Angstschüren, neuester Akt (Forschung)
- Wenn es zutreffend wäre, dass im Umfeld von bis zu 400 Meter um Mobilfunk-Sendemasten herum generell die Krebsrate 5 Jahre nach Inbetriebnahme der Sender signifikant steigen würde, dann müsste sich dies ab 1997 (5 Jahre nach Start des Mobilfunks in Deutschland) in einem sprunghaften Anstieg der Krebsrate in Deutschland zeigen. Dies aber ist nicht der Fall, obwohl hierzulande etwa 70'000 Mobilfunksender stehen.
- Da Eger bei der Naila-Studie (2004) eine Verdopplung der Krebsrate beobachtet hat, nehme ich an, dass er auch in Hennen in etwa den Faktor 2 gefunden hat. Aber: Einer Publikation des Bayerischen Krebsregisters zufolge ist es völlig normal, dass sogar dort, wo keine Mobilfunksender in der Nähe stehen, die Krebsrate starken Schwankungen zwischen 0 und 2,7 unterworfen ist. Mit anderen Worten: Die Verdopplung der Krebsrate im Umkreis eines Sendemasten ist nicht ungewöhnlich, sondern andernorts ebenfalls zu beobachten, auch wenn kein Sendemast in Sichtweite ist.
Es geht wohl doch wieder mal um das Angstschüren.
Aus einem Kommentar zur letzten, von der Kritik schliesslich durch den Reisswolf gedrehten "Naila"-Studie desselben Arztes:
Dieselbe Veröffentlichungsmethode -Angst schüren ohne gleichzeitig Details preiszugeben- wird jetzt wieder gewählt. Ich sage mal dazu, das ist eine Unverfrorenheit.
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