was heißt ".. selbst in sehr gut mit 3G versorgten ...."
Ja, wo ist denn das???
In Frankfurt, Nürnberg und München - aber wie gesagt, nur in einigen Stadtteilen waren wir unterwegs.
Die 25% Netzabdeckung (gemeint ist die Bevölkerung, die Flächenabdeckung soll bei etwa 2% liegen) wird hauptsächlich durch die Funkversorgung in etwa 80 größeren deutschen Städten erreicht, aber auch kleinere Städte mit günstig zu errichtender Infrastruktur und "vorraussichtlich" günstigem Gesprächs- bzw. Datenaufkommen sind dabei.
3G ist doch die - freundliche - Umschreibung für UMTS (weil diese 4
Buchstaben ja schon einen miserablen Ruf haben).
Könnte man so sagen ... fehlt nur noch ein "Code-Wort" für Toll-Collect 
.. läuft das dann dort schon ständig. Also UMTS in
Betrieb???
Ja, es läuft seit einigen Monaten, allerdings nicht so wie vorgesehen.
Generell gibt's Probleme mit Soft-Handover (von Zelle zu Zelle eines Betreibers) und besonders beim Hard-Handover (von Zelle Betreiber A nach Zelle Betreiber B) happert es noch. Auch funktioniert das Roaming (bei Netzlücken über andere Provider) nicht, zumindest bei unserem O2-Handy-Test (da hätte es dann über T-Mobil laufen müssen).
Und natürlich noch die Handys selbst, die Dinger sind schwer/groß, ziehen mächtig Strom, die SW scheint noch nicht ausgereift zu sein.
ABER: Die UMTS-Handys strahlen weit weniger als die bei vergleichbarer Netzqualität eingesetzten GSM-Handys. UMTS-Handys "strahlen" beim Verbindungsaufbau zuerst mal mit der niedrigsten Sendeleistung - bei GSM ist das komplementär - um dann bei guten Empfangsbedingungen wesentlich geringere Emissionen zu erzeugen als dies bei GSM-Handys der Fall ist (so war's zumindest bei uns im "Test").
Wenn bei GSM der Organisationskanal (BCCH) der "dominante Strahler" war und die Verkehrskanäle in der Regel keinen großen Anteil mehr an der Gesamtemission hatten, so ist das bei UMTS genau anders. Ein oder zwei Watt (vor den Sektorantennen) für die Pilotkanäle (die CPICH's) doch das meiste kommt von den Verkehrskanälen (so etwa das 10-fache).
Das bedeutet, daß Langzeitmessungen unumgänglich sind.
Mal angenommen es würde kein Mensch während der Nachtstunden ein UMTS-Handy oder Datenkarte benutzen so wären die Immissionen (ausgehend von UMTS-Sendeanlagen) "relativ" und verglichen mit GSM gering, vorausgesetzt die Antennen befinden sich auf ausreichend hohen Standorten etc.
Nun gibt's da noch die niederländische TNO-Studie, hier wurde ja festgestellt, daß UMTS "heftigere" Auswirkung bei den effektiv 24 Probanden hatte als GSM.
Haupsächlich 2 Kritikpunkte wurden/werden danach diskutiert.
a) 24 Probanden sind - statistisch betrachtet - zu wenig (das denke ich auch)
b) es wurde nicht die allgemein eingeführte UMTS-FDD Variante sondern die exotische, erst später oder gar nicht kommende UMTS-TDD Variante verwendet (und die gilt gemäß Standard als gepulst).
Bei unseren Praxis-Messungen (UMTS-FDD) waren die Spektren (in der Time-Domain) auffallend ähnlich denen der in der TNO-Studie dokumentierten Spektren und so bin ich der Meinung, daß die in der Studie dokumetierten Standards die für UMTS-TDD waren, die Probanden wurde jedoch mit der FDD-Variante bestrahlt.
Ausserdem, es ist eine Mär, daß UMTS-FDD "ungepulst" sei !!! Es sind unter allen Bedingungen gepulste Signalanteile mit von der Partie - auch wenn so mancher "Experte" das von seinem Schreibtisch aus anders sieht.
Gruß und schönen Tag noch
Mike