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<title>Forum Faktencheck Elektrosmog</title>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/</link>
<description>Faktenchecks von Behauptungen, die von Mobilfunkgegnern und Mobilfunkkritikern aufgestellt werden</description>
<language>de</language>
<item>
<title>Athem 3: Rechnen im Rauschen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>... haben die Autor*innen der Studie dabei die Anzahl der detektierten dizentrischen Chromosomen mittels einer nicht weiter spezifizierten Gleichung aus einem von der IAEA publizierten Dokument [2] in eine Dosis umgerechnet.</p>
</blockquote><p>Ich hatte die Autoren einmal gefragt, welche Gleichung aus der <a href="https://www.iaea.org/publications/8735/cytogenetic-dosimetry-applications-in-preparedness-for-and-response-to-radiation-emergencies">IAEA-Publikation von 2011</a> <strong>[1]</strong> denn verwendet worden sei. <br />
Die Antwort: <br />
Es sei mit der Gleichung (18) auf Seite 74 gerechnet worden, wobei der quadratische Term vernachlässigt wurde.<br />
Also: Y = C + αD<br />
Hierin seien<br />
D die Dosis in Gray (Gy)<br />
Y die Rate der dizentrischen Chromosmenaberrationen in der exponierten Gruppe<br />
C die Rate der dizentrischen Chromosmenaberrationen in der Kontrollgruppe<br />
α mit 0,0364/Gy der lineare Koeffizient, entnommen aus <a href="https://academic.oup.com/rpd/article/15/2/83/1639798?guestAccessKey=">dieser Arbeit von Lloyd et al. aus dem Jahr 1986</a> <strong>[2]</strong></p>
<p>In <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0147651324005621">Gulati et al. (&quot;ATHEM-3&quot;)</a> <strong>[3]</strong>, dort in Tabelle 4, sind die Werte für Y mit 0,7 (+-0,2) % und C mit 0,4 (+-0,2) % angegeben.</p>
<p>Wenn man die obige Gleichung nach D umstellt und einfach die Zahlen einsetzt, kann man die Rechnung formal nachvollziehen. Eine Dosis von fast 80 Milligray, wow! Gulati et al. setzen Milligray mit Millisievert gleich - geschenkt.</p>
<p>Dennoch bleibt es in meinen Augen Kaffeesatzleserei. </p>
<p>Der Kaffesatz ist hier das untere Ende einer Kurve, wo die Effekte im Rauschen verschwinden. Egal ob man Blutzellen untersucht oder die Häufigkeit von Krankheiten in großen Personengruppen: Bei ionisierender Strahlung unterhalb einer Dosis von etwa 0,1 Gray bzw. 100 Millisievert sieht man nur noch Rauschen.</p>
<p>In den Arbeiten <a href="https://www.iaea.org/publications/8735/cytogenetic-dosimetry-applications-in-preparedness-for-and-response-to-radiation-emergencies">[1]</a> und <a href="https://academic.oup.com/rpd/article/15/2/83/1639798?guestAccessKey=">[2]</a> geht es um extrem starke und gleichzeitig sehr kurz einwirkende ionisierende Strahlung, wie sie bei Strahlenunfällen auftritt. Das Thema: Nach solchen Unfällen im Nachhinein aus Blutproben die erhaltene Dosis berechnen.<br />
In <a href="https://academic.oup.com/rpd/article/15/2/83/1639798?guestAccessKey=">[2]</a> wurden z.B. Blutproben wenige Sekunden lang mit einer Intensität von 1000 Milligray pro Minute (!) bestrahlt. Das ist 600 Millionen mal stärker als die natürliche Hintergrundstrahlung.<br />
Die applizierten Kurzzeit-Dosen in <a href="https://academic.oup.com/rpd/article/15/2/83/1639798?guestAccessKey=">[2]</a> lagen zwischen 50 und 6000 Milligray, die Effekte am Anfang der Kurve: Rauschen. Siehe dort Tabelle 1 in der Arbeit.<br />
Oder siehe in der <a href="https://www.iaea.org/publications/8735/cytogenetic-dosimetry-applications-in-preparedness-for-and-response-to-radiation-emergencies">IAEA-Veröffentlichung [1]</a> die Grafik in Abb. 24. Am unteren Ende ist nur Rauschen.</p>
<p>Und auch der Dateninput aus <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0147651324005621">ATHEM-3</a>, was die dizentrischen Chromsomen betrifft, ist kaum mehr als Rauschen (siehe oben):<br />
Exponiert:        0,7 (+-0,2) % <br />
Kontrollgruppe:   0,4 (+-0,2) % </p>
<p>Daraus und mit einer verkürzten Formel, die für viel höhere Strahlendosen abgeleitet wurde, kann man beliebiges ausrechnen. <br />
Z.B. aus dem kleinsten messbaren Unterschied zwischen beiden Gruppen, also 0,1 %, folgt mit der oben genannten Gleichung: 27 Millisievert. Man rufe laut <strong>&quot;27 mal mehr als erlaubt!!!&quot;</strong><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/surprised.gif" alt=":surprised:" /></p>
<p>Und es bleibt doch: <br />
Äpfel (Funkwellen) mit Birnen (Röntgenstrahlen) vergleichen mithilfe eines Blicks durch die Lupe auf den Kaffeesatz (Rauschen).</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 28 May 2026 13:51:10 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>Schutti2</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Ist es möglich, Erinnerungen zu implantieren?</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>HUJ speichert in seinem Hirn viele Erinnerungen an seinen heroischen Kampf gegen den Kurzwellensender Schwarzenburg. Für den Ex-Gigherz-Präsidenten wäre es mutmaßlich ein geistiger Reichsparteitag, gäbe es eine Möglichkeit seine Erinnerungen zu implantieren. In Science-Fiction-Filmen geht das schon, aber wie sieht es im wirklichen Leben aus? Cordis-Experte Surjo Soekadar <a href="https://cordis.europa.eu/article/id/465193-could-we-implant-memories/de?WT.mc_id=email-Notification">ordnet die Sachlage</a> ein.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 28 May 2026 13:04:36 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Herzzerreißender Anblick: Nest hält nicht am Sendemast</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Auszug aus <a href="https://www.krone.at/4154331">Kronen-Zeitung</a> vom 28. Mai 2026: <em>[...] Auch im Nachbarort Schwarzau am Steinfeld zeigt sich ein trauriges Bild. Dort versuchen die Störche hartnäckig, ein Nest am Sendemast zu bauen, doch dieses fällt immer wieder auseinander. „Wir haben für sie gegenüber ein neues aufgestellt, aber das wollen sie nicht“, erklärt Gemeinderat Thomas Elian. Anscheinend fühlen sich die Tiere am warmen Sendemast wohl und das Nestbauen und Brüten hat in den vergangenen Jahren hier auch immer gut funktioniert. „Also geben sie nicht auf“, so Elian. [...]</em></p>
<p><strong>Kommentar</strong>: Der Link führt zu Fotos, welche das bislang erfolglose Nestbauvorhaben der Störche in Schwarzau zeigt. Der Dachstandort hat mindestens vier Antennen.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 28 May 2026 12:46:29 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Mobilfunk über Satellit: EU first</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die EU will in Zukunft bei der Neuvergabe von Mobilfunkfrequenzen für Satellitenbetreiber europäische Anbieter bevorzugen. Zwei Drittel der Frequenzen sollen zukünftig für europäische Unternehmen reserviert werden. Das teilte die EU-Kommission am Mittwoch mit.</p>
<p>Die Frequenzen waren an die US-Unternehmen Viasat und Echostar vergeben worden. Ihre Lizenzen laufen im kommenden Jahr aus. Die EU-Kommission hätte die Lizenzen verlängern können, kündigte nun aber eine neue Ausschreibung an. <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/international/satellitenfirmen-eu-will-mobilfunkfrequenzen-fuer-eu-anbieter-sichern/100228419.html">weiter ...</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 28 May 2026 12:33:31 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Radio Gigaherz mit News aus der Anti-Mobilfunk-Szene (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Biel/Bienne, 28.05.2026 — Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM hat am 28. Mai 2026 die Frequenzpakete für die Verbreitung von UKW publiziert. Interessierte Radios können bis zum 31. Juli 2026 ein Gesuch für eine Funkkonzession einreichen. Bewerben sich mehrere Radios um dieselbe Frequenz, kommt es zu einer Auktion. (<a href="https://www.bakom.admin.ch/de/newnsb/ZlyzlSF9HjmTIWhYhEhLL">Bakom</a>)</p>
<p><strong>Kommentar</strong>: Das wäre doch etwas für Gigaherz, um mit &quot;Radio Gigaherz&quot; die Millionen Mobilfunkgegner und &quot;Elektrosensiblen&quot; der Schweiz mit Musik der Band &quot;Bandbreite&quot;, harmonischer Baubiologenwerbung, Ratsch&amp;Tratsch, Nachrichten und Studienbesprechungen zu versorgen <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/wink2.gif" alt=":wink:" />.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 28 May 2026 12:26:30 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>&quot;Die Witwenstraße&quot;: Auftritt Mosgöller (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Während Meike Mevissen in Thun mehrfach methodische Vorbehalte gegenüber der Athem-3-Studie formulierte, trat Wilhelm Mosgöller, Designer der Studie, deutlich offensiver auf. Seine Aussagen bewegten sich mehrfach an der Grenze zwischen wissenschaftlicher Argumentation, historischer Dramatisierung und politischem Dissidentennarrativ.</strong></span><br />
 <br />
In der Podiumsdiskussion nach der Premiere von &quot;Die Witwenstraße&quot; nahm Wilhelm Mosgöller eine zentrale Rolle ein. Anders als andere Teilnehmer argumentierte er meist strukturiert, ruhig und wissenschaftlich klingend. Inhaltlich vertrat er jedoch mehrere weitreichende Thesen, die im Verlauf des Abends erheblich zur alarmistischen Gesamtwirkung beitrugen.</p>
<p>Besonders auffällig war zunächst seine wiederholte Selbstverortung als wissenschaftlicher Außenseiter gegenüber einem angeblich blockierenden Establishment. So erklärte Mosgöller:</p>
<blockquote><p>(1:03:10) [...] Galileo Galilei hat 130 Jahre später vor dem Richter aussagen müssen [...] dass die Erde doch flach ist [...]</p>
</blockquote><p>Der historische Vergleich ist sachlich falsch. Der Konflikt um Galileo Galilei hatte nichts mit einer &quot;flachen Erde&quot; zu tun. Die Kugelgestalt der Erde war in gebildeten Kreisen seit der Antike bekannt. Galileo geriet wegen des heliozentrischen Weltbilds in Konflikt mit der Kirche.</p>
<p>Bemerkenswert ist der Vergleich dennoch, weil er ein typisches Muster solcher Veranstaltungen sichtbar macht: Wissenschaftliche Minderheitspositionen werden symbolisch mit historischen &quot;verfolgten Wahrheiten&quot; verknüpft. Der Verweis auf Galileo ersetzt dabei allerdings keine belastbare Evidenz.</p>
<p>Im Zentrum von Mosgöllers Argumentation stand die Behauptung, nicht-thermische beziehungsweise – wie er es selbst formulierte – &quot;athermische&quot; Wirkungen elektromagnetischer Felder seien inzwischen wissenschaftlich geklärt:</p>
<blockquote><p>(1:47:44) [...] wie ich begonnen habe vor mehr als 20 Jahren mit dieser Art von Forschung, war nicht einmal klar, was sind athermische Felder. Das war ein Streitfall. [...]&quot;</p>
</blockquote><p>Die Formulierung &quot;athermische Felder&quot; ist ungewöhnlich. Gemeint sind offenkundig nicht-thermische oder athermische <span class="underline">Effekte</span>, nicht besondere Arten von Feldern.</p>
<p>Vor allem aber verschiebt Mosgöller den tatsächlichen wissenschaftlichen Streitpunkt. Denn die Existenz biologischer Reaktionen unterhalb thermischer Schwellen wurde in der Forschung nie grundsätzlich bestritten. Umstritten war und ist vielmehr:</p>
<p>► welche Effekte reproduzierbar sind,<br />
► ob sie gesundheitlich relevant sind,<br />
► welche Mechanismen plausibel erscheinen,<br />
► und ob daraus reale Krankheitsrisiken entstehen.</p>
<p>In diesen Punkten besteht weiterhin erhebliche wissenschaftliche Uneinigkeit.</p>
<p>Problematisch wurde Mosgöllers Argumentation dort, wo er Mobilfunkwirkungen rhetorisch an ionisierende beziehungsweise radioaktive Strahlung annäherte. So erklärte er:</p>
<blockquote><p>(0:48:42) [...] die Schäden, die wir sehen, sind haargenau die gleichen [...]</p>
</blockquote><p>sowie:</p>
<blockquote><p>(0:49:17) [...] in der Biologie macht die Trennung gar keinen Sinn [...]</p>
</blockquote><p>und weiter:</p>
<blockquote><p>(0:49:31) [...] woher soll denn die Zelle wissen, ob sie jetzt den Schaden von einer ionisierenden oder von einer nicht [...]&quot;</p>
</blockquote><p>Gerade diese Passage (aus dem Film) gehört zu den wissenschaftlich problematischsten Aussagen des Abends. Denn auch wenn in einzelnen Experimenten ähnliche biologische Endpunkte beobachtet werden können, folgt daraus keineswegs:</p>
<p>► derselbe Wirkmechanismus,<br />
► dieselbe biologische Bedeutung,<br />
► dieselbe Gefährlichkeit<br />
<span style="color:#fff;">►</span> oder gar<br />
► dieselbe Krebsrelevanz.</p>
<p>Die etablierte Unterscheidung zwischen ionisierender und nicht-ionisierender Strahlung beruht nicht auf bloßer Begriffskosmetik, sondern auf fundamentalen physikalischen Unterschieden der Energieübertragung. Genau diese Differenzierung verschwimmt in Mosgöllers Darstellung jedoch erheblich. (siehe auch die <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=74279">erste Antwort des BfS</a> auf einen Fragenkatalog des IZgMF; Anm. H. Lamarr)</p>
<p>Interessanterweise formulierte Mosgöller an anderen Stellen deutlich vorsichtiger, als es die Dramaturgie des Abends vermuten ließ. So erklärte er:</p>
<blockquote><p>(1:48:06) [...] jedes Stück Forschung, jede Studie ist ein kleiner Schritt vorwärts [...]</p>
</blockquote><p>und später:</p>
<blockquote><p>(2:03:10) [...] feste Beweise, die generell überzeugend sind, gibt's in dem Sinn nicht [...]</p>
</blockquote><p>Gerade diese Einschränkungen gingen in der Gesamtwirkung der Veranstaltung jedoch weitgehend unter.</p>
<p>Ganz erstaunlich ist außerdem Mosgöllers Darstellung des US-Verfahrens &quot;Murray vs. Motorola&quot;. So erklärte er:</p>
<blockquote><p>(2:03:17) [...] es wird nach wie vor verhandelt [...]</p>
</blockquote><p>Mosgöllers Darstellung steht entgegen, dass er und alle anderen Gutachter der Kläger am 25. April 2023 vom Gericht abgelehnt wurden. Mit Urteil vom 1. August 2023 wurden dann sämtliche Klagen wegen Körperverletzung im Verfahren Murray vs. Motorola vom Superior Court in Washington D.C. abgewiesen. Am 17. Juli 2025 scheiterte auch die Berufung der Kläger am Court of Appeals des District of Columbia. Für die Kläger sind inzwischen sämtliche Fristen für weitere Rechtsmittel abgelaufen, z.B. für eine &quot;Petition for Writ&quot; am Supreme Court. Es gibt keinerlei Hinweise, dass der Fall noch verhandelt wird. (<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=73802">Dokumentation der Berufungsverhandlung</a>; Anm. H. Lamarr)<br />
 <br />
Durch Mosgöllers Behauptung entstand gleichwohl erneut der Eindruck eines wissenschaftlich und juristisch zunehmend bestätigten Gefahrenbilds.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75636</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75636</guid>
<pubDate>Wed, 27 May 2026 19:57:30 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>&quot;Die Witwenstraße&quot;: Auftritt Mevissen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Während Film, Moderation und Publikum der Veranstaltung in Thun stellenweise bereits den Eindruck einer weitgehend bewiesenen Gesundheitsgefahr durch Mobilfunk vermittelten, formulierte Meike Mevissen deutlich vorsichtiger. Gerade ihre Aussagen zeigen erhebliche methodische Vorbehalte.</strong></span><br />
 <br />
Wer die Podiumsdiskussion (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=yr3GOxAKepg"><span class="underline">hier</span></a> ab 0:56:26) nach der Premiere von &quot;Die Witwenstraße&quot; aufmerksam verfolgt, stößt bei den Aussagen von Meike Mevissen auf einen bemerkenswerten Kontrast zwischen wissenschaftlicher Vorsicht und alarmistischer Gesamtinszenierung. Denn obwohl Film und Umfeld die Athem-3-Studie teilweise bereits wie einen Durchbruch präsentieren, relativiert Mevissen die Aussagekraft der Arbeit mehrfach deutlich.</p>
<p>So erklärt sie bereits früh in der Diskussion:</p>
<blockquote><p>(1:07:02) [...] hier [gemeint ist Athem-3] ist eine erste Beweislage. Aber das ist noch nicht genug – von 12 Probanden niedrig exponiert, 12 hoch exponiert, – dass man hier etwas ändert. </p>
</blockquote><p>Das ist insofern bemerkenswert, als der Film zuvor mit Chromosomenbildern, Laboraufnahmen und suggestiver Kommentierung praktisch bereits einen biologischen Mechanismus und ein erhöhtes Krebsrisiko nahelegt. Mevissen formuliert wesentlich zurückhaltender: Die Studie könne allenfalls ein Hinweis sein, nicht jedoch ein belastbarer Nachweis.</p>
<p>Besonders interessant wird ihre Kritik dort, wo sie methodische Schwächen der Untersuchung anspricht. So bemängelt sie ausdrücklich die unvollständige Erfassung der Exposition:</p>
<blockquote><p>(1:46:03) [...] Die Nonionizing Radiation während des Tages wurde nicht aufgeführt im Paper, auch nicht im Film. Also es geht rein um Nacht-Exposition [...]</p>
</blockquote><p>Dieser Einwand betrifft keinen Nebenaspekt, sondern die Grundfrage, wie aussagekräftig die Studie überhaupt sein kann. Denn wenn die tatsächliche Gesamtexposition der Probanden tagsüber nicht sauber erfasst wird, bleibt unklar, wie belastbar die Zuordnung von Chromosomenschäden zur Wohnortnähe von Mobilfunkanlagen tatsächlich ist.</p>
<p>Zudem wies Mevissen darauf hin, dass Menschen im Alltag sehr unterschiedlich exponiert seien – etwa durch Arbeit, Schule oder individuelle Lebensgewohnheiten. Auch dadurch werde die eindeutige Zuordnung beobachteter Effekte zu einzelnen Expositionsquellen erschwert.</p>
<p>Im weiteren Verlauf argumentiert Mevissen weniger mit einer generellen Gefährlichkeit von Mobilfunk als vielmehr mit möglichen individuellen Vulnerabilitäten. Sie nennt dabei unter anderem Diabetes, Long Covid und andere Vorerkrankungen:</p>
<blockquote><p>(1:46:29) [...] Leute mit Vorschädigung ... Leute mit Diabetes ... Vorerkrankung [...] </p>
</blockquote><p>Anschließend erläutert sie das sogenannte &quot;Fassmodell&quot;:</p>
<blockquote><p>(1:46:59) [...] Jetzt kommt die Strahlung – über längere Zeit wohl gemerkt – und dann läuft es [das Fass] über und ich habe Symptome. [...]</p>
</blockquote><p>Damit bewegt sich Mevissen eher im klassischen umweltmedizinischen Modell kumulativer Belastungen als bei direkten Kausalbehauptungen im Sinn von &quot;Mobilfunk verursacht Krebs&quot;.</p>
<p>Mevissen sprach sich außerdem dafür aus, künftig gezielt mögliche Risikogruppen näher zu untersuchen. Dabei nannte sie unter anderem ältere Menschen, Kinder sowie Personen mit Vorerkrankungen:</p>
<blockquote><p>(1:47:14) [...] sicherlich alte Leute, Kinder, Leute mit Vorerkrankung würde ich mal als potentiell nächste Studien ... vermehrt anschauen. [...]</p>
</blockquote><p>Auffällig bleibt dabei ein grundlegender Widerspruch der Veranstaltung: Während Film, Moderation und Teile des Publikums wiederholt den Eindruck eines bereits weitgehend geklärten Gesundheitsrisikos vermittelten, sprach Mevissen mehrfach ausdrücklich von vorläufigen Hinweisen, kleinen Probandenzahlen und methodischen Einschränkungen.</p>
<p>Ab 1:09:00 verlässt die Diskussion den Bereich konkreter Methodenkritik und bewegt sich teilweise in Richtung eines allgemeinen Misstrauensnarrativs gegenüber Wissenschaftsbetrieb und Fachverlagen.</p>
<p>Gerade deshalb bleibt der vielleicht interessanteste Befund der Veranstaltung ein anderer: Die wissenschaftlich prominenteste Teilnehmerin formulierte an mehreren entscheidenden Stellen erheblich vorsichtiger, als es Film, Moderation und Gesamtstimmung des Abends vermuten ließen.<br />
 <br />
<em>Wird fortgesetzt ...</em></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75635</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75635</guid>
<pubDate>Wed, 27 May 2026 12:08:57 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Premiere von Scheidstegers Kurzfilm &quot;Die Witwenstraße&quot;</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Im Burgsaal Thun (Schweiz) hatte Klaus Scheidstegers Reportage &quot;Die Witwenstraße&quot; Premiere. Veranstalter war der Schweizer Verein &quot;Wir&quot; um Christian Oesch. An die Filmvorführung schloss sich eine Podiumsdiskussion mit bekannten Akteuren der mobilfunkkritischen Szene an – darunter Wilhelm Mosgöller und als Neuzugang Meike Mevissen.</strong></span><br />
 <br />
Am 30. April 2026 fand im Burgsaal Thun (Fassungsvermögen 420 Personen) die Premiere der 30-Minuten-Reportage &quot;<a href="https://www.youtube.com/watch?v=USSLo8vl_70">Die Witwenstraße</a>&quot; von Klaus Scheidsteger statt. Der Titel ist irreführend. Zu Beginn darf die frühverrentete Witwe Monika Krout zwar ergriffen vom Schicksal ihres &quot;elektrosensiblen&quot; Ehemanns berichten, doch schon nach drei Minuten wird die Reportage zu einem Werbefilm für Aktionen der sogenannten Kompetenzinitiative. </p>
<p>Veranstaltet wurde der Anlass von dem schweizerischen Verein &quot;Wir&quot; unter Leitung des umstrittenen Christian Oesch. Der Verein bewegt sich seit Jahren im Umfeld mobilfunkkritischer, alternativmedizinischer und systemkritischer Themenfelder und tritt regelmäßig mit Veranstaltungen zu 5G, Elektrosensibilität und gesellschaftspolitischen Krisennarrativen auf.</p>
<p>Scheidstegers Film versucht anhand von Laboraufnahmen und Experteninterviews gesundheitliche Risiken durch Mobilfunkstrahlung zu thematisieren. Im Mittelpunkt steht dabei die <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=73978">Athem-3-Studie</a> der &quot;Kompetenzinitiative&quot; aus dem Jahr 2024, deren Ergebnisse im Film stellenweise als möglicher Paradigmenwechsel dargestellt werden. Die Dramaturgie des Films arbeitet stark mit emotionalen Bildern, suggestiver Musik, Weglassungen und der Gegenüberstellung von Betroffenen einerseits sowie Behörden und &quot;Mainstream-Wissenschaft&quot; andererseits.</p>
<p>An die Vorführung schloss sich eine Podiumsdiskussion an (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=yr3GOxAKepg"><span class="underline">hier</span></a> ab Minute 56:26). Auf dem Podium saßen unter anderem Wilhelm Mosgöller und Meike Mevissen, daneben weitere Vertreter des mobilfunkkritischen Umfelds. Inhaltlich ging es dabei nicht nur um wissenschaftliche Fragen, sondern auch um Vorwürfe gegenüber Behörden, Kritik an Medien, Zweifel am Peer-Review-System sowie um die Behauptung, Forschung zu Mobilfunkrisiken werde systematisch behindert oder unterdrückt.</p>
<p>Bemerkenswert ist dabei ein deutlicher Unterschied zwischen der Wirkung des Films und den tatsächlichen Aussagen einzelner Wissenschaftler. Während die Gesamtinszenierung vielfach den Eindruck einer bereits weitgehend bewiesenen Gesundheitsgefahr vermittelt, formulierten einzelne Podiumsteilnehmer an mehreren Stellen deutlich vorsichtiger. Gerade die Beiträge von Meike Mevissen und Wilhelm Mosgöller zeigen bei genauer Betrachtung zahlreiche Relativierungen, methodische Vorbehalte und Unsicherheiten, die in der Dramaturgie der Veranstaltung allerdings weitgehend untergehen.</p>
<p>Dem Verein &quot;Wir&quot; zufolge sollen drei organisierte Mobilfunkgegner (Peter Hensinger, Niggi Polt, Stefan Zbornik) versucht haben, den Veranstalter zu diskreditieren und auf diese Weise die Veranstaltung zu boykottieren. Konkret soll es dem Trio darum gegangen sein, die Teilnahme einzelner Personen an der Podiumsdiskussion gezielt zu verhindern. Belege für die Vorwürfe veröffentlichte &quot;Wir&quot; allerdings nicht. (<a href="https://www.vereinwir.ch/offene-debatte-oder-stille-einflussnahme/">Quelle</a>)<br />
 <br />
<em>Wird fortgesetzt ...</em></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75634</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75634</guid>
<pubDate>Tue, 26 May 2026 21:06:58 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Rebekkas Bärendienst an der Sache der Mobilfunkgegner (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Nur einen Tag später stellt Jakob am 22. Mai einen <a href="https://www.gigaherz.ch/vernehmlassung-zum-antennenflut-gesetz-eine-erste-bilanz/">langen Beitrag</a> von Meier auf der Gigaherz-Website ein.</p>
</blockquote><p>Die pfiffige Rebekka lässt mit ihrem Beitrag die Leser wissen:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>[...] Der Bundesrat ist nun gehalten, die Arbeiten am Gesetz einzustellen und stattdessen die geforderten Transparenzmassnahmen, Glasfaser als Entlastung des Mobilfunks und das Breitbandfördergesetz voranzutreiben. [...]</strong></em></span></p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/clap.gif" alt=":clap:" /> </p>
<p>&quot;Glasfaser als Entlastung des Mobilfunks&quot; finde ich eine niedliche Verballhornung der unschuldigen Glasfaser. Die eidgenössischen Mobilfunknetzbetreiber werden Frau Meier für ihre Forderung auf Knien danken. Offenkundig ist der Uhrmacherin nämlich entgangen, dass die Kernnetze aller modernen Mobilfunknetze weitgehend auf Glasfaser bauen, um die Menge der anfallenden Daten bewältigen zu können. Auch 5G-Funkmasten und die Funkmasten aller folgenden Mobilfunkgenerationen werden deshalb bevorzugt mit Glasfaser an die Kernnetze angebunden. Und wenn Frau Meier jetzt den Bundesrat auffordert, den FTTH-Glasfaserausbau voranzutreiben, mutmaßlich mit staatlicher Förderung, dann freut sich nicht nur Frau Meier über blitzschnelles Internet, sondern auch jeder Mobilfunknetzbetreiber, weil der FTTH-Ausbau den Mobilfunknetzbetreibern die Glasfaseranbindung vieler Funkstandorte gleich mitliefert. Meier erweist ihrer Sache damit einen klassischen Bärendienst, denn von ihrer naiven Forderung an den Bundesrat profitieren nebenbei ausgerechnet die Mobilfunknetzbetreiber.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75633</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75633</guid>
<pubDate>Tue, 26 May 2026 13:59:18 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>RR vs RRR (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>RR<span style="color:#fff;">...</span>= Rolls-Royce<br />
RRR = Rebekkas Resterampe</p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/smile.png" alt=":-)" /></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75632</link>
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<pubDate>Tue, 26 May 2026 13:05:00 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>So gefährlich ist Elektrosmog zu Hause wirklich</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hat das ausgelutschte Thema es in den Pfingstferien doch tatsächlich noch einmal in ein allerdings seit Jahrzehnten umstrittenes <a href="https://www.bild.de/leben-wissen/wohnen-living/so-gefaehrlich-ist-elektrosmog-wirklich-6a0d80f246b3b052cd75be35">Leitmedium</a> für den deutschen Michel geschafft. Und prompt kommt, was kommen musste <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/smile.png" alt=":-)" />.</p>
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<pubDate>Tue, 26 May 2026 13:00:35 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Falsche Schlüsse (235): Frohnleichnam (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Frohnleichnam heißt auf Englisch nicht &quot;happy cadaver&quot;.</p>
</blockquote><p>Und mit einem Leichnam hat der Feiertag auch nichts zu tun. Die Bezeichnung Fronleichnam leitet sich von mittelhochdeutsch vrône lîcham für ‚des Herrn Leib‘ ab, von vrôn, ‚was den Herrn betrifft‘ (siehe auch Frondienst) und lîcham (‚der Leib‘). (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fronleichnam">Wikipedia</a>)</p>
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<pubDate>Tue, 26 May 2026 11:40:15 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Meuterei in der Alpenfestung gegen E-Smog (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Während H.U. Jakob und E. Bär dem Verein &quot;Schutz vor Strahlung&quot; nur beitreten wollen, möchte Paul Nijman fusionieren, d.h. den Verein gigaherz.ch auflösen. </p>
</blockquote><p>Die Kernfusion mit SvS hat Nijman erstmals schon <a href="https://www.gigaherz.ch/meine-letzte-generalversammlung/">vor zwei Jahren</a> beantragt, als HUJ abdankte. Nijman ahnte wohl zutreffend, dass mit Jakobs Rückzug der Verein antriebslos werden wird und beantragte deshalb, der neue Vorstand solle die Fusion mit SvS &quot;ernsthaft&quot; prüfen. Anscheinend kam der Vorstand dem nicht hinreichend nach, was jetzt zu der Meuterei geführt hat.<br />
 <br />
<em>[Admin: Titel geändert am 26.05.2026, 15:07 Uhr]</em></p>
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<pubDate>Tue, 26 May 2026 09:25:43 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Märchenstunde: Klaus Buchners &quot;modernere Mobilfunktechnik&quot;</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Der frühere ÖDP-Europaabgeordnete Klaus Buchner behauptet seit Jahren, die Mobilfunktechnik in Deutschland sei &quot;rückständig&quot;, im Ausland werde längst auf &quot;niedrig strahlende modernere Mobilfunktechnik&quot; umgestellt. Der Satz klingt nach einem technologischen Geheimwissen, nach einer Art Mobilfunk der Zukunft, den andere Länder angeblich bereits nutzen, während Deutschland noch an überholter Technik festhalte. Schaut man jedoch genauer hin, entsteht ein anderes Bild: Die Behauptung wird seit mindestens 2019 nahezu wortgleich wiederholt, ohne dass jemals konkret erklärt wurde, welche Technik eigentlich gemeint ist.</strong></span><br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Eine bemerkenswerte Karriere als Textbaustein</span></p>
<p>Die Spur der Formulierung lässt sich über Jahre hinweg verfolgen. Bereits 2019 tauchte sie in einer Veranstaltungsankündigung des luxemburgischen Mouvement Ecologique auf, das einen Vortrag Buchners zur 5G-Thematik bewarb. Dort hieß es bereits, die &quot;rückständige Technologie&quot; und die &quot;völlig überhöhte Strahlung&quot; seien nicht mehr zeitgemäß und andere Länder würden längst auf moderne, niedrig strahlende Technik umstellen. (<a href="https://www.meco.lu/wp-content/uploads/2019/09/Buchner_HP.pdf?utm_source=chatgpt.com">meco.lu</a>)</p>
<p>Im selben Jahr erschien die Passage fast wortgleich im Umfeld der Kampagne gegen das 5G-Testfeld Ingolstadt bei OpenPetition. (<a href="https://www.openpetition.de/petition/blog/kein-versuchskaninchen-ingolstadt-zurueckstellen-5g-testfeld-fuer-ingolstadt/unterschreiben/adresse?language=es_ES.utf8&amp;utm_source=chatgpt.com">openpetition.de</a>)</p>
<p>2020 setzte sich die Karriere des Satzes fort. Der Wiesentbote kündigte damit einen Buchner-Vortrag in Bamberg an. (<a href="https://www.wiesentbote.de/2020/02/03/oedp-europaabgeordneter-prof-dr-klaus-buchner-informiert-in-bamberg-ueber-mobilfunk-und-5g/?utm_source=chatgpt.com">wiesentbote.de</a>) Andere ÖDP-Kreisverbände und Veranstalter übernahmen denselben Wortlaut ebenfalls. Teilweise wirkte es so, als werde einfach ein fertiger PR-Text von Termin zu Termin weitergereicht.</p>
<p>Mit dem Buch &quot;5G-Wahnsinn&quot; erreichte die Formulierung schließlich den Dauerbetrieb. Buchplattformen und Händler übernahmen den Satz in Werbetexte und Inhaltsbeschreibungen nahezu unverändert. (<a href="https://www.umbreit.de/start/bibliografie/?tx_bonuswebshop_shop%5Baction%5D=item&amp;tx_bonuswebshop_shop%5Bcontroller%5D=Shop&amp;tx_bonuswebshop_shop%5Bean%5D=9783863746087&amp;utm_source=chatgpt.com">umbreit.de</a>) Auch dort blieb offen, welche Technologie eigentlich gemeint sei. Stattdessen war allgemein von &quot;strahlungsarmen Auswegen&quot; und &quot;modernen Technologien&quot; die Rede.</p>
<p>Noch 2022 verwendeten ÖDP-Verbände denselben Satz praktisch unverändert in Veranstaltungsankündigungen. (<a href="https://www.oedp-heidenheim.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachrichtendetails/news/5g-mobilfunk-gefahr-fuer-unsere-gesundheit?utm_source=chatgpt.com">oedp-heidenheim.de</a>) Damit zog sich die Behauptung über mindestens vier Jahre durch Vorträge, Petitionen, Buchwerbung und Parteikommunikation, ohne jemals präziser zu werden.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Die große Leerstelle</span></p>
<p>Das eigentlich Erstaunliche ist nicht die Wiederholung selbst, sondern die völlige Unbestimmtheit der Aussage. Buchner spricht von einer &quot;moderneren Mobilfunktechnik&quot;, nennt aber weder einen technischen Standard noch konkrete Länder oder Betreiber. Es bleibt unklar, ob er von einer alternativen Netzarchitektur spricht, von anderen Frequenzen, von Kleinzellen oder von irgendeiner hypothetischen Technik, die außerhalb der etablierten Mobilfunkstandards existieren soll.</p>
<p>Gerade dieser Punkt ist problematisch. Denn moderne Mobilfunknetze arbeiten längst mit Verfahren, die technisch deutlich effizienter sind als frühere Generationen. Adaptive Leistungsregelung, Beamforming, dynamische Ressourcensteuerung oder Kleinzellen gehören inzwischen zum Werkzeugkasten aktueller 4G- und 5G-Netze. Die Vorstellung, die heutige Mobilfunktechnik sei pauschal &quot;rückständig&quot;, wirkt deshalb eigenartig verdreht. Viele der Verfahren, die Kritiker als &quot;moderne niedrig strahlende Technik&quot; beschreiben, sind bereits Bestandteil moderner Netze.</p>
<p>Natürlich kann man über Netzarchitekturen diskutieren. Man kann kleinere Funkzellen bevorzugen, niedrigere Einzel-Sendeleistungen, mehr Glasfaser oder eine andere Verteilung von Infrastruktur. Das sind legitime technische Debatten. Doch daraus wird noch keine geheimnisvolle Alternativtechnologie, die angeblich anderswo längst Standard wäre.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Warum der Satz trotzdem wirkt</span></p>
<p>Der Satz ist rhetorisch geschickt gebaut. Er suggeriert gleichzeitig technologischen Rückstand, politische Versäumnisse und verborgenes Wissen. Wer ihn ohne Vorwissen hört, bekommt leicht den Eindruck, irgendwo existiere bereits ein nahezu strahlungsfreier Mobilfunk der Zukunft, den Politik und Industrie hierzulande aus wirtschaftlichen Gründen nicht einführen wollten.</p>
<p>Gerade weil die Aussage so unscharf bleibt, entfaltet sie Wirkung. Sie lässt sich kaum überprüfen, aber auch kaum eindeutig widerlegen, weil nie konkret gesagt wird, worauf sie sich eigentlich bezieht. Das macht die Behauptung in der Anti-Mobilfunk-Szene äußerst anschlussfähig. Jeder kann eigene Vorstellungen hineinprojizieren.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Fazit</span></p>
<p>Nach Jahren der Wiederholung bleibt die zentrale Frage offen: Welche &quot;modernere Mobilfunktechnik&quot; meint Klaus Buchner eigentlich?</p>
<p>Die verfügbaren Quellen geben darauf keine belastbare Antwort. Statt technischer Präzision findet sich vor allem ein politisch wirksames Narrativ: Die heutige Technik sei überholt, anderswo gebe es längst bessere Lösungen, und Deutschland hinke hinterher. Je öfter diese Erzählung wiederholt wird, desto vertrauter klingt sie. Konkreter wird sie dadurch nicht.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Mon, 25 May 2026 20:10:02 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Jugend-TV: kla.tv für Kinder und Jugendliche</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Josef Schlumpf ist momentan Co-Präsident des eidgenössischen Vereins gigaherz.ch und Betreiber der Website mobilejoe.ch. Von einer Kinderversion des Verschwörungssenders kla.tv ist Schlumpf schwer begeistert. Der Deutschlandfunk ist von dem Programm des privaten Kindersenders nicht begeistert und spricht von fragwürdigen Kindernachrichten.</strong></span><br />
 <br />
Der Kindersender von Ivo Sasek ist unter <a href="https://www.jugend-tv.net">https://www.jugend-tv.net</a> zu erreichen, wer diese URL nicht kennt, wird den Sender im Internet kaum finden. Schlumpf aber hat ihn gefunden und bietet <a href="https://www.mobilejoe.ch/neu/jugend_tv.html">auf seiner Website</a> alle 15 Videoclips des Senders an, mit denen Kinder andere Kinder von der Gefährlichkeit der Mobilfunkstrahlung überzeugen wollen. Der Unsinn, den die Kinder verbreiten, ist mehrheitlich der Broschüre &quot;<a href="https://www.gaias-kinder.de/sdm_downloads/mobilfunk-die-verschwiegene-gefahr/">Mobilfunk – die verschwiegene Gefahr</a>&quot; entnommen. Autor dieser indiskutablen Broschüre ist Sasek-Anhänger Klaus Weber, ein Molkereimeister.</p>
<p>Damit greift ein Prinzip, das im englischen Sprachraum GiGo heißt (Garbage in, Garbage out) und bedeutet: Wenn du ein System mit fehlerhaften Informationen fütterst, bekommst du auch fehlerhafte Ergebnisse geliefert. Die Kinder hatten bei dieser Ausgangslage keine Chance, Videoclips zu fabrizieren, die den tatsächlichen Sachverhalten beim Risiko Mobilfunk gerecht werden. Stattdessen wecken und schüren sie wie einige Erwachsene irrationale Ängste gegenüber elektromagnetischen Feldern. Die Desinformation sprudelt in den 15 Clips so reichlich, dass ich nicht weiß, wo ich mit Berichtigungen anfangen soll. Hier im Forum finden sich jedoch zu gefühlt allen falschen Behauptungen in den Clips Gegendarstellungen.</p>
<p>Zum Leben erwachte Saseks Kindersender im September 2014. Noch im selben Monat berichtete der <a href="https://www.deutschlandfunk.de/jugend-tv-fragwuerdige-kindernachrichten-100.html">Deutschlandfunk</a> kritisch über das seltsame Format. Die &quot;Medienhetze&quot; gegen den Kindersender führte zu <a href="https://www.jugend-tv.net/?a=showportal&amp;blockkey=gegendarstellung&amp;id=683">nicht weniger als 14 Clips</a>, mit denen sich der Sender wehrte. Ob es die Kritik am Format war oder ausbleibendes Interesse der angepeilten Zielgruppe an den angebotenen Clips ist nicht bekannt, doch schon im Juli 2016 fiel bei jugend-tv.net die letzte Klappe. Aus medienhygienischen Gründen wäre es aus meiner Sicht für alle Beteiligten vorteilhaft gewesen, die Clips ersatzlos vom Netz zu nehmen, leider konnte sich Ivo Sasek dazu (noch) nicht durchringen.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sun, 24 May 2026 22:01:36 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Karl Hecht: Keine Angst vor Millimeterwellen!</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Der 2022 im 99. Lebensjahr verstorbene DDR-Wissenschaftler Karl Hecht gehört zu den Säulenheiligen der deutschen Anti-Mobilfunk-Szene. Denn Hecht wertete die sowjetische Originalliteratur zu den gesundheitlichen Folgen von HF-EMF-Befeldung aus und mahnte unermüdlich Grenzwertsenkungen auf sowjetisches Niveau an. Doch was kaum einer weiß: Hecht sprach 2001 in einem Fachartikel Millimeterwellen frei, indem er verkündete, aus den sowjetischen Tierexperimenten geht eine Zunahme der Intensität der bioaktiven Wirkung elektromagnetischer Felder mit <span class="underline">steigender</span> Wellenlänge hervor. Heißt im Umkehrschluss: Je kürzer die Wellenlänge, desto unbedenklicher ist ein HF-EMF-Signal.</strong></span><br />
 <br />
Hecht wertete die russischsprachige Fachliteratur von 1960 bis 1996 aus und schrieb 2001, biologische Wirkungen von elektromagnetischen Feldern (EMF) bestünden unbestreitbar. Gegenwärtig werde in der Öffentlichkeit diskutiert, ob und in welchem Maße die elektromagnetischen Felder der Handys gesundheitsschädigende Wirkungen hätten. Zahlreiche Studien in verschiedenen Ländern, die gewöhnlich eine Untersuchungszeit von zirka zwei Jahren auswiesen und sich vorwiegend an strukturellen Veränderungen orientierten, hätten häufig keine überzeugenden Beweise erbracht für eine gesundheitsschädigende Wirkung. Über eine deutlich längere Zeitspanne und unter Berücksichtigung funktioneller Veränderungen sei dagegen die Einwirkung elektrischer, magnetischer und elektromagnetischer Felder in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion untersucht worden. Die Auswertung von 878 Aufsätzen aus etwa 1'500 russischsprachigen Originalliteraturquellen der Jahre 1960 bis 1996 habe dazu beigetragen, wesentliche<br />
Ergebnisse über Langzeitwirkungen elektromagnetischer Felder aus der ehemaligen Sowjetunion zu erschließen. <br />
 <br />
<span style="font-size:large;">In seinem Resümee schreibt Hecht</span></p>
<p>Die Dauer der Einwirkungen von EMF erweist sich aufgrund der Literaturstudien als dominierender Faktor für bio-aktive Wirkungen. Im Wesentlichen lassen sich drei Einwirkungsdauer-Bereiche benennen, innerhalb deren objektive Befunde oder/und subjektive Beschwerden beschrieben werden:</p>
<p>► Einwirkdauer bis zu 5 Jahren: leichte Veränderungen, z. T. sogar Aktivierung der physiologischen Reaktion;<br />
► Einwirkdauer ab 5 Jahren bis 10 Jahre: prämorbide Zustände bzw. Anfangsphase pathologischer Veränderungen;<br />
► Einwirkdauer über 10 Jahre: Manifestation verschiedener funktioneller und struktureller Veränderungen bis zur Krankheit.</p>
<p>Es ist besonders darauf hinzuweisen, dass die Grenzwerte für die Einwirkung der EMF im betrachteten Gebiet bei einem Zehntel der US-amerikanischen und westeuropäischen Werte lagen. Aus den Tierexperimenten geht eine Zunahme der Intensität der bio-aktiven Wirkung elektromagnetischer Felder mit steigender Wellenlänge (mm- bis m-Bereich) hervor.</p>
<p><strong>Quelle</strong>: Nachzulesen ist Hechts überraschende Feststellung in <a href="https://www.fs-ev.org/fileadmin/user_upload/05_SSP/Hefte-Komplett/SSP_3_2001__Heft_komplett.pdf">Ausgabe 3/2001</a> des Magazins &quot;Strahlenschutzpraxis&quot;, dem Organ des Fachverbands für Strahlenschutz e. V.</p>
<p><strong>Kommentar</strong>: Würde die Behauptung Hechts zutreffen, ionisierende Strahlung mit ihren sehr kurzen Wellenlängen wäre biologisch unbedenklicher als z.B. Rundfunksender auf Mittelwelle. Da dies bekanntlich nicht zutrifft, kann an Hechts Darstellung etwas grundsätzlich nicht stimmen. Ich behaupte, er hat sich äußerst unglücklich ausgedrückt und meinte das glatte Gegenteil: Die bio-aktive Wirkung elektromagnetischer Felder nimmt mit abnehmender (kürzerer) Wellenlänge zu. Denn so modifiziert kollidiert seine Behauptung nicht mehr mit der Tatsache, dass die Wellenlänge eines Signals umgekehrt proportional zu dessen Frequenz ist, hohe Frequenzwerte also mit kurzen Wellenlängen einhergehen.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sat, 23 May 2026 15:16:26 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>&quot;Antennenflutgesetz&quot; trifft &quot;Millimeterwelleninitiative&quot; (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Da die Vernehmlassung erst am 31. März 2026 endete, ist mit folgendem groben Zeitablauf zu rechnen:</p>
<p>► Ergebnisbericht: Sommer oder Herbst 2026<br />
► Botschaft des Bundesrates: Ende 2026 oder im Verlauf von 2027<br />
► Beginn der parlamentarischen Beratungen: eher 2027</p>
</blockquote><p>Das Finale der &quot;<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75182">Millimeterwelleninitiative</a>&quot; ist im Mai 2027. Dies dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Wechselwirkungen mit dem &quot;Antennenflutgesetz&quot; führen. Der Populismus der Mobilfunkgegner wird die Stimmung aufheizen, was eine sach- und fachgerechte Entscheidungsfindung im Parlament zusätzlich erschwert. </p>
<p>Deshalb fände ich es eine Überlegung wert, würden die Führungsfiguren der Antennengegner, allen voran Rebekka Meier, zu TV-Diskussionen mit anerkannten Fachleuten aus Wissenschaft, Ämtern und Institutionen eingeladen. Unter der Leitung eines starken fachlich vorbereiteten Moderators könnten dann im Streitgespräch Pro &amp; Kontra der geplanten FMG-Revision herausgearbeitet und nicht nur Meinungen oder Behauptungen unwidersprochen aufgesagt werden. So ließen sich mMn die Frontleute der Mobilfunkgegner wirksam entzaubern.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75625</link>
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<pubDate>Sat, 23 May 2026 13:40:20 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Vernehmlassung zum &quot;Antennenflutgesetz&quot;: Was kommt danach? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="color:#666;">Die Vernehmlassung zur geplanten Revision des Schweizer Fernmeldegesetzes (FMG) endete am 31. März 2026. Gegner der Vorlage sprechen vom &quot;Antennenflutgesetz&quot;, Befürworter von einem notwendigen Modernisierungsschritt für den Mobilfunkausbau. Unabhängig von der Bewertung stellt sich nun für beide Seiten die praktische Frage: Wie läuft das Gesetzgebungsverfahren in der Schweiz nach Abschluss der Vernehmlassung eigentlich weiter?</span></strong><br />
 <br />
Die Antwort: Bis sich das Parlament ernsthaft mit der Vorlage befasst, vergeht in der Regel noch mindestens rund ein Jahr.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Die Vernehmlassung war nur die Vorrunde</span></p>
<p>Mit dem Ende der Vernehmlassung ist das Gesetzgebungsverfahren keineswegs abgeschlossen. Vielmehr beginnt jetzt eine Phase, die öffentlich kaum sichtbar ist, politisch aber erhebliches Gewicht hat. Zunächst wertet die zuständige Bundesverwaltung sämtliche Stellungnahmen aus. Federführend ist dabei das Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Dort werden die Eingaben sortiert, gewichtet und in einem &quot;Ergebnisbericht&quot; zusammengefasst. Dieser Bericht dokumentiert öffentlich:</p>
<p>► wer die Vorlage unterstützt,<br />
► wer sie ablehnt,<br />
► welche Kritikpunkte besonders häufig genannt wurden,<br />
► und an welchen Stellen Anpassungsbedarf gesehen wird.</p>
<p>Der Ergebnisbericht selbst entfaltet jedoch keine unmittelbare rechtliche Wirkung. Er dient lediglich als Arbeitsgrundlage für die nächste Phase.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Hinter verschlossenen Türen wird nachgebessert</span></p>
<p>Nach Veröffentlichung des Ergebnisberichts überarbeitet die Verwaltung den Gesetzesentwurf. Diese Phase läuft weitgehend ohne öffentliche Aufmerksamkeit ab. Dabei geht es nicht nur um juristische Feinarbeit, sondern auch um politische Schadensbegrenzung:</p>
<p>► besonders umstrittene Punkte werden entschärft,<br />
► missverständliche Formulierungen präzisiert,<br />
► einzelne Forderungen aus der Vernehmlassung teilweise übernommen.</p>
<p>Gerade bei konfliktträchtigen Mobilfunkthemen dürfte dieser Abschnitt anspruchsvoll werden. Denn zwischen Netzbetreibern, Wirtschaftsverbänden, Kantonen, Gemeinden und Mobilfunkgegnern bestehen teils erhebliche Interessengegensätze.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Erst die Botschaft macht aus dem Entwurf ein Parlamentsgeschäft</span></p>
<p>Der entscheidende Übergang erfolgt erst mit der &quot;Botschaft&quot; des Schweizer Bundesrats. Dabei handelt es sich um ein umfangreiches Dokument, das:</p>
<p>► den definitiven Gesetzesentwurf enthält,<br />
► dessen Begründung liefert,<br />
► die Vernehmlassung auswertet,<br />
► und die Position der Regierung festlegt.</p>
<p>Erst mit dieser Botschaft wird die Vorlage offiziell an die Bundesversammlung überwiesen. Vorher existiert das Geschäft parlamentarisch praktisch noch nicht.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Die eigentliche Vorentscheidung fällt in der KVF</span></p>
<p>Nach Eingang im Parlament landet die Vorlage zunächst in der zuständigen Fachkommission. Beim Fernmeldegesetz ist dies die KVF – die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen. Es gibt:</p>
<p>► die KVF-NR des Nationalrats,<br />
► sowie die KVF-SR des Ständerats.</p>
<p>Dort findet die inhaltlich wichtigste Arbeit statt:</p>
<p>► Anhörungen,<br />
► Detailberatung,<br />
► Änderungsanträge,<br />
► politische Kompromissbildung.</p>
<p>Erst danach gelangt die Vorlage überhaupt in den National- oder Ständerat zur öffentlichen Debatte. In der politischen Praxis gilt die Kommissionsphase oft als entscheidender als die spätere Ratsdebatte. Was die KVF vorprägt, hat später meist gute Chancen auf parlamentarische Mehrheiten.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Wann wird sich das Parlament mit dem FMG befassen?</span></p>
<p>Da die Vernehmlassung erst am 31. März 2026 endete, ist mit folgendem groben Zeitablauf zu rechnen:</p>
<p>► Ergebnisbericht: Sommer oder Herbst 2026<br />
► Botschaft des Bundesrates: Ende 2026 oder im Verlauf von 2027<br />
► Beginn der parlamentarischen Beratungen: eher 2027</p>
<p>Wer also erwartet hatte, das Parlament werde sich bereits in wenigen Monaten mit dem &quot;Antennenflutgesetz&quot; befassen, dürfte enttäuscht werden. Das schweizerische Gesetzgebungsverfahren arbeitet langsam, dafür aber vergleichsweise systematisch.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Der spannendste Teil kommt erst noch</span></p>
<p>Für Beobachter der Mobilfunkpolitik dürfte die eigentliche Schlüsselfrage weniger lauten, wie viele Stellungnahmen eingegangen sind. Interessanter wird vielmehr sein, welche Kritikpunkte den Weg aus der Vernehmlassung tatsächlich in die Botschaft des Bundesrates schaffen – und welche unterwegs politisch aussortiert werden.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75624</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75624</guid>
<pubDate>Sat, 23 May 2026 12:51:14 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Rebekkas Resterampe (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Nur einen Tag später stellt Jakob am 22. Mai einen <a href="https://www.gigaherz.ch/vernehmlassung-zum-antennenflut-gesetz-eine-erste-bilanz/">langen Beitrag</a> von Meier auf der Gigaherz-Website ein. Doch diese <a href="https://www.gigaherz.ch/vernehmlassung-zum-antennenflut-gesetz-eine-erste-bilanz/">erste Bilanz</a> der Vernehmlassung zum &quot;Antennenflutgesetz&quot; ist kein Exkusivbeitrag von Meier für Gigaherz, denn zuvor publizierte sie den wortgleichen Artikel am 15. Mai auf ihrer <a href="https://schutz-vor-strahlung.ch/news/">eigenen Website</a>. Gigaherz ist nur Zweitverwerter und weist selbstverständlich mit keinem Wort auf die Erstverwertung hin.</p>
</blockquote><p>Ich würde eher von Drittverwendung sprechen, nachdem Frau Buchs bereits im Forum darauf verwiesen hat. Immerhin war sie so ehrlich und hat auf die Primärquelle verlinkt.<br />
<a href="https://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?f=2&amp;t=54591#p87895">https://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?f=2&amp;t=54591#p87895</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75623</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75623</guid>
<pubDate>Sat, 23 May 2026 05:29:17 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gustav</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Rebekkas Resterampe (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Während H.U. Jakob und E. Bär dem Verein &quot;Schutz vor Strahlung&quot; nur beitreten wollen, möchte Paul Nijman fusionieren, d.h. den Verein gigaherz.ch auflösen.</p>
</blockquote><p>So oder so zeigt Gigaherz Auflösungserscheinungen.</p>
<p>Am 21. Mai legt sich Jakob mächtig für die <a href="https://www.gigaherz.ch/funkstrahlung-messen-berechnen-abschirmen/">Tageskurse von Rebekka Meier</a> ins Zeug, lobt diese als &quot;sehr empfehlenswert&quot; und verschweigt, dass Meier gelernte Uhrmacherin ist. Immerhin ist ihr <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=entry&amp;id=74977">Hobby Amateurfunk</a>, was sie ratzfatz zur Königin unter funktechnischen Laien macht. </p>
<p>Nur einen Tag später stellt Jakob am 22. Mai einen <a href="https://www.gigaherz.ch/vernehmlassung-zum-antennenflut-gesetz-eine-erste-bilanz/">langen Beitrag</a> von Meier auf der Gigaherz-Website ein. Doch diese <a href="https://www.gigaherz.ch/vernehmlassung-zum-antennenflut-gesetz-eine-erste-bilanz/">erste Bilanz</a> der Vernehmlassung zum &quot;Antennenflutgesetz&quot; ist kein Exkusivbeitrag von Meier für Gigaherz, denn zuvor publizierte sie den wortgleichen Artikel am 15. Mai auf ihrer <a href="https://schutz-vor-strahlung.ch/news/">eigenen Website</a>. Gigaherz ist nur Zweitverwerter und weist selbstverständlich mit keinem Wort auf die Erstverwertung hin.</p>
<p>Sollte Meier tatsächlich Gigaherz erben, wäre sie Präsidentin der größten schweizerischen Resterampe für herrenlose Anti-Mobilfunk-Vereine. Denn mit funkstrahlung.ch hat sie sich bereits den sogenannten <em>Dachverband Elektrosmog Schweiz und Liechtenstein</em> geangelt. Die Ämteranhäufung zieht aus Personalmangel auch anderweitig ihre Kreise. Erwin Bär, altgedienter Schatzmeister von Gigaherz ist zugleich Kassenprüfer von funkstrahlung.ch, damit bleiben die Ämter wenigstens in der Familie. Unter der Präsidentschaft von Meier ist funkstrahlung.ch jedoch zu einer Hülle ohne Leben verkommen, eine düstere Perspektive, die auch Gigaherz droht.</p>
<p>Am Abend des 27. Juni 2026 wird das Schicksal von Gigaherz wohl endgültig besiegelt sein.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75622</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75622</guid>
<pubDate>Fri, 22 May 2026 14:16:46 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
</channel>
</rss>
