Weniger Funkstrahlung mit adaptiven 5G-Antennen (Allgemein)
Das schweizerische Bundesamt für Kommunikation widerspricht von organisierten Mobilfunkgegnern verbreiteten Schreckensmeldungen über starke HF-EMF-Exposition im Wirkbereich adaptiver (5G-)Antennen. Im Vergleich zu konventionellen Antennen reduzieren adaptive Antennen die Exposition der Bevölkerung.
Von Frühling bis Sommer 2025 führte das Bakom mehrere Messungen bei konventionellen und adaptiven Antennen der Mobilfunkbetreiber Swisscom, Sunrise und Salt durch. Sie hatten zum Ziel, das unterschiedliche Abstrahlverhalten der beiden Antennentypen sowie den zeitlichen Verlauf der Feldstärke an konkreten Standorten zu dokumentieren. Dazu massen Fachleute die ausgesendeten Funksignale und stellten sie zeitlich dar. Im Rahmen der Studie wurden Feldstärkemessungen an verschiedenen Standorten während jeweils zirka einer Woche durchgeführt. Gemessen wurde immer an je einem Aussen- und einem Innenstandort.
Die Messungen bestätigen, dass sich die Feldstärke bei konventionellen Antennen während der Datenübertragung im Umkreis der Antenne erhöht, unabhängig davon, wo sich der Empfänger befindet.
Bei adaptiven Antennen hingegen sind die Funksignale nur dann messbar, wenn sich Daten anfordernde Endgeräte in der Nähe des Messstandortes befinden. Dies zeigt sich durch tiefere Mittelwerte der Feldstärke im Vergleich zu konventionellen Antennen. Zudem bestätigt der Vergleich mit der Messkampagne 2022, dass das Abstrahlverhalten praktisch unverändert geblieben ist.
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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –