SZ-Umfrage Tarife für Kinderhandy

Evi, Dienstag, 03.08.2004, 20:23 (vor 7902 Tagen) @ Manuela Knapp

Nicht nur in Deutschland fordern Politiker so was Blödes. Auch in der Schweiz hat die Konsumentenschützerin Jacqueline Bachmann günstigere Tarife für SMS-Nachrichten gefordert, also genau für diese Art von Mobilkommunikation, die unter Kindern und Jugendlichen geradezu zu einer Sucht geworden ist. Was wäre die Konsequenz? Die Kinder würden dann einander noch mehr SMS senden (das tun viele sogar, wenn sie nebeneinander sitzen, statt miteinander zu reden!) und der Elektrosmog würde noch mehr verdichtet. Denn kein SMS ohne Handy und kein Handy ohne Antenne. Die Zeche zahlen die vielen, die in der Nähe einer Mobilfunkanlage wohnen müssen.

Aber solange sich Politiker und Konsumentenschützer nicht besser informieren, werden so dumme Forderungen nicht weniger. Es ist bemühend, dass diejenigen, die das Sagen haben oft ahnungsloser sind als die Kinder.

Und sehr bedenklich obendrein: die Eltern schützen das Kostbarste, was sie haben, nämlich ihr eigenes Kind weniger als ihr geheiligtes Auto. Wenn dieses nämlich einen Kratzer abbekommt, rennen sie sogleich zum Kadi, aber wenn die Kinder der Gefahr von Hirn- und anderen Gesundheitsschäden ausgesetzt sind, schliessen sie die Augen und stellen die Ohren auf Durchzug.

Evi


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