75890</link>
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<pubDate>Tue, 01 Sep 2026 17:48:59 +0000</pubDate>
<category>Elektrosensibilität</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>EMP-Victims: 4608 Unterstützer (Stand 01.09.2026) (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Das sind +110 gegenüber Stand 02.04.2026.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75889</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75889</guid>
<pubDate>Tue, 01 Sep 2026 13:00:55 +0000</pubDate>
<category>Elektrosensibilität</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>In eigener Sache: tausende Gäste im Forum</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Seit einigen Monaten bevölkern tausende von Gästen das <em>Forum Faktencheck Elektrosmog</em>. Dieser Andrang führt dazu, dass die zulässige Anzahl gleichzeitig geöffneter Verbindungen zur Datenbank des Forums überschritten wird. Besucher des Forums sehen dann nicht die Startseite, sondern eine mehr oder weniger unverständliche Fehlermeldung. Dann hilft nur eines: Hartnäckig weiter versuchen ins Forum zu kommen.</strong></span></p>
<p>Bei der plötzlichen Beliebtheit des Forums geht es allerdings nicht mit rechten Dingen zu, vieles deutet darauf hin, die überwiegende Mehrzahl der &quot;Gäste&quot; sind keine Menschen, sondern Bots. Das lässt sich relativ einfach daran erkennen, dass massenhaft Verbindungen nach Singapur oder nach China aufgebaut werden, wo die deutsche Sprache mit Sicherheit nicht zu den geläufigsten zählt.</p>
<p>Unklar ist momentan noch, ob es für die vielen Verbindungen eine harmlose Erklärung gibt oder ob es sich um einen gezielten Angriff auf das Forum handelt. Bei einem DoS-Angriff (Denial of Service) versucht ein einzelner Rechner oder eine einzelne Internetverbindung, den Webserver durch eine Flut von Anfragen zu überlasten. Ein DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service) erfolgt gleichzeitig von vielen Rechnern aus – häufig organisiert in einem Botnetz aus tausenden oder sogar Millionen infizierten Geräten. Solche Angriffe sind heute die gängige Form.</p>
<p>Eine IP-Sperre gegen Zugriffe aus Singapur hat sich als wenig wirksam erwiesen. Damit sind meine Gegenmaßnahmen mit Bordmitteln praktisch erschöpft. Sollte der Spuk kein Ende nehmen, werde ich beim Hoster der IZgMF-Website um Unterstützung nachfragen.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75888</link>
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<pubDate>Mon, 31 Aug 2026 20:22:58 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Der Funkturm von oben ist nicht jedermanns Sache (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>100 Jahre ist der Funkturm alt und Wahrzeichen des alten West-Berlins. Extra zum Geburtstag wurde der „Lange Lulatsch“ generalsaniert, aber ein wirklicher Publikumsmagnet ist er trotzdem nicht. <a href="https://www.magazin-forum.de/de/der-funkturm-von-oben-ist-nicht-jedermanns-sache">weiter ...</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75887</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75887</guid>
<pubDate>Sun, 30 Aug 2026 21:18:17 +0000</pubDate>
<category>Technik</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Im Auto funkt vor allem das Auto selbst</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="font-size:x-large;">Rund 30&#039;100 Messwerte während knapp 42 Stunden Autofahrt zeigen eine<br />
sehr geringe Funkexposition</span></strong></p>
<p><span style="color:#666;"><strong>Das Forum Mobilkommunikation (FMK) hat die Funkexposition während alltäglicher Autofahrten untersucht. Zwischen dem 23. Oktober und dem 20. November 2025 wurden an 15 Tagen über insgesamt knapp 42 Stunden hinweg gemessen. Alle fünf Sekunden zeichnete ein bandselektives Exposimeter einen Messwert auf. Insgesamt kamen so 30&#039;106 Datensätze zusammen.</strong></span><br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">W-Lan liefert den größten Anteil</span></p>
<p>Das Messgerät erfasste den Hochfrequenzbereich von 50 MHz bis 6 GHz und war auf dem Beifahrersitz eines Elektroautos platziert. Das Smartphone befand sich in der Mittelkonsole und war über Bluetooth beziehungsweise W-Lan mit dem Fahrzeug verbunden. Es wurde außerdem für Telefonate über die integrierte Freisprecheinrichtung verwendet.</p>
<p>Bei der Auswertung entfielen rund 40 Prozent der gemessenen Funkexposition auf W-Lan. Der Mobilfunk-Downlink von den Basisstationen zum Fahrzeug trug rund 24 Prozent bei, der Uplink des Smartphones zu den Mobilfunkstationen rund 21 Prozent. Der bei 5G besonders relevante Bereich um 3,6 GHz machte lediglich rund acht Prozent der gemessenen Gesamtexposition aus. Damit war bei den untersuchten Fahrten nicht der Mobilfunk von außen die größte einzelne Kategorie, sondern W-Lan im Fahrzeug.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Der höchste Einzelwert kam vom Rundfunksender</span></p>
<p>Der höchste während der Messkampagne registrierte Wert lag bei rund 130 mW/m². Er wurde beim Rundfunksender Schöckl in der Steiermark gemessen und stammte von Signalen aus dem Bereich Radio und DAB. Damit war Rundfunk für den höchsten Einzelwert verantwortlich – nicht Mobilfunk. Auch dieser Wert lag nach Angaben des FMK deutlich unter den in Österreich anzuwendenden Personenschutzgrenzwerten der OVE-R 23-1.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Median weit unter dem Vergleichswert</span></p>
<p>Über alle Messungen hinweg lag der Median der gemessenen Funkexposition bei 0,000909 W/m² (0,9 mW/m²). Zum Vergleich nennt das FMK für Mobilfunk im 3,6-GHz-Band einen Grenzwert von 10 W/m². Der Median lag damit rechnerisch rund 11&#039;000-fach darunter. Die Messkampagne bestätigt damit vor allem die Größenordnung der Funkexposition, die auch bei vergleichbaren Messungen des Schweizer Bundesamts für Umwelt (Bafu) beobachtet wurde.</p>
<p>Für die untersuchten Autofahrten lässt sich somit nüchtern festhalten: Die gemessene Funkexposition war sehr niedrig, und den größten Anteil lieferte W-Lan im Fahrzeug – während der höchste einzelne Messwert auf Rundfunk zurückging.</p>
<p><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260827_OTS0045/fmk-mobilfunk-check-im-auto-30000-messwerte-waehrend-42-stunden-autofahrt">FMK-Mobilfunk-Check im Auto: 30.000 Messwerte während 42 Stunden Autofahrt</a></p>
<p><strong>Hintergrund</strong><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=40340">Vorteil des Medians ist seine Resistenz gegen Ausreißer</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75886</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75886</guid>
<pubDate>Sat, 29 Aug 2026 19:41:17 +0000</pubDate>
<category>Technik</category><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Ravensburg: Öffentliches W-Lan von 22 bis 6 Uhr abgeschaltet (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Weiter schreibt Heise online, die Stadt Ravensburg, 30 km von Wangen entfernt, plane eine ähnliche Maßnahme:</p>
<p>Die Agendagruppe habe darum gebeten, das öffentliche WLAN in der Nachtzeit auszuschalten, um in der nächtlichen Ruhephase die Strahlenbelastung zu reduzieren. Dieser Bitte wolle die Stadt Ravensburg demnächst nachkommen und die Hotspots von 22 bis 6 Uhr abschalten. Sie wolle damit einen Beitrag leisten, die Strahlenbelastung insgesamt im Rahmen zu minimieren.</p>
</blockquote><p>Die Teledata GmbH bestätigt auf Anfrage des IZgMF die Regelung, die das Unternehmen für die Stadt Ravensburg im Rahmen der öffentlichen W-Lan-Bereitstellung bereits 2023 umgesetzt hat: Alle Public-WLAN-Spots, die die Stadt bereitstellt, sind täglich von 22.00-6.00 Uhr abgeschaltet. Auch neue W-Lan-Spots werden direkt so aufgebaut, dass sie im angegebenen Zeitraum komplett abgeschaltet sind.</p>
<p>Teledata betreibt in Ravensburg im Auftrag der Stadt das öffentliche W-Lan. Anlass der Anfrage im Juni 2025 war der Sachverhalt, dass auf der <a href="https://www.ravensburg.de/rv/kultur-freizeit-einkaufen/einkaufen/kostenloses-freies-wlan.php">Website der Stadt</a> über die Nachtabschaltung nichts Konkretes zu lesen ist. Der &quot;<a href="https://www.ravensburg.de/rv/kultur-freizeit-einkaufen/vereine-organisationen/vereine/agenda-arbeitskreis-mobilfunk.php">Arbeitskreis Mobilfunk</a>&quot; berichtete 2023 lediglich eine Absichtsbekundung, die 2024 von der Desinformation abgelöst wurde &quot;<em>Neue Studie zeigt eindrücklich: Strahlung von Mobilfunkmasten schädigt menschliches Erbgut!</em>&quot; (gemeint ist die &quot;<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&amp;id=72472#p73978">Athem-3-Studie</a>&quot;).</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75885</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75885</guid>
<pubDate>Fri, 28 Aug 2026 21:24:11 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Funkwende: Auch Jochen Diefenthaler mischt mit (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Jochen Diefenthaler aus Memmingen arbeitet beruflich als Notarfachangestellter. Öffentlich tritt er vor allem als Betreiber mehrerer Kampagnen-Websites und als Autor mobilfunkkritischer Beiträge in Erscheinung. Seine Internetprojekte bezeichnet er selbst als private beziehungsweise gemeinwohlorientierte Initiativen.</strong></span><br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Ein eigenes kleines Web-Ökosystem</span></p>
<p>Auffällig ist zunächst die technische Infrastruktur. Diefenthaler betreibt nicht nur <a href="http://www.mobilfunk-zukunft.de">www.mobilfunk-zukunft.de</a>, sondern auch <a href="http://www.funkfrei.net.">www.funkfrei.net.</a> Beide Seiten führen dieselbe Memminger Anschrift und dieselbe Kontaktadresse im Impressum. Hinzu kommen weitere Projekte wie <a href="http://www.rosenviertel-memmingen.de">www.rosenviertel-memmingen.de</a>, <a href="http://www.flughafen-ausbau.de">www.flughafen-ausbau.de</a> und <a href="http://www.frieden-schaffen.info.">www.frieden-schaffen.info.</a> Das zeigt, dass er kein bloßer Gastautor ist, sondern seit Jahren routiniert eigene Kampagnen-Websites aufsetzt und betreibt.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Mobilfunk-Zukunft klingt moderat – die Linkliste weniger</span></p>
<p>Der Name &quot;Mobilfunk-Zukunft&quot; vermittelt zunächst den Eindruck einer technologieoffenen Informationsplattform. Ein Blick auf die Linkseite zeichnet jedoch ein anderes Bild. Dort empfiehlt Diefenthaler unter anderem Diagnose-Funk, die &quot;Kompetenzinitiative&quot;, EMFData, WLAN Regional sowie weitere Akteure des bekannten mobilfunkkritischen Netzwerks. Die Vernetzung erfolgt also nicht nur über einzelne Quellen, sondern über eine ganze Reihe einschlägiger Organisationen.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Glasfaser statt Funk – mit LiFi als Perspektive</span></p>
<p>Inhaltlich setzt Diefenthaler konsequent auf kabelgebundene Kommunikationsinfrastruktur. Auf Mobilfunk-Zukunft wirbt er für einen möglichst weitreichenden Glasfaserausbau und stellt LiFi (Visible Light Communication) als wünschenswerte Alternative zu funkbasierten Übertragungstechniken heraus. Die Verlinkung entsprechender LiFi- und VLC-Initiativen passt zu seiner grundsätzlichen Position, Datenübertragung möglichst vom Mobilfunk auf optische oder kabelgebundene Verfahren zu verlagern.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Gemeinsamer Auftritt mit Florian König</span></p>
<p>Öffentlich greifbar wird Diefenthalers Engagement spätestens Ende 2019. Bei einer von der ÖDP in Mindelheim veranstalteten Vorführung des Films &quot;Faktencheck&quot; stand er gemeinsam mit <a href="https://www.psiram.com/de/index.php/Florian_Meinhard_K%C3%B6nig">Dr. Florian König</a> auf dem Podium. Nach der Filmvorführung diskutierten beide mit dem Publikum über 5G und Mobilfunk. Der Auftritt zeigt, dass Diefenthaler damals nicht lediglich im Hintergrund aktiv war, sondern öffentlich als Diskussionspartner in der Mobilfunkdebatte auftrat.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Autor eigener Leserbriefe</span></p>
<p>Diefenthaler beschränkt sich nicht auf seine Websites. Unter seinem eigenen Namen erscheinen mehrere Leserbriefe in regionalen Zeitungen, die anschließend von Diagnose-Funk dokumentiert und archiviert wurden. Die Themen reichen von Mobilfunkimmissionen über National Roaming bis zur Forderung nach einem stärkeren Glasfaserausbau. Seine Beiträge fügen sich in das bekannte Vorsorge-Narrativ der Mobilfunkkritik ein.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Fazit</span></p>
<p>Die Recherche zeichnet das Bild eines eigenständigen Mobilfunkaktivisten, der nicht lediglich fremde Inhalte verbreitet, sondern über Jahre eine eigene publizistische Infrastruktur aufgebaut hat. Mit mehreren Websites, veröffentlichten Leserbriefen und einer klaren Vernetzung zu Diagnose-Funk und weiteren Akteuren der Mobilfunkkritik nimmt Diefenthaler die Rolle eines regionalen Multiplikators ein. Kennzeichnend für seine Positionen ist dabei die wiederkehrende Forderung, Mobilfunk möglichst durch Glasfaser und perspektivisch auch durch LiFi beziehungsweise Visible-Light-Communication (VLC) zu ersetzen.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Darum erzählen wir Ihnen das alles</span></p>
<p>Die sogenannte Kompetenzinitiative lässt gegenwärtig <a href="https://funkwende-jetzt.kompetenzinitiative.com/">hier</a> verlauten:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Etablierung eines Kampagnenbüros, einer adäquaten IT-Infrastruktur mit Website (www.funkwende.de) und Spendenplattform;</strong></em></span></p>
<p>Wer nun die URL <a href="http://www.funkwende.de">www.funkwende.de</a> aufruft, landet (Stand heute) nicht etwa auf einer Baustelle oder bei der &quot;Kompetenzinitiative&quot;, sondern auf der Website <a href="http://www.mobilfunk-zukunft.de">www.mobilfunk-zukunft.de</a> von Jochen Diefenthaler.</p>
<p>Eine Weiterleitung von funkwende.de auf mobilfunk-zukunft.de kann Diefenthaler nicht eigenmächtig einrichten, wenn ihm die Domain funkwende.de nicht gehört oder er keine Administrationsrechte für die Domain oder den dahinterliegenden Webserver besitzt. Das wirft die Frage auf, wer Besitzer der Domain funkwende.de ist.</p>
<p>Seit Januar 2026 gelten bei Denic neue Regeln für die Veröffentlichung von Inhaberdaten. Im Klartext: Bei Domains im Besitz von Organisationen ist Denic wieder fast so auskunftsfreudig wie früher. Bei Domains im Besitz von Privatpersonen bleibt Denic hingegen eine Sphinx.</p>
<p>Bei der Domain funkwende.de ist anzunehmen, dass diese für die &quot;Kompetenzinitiative&quot; registriert wurde. Denic gibt preis, dass die Domain am 30. August 2023 registriert und zuletzt am 28. Mai 2025 aktualisiert wurde. Denic weiter: &quot;<em>Die Daten des Domaininhabers sind nicht öffentlich zugänglich, weil es sich beim Domaininhaber um eine natürliche Person handelt und Denic daher datenschutzrechtlich an der Veröffentlichung gehindert ist.</em>&quot; Dies deutet stark darauf hin, dass die &quot;Kompetenzinitiative&quot; <span class="underline">nicht</span> der Domaininhaber von funkwende.de ist. Ein Beweis, dass Diefenthaler der Domaininhaber ist, lässt sich daraus jedoch nicht ableiten, da die Domain auch im Besitz von z.B. Kühling oder Buchner sein könnte. Das wäre zwar fragwürdig, verboten aber ist es nicht. Doch welche natürliche Person auch immer im Besitz der Domain funkwende.de ist, sie muss auf jeden Fall der Weiterleitung von funkwende.de auf mobilfunk-zukunft.de zugestimmt haben.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75884</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75884</guid>
<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 20:32:22 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>BfS-Sprechstunden für Bürger und Bürgermeister (September 2026) (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size:x-large;">Nächste BfS-Sprechstunden im September 2026</span></p>
<p><strong>Mobilfunk: Strahlen- und Gesundheitsschutz</strong><br />
► Sprechstunde für Bürger*innen am 08.09.2026, 19:00 - 20:00 Uhr <br />
<a href="https://bfsde.webex.com/weblink/register/r6a6d558af274f3dc7e36a12dd45d063d">Zur Anmeldung hier klicken</a></p>
<p>► Sprechstunde für Bürgermeister*innen, Landrät*innen und kommunale Bedienstete am 17.09.2026, <br />
10:00 - 11:00 Uhr <br />
<a href="https://bfsde.webex.com/weblink/register/rbf04cd9f90181b2b9ceb0f613e08eebe">Zur Anmeldung hier klicken</a></p>
<p><strong>Stromnetze: Strahlen- und Gesundheitsschutz</strong><br />
► Sprechstunde für Bürger*innen am 10.09.2026, 19:00 - 20:00 Uhr <br />
<a href="https://bfsde.webex.com/weblink/register/r3208a3e1bfd7d2834828b6e5ff93ae31">Zur Anmeldung hier klicken</a></p>
<p>► Sprechstunde für Bürgermeister*innen, Landrät*innen und kommunale Bedienstete am 24.09.2026, <br />
10:00 - 11:00 Uhr<br />
<a href="https://bfsde.webex.com/weblink/register/r9e7177210ade14e58e71e5c9786cec9e">Zur Anmeldung hier klicken</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75883</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75883</guid>
<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 08:09:32 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Funkwende: Das ersichtliche Spendenaufkommen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Die Verwendung der Spendengelder</strong><br />
Selbst wenn das Projekt politisch aussichtslos ist, folgt daraus nicht, dass die Geldverwendung unzulässig oder unseriös ist. Ein Spender darf schließlich auch ein aussichtsloses Anliegen unterstützen. Aber: Je aussichtsloser das Ziel, desto stärker stellt sich die Frage nach dem Verhältnis von Aufwand und erwartetem Nutzen.</p>
<p>Hier finde ich deinen Punkt interessant: Wenn die KOI Geld benötigt, um für die Funkwende professionelle Kräfte einzukaufen, dann wäre das eben keine bloße Aufrechterhaltung eines ehrenamtlichen Vereinsbetriebs mehr. Man würde Geld in die Professionalisierung einer Kampagne stecken. Das kann man nüchtern so beschreiben: </p>
<p>Die Leiche wird dadurch nicht wieder lebendig, dass man einen professionellen Maskenbildner bezahlt.</p>
</blockquote><p>Über das Spendenaufkommen der &quot;Kompetenzinitiative&quot; (KOI) ab 2022 gibt <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&amp;id=75858">dieser Strang</a> Auskunft. Die Spenden für die Funkwende sind dort jedoch nicht ersichtlich und die KOI hält sich dazu auch bedeckt. Ein bisschen was aber sickert durch.</p>
<p>So hat der Verein &quot;Gesund vernetzt&quot; des überzeugten Elektrosensiblen Thomas Warmbold 2024 4100 Euro für die Funkwende gespendet und 2025 noch einmal 4900 Euro. Anscheinend überblickt Warnbold nicht, was die Funkwende, wenn sie denn käme, für dramatische Auswirkungen auf die Anzahl der Standorte mit Funkmasten hätte.</p>
<p>Weitere 11&#039;000 Euro kommen momentan über die <a href="https://bcause.com/orgs/kompetenzinitiative_funkwende">Plattform &quot;because&quot;</a> hinzu. Der Betrag teilt sich auf zwölf Spender auf, darunter Markus Stockhausen. Der Median der Spenden beträgt 49 Euro, die bislang höchste Spende beziffert because auf 5000 Euro.</p>
<p>Weitere Finanzierungstöpfe für die Funkwende konnte ich heute nicht finden.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sun, 23 Aug 2026 17:51:46 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Funkwende: Pressekonferenz in der Bundespressekonferenz (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Der Name verpflichtet. Wer mit dem Kampfnamen &quot;Kompetenzinitiative&quot; in den Ring steigt, muss klappern. Die KOI klappert deshalb seit ihrer Gründung gerne und häufig mit den akademischen Titeln ihrer Frontleute und manchmal auch mit den Zähnen. Im Zusammenhang mit der ominösen Funkwende klappert der Verein ungeniert mit dem Prestige der Bundespressekonferenz, Berlin.</strong></span><br />
 <br />
Sonst mehr an Hinterzimmer von Gastwirtschaften gewöhnt, plant die sogenannte Kompetenzinitiative für ihr Projekt Funkwende den großen Auftritt. Anlässlich der Klageeinreichung am Verwaltungsgericht Berlin will der Verein eine &quot;Pressekonferenz in der Bundespressekonferenz&quot; veranstalten, um auf sich und das Projekt aufmerksam zu machen. Im <a href="https://funkwende-jetzt.kompetenzinitiative.com/">Original</a> lautet die Ankündigung:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Vorbereitung und Durchführung einer Pressekonferenz in der Bundespressekonferenz zum Einreichungstermin;</strong></em></span></p>
<p><span style="font-size:x-large;">Uijuijuijui!</span></p>
<p>Wenn das mal gut geht.</p>
<p>Jetzt aber geht es nicht um Inhalte, sondern um die seltsame Formulierung &quot;Pressekonferenz in der Bundespressekonferenz&quot;. Offensichtlich will die KOI die Welle der angesehenen Bundespressekonferenz surfen und hofft damit ihre schrullige <em>Funkwende</em> für Otto Normalverbraucher aufzuwerten.</p>
<p><span style="font-size:x-large;">Die Bundespressekonferenz</span></p>
<p>Die Bundespressekonferenz (BPK) in Berlin kennen wir aus dem Fernsehen, wenn Regierungsvertreter Journalisten Rede und Antwort stehen. Je nach Thema ist der Saal mit den eindrucksvollen Panoramafenstern dann brechend voll oder deprimierend leer. Doch wer jetzt glaubt, die Bundespressekonferenz werde von der deutschen Bundesregierung veranstaltet, der irrt sich. Denn das Format gehört den Hauptstadtjournalisten, die sich in dem Verein &quot;Die Bundespressekonferenz e.V.&quot; organisiert haben. Häufig zitiert bedeutet das: Nicht die Regierung lädt die Presse ein – sondern, die Presse lädt die Regierung ein. Gelegentlich lädt der Verein auch <a href="https://www.bundespressekonferenz.de/pressekonferenzen/termine">andere Gäste ein</a>, etwa Oppositionspolitiker, Behördenvertreter, Wissenschaftler oder Verbandsvertreter.</p>
<p>Im Haus der Bundespressekonferenz gibt es neben dem bekannten Pressesaal der Bundespressekonferenz <a href="https://tagungszentrum-bpk.de/">ein Tagungszentrum</a>, das nicht zur Bundespressekonferenz gehört. Dort können externe Veranstalter Räume mieten. Nach Angaben des Tagungszentrums stehen sechs variable Konferenzräume (bis 160 Personen) sowie zwei kleinere Tagungsräume zur Verfügung. Außerdem weist die BPK selbst ausdrücklich darauf hin, dass Pressekonferenzen im Tagungszentrum keine Bundespressekonferenzen sind.</p>
<p>Mit großer Sicherheit hat die Pressekonferenz der &quot;Kompetenzinitiative&quot; mit der BPK nichts zu tun, weil sie wahrscheinlich im Tagungszentrum stattfindet, also lediglich im Gebäude der BPK. Sollte dies zutreffen, die Formulierung der &quot;Kompetenzinitiative&quot; von der &quot;Pressekonferenz in der Bundespressekonferenz&quot; ist irgendwo zwischen inkompetent und irreführend oder angeberisch einzuordnen.</p>
<p>Unternehmen oder Vereine wie die &quot;Kompetenzinitiative&quot; können die Regierungspressekonferenz nicht nutzen. Sie können lediglich im Haus der Bundespressekonferenz eigene Pressekonferenzen veranstalten oder – in Ausnahmefällen – als Gäste zu einer gesonderten BPK-Veranstaltung eingeladen werden.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sun, 23 Aug 2026 15:07:20 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Athem-3: Replik der Autoren auf BfS-Kritik (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Beim Widerspruch zwischen Chromosomenaberrationen und Mikrokernen liefern sie zudem eine konkrete Hypothese: Der rund siebenstündige Transport der Blutproben könnte die Mikrokern-Hintergrundrate verändert und dadurch einen Expositionseffekt verdeckt haben. Diese Erklärung stützen sie auf eine frühere Untersuchung mit identischer Methodik, aber kürzerer Transportzeit.</p>
</blockquote><p>Weil auch ich mich einst mit dem Auto-Transport der Proben nach Bratislava <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=74278">beschäftigt habe</a>, wollte ich&#039;s genauer wissen. Die Replik steht an dieser Stelle aber auf dünnen Beinchen. Die Autoren schreiben dazu nur so viel:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>[...] The principal procedural difference was transport time: samples in the higher-MN dataset were transported for ∼7 h, whereas in the other study transport lasted &lt; 1 h.</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Extended transport likely altered cellular metabolism and mitotic spindle dynamics, thereby increasing background MN formation and potentially masking smaller exposure-related differences. [...]</strong></em></span></p>
<p><em>[...] Der wesentliche verfahrenstechnische Unterschied bestand in der Transportdauer: Die Proben im Datensatz mit höherer MN-Konzentration wurden etwa 7 Stunden lang transportiert, während der Transport in der anderen Studie weniger als 1 Stunde dauerte.</em></p>
<p><em>Der längere Transport hat wahrscheinlich den Zellstoffwechsel und die Dynamik der Mitosespindel verändert, wodurch die Hintergrundbildung von MNs verstärkt und kleinere expositionsbedingte Unterschiede möglicherweise überdeckt wurden. [...]</em></p>
<p><span style="font-size:x-large;">Ja, aber was war&#039;s denn nun wirklich?</span></p>
<p>► Dauer der Fahrt?<br />
► Funkmasten entlang der Autobahnen?<br />
► Scheidstegers Fahrstil?<br />
► Scheidstegers Smartphone?<br />
► Scheidsteger?<br />
► Zu harte oder zu weiche Federung?<br />
► Vibrationen?<br />
► Temperatur?<br />
► Passieren von Schumann-Resonanzstellen?<br />
► Erdmagnetfeld?<br />
► Zu laute Musik während der Fahrt?</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Fri, 21 Aug 2026 20:56:03 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Anses fördert Biomarker-Forschung zu &quot;Elektrosensibilität&quot;</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Die französische Gesundheitsbehörde Anses hat einen Forschungsschwerpunkt ausgeschrieben, der die objektive Charakterisierung von Menschen mit selbstberichteter Elektrohypersensibilität (EHS) zum Ziel hat. Genannt werden dabei ausdrücklich physiologische, biologische und genetische Marker – was dabei herauskommen wird, ist offen.</strong></span><br />
 <br />
Dariusz Leszczynski weist <a href="https://betweenrockandhardplace.wordpress.com/2026/08/20/first-ever-call-for-real-research-on-sensitivity-to-wireless-radiation/">in seinem Blog</a> auf einen aus seiner Sicht bemerkenswerten Schritt der französischen Gesundheitsbehörde Anses hin. Im <a href="https://www.anses.fr/sites/default/files/GB-Texte_APREST_2026-RF.pdf">Forschungsförderprogramm 2026</a> findet sich unter dem Schwerpunkt &quot;RFES 3.1&quot; ein Themenfeld, das die Entwicklung von Instrumenten zur systematischen Erfassung von Personen vorsieht, die sich selbst als elektrohypersensibel einstufen. Als mögliche Forschungsansätze nennt die Ausschreibung ausdrücklich physiologische Marker, biologische Marker und spezifische genetische Marker.</p>
<p>Neben RFES 3.1 umfasst das Programm zum Schwerpunkt &quot;Elektrosensibilität&quot; fünf weitere Forschungsthemen. RFES 3.2 soll mögliche Mechanismen untersuchen, die Elektrohypersensibilität erklären könnten, etwa die Produktion von Neurotransmittern oder die Rolle von Cryptochromen. RFES 3.3 befasst sich mit Auswirkungen von Hochfrequenzfeldern auf das Gehirn und die Kognition, RFES 3.4 mit möglichen Wechselwirkungen zwischen Funkfeldern und anderen Umweltfaktoren. RFES 3.5 behandelt Fragen der Expositionsbewertung und -modellierung, während RFES 3.6 die Risikowahrnehmung und Risikokommunikation im Zusammenhang mit Hochfrequenzfeldern zum Gegenstand hat.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Objektive Charakterisierung</span></p>
<p>Leszczynski sieht darin eine Entwicklung, für die er sich seit vielen Jahren eingesetzt hat. Er berichtet, bereits 2005 entsprechende Untersuchungen mit EHS-Probanden geplant und später wiederholt vorgeschlagen zu haben, moderne Methoden wie Proteomik oder Transkriptomik zur Suche nach objektiven Biomarkern einzusetzen.</p>
<p>Die Anses-Ausschreibung bedeutet allerdings nicht, dass damit die Ursache der Beschwerden geklärt oder EHS als durch Funkexposition verursachte Erkrankung bestätigt wäre. Vielmehr sollen Werkzeuge untersucht werden, mit denen sich Personen mit selbstberichteter Elektrohypersensibilität wissenschaftlich objektiv untersuchen lassen. Ob dabei belastbare Marker gefunden werden und welche Bedeutung sie gegebenenfalls haben, ist Gegenstand der ausgeschriebenen Forschung.</p>
<p><span style="font-size:x-large;">Neuer Akzent in der Forschung</span></p>
<p>Ganz neu ist das Thema für Anses nicht. Bereits 2018 veröffentlichte die Behörde eine umfassende Bewertung zur Elektrohypersensibilität und empfahl, die Forschung auf diesem Gebiet fortzuführen und auszubauen. Die aktuelle Ausschreibung setzt jedoch einen konkreten Akzent, indem sie die Untersuchung möglicher physiologischer, biologischer und genetischer Marker ausdrücklich als förderwürdigen Forschungsansatz benennt. Unabhängig von Leszczynskis persönlicher Einordnung dürfte dieser Passus besondere Aufmerksamkeit finden, weil eine große nationale Gesundheitsbehörde diesen Forschungsweg nun ausdrücklich in ihrem Förderprogramm dokumentiert hat.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75879</link>
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<pubDate>Fri, 21 Aug 2026 16:35:56 +0000</pubDate>
<category>Elektrosensibilität</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Athem-3: Replik der Autoren auf BfS-Kritik (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Das BfS hat eine <a href="https://doris.bfs.de/jspui/bitstream/urn:nbn:de:0221-2024091946461/4/SL_Gulati_2024_EvaluationOfOxidative_Deu.pdf">Stellungnahme</a> zur Studie veröffentlicht. Im Ton zurückhaltend, in der Sache nicht. q.e.d.</p>
</blockquote><p>13 Monate nach der BfS-Stellungnahme haben Gulati et al. auf die Kritik mit einem &quot;<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0147651326006652?via%3Dihub">Letter to the Editor</a>&quot; erwidert. Ihr Paper mussten sie jedoch noch einmal zurücknehmen, um in weiteren fünf Monaten Einwände des Verlags auszuräumen. Diagnose-Funk behauptet, die Athem-3-Studiengruppe weise die Kritik des Bundesamtes für Strahlenschutz Punkt für Punkt zurück. Das liest sich, als ob die Kritik des BfS weit reichend widerlegt wurde. ChatGPT, aufgefordert zu einer faktentreuen &amp; neutralen Bewertung der Replik, sieht das nicht so:<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;"><strong>Wertung der Replik durch ChatGPT</strong></span></p>
<p>Der vierseitige Letter ist keine bloße Verteidigungsschrift. Er enthält tatsächlich zusätzliche Analysen und methodische Erläuterungen gegenüber der Originalstudie, insbesondere zur Statistik, zur Cytogenetik und zur Expositionsmessung. Die Autoren arbeiten die BfS-Kritik in acht nummerierten Abschnitten systematisch ab und bezeichnen ihre Studie ausdrücklich weiterhin als explorativ, mit kleiner Stichprobe und ohne Nachweis einer Kausalität.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Wo die Replik belastbar nachlegt</span></p>
<p>Am stärksten ist die Erwiderung bei den statistischen Einwänden. Die Autoren legen nachträglich Shapiro-Wilk-Tests vor, begründen die ursprüngliche Wahl parametrischer Verfahren und zeigen zusätzlich, dass die wichtigsten Chromosomenaberrations-Endpunkte auch mit dem nichtparametrischen Mann-Whitney-U-Test signifikant bleiben. Damit wird der konkrete Einwand geschwächt, die Ergebnisse beruhten allein auf der Wahl parametrischer Statistik. Auch die Beschreibung der Laboranalytik ist präziser als in der Originalstudie. Die Autoren stellen klar, dass die Chromosomenaberrationen verblindet von erfahrenem Personal manuell ausgewertet wurden und dass dies dem Standard der biologischen Dosimetrie entspricht. </p>
<p>Beim Widerspruch zwischen Chromosomenaberrationen und Mikrokernen liefern sie zudem eine konkrete Hypothese: Der rund siebenstündige Transport der Blutproben könnte die Mikrokern-Hintergrundrate verändert und dadurch einen Expositionseffekt verdeckt haben. Diese Erklärung stützen sie auf eine frühere Untersuchung mit identischer Methodik, aber kürzerer Transportzeit.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Wo die Replik nicht überzeugt</span></p>
<p>Die grundlegenden Einwände des BfS bleiben dagegen bestehen. Die Autoren bestreiten weder die geringe Stichprobengröße noch den explorativen Charakter ihrer Untersuchung. Im Gegenteil: Sie räumen ausdrücklich ein, dass ihre Studie für sich allein keine Kausalität zwischen langfristiger HF-EMF-Exposition und biologischen Effekten belegen kann. Das entspricht dem Kern der BfS-Kritik, wonach die Studie keine verlässliche Aussage über gesundheitliche Langzeitwirkungen zulässt.</p>
<p>Auch bei der Expositionscharakterisierung wird der Einwand eher relativiert als ausgeräumt. Die Autoren beschreiben ihre Messmethoden ausführlicher und betonen die klare Trennung der Gruppen im Schlafzimmer, beantworten aber nicht vollständig die Frage, wie gut diese Messungen die gesamte individuelle Langzeitexposition der Teilnehmer abbilden.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Der heikelste Punkt: Multiple-Testing</span></p>
<p>Der Letter behauptet ausdrücklich, mehrere Chromosomenaberrations-Endpunkte seien &quot;auch nach konservativer Korrektur für multiples Testen&quot; signifikant geblieben. Belegt wird diese Behauptung im Letter jedoch nicht. Die neu präsentierte Tabelle enthält lediglich Anova- und Mann-Whitney-p-Werte, aber keine Ergebnisse einer Multiplen-Test-Korrektur. Das ist deshalb bedeutsam, weil das BfS später ausdrücklich erläutert hat, dass nach der Bonferroni-Korrektur der Originalstudie nur Fragmente und die Gesamtzahl der Chromosomenaberrationen signifikant blieben, während andere Endpunkte diese Schwelle nicht mehr erreichten. Die Autoren widersprechen dieser Aussage zwar, liefern dafür im Letter jedoch keinen nachvollziehbaren Rechenweg. Ob ihre Behauptung zutrifft, lässt sich aus dem Letter allein daher nicht überprüfen.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Auffällige innere Spannung</span></p>
<p>Bemerkenswert ist schließlich eine gewisse Spannung innerhalb des Letters. Einerseits schreiben die Autoren, ihre Studie könne keine Kausalität belegen. Andererseits sprechen sie am Ende von &quot;statistically robust evidence consistent with an association&quot;. Das ist formal mit einer Assoziation vereinbar, formuliert die Aussagekraft der Ergebnisse aber deutlich stärker als die zuvor eingeräumten methodischen Grenzen.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Gesamturteil</span></p>
<p>Der Letter liefert echte Ergänzungen – insbesondere zusätzliche statistische Robustheitsanalysen und methodische Präzisierungen –, beantwortet also mehrere Detailkritiken des BfS sachlich. Die tragenden Schlussfolgerungen des BfS werden jedoch nicht ausgeräumt: Die Studie bleibt eine explorative Querschnittsstudie mit 24 Teilnehmern, aus der sich kein kausaler Zusammenhang und keine belastbare Aussage über gesundheitliche Langzeitwirkungen ableiten lassen. Besonders beim Thema Multiple-Testing bleibt der Letter hinter seiner eigenen Behauptung zurück, weil er die angekündigte &quot;konservative Korrektur&quot; nicht transparent dokumentiert.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75878</link>
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<pubDate>Thu, 20 Aug 2026 20:41:47 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Taiwan: Erste &quot;Resilienzübung&quot; mit gedrosseltem Mobilfunk</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Am 13. August fand in Nordtaiwan die urbane &quot;Resilienzübung&quot; statt. Seit vergangenem Jahr werden die jährlichen Luftschutzübungen und Zivilschutzübungen unter diesem Begriff kombiniert. In diesem Jahr wurde erstmals im Rahmen der Resilienzübung in Mitteltaiwan und Nordtaiwan auch die Datenraten in den Mobilfunknetzen gedrosselt. Die Übungen sind Teil der Hankuang-Militärübung, die in diesem Jahr vom 5. bis 14. August stattfand. Warum wurde die Drosselung der Geschwindigkeit des Mobilfunks mit in diese Übungen einbezogen? Radio Taiwan International <a href="https://www.rti.org.tw/de/program?uid=4&amp;pid=324">sprach darüber mit Tzeng Yisuo</a>, Forscher an der Abteilung für Cybersicherheit und Entscheidungsimulation am Forschungsinstitut für Landesverteidigung und Sicherheit.</p>
]]></content:encoded>
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<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75877</guid>
<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 21:42:10 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>110 Jahre alter Funkmast wird saniert</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der älteste noch erhaltene Antennenträger Deutschlands wird denkmalgerecht saniert. Der 210 Meter hohe Sendemast in Königs Wusterhausen ist 110 Jahre alt, die letzte Sanierung liegt ein halbes Jahrhundert zurück. <a href="https://www.maz-online.de/lokales/dahme-spreewald/koenigs-wusterhausen/kw-110-jahre-alter-sendemast-auf-funkerberg-wird-endlich-gerettet-nach-vier-absagen-I2QJZVHVGNGK7FPPKENR5B5XZU.html?outputType=valid_amp">weiter ...</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75876</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75876</guid>
<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 21:23:27 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Der Untergang des Hauses Gigaherz: &quot;Leser&quot; ist zurück (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Frau Buchs berichtet aber mit einem Nachtrag in ihrem Post, die Person hinter &quot;Leser&quot; habe aus &quot;gesundheitlichen Gründen&quot; aufgehört.</p>
</blockquote><p>Ach da schau her: &quot;Leser&quot; ist wieder im Gigaherz-Forum <a href="https://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=88039#p88039">aufgetaucht</a>. Und diesmal sogar als registrierter Teilnehmer! Wir sind amused <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/yes.gif" alt=":yes:" />. Die Wiederauferstehung von &quot;Leser&quot; kann allerdings alles und nichts bedeuten. Der einzige Unterschied zum ursprünglich unregistrierten &quot;Leser&quot; ist, dass wegen der Registrierung jetzt auch &quot;Leser&quot; drin ist, wo &quot;Leser&quot; draufsteht. Unklar bleibt, ob der neue &quot;Leser&quot; mit dem alten identisch ist, ob sich ein Präsident oder Ex-Präsident des Vereins das Pseudonym geangelt hat oder ob Frau Buchs künftig Selbstgespräche mit &quot;Leser&quot; führt wie einst die umtriebige Evi Gaigg. Die richtige Lösung muss niemand wissen. Weil&#039;s wurscht ist.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75875</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75875</guid>
<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 20:35:09 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Masterarbeit: 5G und die &quot;epistemische Ungerechtigkeit&quot; (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>&quot;Hirschi untersucht, ob das Gegenwissen der Mobilfunkgegner gesellschaftlich marginalisiert wird. Sie interpretiert diese Marginalisierung als mögliche &#039;epistemic injustice&#039;. Die Arbeit untersucht jedoch nicht systematisch, ob die betreffenden Gegenwissensbestände tatsächlich belastbar sind. Damit bleibt eine zentrale Gegenfrage offen: Werden die Aktivisten zu Unrecht nicht ernst genommen – oder ist ihre geringere Glaubwürdigkeit zumindest teilweise die Folge der Qualität ihrer Behauptungen?&quot;</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Diese Formulierung würde ich inzwischen für wesentlich belastbarer halten als meine ursprüngliche Darstellung.</p>
</blockquote><p>Ja, damit kann auch ich gut leben. Die 19 Mobilfunkgegner, die Hirschi befragt hat, gaben sich ihr gegenüber anscheinend lammfromm als die bedauernswerte marginalisierte Gruppe.</p>
<p>Dabei ist es nicht allein die fachliche Inkompetenz, die das &quot;Wissen&quot; dieser Gruppe weitgehend entbehrlich macht, sondern auch deren Sozialverhalten. Weil diese Behauptung zu abstrakt ist, um von Zaungästen verstanden zu werden, <a href="https://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?f=2&amp;t=29907&amp;p=51455#p51455">hier ein konkretes Beispiel</a> für den Umgangston, den Szenevertreter im Gigaherz-Forum noch 2010 an den Tag legten (wem das nicht genügt, bitte <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&amp;id=41664">hier entlang</a>).</p>
<p>Ungehemmtes Pöbeln gepaart mit ausgeprägtem Nichtwissen sind mMn Garanten dafür, das Wissen dieser Gruppe völlig zu Recht von A bis Z zu marginalisieren, wobei ich anerkenne, dass seltene Ausnahmen diese Regel bestätigen.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75874</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75874</guid>
<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 09:32:13 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Masterarbeit: 5G und die &quot;epistemische Ungerechtigkeit&quot; (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>Ihre theoretische Position geht vielmehr davon aus, dass auch untergeordnete oder marginalisierte Wissensformen als relevantes Wissen berücksichtigt werden müssen. Das folgt aus der von ihr verwendeten &quot;feminist standpoint epistemology&quot;. Dort wird gerade die Perspektive gesellschaftlich marginalisierter Gruppen als potenziell erkenntnisrelevant betrachtet.</p>
<p>Das bedeutet aber nicht: &quot;Was die Aktivisten behaupten, ist deshalb wahr.&quot;</p>
<p>Es bedeutet eher: &quot;Ihre Perspektive darf nicht schon deshalb als unglaubwürdig verworfen werden, weil sie von einer marginalisierten Gruppe stammt.&quot;</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Moment mal, das widerspricht jetzt aber meinem Erleben mit Mobilfunkgegnern diametral. Prüfe noch einmal Hirschi, ob diese Interpretation von dir wirklich zutreffend ist.</p>
</blockquote><p>Ja. Ich habe Hirschis Text jetzt noch einmal gezielt an den entscheidenden Stellen geprüft. Meine frühere Formulierung war zu pauschal und hat Hirschis Position etwas zu wohlwollend rekonstruiert.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Was Hirschi tatsächlich vertritt</span></p>
<p>Ihre theoretische Grundlage ist die &quot;feminist standpoint epistemology&quot;. Dort geht sie ausdrücklich davon aus, dass untergeordnete bzw. marginalisierte Wissenspositionen als gültiges Forschungswissen einbezogen werden können bzw. sollen. Sie schreibt, die Standpunkttheorie rechtfertige die Einbeziehung &quot;subjugated knowledges contesting the status quo as valid research knowledge&quot;. </p>
<p>Das ist mehr als nur die Aussage:</p>
<blockquote><p>&quot;Man sollte Menschen nicht allein wegen ihrer Gruppenzugehörigkeit für unglaubwürdig halten.&quot;</p>
</blockquote><p>Hirschi verwendet vielmehr einen theoretischen Ansatz, der marginalisierten Wissenspositionen einen besonderen erkenntnistheoretischen Stellenwert einräumt.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Und genau das überträgt sie auf die &quot;Stop 5G&quot;-Aktivisten</span></p>
<p>In ihrer Ergebnisdiskussion schreibt sie, Staat und Industrie verwendeten &quot;expert authority&quot; und würden Gegenwissen marginalisieren. Die Aktivisten wiederum würden mit &quot;counter-knowledges&quot; das etablierte Expertenwissen herausfordern. Diese Marginalisierung interpretiert sie ausdrücklich im Sinne von Frickers &quot;epistemic injustice&quot;. </p>
<p>Besonders deutlich wird das hier:</p>
<blockquote><p>&quot;The marginalization of counter-knowledges by IP echoes Fricker’s [...] concept of &#039;epistemic injustice&#039;&quot;</p>
</blockquote><p>Hirschi verbindet das mit &quot;systematic testimonial injustice&quot;: Negative Stereotype über eine bestimmte Gruppe könnten dazu führen, dass deren Mitglieder als Wissensquellen nicht ernst genommen werden. </p>
<p>Das ist also tatsächlich ihre Interpretation.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Aber jetzt kommt der entscheidende Vorbehalt</span></p>
<p>Hirschi hat selbst keine belastbare Prüfung vorgenommen, ob das vermeintlich marginalisierte Gegenwissen sachlich zuverlässig ist.</p>
<p>Und bemerkenswerterweise erkennt sie dieses Problem selbst.</p>
<p>Unmittelbar nach ihrer These über die Stereotypisierung schreibt sie, die Daten könnten auch auf eine &quot;genuine issue of activist susceptibility to misinformation and/or fearmongering&quot; hindeuten. Als alternative Erklärung nennt sie, dass einige extreme Verhaltensweisen zur Stereotypisierung aller &quot;Stop 5G&quot;-Aktivisten geführt haben könnten. </p>
<p>Das ist für die Bewertung der Arbeit zentral.</p>
<p>Sie hat also zwei mögliche Erklärungen:</p>
<p>1. Die Aktivisten werden aufgrund eines Gruppenstereotyps ungerechtfertigt als unglaubwürdig behandelt.<br />
2. Die Bewegung weist tatsächlich eine Anfälligkeit für Desinformation und Angstmache auf, die ihre geringere Glaubwürdigkeit teilweise erklären könnte.</p>
<p>Ihre Untersuchung kann zwischen diesen beiden Erklärungen nicht entscheiden.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Damit war meine frühere Formulierung tatsächlich zu stark</span></p>
<p>Ich hatte geschrieben:</p>
<blockquote><p>&quot;Ihre Perspektive darf nicht schon deshalb als unglaubwürdig verworfen werden, weil sie von einer marginalisierten Gruppe stammt.&quot;</p>
</blockquote><p>Das ist als allgemeine Rekonstruktion der erkenntnistheoretischen Idee nicht völlig falsch. Aber ich hätte es nicht so formulieren dürfen, als sei das die nachgewiesene Aussage von Hirschis empirischer Untersuchung.</p>
<p>Quellentreuer wäre:</p>
<blockquote><p>Hirschi geht theoretisch davon aus, dass auch marginalisierte &quot;counter-knowledges&quot; als relevantes Wissen berücksichtigt werden müssen. In ihrer Analyse interpretiert sie die geringere gesellschaftliche Anerkennung des von &quot;Stop 5G&quot;-Aktivisten vorgebrachten Gegenwissens als mögliche &quot;epistemic injustice&quot;. Ob diese geringere Anerkennung tatsächlich ungerechtfertigt ist oder teilweise durch die Qualität und Fehlerhaftigkeit der aktivistischen Behauptungen begründet sein könnte, untersucht die Arbeit jedoch nicht. Und das ist aus meiner Sicht die entscheidende Schwachstelle ihrer Argumentation.</p>
</blockquote><p>Denn Hirschi zeigt, dass die Aktivisten behaupten, über Gegenwissen zu verfügen. Sie zeigt auch, dass sie teilweise als unglaubwürdig oder &quot;Verschwörungstheoretiker&quot; bezeichnet werden. Sie zeigt aber nicht, dass diese negative Einschätzung epistemisch ungerechtfertigt ist.</p>
<p>Das ist ein erheblicher Unterschied.</p>
<p>Gerade angesichts der langjährigen Dokumentation nachweislich falscher Mobilfunkbehauptungen durch das IZgMF-Forum wäre daher für unser Posting eine sehr präzise Formulierung angebracht:</p>
<blockquote><p>&quot;Hirschi untersucht, ob das Gegenwissen der Mobilfunkgegner gesellschaftlich marginalisiert wird. Sie interpretiert diese Marginalisierung als mögliche &#039;epistemic injustice&#039;. Die Arbeit untersucht jedoch nicht systematisch, ob die betreffenden Gegenwissensbestände tatsächlich belastbar sind. Damit bleibt eine zentrale Gegenfrage offen: Werden die Aktivisten zu Unrecht nicht ernst genommen – oder ist ihre geringere Glaubwürdigkeit zumindest teilweise die Folge der Qualität ihrer Behauptungen?&quot;</p>
</blockquote><p>Diese Formulierung würde ich inzwischen für wesentlich belastbarer halten als meine ursprüngliche Darstellung.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75873</link>
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<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 08:57:38 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>KI</dc:creator>
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<title>Masterarbeit: 5G und die &quot;epistemische Ungerechtigkeit&quot; (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ihre theoretische Position geht vielmehr davon aus, dass auch untergeordnete oder marginalisierte Wissensformen als relevantes Wissen berücksichtigt werden müssen. Das folgt aus der von ihr verwendeten &quot;feminist standpoint epistemology&quot;. Dort wird gerade die Perspektive gesellschaftlich marginalisierter Gruppen als potenziell erkenntnisrelevant betrachtet.</p>
<p>Das bedeutet aber nicht: &quot;Was die Aktivisten behaupten, ist deshalb wahr.&quot;</p>
<p>Es bedeutet eher: &quot;Ihre Perspektive darf nicht schon deshalb als unglaubwürdig verworfen werden, weil sie von einer marginalisierten Gruppe stammt.&quot;</p>
</blockquote><p>Moment mal, das widerspricht jetzt aber meinem Erleben mit Mobilfunkgegnern diametral. Prüfe noch einmal Hirschi, ob diese Interpretation von dir wirklich zutreffend ist.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75872</link>
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<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 08:45:46 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
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