Wut gegen Wutbürger (Allgemein)
So titelte heute die NZZ am Sonntag (kostenpflichtig) in ihrer Print-Ausgabe:
«Kaltschnäuzige und sackfreche Anmassungen» – wie die Postaufsicht Wutbürgern einen Riegel schieben will
Behörden müssen sich zunehmend mit Querulanten herumschlagen. Nun zieht die Ombudsfrau der Eidgenössischen Postkommission die Reissleine: Ein neuer Paragraf erlaubt es ihr, Wut-E-Mails offiziell abzuweisen.
Die Wut des Mannes muss gross sein. «Haben Sie das Kapitel ‹Psychische Störungen› im ICD-10 schon gelesen?», schreibt er an die Post. Es ist bei weitem nicht die einzige Frechheit in dieser E-Mail, diese Unterstellung einer psychischen Krankheit gemäss WHO-Klassifizierungssystem. Unter anderem wirft der Schreiber der Post «kaltschnäuzige und sackfreche Anmassungen» vor und versteigt sich gar in einen Hitler-Vergleich. Grund für seine Wut: Er musste den Briefkasten auf Geheiss der Post verschieben...
Ich würde gerne den ganzen Artikel hier rein kopieren aber ich möchte keinen Ärger bekommen. Kurz gesagt geht es darum, dass Behörden und Schlichtungsstellen genug haben von den täglichen, unsachlichen E-Mails, bzw. Beschwerden von wenigen besonders aktiven Personen. Chat-GPT hat das Arsenal der Querulanten nochmals erweitert. Sie führen neue Regeln ein, um solche Korrespondenz künftig schneller und einfacher beenden zu können.
Da musste ich doch unweigerlich an H.-U. Jakob denken.
Gruss