SAR - Grenzwert Empfehlung aus dem Jahr 2002 (Allgemein)
Ok, und was ändert es, wenn ich fordere, den SAR-Basiswert für Teilkörperexposition auf sagen wir mal 1 W/kg zu reduzieren? Würde man der Forderung nach kommen, müssten alle Handyhersteller garantieren den SAR-Wert 1 W/kg nicht zu überschreiten? Dann müssen alle Handys mit einem SAR-Wert > 1 W/kg aus dem Handel gezogen werden.
Ergänzung: Kriterien für die Vergabe des Blauen Engels
Den Blauen Engel erhält ein Handy, das übersichtliche Verbraucherinformationen, recyclinggerechte Konstruktion und kostenlose Rücknahme und Verwertung bietet. Es muss jedoch vor allem einen SAR-Wert von 0,6 W/kg vorweisen. Die spezifische Absorptionsrate (SAR) gibt an, welche Strahlungsleistung der Kopf beim Telefonieren aufnimmt. Der gesetzliche Grenzwert liegt in Deutschland bei 2 W/kg.
Zur Festlegung des Grenzwertes wurde in Deutschland eine Empfehlung der deutschem Strahlenschutzkommission (SSK) zugrundegelegt, die als Obergrenze einen Wert von 2 W/kg gemittelt über jeweils 10 g Körpergewebe nennt. Diese Empfehlung basiert auf einer Leitlinie der Internationalen Kommission zum Schutz vor Nichtionisierender Strahlung (ICNIRP), der sich auch der Rat der
Europäischen Gemeinschaft angeschlossen hat.
Um den SAR-Wert von 0,6 W/kg einordnen zu können, zeigt die Tabelle SAR-Grenz- und Vorsorgewerte verschiedener Institutionen. Oben in der Tabelle steht der bereits erwähnte ICNIRP-Grenzwert, der auch in den meisten europäischen Ländern gilt. Aufsehen erregen aktuelle Pläne der chinesischen Regierung, einen verbindlichen SAR-Grenzwert von 1,0 W/kg für Mobiltelefone einzuführen. Alle weiteren SAR-Werte in der Tabelle sind Vorsorgewerte bzw. Werte für Label.
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Quelle: Strahlentelex 07/ 2002