04 Luigi Pantisano: polt er Die Linke um auf mobilfunkkritisch? (Allgemein)

H. Lamarr, München, (vor 15 Stunden, 59 Minuten) @ H. Lamarr

Peter Hensinger, flankiert von zwei "jungen Wilden" der SÖS

Ab Minute 4:54 wird Hensinger, für ihn willkommen suggestiv, gefragt: Warum sind kleine [Funk]Zellen weniger gesundheitsschädlich als große Zellen und warum ist es clever, dass man Innen- und Außenversorgung trennt?


Kein technisches Problem. Das Video wurde ersatzlos vom Netz genommen.
Eine denkbare Erklärung dafür gibt es hier und jetzt.

Die beiden "jungen Wilden" die gemeinsam mit Peter Hensinger vor laufender Kamera herumblödelten, waren Hannes Rockenbauch und Luigi Pantisano. Beide sind Stadtplaner und gehörten SÖS an (Stuttgart Ökologisch Sozial) das ist keine Partei, sondern eine kommunale Wählergruppe, die es bis in den Stuttgarter Gemeinderat schaffte. Was das Trio vor der Kamera ablieferte, muss jedoch nicht weiter vertieft werden, weil Hensinger die Rolle des Einäugigen unter Blinden zufiel.

Pantisano zog 2016 für SÖS in den Stuttgarter Gemeinderat ein und behielt dieses Mandat über neun Jahre hinweg. 2017 wurde er Mitglied der Partei "Die Linke", 2025 schied er aus dem Stuttgarter Gemeinderat aus, nachdem er über die Landesliste der Linken in den Deutschen Bundestag eingezogen war. Pantisano war bereits von 2022 bis 2024 Mitglied des Parteivorstands der Linken, bevor er 2026 gemeinsam mit Ines Schwerdtner zu Co-Parteivorsitzenden gewählt wurde.

In dem Video von 2019 spielt Pantisano nur eine Nebenrolle, dennoch sympathisierte er damals mit seinem Auftritt öffentlich mit einem organisierten Mobilfunkgegner. Wann genau das Video vom Netz genommen wurde ist nicht bekannt, entscheidend ist, dass es vom Netz ist. Möglicherweise bekamen Rockenbauch oder Pantisano oder beide rückblickend kalte Füße, denn eine Empfehlung für höhere Weihen ist ihr Auftritt in dem Video auf keinen Fall. Diese Erklärung fürs kommentarlose Verschwinden des Videos halte ich für plausibel, Belege habe ich jedoch nicht. Auf jeden Fall ist es gut zu wissen, dass es zwischen Pantisano und Hensinger eine Verbindung gab. Sollte die Linke also plötzlich anfangen, sich wieder als mobilfunkkritische Partei zu geben, die sie früher einmal war, dann dürfte klar sein, woher der Wind weht.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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