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<title>Forum Faktencheck Elektrosmog</title>
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<description>Faktenchecks von Behauptungen, die von Mobilfunkgegnern und Mobilfunkkritikern aufgestellt werden</description>
<language>de</language>
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<title>Funkgesteuertes Kinderspielzeug: Störquellen für den Funkverkehr</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ergebnisse einer gemeinsamen Marktüberwachungsaktion von 13 europäischen Marktüberwachungsbehörden sind ernüchternd: Drei von vier Spielsachen erfüllten die Anforderungen für das Inverkehrbringen nicht. Die Kampagne, die 2025 unter aktiver Beteiligung des Bakom durchgeführt wurde, bestätigt damit die Erkenntnisse der eigenen Marktüberwachung des Bakom aus demselben Jahr. Diese zeigte, dass die überwiegende Mehrheit der kontrollierten Funkanlagen nicht den gesetzlichen Vorschriften entsprachen. <a href="https://www.bakom.admin.ch/de/funkgesteuertes-kinderspielzeug-stoerquellen-fuer-den-funkverkehr">weiter ...</a></p>
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<pubDate>Wed, 01 Jul 2026 12:48:38 +0000</pubDate>
<category>Technik</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75715</wfw:commentRss><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Wir üben Desinformieren (20): in die Irre führen</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Leute mit gezielt missverständlichen Formulierungen aufs Kreuz legen und dennoch die Hände in Unschuld waschen zu können, ist kein Privileg organisierter Mobilfunkgegner, sondern Alltag. Reingefallen ist diesmal Teilnehmer &quot;Leser&quot; im Gigaherz-Forum. Er tratscht eine verkleidete Neuigkeit weiter, die in Wahrheit Schnee von gestern ist.</strong></span><br />
 <br />
Am 28. Juni 2026 brachte &quot;Leser&quot; <a href="https://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=87965#p87965">im Gigaherz-Forum</a> die aus seiner Sicht bemerkenswerte Meldung:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Technischer Durchbruch: China bringt Satellitenanrufe auf gewöhnliche Smartphones</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Anrufe über Satellit auf ein gewöhnliches Smartphone sind in China nun Realität geworden – das Tech-Unternehmen Spacesail meldete einen erfolgreichen Test: Erstmals gelang ein vollwertiger Sprachanruf direkt über Satellit auf einem handelsübliches Smartphone.</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Weiter: <a href="https://de.rt.com/asien/284126-durchbruch-in-china-erster-erfolgreicher/">https://de.rt.com/asien/284126-durchbru ... lgreicher/</a></strong></em></span></p>
<p><strong>Hinweis</strong>: <em>Der Link zu de.rt.com ist schon im Originalposting von &quot;Leser&quot; tot. Das macht aber nichts, da für unsere Zwecke der Begleittext zum Link genügt und sich bei Bedarf weiterführende Informationen leicht googlen lassen.</em></p>
<p>Jede Wette, &quot;Leser&quot; brachte die Meldung, weil er glaubt, die Kommunikation gewöhnlicher handelsüblicher Smartphones mit Satelliten sei ein technischer Durchbruch. </p>
<p>Das aber stimmt nicht. Denn hinter dem angeblichen Durchbruch steht die Direct-to-Cell-Technik (DTC) und die gibt es schon seit etwa 2023, mit kommerzieller Nutzung durch Starlink in den USA seit 2025. Partner von Elon Musk und DTC-Dienstanbieter ist dort T-Mobile US. Angeblich fliegen für Starlink bereits 650 DTC-Satelliten um die Erde und den Dienst soll es bereits in 22 Ländern geben. Viel darf man vom DTC-Dienst aber nicht erwarten, im Internet surfen ist (noch) eine Illusion, die Datenübertragungsraten reichen für SMS und Telefonate in terrestrisch nicht versorgten Gebieten von Flächenstaaten wie USA, Brasilien, Kanada, Russland oder China.  </p>
<p>Womit &quot;Leser&quot; übertölpelt wurde, zeigt der Satz &quot;<em>Anrufe über Satellit auf ein gewöhnliches Smartphone sind in China nun Realität geworden</em>&quot;. Heißt: Auch China hat jetzt einen DTC-Dienst in Erprobung, dort ist diese Technik tatsächlich noch neu, ein technischer Durchbruch ist DTC jedoch nicht mehr.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">So funktioniert DTC</span></p>
<p>Wie aber kann es sein, dass ein handelsübliches 08-15-Smartphone einen Satelliten erreicht? Das liegt erstrangig daran, dass DTC-Satelliten besonders niedrige Erdumlaufbahnen in der Gegend von minimal 350 km über Grund haben. Auch diese Entfernung ist jedoch eine technische Herausforderung. Allerdings nicht fürs Smartphone, sondern für die Satelliten. Denn die müssen mit sehr empfindlichen HF-Eingangsstufen und großen Richtantennen ausgestattet sein, um die nach etwa 350 km Strecke äußerst schwachen Smartphonesignale noch hinreichend auswerten zu können. <a href="https://abit.ee/en/wi-fi-routers-modems/bluebird-6-satellite-ast-spacemobile-internet-smartphone-5g-starlink-space-news-en">&quot;BlueBird&quot;-Satelliten</a> sind besonders spektakulär, weil ihre entfaltete Phased-Array-Antenne rund 64 m² groß ist (8 m x 8 m). Sie wurden von Anfang an ausschließlich für Direct-to-Cell entwickelt. In umgekehrter Richtung bewirken die großen Richtantennen der Satelliten, dass am Erdboden noch brauchbare Signale vom Himmel ankommen. Physikalisch funktioniert das alles nur, weil die Funkfelddämpfung bei Funkstrecken nach oben (zu den Satelliten) vergleichsweise schwach ist. Auf dem Boden ist sie entlang der Erdoberfläche hingegen hoch, weil sich den HF-Signalen Gebäude, Bäume, Erhebungen und der Sichthorizont kräftezehrend in den Weg stellen.</p>
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<pubDate>Tue, 30 Jun 2026 18:07:51 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75713</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Top-3-Petitionen an den Deutschen Bundestag 2025</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/060/2106000.pdf">Bericht des Petitionsausschusses</a> am Deutschen Bundestag für das Jahr 2025 umfasst 134 Seiten und meldet 12'399 Petitionen. Wer mindestens 5000 Mitzeichner fand, dessen Petition wird in dem Bericht erwähnt. Ich habe versucht, mit allen möglichen Suchbegriffen eine Petition zum Thema Mobilfunk aufzustöbern, bin jedoch gescheitert. Wenn es überhaupt noch eine gegen einen Funkmast gerichtete Petition an den Bundestag gegeben hat, muss deren Mitzeichnung unter 5000 gewesen sein. Mobilfunkgegner sind also out, Abergläubische aber sind in, denn sie führen die Liste der 2025 am häufigsten mitgezeichneten Petitionen an den Bundestag an:</p>
<p><strong>Platz 1</strong> (196'500 Mitzeichnungen): Mit der Petition wird die Beibehaltung der gesetzlichen Erstattungsregelung für homöopathische und anthroposophische Arzneimittel sowie homöopathische Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung gefordert. Möglicherweise haben alle geschätzt 47'000 praktizierenden Heilpraktiker in Deutschland in ihren Wartezimmern Listen zur Mitzeichnung dieser, mit Verlaub, &quot;Plem-Plem-Petition&quot; ausgelegt <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/smile.png" alt=":-)" />.</p>
<p><strong>Platz 2</strong> (111'795 Mitzeichnungen): Mit der Petition wird eine Gleichbehandlung von nichtselbstständig und selbstständig erwerbstätigen Schwangeren gefordert.</p>
<p><strong>Platz 3</strong> (101'888 Mitzeichnungen): Mit dieser Petition fordern wir Änderungen durch den Bundesgesetzgeber, um die Installation von Balkonsolaranlagen für möglichst viele Personen zu erleichtern, ihnen die Möglichkeit zu geben, von der Energiewende zu profitieren und sie von unnötiger Bürokratie zu entlasten. Zusätzlich fordern wir noch Vereinfachungen für Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer sowie Mieterinnen und Mieter.</p>
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<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 20:12:33 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75712</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>WHO-Vollversammlung: Resolution zu NIR &amp; IR</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Auf der 79. WHO-Vollversammlung am 23. Mai 2026 in Genf haben Delegationen der 194 WHO-Mitgliedstaaten eine Resolution zum Themenkomplex &quot;Strahlung und Gesundheit&quot; verabschiedet (<a href="https://apps.who.int/gb/ebwha/pdf_files/WHA79/A79_R13-en.pdf">WHA79.13</a>). Die Mitgliedstaaten fordern mit dem nur drei Seiten umfassenden Papier die WHO auf, ihre Arbeit zu Strahlung und Gesundheit fortzuführen und auszubauen, und sie geben dem Generaldirektor mehrere konkrete Aufträge, darunter die Erstellung einer Bestandsaufnahme der internationalen Akteure bis 2028. Juristisch bindend sind solche Resolutionen grundsätzlich nicht, sie entfalten jedoch erhebliches politisches Gewicht.</strong></span><br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Nichtionisierende Strahlung wird ausdrücklich einbezogen</span></p>
<p>Die Resolution unterscheidet nicht zwischen ionisierender und nichtionisierender Strahlung, sondern behandelt beide gemeinsam. Bereits in den Erwägungsgründen heißt es, dass Menschen weltweit ionisierender und nichtionisierender Strahlung aus Umwelt, Beruf und Medizin ausgesetzt sind. Außerdem wird ausdrücklich anerkannt, dass die WHO auf dem Gebiet der nichtionisierenden Strahlung und der Gesundheit der Menschen eine internationale Führungsrolle durch evidenzbasierte Bewertungen und gesundheitspolitische Leitlinien wahrnimmt.</p>
<p>Unter den Aufforderungen an die Mitgliedstaaten findet sich die Forderung,</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>[...] nationale Systeme zur Überwachung der Exposition der Bevölkerung, von Beschäftigten und Patienten gegenüber ionisierender und nichtionisierender Strahlung auszubauen, einschließlich Radon, UV-Strahlung, elektromagnetischer Felder und medizinischer Quellen.</strong></em></span></p>
<p>Zu den ausdrücklich genannten Expositionsquellen gehören also auch elektromagnetische Felder (EMF).<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Keine Neubewertung der Gesundheitsrisiken</span></p>
<p>Die Resolution trifft keine Aussage, dass Mobilfunk gefährlicher sei als bisher angenommen. Ebenso wenig werden neue Grenzwerte oder neue wissenschaftliche Erkenntnisse angesprochen. Stattdessen fordert sie:</p>
<p>► bessere Überwachung,<br />
► Risikokommunikation,<br />
► Forschung,<br />
► internationale Zusammenarbeit,<br />
► Unterstützung der Mitgliedstaaten durch die WHO.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Zusammenarbeit mit ICNIRP ausdrücklich bekräftigt</span></p>
<p>Für die EMF-Debatte besonders bedeutsam ist, dass die WHO ihre Zusammenarbeit mit verschiedenen internationalen Organisationen und wissenschaftlichen Gremien ausdrücklich hervorhebt. Genannt werden unter anderem:</p>
<p>► International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection,<br />
► International Commission on Radiological Protection,<br />
► United Nations Scientific Committee on the Effects of Atomic Radiation,<br />
► International Atomic Energy Agency,<br />
► International Telecommunication Union und weitere.</p>
<p>Das spricht deutlich gegen Gerüchte, die WHO wolle sich von ICNIRP lösen. Im Gegenteil: Die Zusammenarbeit wird ausdrücklich fortgeführt.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Neuer Auftrag an die WHO</span></p>
<p>Die wichtigste neue Aufgabe ist vermutlich Punkt 2(1). Der Generaldirektor soll bis 2028 eine globale Bestandsaufnahme erstellen:</p>
<p>► welche Akteure weltweit im Bereich Strahlung und Gesundheit tätig sind,<br />
► welche Aufgaben sie haben,<br />
► welche Lücken bestehen,<br />
► und wie die öffentliche Gesundheitsvorsorge verbessert werden kann.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Bewertung</span></p>
<p>► Die Resolution ist keine Neubewertung der Mobilfunkrisiken.<br />
► Sie festigt die bisherige Rolle der WHO im Bereich nichtionisierender Strahlung.<br />
► EMF werden ausdrücklich erwähnt, aber ohne neue Risikoeinschätzung.<br />
► Die Zusammenarbeit mit ICNIRP wird ausdrücklich bekräftigt.<br />
► Neu ist vor allem der Auftrag, die internationale Landschaft der Akteure zu kartieren und mögliche Lücken zu identifizieren.</p>
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<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 17:31:21 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75704</wfw:commentRss><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Wut gegen Wutbürger</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>So titelte heute die <a href="https://www.nzz.ch/schweiz/wutbuerger-und-querulanten-beschaeftigen-post-und-gerichte-ld.10013158">NZZ am Sonntag</a> (kostenpflichtig) in ihrer Print-Ausgabe:</p>
<blockquote><p><strong>«Kaltschnäuzige und sackfreche Anmassungen» – wie die Postaufsicht Wutbürgern einen Riegel schieben will</strong></p>
<p>Behörden müssen sich zunehmend mit Querulanten herumschlagen. Nun zieht die Ombudsfrau der Eidgenössischen Postkommission die Reissleine: Ein neuer Paragraf erlaubt es ihr, Wut-E-Mails offiziell abzuweisen.</p>
<p>Die Wut des Mannes muss gross sein. «Haben Sie das Kapitel ‹Psychische Störungen› im ICD-10 schon gelesen?», schreibt er an die Post. Es ist bei weitem nicht die einzige Frechheit in dieser E-Mail, diese Unterstellung einer psychischen Krankheit gemäss WHO-Klassifizierungssystem. Unter anderem wirft der Schreiber der Post «kaltschnäuzige und sackfreche Anmassungen» vor und versteigt sich gar in einen Hitler-Vergleich. Grund für seine Wut: Er musste den Briefkasten auf Geheiss der Post verschieben...</p>
</blockquote><p>Ich würde gerne den ganzen Artikel hier rein kopieren aber ich möchte keinen Ärger bekommen. Kurz gesagt geht es darum, dass Behörden und Schlichtungsstellen genug haben von den täglichen, unsachlichen E-Mails, bzw. Beschwerden von wenigen besonders aktiven Personen. Chat-GPT hat das Arsenal der Querulanten nochmals erweitert. Sie führen neue Regeln ein, um solche Korrespondenz künftig schneller und einfacher beenden zu können.</p>
<p>Da musste ich doch unweigerlich an H.-U. Jakob denken.</p>
<p>Gruss</p>
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<pubDate>Sun, 28 Jun 2026 10:36:55 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75702</wfw:commentRss><dc:creator>Gustav</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Ex­per­tenkom­mis­si­on zu Social Media legt Empfehlungen vor</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Kinder und Jugendliche sollen besser vor den Gefahren von Social Media und künstlicher Intelligenz geschützt werden. Das forderte am Mittwoch die von Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) eingesetzte Ex­per­t:in­nen­kom­mis­si­on „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“. Für „ein gutes Aufwachsen“ mit Tiktok und Co. gehöre allerdings genauso Befähigung und Teilhabe, sagte der Kieler Bildungsforscher Olaf Köller bei der Vorstellung von 56 Empfehlungen. Wie das gelingen soll, steht <a href="https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/290236/32c7a742b1ee00b498fca42c37784c99/20260624-handlungsempfehlungen-expertenkommission-kinder-und-jugendmedienschutz-data.pdf">in einem umfassenden Papier</a>, das Köller und seine Kommissions-Co-Vorsitzende Nadine Schön zuvor der Bundesregierung übergeben hatten. <a href="https://taz.de/Expertenkommission-zu-Social-Media/!6190138/">weiter ...</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 24 Jun 2026 21:33:07 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75699</wfw:commentRss><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Pseudowissenschaft  7 Merkmale zur Erkennung</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="color:#399;"> <span style="font-size:large;">Definition</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#399;">Pseudowissenschaft steht für Behauptungen, Lehren, Theorien, Praktiken und Institutionen, die ausdrücklich oder indirekt beanspruchen, wissenschaftlich zu sein, aber die Ansprüche an Wissenschaftlichkeit, insbesondere das Kriterium der Nachprüfbarkeit, nicht erfüllen. Eine Pseudowissenschaft erkennt weniger an ihren Behauptungen sondern vor allem daran, dass die Überprüfung schwer gemacht wird. Hier stehen einige wesentliche Indizien einer Pseudowissenschaft.</span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#399;">I: Aufdringliches Prof. &amp; Dr.<br />
II: Konferenzen und Akademien als Mimikry<br />
III: unscharfe und unübliche Worte<br />
IV: Falsches Zitieren<br />
V: der Mainstream als Strohpuppe<br />
VI: die Abriegelung von Kritik<br />
VII: das Asterix-Syndrom</span></strong> </p>
<p><a href="https://www.rhetos.de/html/lex/pseudowissenschaft.htm">Weiter ...</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 14:09:31 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75696</wfw:commentRss><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>BfS-Forschung: Expositionserfassung auf Referenzrouten</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Das BfS hat heute das <a href="https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?0&amp;id=870166&amp;cookieCheck">Forschungsprojekt 3624EMF202</a> ausgeschrieben: Erfassung der Exposition gegenüber niederfrequenten Magnetfeldern und hochfrequenten elektromagnetischen Feldern auf Referenzrouten.</p>
<p>Aus Sicht des Strahlenschutzes ist die Exposition von Personen gegenüber niederfrequenten magnetischen Feldern sowie hochfrequenten elektromagnetischen Feldern relevant. Bisher in Deutschland durchgeführte Messkampagnen zu diesen Feldern sind aber größtenteils Immissionsmessungen. Diese stationären Messungen sind messpunktbezogen, d.h. die Messergebnisse gelten nur für die jeweiligen Messpunkte. Somit lassen sich durch diese Messungen nur eingeschränkte Rückschlüsse auf die tatsächliche Exposition von Menschen im Alltag ziehen.<br />
In diesem Vorhaben soll ausgehend von einer bewertenden Literaturstudie ein Verfahren zur Erfassung der Exposition gegenüber statischen und niederfrequenten Magnetfeldern sowie hochfrequenten elektromagnetischen Feldern mittels Personenexposimetern auf Referenzrouten sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln entwickelt und beschrieben werden. Darauf aufbauend sollen entsprechende Expositionsdaten erhoben und ausgewertet werden.</p>
<p>Ab Auftragsvergabe hat das Projekt eine Ausführungsfrist von zwei Jahren.</p>
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<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 11:32:31 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75695</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Fake News aus Indien: 5G angeblich doch gesundheitsschädlich</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die Faktenchecker von dpa melden am 22. Juni 2026:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Die für den Mobilfunkstandard 5G benötigten Sendemasten werden von manchen Menschen als Bedrohung wahrgenommen. In einem <a href="https://megalodon.jp/2026-0609-2136-57/https://www.facebook.com:443/plugins/video.php?height=476&amp;href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Freel%2F1686645399175554%2F&amp;show_text=true&amp;width=249&amp;t=0">Posting</a>, das aktuell in Sozialen Medien die Runde macht, heißt es, in Indien sei ein Militärdokument aufgetaucht, das die gesundheitlichen Risiken der Technologie bestätigen soll. In dem dazugehörigen Video ist ein brennender Sendemast zu sehen. Verärgerte Bürger sollen ihn in Brand gesetzt haben, nachdem sie von den «wahren Auswirkungen von 5G» erfuhren.</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong><strong>Bewertung</strong><br />
Das Video ist nicht aktuell und kursiert bereits seit mehreren Jahren im Netz.</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong><strong>Fakten</strong><br />
Mit Hilfe einer Bilderrückwärtssuche von Screenshots aus dem Video lässt sich herausfinden, dass dieses bereits einige Jahre alt ist. Es wurde Anfang 2018 auf die Plattform YouTube geladen. Ein indisches Faktencheck-Team kam im Jahr 2023 zum selben Ergebnis. <a href="https://dpa-factchecking.com/austria/260622-99-819257/">weiter ...</a></strong></em></span></p>
<p><strong>Kommentar</strong>: Auf das &quot;Militärdokument&quot; gehen die Faktenchecker von dpa nicht weiter ein. Die Google-KI aber will über das Papier wissen: &quot;Das Portal Indian Strategic Knowledge Online, eine digitale Repositoriums-Plattform für indische Militär- und Strategiekreise, hat 2021 eine umfassende europäische Studie hochgeladen. Dabei handelt es sich um das wissenschaftliche Dokument &quot;<a href="https://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/STUD/2021/690012/EPRS_STU(2021)690012_EN.pdf">Health impact of 5G</a>&quot; des Europäischen Parlaments (EPRS). Die Studie untersucht biologische und gesundheitliche Aspekte von Mobilfunkfrequenzen, bewertet Krebsrisiken sowie thermische Effekte und ruft zu weiterer Forschung auf.&quot;</p>
<p>Die besagte Studie ist nichts anderes als der heftig <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=71116">umstrittene Bericht von Fiorella Belpoggi</a>, den der Verein Diagnose-Funk in der Verkleidung &quot;STOA-Studie&quot; durch alle Dörfer der Republik getrieben hat.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75694</link>
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<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 11:10:50 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75694</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Safety Gate: Fremdkörper Mobilfunk</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Mit dem <a href="https://ec.europa.eu/safety-gate/#/screen/pages/reports">Safety Gate</a> hat die EU ein Vehikel, das vor gefährlichen Produkten warnt. Allein im Jahr 2025 wurden insgesamt 4671 Warnmeldungen in Safety Gate validiert. Dies bedeutet durchschnittlich fast 100 Warnmeldungen pro Woche. Seit 2022 hat sich die Anzahl der Meldungen in etwa verdoppelt.</strong></span><br />
 <br />
Die von der französischen Frequenzaufsichtsbehörde ANFR in schöner Regelmäßigkeit gemeldeten Grenzwertüberschreitungen bei Mobiltelefonen gehen an Saftey Gate allerdings spurlos vorüber. Mir ist es nicht gelungen, auf dem Portal auch nur eine einzige Meldung über ein Smartphone mit Grenzwertüberschreitung aufzutreiben. Mutmaßlich liegt das daran, dass von den Grenzwertüberschreitungen eben <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75369">kein akutes Risiko</a> für Leib und Leben ausgeht, wie es der französische Verein Phonegate Alert unermüdlich behauptet.</p>
<p>Wenn überhaupt Mobiltelefone bei Saftey Gate auftauchen, dann mehrheitlich Kinderhandys. Aber nicht wegen überhöhter Funkstrahlung, sondern wegen chemischer Ausdünstungen oder wegen Gefährdung des Hörvermögens von Kindern infolge zu hoher Lautstärke.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 15:23:54 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75689</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Klaus Buchner: &quot;Wir wissen mehr als genug ...&quot;</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Wer von sich mit dem Pluralis Majestatis in der Mehrzahl spricht, ist mit Vorsicht zu genießen. Buchner sagt &quot;wir&quot;, doch faktisch kann er nur über sich behaupten: &quot;Ich weiß mehr als genug&quot;. Einem seriösen Wissenschaftler sollten solche überheblichen Worte niemals über die Lippen kommen, so hoch hatte Buchner die Latte allerdings nie gelegt. Über den Abstieg eines altgedienten Mobilfunkgegners ins Reich drittklassiger Medien.</strong></span><br />
 <br />
<a href="https://www.youtube.com/watch?v=8BJnBLHMqzA&amp;t=647s"><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/202606201341046a3698703e000.png" class="left" alt="[image]" width="360" height="205" /></a>◄ Klaus Buchner im Interview mit Report 24<br />
<span style="font-size:smaller;">Bild: Report 24</span><br />
 </p>
<p><br />
Der ehemalige Bundesvorsitzende der deutschen Kleinpartei ÖDP punktete mit seinen Beiträgen zur EMF-Risikodebatte zu keiner Zeit bei Leuten vom Fach, sondern immer bei Laien. Vor diesem Publikum kann er ungestraft das Blaue vom Himmel erzählen, denn wer nichts weiß, muss alles glauben. Buchners wichtigste Türöffner ins Hirn seiner Zuhörer sind seine akademischen Titel. Sie verleiten das Publikum zu dem Trugschluss, der Vortragende werde schon wissen, wovon er redet. Dass der gelernte Physiker, der später Studenten Mathematik beibrachte, sich auch gerne als Fachmann in Sachen Biologie, Botanik und Medizin ausgibt, kommt dem titelfixierten Publikum üblicherweise nicht spanisch vor.</p>
<p>Was Journalisten von Buchners Erzählungen halten, durfte ich schon vor ungefähr 25 Jahren erfahren. Seinerzeit war ich noch ein Gefolgsmann des Professors und mir wurde um 2005 herum aus erster Hand zugetragen: Anlässlich einer Veranstaltung über die Schrecklichkeiten des Mobilfunks trat auch Klaus Buchner auf. Unter den Zuhörern war mindestens ein Journalist. Als Buchner ans Rednerpult trat, stand der Mann auf und ging hinaus. Draußen fand eine Gruppe von Rauchern zusammen und der Zeitungsmann wurde gefragt, wieso er ausgerechnet jetzt hinausgegangen sei. Seine Antwort lautete sinngemäß: Er habe Buchner schon früher zugehört und wer einen von dessen Vorträgen gehört habe, habe alle seiner Vorträge gehört. Der Journalist spielte darauf an, dass Buchner seine Vorträge gerne ein bisschen situationsabhängig ausschmückt, im Grunde aber immer das Gleiche erzählt.</p>
<p>Buchners Stern als Referent ist seit langem im Sinkflug. Erkennbar daran, dass er bis vor etwa zwei Jahren zwar häufig öffentlich aufgetreten ist, die Auftritte aber mehrheitlich von Kreisgruppen der ÖDP für ein titelfixiertes Publikum aus dem ökologischen Spektrum organisiert waren.</p>
<p>Der jüngste Tiefpunkt fand am 2. Mai 2026 statt. Buchner folgte dem Ruf eines überzeugten Impfgegners und erzählte anlässlich einer vierstündigen &quot;<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&amp;id=75659">Pressekonferenz</a>&quot; die Geschichten, die er immer erzählt. Auf ein seriöses oder bekanntes Medium warteten die Teilnehmer der Veranstaltung vergeblich, das Vakuum füllten einige Medien der alternativen Szene. Mit von der Partie war Report 24, ein österreichisches Online-Medium, das sich selbst als &quot;alternatives&quot; und &quot;unabhängiges&quot; Nachrichtenportal versteht. Das Portal ordnet sich selbst ausdrücklich dem Spektrum der alternativen Medien zu und hat deshalb keine Hemmungen, alternative Fakten zu verbreiten. Anlässlich der Veranstaltung im Mai gab Buchner Report 24 ein 15-Minuten-Interview, das man sich <a href="https://report24.news/prof-klaus-buchner-wir-wissen-mehr-als-genug-ueber-die-schaeden-durch-5g/"><span class="underline">hier</span></a> anschauen kann. Kritische Fragen oder gar Widerspruch musste der 85-Jährige nicht fürchten, er durfte nach Herzenslust seine persönliche Meinung zum Risiko Mobilfunk als gesicherten Stand des Wissens ausgeben. Altersweisheit? Keine Spur!</p>
<p><strong>Hintergrund</strong><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=search&amp;search=%22Klaus+Buchner%22">Klaus Buchners tiefer Fußabdruck im IZgMF-Forum</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 13:45:22 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75688</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>13. Oktober 2026: 15. EMF-Forum der GSMA</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Das EMF-Forum des Industrieverbands GSMA bringt politische Entscheidungsträger, Regulierungsbehörden, Experten des Gesundheitswesens, Wissenschaftler, internationale Organisationen und Vertreter der Industrie zusammen, um die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und politischen Entwicklungen im Zusammenhang mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern (HF-EMF) zu erörtern. Am 13. Oktober zum 15. Mal.</strong></span><br />
 <br />
Das diesjährige Kernthema &quot;Evidenzbasierte EMF-Politik&quot; konzentriert sich darauf, wissenschaftliche Forschung in praktische politische Ansätze umzusetzen, die das Vertrauen der Öffentlichkeit, technologische Innovationen und die weitere Entwicklung der Mobilfunkkonnektivität fördern. Schwerpunktthemen sind ...</p>
<p>► WHO-Arbeitsgruppe zu hochfrequenten Feldern und Gesundheitsrisiken <br />
► Internationale Harmonisierung von HF-EMF-Grenzwerten und Konformitätsprüfverfahren <br />
► Von der Europäischen Union finanziertes Forschungsprojekt &quot;NextGEM&quot; <br />
► Erkenntnisse aus 20 Jahren EMF-Forschung <br />
► EMF-Aspekte neuer Mobilfunktechnologien </p>
<p>Die Veranstaltung findet von 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr in Brüssel statt, Interessenten können in Präsenz oder online teilnehmen (<a href="https://www.gsma.com/solutions-and-impact/connectivity-for-good/public-policy/gsma_events/emf-forum-2026/?ID=00QNz00000alwFFMAY&amp;JobID=2752038&amp;utm_source=sfmc&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=Save+the+Date+-+EMF+Forum+2026&amp;utm_content=https%3a%2f%2fwww.gsma.com%2fsolutions-and-impact%2fconnectivity-for-good%2fpublic-policy%2fgsma_events%2femf-forum-2026%2f">zur Anmeldung</a>). Aus Sicht des Veranstalters adressiert das EMF-Forum ... </p>
<p>► Regierungsvertreter und politische Entscheidungsträger <br />
► Regulierungsbehörden für Telekommunikation<br />
► Gesundheitsbehörden <br />
► Wissenschaftler<br />
► Internationale Organisationen <br />
► Mobilfunknetzbetreiber und Akteure der Branche <br />
► EMF- und Konformitätsspezialisten</p>
<p>Unter den zehn Referenten sind vier aus Deutschland und Österreich:</p>
<p>Hajo Zeeb - Professor für Epidemiologie, University Bremen<br />
Sarah Driessen - Wissenschaftlerin, verantwortlich für das EMF-Portal der RWTH Aachen<br />
Christian Laqué - Technischer Leiter von A1 Telekom Austria<br />
Manfred Ruttner - Gerichtssachverständiger, bei A1 Telekom Austria für alle EMV/EMVU-Belange zuständig</p>
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<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 10:37:01 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75687</wfw:commentRss><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Marionna Schlatter: Grüne Schwarzseherin</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Die Zürcher Nationalrätin Marionna Schlatter verknüpft <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20263705">in einer Interpellation</a> mehrere Studien zu Strahlung und Krebs zu einer scheinbar geschlossenen Beweiskette. Genannt werden Röntgenuntersuchungen in der Schwangerschaft, Leukämierisiken in der Umgebung von Kernkraftwerken, eine internationale Metaanalyse sowie eine aktuelle US-Studie. Schlatter formt daraus ein Risikonarrativ. Bei näherem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass die einzelnen Befunde sehr unterschiedliche Aussagekraft haben und teilweise deutlich vorsichtiger interpretiert werden müssten.</strong></span><br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Röntgenstrahlung: Der starke Teil der Argumentation</span></p>
<p>Der Verweis auf Röntgenuntersuchungen während der Schwangerschaft steht auf vergleichsweise solidem Boden. Seit den Arbeiten von Alice Stewart in den 1950er Jahren gilt ein Zusammenhang zwischen pränataler Exposition gegenüber ionisierender Strahlung und einem erhöhten Krebsrisiko im Kindesalter als wissenschaftlich gut belegt.</p>
<p>Die häufig genannte Risikoerhöhung von etwa 50 Prozent beschreibt allerdings ein relatives Risiko. Die absoluten Risiken bleiben deutlich kleiner, als die Prozentzahl vermuten lässt. Beispiel:</p>
<p>Grundrisiko für eine Krebserkrankung im Kindesalter: etwa 2 von 1000 Kindern<br />
Erhöhung um 50 Prozent bedeutet: etwa 3 von 1000 Kindern<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">CANUPIS sagt etwas anderes</span></p>
<p>Problematischer wird die Argumentation bei den Kernkraftwerken. Die Schweizer CANUPIS-Studie wird häufig als Beleg für erhöhte Krebsrisiken angeführt. Tatsächlich fanden die Autoren jedoch keinen statistisch signifikanten Anstieg von Leukämieerkrankungen bei Kindern in der Nähe schweizerischer Kernkraftwerke.</p>
<p>Die oft zitierte Risikoerhöhung von rund 44 Prozent stammt aus einer späteren gepoolten Analyse mehrerer Länder und nicht aus CANUPIS selbst.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Metaanalysen sind keine Endstation</span></p>
<p>Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2024 fasste 47 Studien aus 17 Ländern zusammen und berichtete statistisch erhöhte Risiken für bestimmte Krebsarten bei Anwohnern von Kernkraftwerken. Gleichzeitig weisen die Autoren selbst auf erhebliche methodische Unsicherheiten hin.</p>
<p>Die Studien unterscheiden sich stark hinsichtlich Design, Datenqualität und Kontrolle möglicher Störfaktoren. Die Metaanalyse liefert daher Hinweise auf Zusammenhänge, aber keinen Nachweis ihrer Ursache.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Die 4200 Krebstoten aus den USA</span></p>
<p>Besonders eindrucksvoll wirkt die Behauptung, eine US-Studie aus dem Jahr 2026 gehe von jährlich mehr als 4200 strahleninduzierten Krebstodesfällen bei Menschen über 65 Jahren aus.</p>
<p>Tatsächlich fand die Studie einen statistischen Zusammenhang zwischen der Nähe zu Kernkraftwerken und der Krebssterblichkeit auf Landkreisebene. Die Forscher verwendeten jedoch weder Strahlenmessungen noch individuelle Dosisabschätzungen. Als Expositionsmaß diente ausschließlich die Entfernung zu Kernkraftwerken.</p>
<p>Die Zahl von genau 4266 Todesfällen wurde nicht beobachtet, sondern aus einem statistischen Modell abgeleitet. Sie setzt voraus, dass der beobachtete Zusammenhang tatsächlich durch Kernkraftwerke verursacht wird. Diese Annahme kann die Studie jedoch nicht belegen. Die Autoren weisen selbst ausdrücklich darauf hin, dass ihre Ergebnisse keinen Kausalnachweis darstellen.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Das eigentliche Muster</span></p>
<p>Interessant sind weniger die einzelnen Studien als die Art ihrer Präsentation durch Schlatter. Unterschiedliche Arbeiten werden zu einer fortlaufenden Geschichte verbunden, in der jede neue Untersuchung die vorherige scheinbar bestätigt. Dabei geraten methodische Unterschiede, widersprüchliche Befunde und offene Fragen in den Hintergrund.</p>
<p>So entsteht der Eindruck einer überwältigenden Evidenzlage, obwohl die wissenschaftliche Diskussion in mehreren zentralen Punkten weiterhin offen ist.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Fazit</span></p>
<p>Der Verweis auf die Krebsrisiken nach pränatalen Röntgenuntersuchungen ist wissenschaftlich gut abgesichert. Die Situation bei Kernkraftwerken ist deutlich komplexer. Dort existieren einzelne positive Befunde, aber ebenso Studien ohne entsprechenden Nachweis. Hinzu kommt, dass die beobachteten Risiken bislang nicht überzeugend durch die bekannten Strahlendosen erklärt werden können. Wer aus diesen Studien eine geschlossene Beweiskette für systematisch unterschätzte Strahlenrisiken ableitet, geht über den tatsächlichen Erkenntnisstand hinaus.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 16:22:54 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75686</wfw:commentRss><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Studie von WIK Consult: Mobilfunk vs. DVB-T2</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die Deutsche Telekom, Vodafone und O2 Telefónica stellten in Berlin eine von ihnen bezahlte Studie des Beratungsunternehmens WIK Consult vor, der zufolge bestimmte Funkfrequenzbereiche ab 2031 für Mobilfunk freigegeben werden sollten. So ist es <a href="https://www.heise.de/news/Auslaufmodell-Antennenfernsehen-Mobilfunker-machen-Druck-11329504.html">bei heise.de</a> zu lesen. Und <a href="https://www.teltarif.de/uhf-mobilfunk-rundfunk-bos/news/104060.html">teletarif.de</a> präzisiert:</p>
<p>Im Auftrag von Deutscher Telekom, Vodafone und Telefónica hat WIK-Consult in einer Studie analysiert, wer die Frequenzen zwischen 470 und 694 MHz, dem sogenannten UHF-Band, am effi­zien­testen nutzen könnte bzw. welche volks­wirt­schaft­lichen Kosten durch die derzeitige Nutzung entstehen. Dabei kommen die aktuellen Nutzer des UHF-Bands schlecht weg, vor allem der Rundfunk. Eine Nutzung durch die Mobilfunker wäre laut Studie hingegen volks­wirt­schaft­lich sinnvoller.</p>
<p>Das digitale terres­trische Fernsehen (DVB-T2) leide unter einem Bedeu­tungs­verlust und würde ARD und ZDF Einspa­rungen in drei­stel­liger Millio­nenhöhe bringen, wenn es auf IP-Netze migriert würde, heißt es in der Studie. Könnte der Mobilfunk UHF-Frequenzen nutzen, könnte er hingegen die Über­tragungs­kapa­zitäten in ländlichen Regionen um 33 Prozent erhöhen. Weil zudem weniger Basi­stationen aufgebaut werden müssten, ergebe sich laut Studie ein Einspar­poten­zial von 2,7 Milliarden Euro.</p>
<p>„Die Ergebnisse und Argumente der Mobil­funk­studie sind so erwartbar wie sie durch­sichtig und teilweise falsch sind – und verfrüht“, sagt Michael Moskob, Leiter Regulierung, Public Affairs &amp; Unter­nehmens­kommu­nika­tion bei Media Broadcast, dem DVB-T2-Platt­form­betreiber. Erst die Welt­funk­konfe­renz 2031 wird sich mit dem UHF-Band beschäf­tigen. Moskob warnt vor „den voll­mundigen Verspre­chungen des Mobilfunks“ zum Netzausbau im ländlichen Raum. Inzwischen habe die Politik verstanden, was davon zu halten sei. [...]</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 12:17:25 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75685</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Süßes im Kopf, Elektrosensibilität, Narzissmus</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>ARD alpha ist der Bildungs- und Wissenskanal (nicht Wissensskandal) der ARD. Er wird federführend vom Bayerischen Rundfunk (BR) in München produziert. In der <a href="https://www.ardmediathek.de/video/aktiv-und-gesund/suesses-im-kopf-elektrosensibilitaet-narzissmus/ard-alpha/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC9GMjAyM1dPMDIxNTQ4QTA">Sendung vom 1. Oktober 2025</a> tritt ab Minute 6:38 die überzeugte Elektrosensible Judith Rommel auf, deren wissenschaftliche Einschätzung von Minute 8:40 bis 13:55 ein Biophysiker übernimmt.</p>
<p>Mit Ruhm bekleckerte sich die Redaktion von ARD alpha bei dieser Ausgabe nicht. Sie taufte schnöde NF-Felder um in NF-Strahlung und verhunzte im Klappentext zur Sendung den SAR-Wert zum SA-Wert. Von einem Bildungs- und Wissenskanal darf man mMn mehr Kompetenz verlangen.</p>
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<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 19:20:32 +0000</pubDate>
<category>Elektrosensibilität</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75679</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>FMK: Jahrespressekonferenz Geschäftsjahr 2025</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich der Jahrespressekonferenz des Forum Mobilkommunikation, Interessenvertretung der österreichischen Mobilfunkindustrie, berichteten Volker Libovsky, Präsident des FMK und CTIO von Magenta Telekom und Margit Kropik, Geschäftsführerin des FMK, über das vergangene Jahr 2025.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Markt- und Verkehrsdaten</span></p>
<p>► 14'665.000 SIM-Karten in Smartphones, Handys und Cubes in Umlauf.<br />
► &quot;Klassische&quot; Telefonie via GSM, LTE und 5G weiter auf 20,2 Mrd. Minuten gesunken.<br />
► Datenvolumen durchbricht die 6-Mrd.-GByte-Grenze.<br />
► Inflationsbremse Mobilfunk: Gesamtumsatz mit EUR 3,53 Mrd. gegenüber dem Vorjahr (EUR 3,75 Mrd.) leicht gesunken.<br />
► Noch im Investitions-Plus: EUR 902 Mio. (Vorjahr: EUR 881 Mio.).<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">FMK-Mobilfunk-Barometer</span></p>
<p>► Österreicher:innen nutzen im Schnitt 5,5 internetfähige Geräte.<br />
► Digitalisierung: Etwa Jede:r zweite streamt und shoppt online und erledigt auch Amtswege digital.<br />
► Auswirkungen der Digitalisierung im Bereich Forschung, Industrie, Verwaltung und Gesundheitswesen positiv; Arbeitsmarkt ambivalent; bei Gesellschaft, Datenschutz und Privatsphäre eher negativ.<br />
► Die Hälfte aller Österreicher:innen hat noch keine negativen Erfahrungen gemacht, allerdings: zwei von zehn Österreicher:innen wurden schon einmal im Internet betrogen.<br />
► WhatsApp noch vor Kamera und Weckfunktion wichtigste Anwendung am Smartphone.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">KI-Chats sind ein absolutes Smartphone-Thema</span></p>
<p>► Zwei Drittel der Österreicher:innen haben schon einmal KI-basierte Anwendungen genutzt, die Texte, Antworten und/oder Inhalte auf Fragen erzeugen.<br />
► 3/4 aller Nutzer:innen verwenden ihr Smartphone dafür.<br />
► Die Mehrheit der Österreicher:innen, die KI-basierte Anwendungen verwenden, nutzten sie auch für Information und Erklärung.<br />
► Aber: Lediglich 8 % prüfen die Ergebnisse konsequent auf ihre Richtigkeit.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Auswirkung von KI allgemein</span></p>
<p>► Die Mehrheit der Österreicher:innen bewertet die Auswirkungen von KI auf Wissenschaft, Wirtschaft, Gesundheit und Verwaltung positiv.<br />
► Kritisch wird der Einfluss auf Datenschutz und Privatsphäre gesehen.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">5G-Ausbau in aktuellen Daten</span></p>
<p>► Aktive Mobilfunk-Standorte in Österreich aktuell: 19'519 (Juni 2025: 19'175).<br />
► Davon mit 5G-Systemen: 13'298 (April 2024: 11'383).<br />
► Die technische Abdeckung mit 5G beträgt etwa 97 % der Bevölkerung.</p>
<p><a href="https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260608_OTS0054/fmk-pk-mobilfunk-barometer-zeigt-hohe-kundenzufriedenheit-ki-chat-hauptsaechlich-via-smartphone">weiter ...</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 08:50:46 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75678</wfw:commentRss><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Deutschland: 2. Mobilfunk-Messwoche vom 24. Juni bis 1. Juli</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die zweite bundesweite Mobilfunk-Messwoche, eine Aktion von Bund, Ländern und Kommunen, findet 2026 vom 24. Juni bis 1. Juli statt.</p>
<p>Ziel der Mobilfunk-Messwoche ist es, die Nutzerperspektive im Mobilfunk genauer abzubilden. Es gibt zwar Nutzerdaten zum Mobilfunk, so sammelt die Bundesnetzagentur diese seit Jahren mit der App zur Breitbandmessung und stellt die Ergebnisse in der Funklochkarte dar (Gigabitgrundbuch). Die App stellt ortsbasiert fest, ob und mit welcher Technologie das Endgerät des Nutzers mit einem Mobilfunknetz verbunden ist. Allerdings sind nicht für alle Gebiete Daten verfügbar.</p>
<p>Außerdem erhebt die Bundesnetzagentur von den Mobilfunknetzbetreibern regelmäßig die Flächenabdeckung mit den Mobilfunkstandards 2G, 4G und 5G und veröffentlicht diese (Mobilfunk-Monitoring). Die Netzbetreiber berechnen die Versorgung aus Verbraucherperspektive für das gesamte Bundesgebiet anhand einheitlicher Vorgaben der Bundesnetzagentur. Diese Angaben können sich jedoch von der in der Realität wahrgenommenen Empfangsqualität unterscheiden.</p>
<p>Im Rahmen der Mobilfunk-Messwoche wollen wir die bestehende Datenbasis mit Nutzermessungen erweitern und im gegenseitigen Abgleich verbessern! Zudem können die erhobenen Daten dazu dienen, Handlungspotenziale und positive Entwicklungen aufzuzeigen. <a href="https://check-dein-netz.de/">mehr ...</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 11 Jun 2026 09:26:32 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75667</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>GIA: Makrostandorte bleiben das Rückgrat des Mobilfunks</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Eine im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung erstellte Studie zur Umsetzung des Gigabit Infrastructure Act (GIA) liefert aufschlussreiche Einblicke in die praktische Bedeutung unterschiedlicher Infrastrukturtypen für den Mobilfunkausbau. Die Ergebnisse legen nahe, dass klassische Mobilfunkmasten und Dachstandorte weiterhin die tragende Rolle spielen werden. Viele Infrastrukturtypen, die in den vergangenen Jahren als potenzielle Träger von Small Cells diskutiert wurden, werden dagegen von den befragten Marktakteuren als wenig relevant eingeschätzt.</strong></span><br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Worum es in der Studie geht</span></p>
<p>Der <em><a href="https://eur-lex.europa.eu/EN/legal-content/summary/gigabit-infrastructure-act-gia.html">Gigabit Infrastructure Act</a></em> der EU verpflichtet Netzbetreiber und öffentliche Stellen dazu, Informationen über bestimmte Infrastrukturen bereitzustellen, damit diese für den Ausbau von Mobilfunk- und Glasfasernetzen leichter genutzt werden können. Vor diesem Hintergrund untersuchte die Aconium GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung, welche Infrastrukturarten künftig im Infrastrukturatlas (ISA) erfasst werden sollten und welche Ausnahmen von der Datenlieferpflicht sinnvoll erscheinen (<a href="https://www.publikationen-bundesregierung.de/resource/blob/2277604/2433766/f655038af41e150c140efd8be5c325fb/gia-studie-download-bmds-data.pdf?download=1">Volltext der Studie</a>).</p>
<p>Grundlage der 80 Seiten umfassenden Untersuchung war eine breit angelegte Befragung von Mobilfunknetzbetreibern, Funkturmgesellschaften, Glasfaserunternehmen, Energieversorgern, Behörden, Kommunen und weiteren Infrastrukturbetreibern. Nach Bereinigung der Datensätze flossen 191 gültige Antworten in die Auswertung ein.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Was mit &quot;Zustimmungswerten&quot; gemeint ist</span></p>
<p>Ein zentrales Bewertungskriterium der Studie sind die &quot;Zustimmungswerte&quot;. Sie geben an, welcher Anteil der befragten ausbauenden Unternehmen eine bestimmte Infrastruktur als technisch geeignet für den Mobilfunk- oder Glasfaserausbau einschätzt. Ein Zustimmungswert von 100 Prozent bedeutet, dass alle Befragten die betreffende Infrastruktur als technisch geeignet bewerteten. Ein Wert von 20 Prozent bedeutet dagegen, dass nur ein Fünftel der Befragten eine Eignung sah.</p>
<p>Die Autoren der Untersuchung verwendeten folgende Einteilung:</p>
<p>► mindestens 70 Prozent Zustimmung: technisch sehr geeignet<br />
► 30 bis unter 70 Prozent Zustimmung: mittlerer Bewertungsbereich<br />
► unter 30 Prozent Zustimmung: technisch ungeeignet</p>
<p>Die Bewertung beruht somit nicht auf theoretischen Überlegungen, sondern auf den Einschätzungen von Unternehmen und Organisationen, die an Ausbauprojekten beteiligt sind.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Mobilfunkmasten und Dachstandorte an der Spitze</span></p>
<p>Für den Mobilfunkausbau ergibt sich ein vergleichsweise klares Bild. Die höchsten Zustimmungswerte erreichten klassische funktechnische Trägerstrukturen. Hierzu zählen insbesondere:</p>
<p>► Mobilfunkmasten<br />
► bestehende Mobilfunk-Dachstandorte<br />
► Funkmasten von Energieversorgern<br />
► Gebäudedächer<br />
► Strommasten<br />
► Wassertürme</p>
<p>In der Management Summary der Studie werden Mobilfunkmasten, bestehende Mobilfunk-Dachstandorte sowie Funkmasten von Energieversorgern ausdrücklich als zentrale Trägerstrukturen bezeichnet. Sie würden das Rückgrat der bestehenden Mobilfunkversorgung bilden und seien nahezu einhellig als technisch geeignet bewertet worden.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Straßenlaternen und andere Small-Cell-Träger überzeugen nicht</span></p>
<p>Deutlich zurückhaltender fällt die Bewertung bei vielen Infrastrukturtypen aus, die in den vergangenen Jahren häufig als mögliche Standorte für Small Cells diskutiert wurden. Hierzu gehören unter anderem:</p>
<p>► Straßenlaternen<br />
► Ampelanlagen<br />
► Verkehrsschilder<br />
► Reklametafeln<br />
► Litfaßsäulen<br />
► Energieladesäulen</p>
<p>Besonders ausführlich beschäftigt sich die Studie mit Straßenlaternen. Zwar wird deren technische Eignung von einem Teil der Befragten grundsätzlich positiv eingeschätzt. Gleichzeitig berichten die Autoren jedoch von nahezu keinen Mitnutzungsanfragen und nahezu keinen Vertragsabschlüssen im Jahr 2024. Auch das zukünftige Potenzial wird überwiegend als gering eingeschätzt. Nach Auffassung der Autoren rechtfertigt dies keine Aufnahme dieser Infrastruktur in den Infrastrukturatlas.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Small Cells bleiben auf spezielle Einsatzorte beschränkt</span></p>
<p>Die Studie stellt nicht infrage, dass Small Cells in bestimmten Anwendungsfällen sinnvoll sein können. Genannt werden insbesondere:</p>
<p>► Messehallen<br />
► Stadien<br />
► Veranstaltungsstätten<br />
► Konferenzzentren</p>
<p>Dort können zusätzliche Funkzellen hohe lokale Datenlasten bewältigen.</p>
<p>Für den öffentlichen Straßenraum ergibt sich jedoch ein anderes Bild. Die Autoren verweisen darauf, dass zusätzliche Netzkapazität zunehmend über bestehende Makrostandorte bereitgestellt werde, von denen aus zusätzliche Frequenzressourcen großflächig ausgestrahlt werden können.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Windkraftanlagen ohne erkennbares Ausbaupotenzial</span></p>
<p>Auch Windkraftanlagen wurden als mögliche Trägerstrukturen untersucht. Die Autoren kommen jedoch zu dem Ergebnis, dass hierfür derzeit kein belastbares Ausbaupotenzial erkennbar ist. Als Gründe werden genannt:</p>
<p>► geringe praktische Erfahrungen<br />
► sehr geringe tatsächliche Nutzung<br />
► eingeschränkte Zugänglichkeit<br />
► betriebliche und sicherheitsrelevante Anforderungen<br />
► primär energiewirtschaftlich motivierte Standortwahl</p>
<p>Besonders bemerkenswert ist der Hinweis, dass mehrere Unternehmen ausdrücklich angaben, stattdessen klassische Funkmasten zu errichten und zu betreiben. Die Studie bewertet Windkraftanlagen deshalb als infrastrukturelle Einzelfalllösung und empfiehlt, sie nicht in den Infrastrukturatlas aufzunehmen.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">GSM-R-Masten der Bahn: technisch geeignet, praktisch kaum relevant</span></p>
<p>Eine interessante Sonderrolle nehmen GSM-R-Masten entlang von Schienenwegen ein. Bei der Bewertung der technischen Eignung erzielten diese Standorte hohe Zustimmungswerte. In der späteren Nutzwertanalyse fällt das Ergebnis jedoch deutlich zurückhaltender aus. Die Autoren verweisen auf:</p>
<p>► fehlende Mitnutzungsanfragen<br />
► fehlende Vertragsabschlüsse<br />
► besondere eisenbahnrechtliche Anforderungen<br />
► betriebliche und sicherheitsrelevante Restriktionen</p>
<p>Obwohl GSM-R-Masten technisch grundsätzlich geeignet erscheinen, wird letztlich empfohlen, sie nicht in den Infrastrukturatlas aufzunehmen.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Zusammenfassung</span></p>
<p>Die Studie verfolgt nicht das Ziel, Aussagen über die künftige Entwicklung des Mobilfunks insgesamt zu treffen. Dennoch liefern die Ergebnisse interessante Hinweise auf die gegenwärtige Ausbaupraxis.</p>
<p>Besonders deutlich fällt die hohe Bewertung klassischer Mobilfunkmasten und Dachstandorte aus. Gleichzeitig zeigen viele der häufig diskutierten Small-Cell-Träger im öffentlichen Raum nur geringe Nutzungszahlen, geringe Nachfrage und ein begrenztes praktisches Ausbaupotenzial.</p>
<p>Die Ergebnisse der Befragung sprechen daher dafür, dass klassische Makrostandorte weiterhin eine zentrale Rolle beim Mobilfunkausbau spielen werden, während zahlreiche alternative Trägerstrukturen bislang nur untergeordnete Bedeutung haben.</p>
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<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 21:37:06 +0000</pubDate>
<category>Technik</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75666</wfw:commentRss><dc:creator>KI</dc:creator>
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<title>Diagnose-Funk (Schweiz): Statistiken überbewertet</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Anlässlich eines Beitrags zur Vernehmlassung über die Teilrevision des Schweizer Fernmeldegesetzes (FMG) argumentiert Diagnose-Funk Schweiz unter anderem, zunehmender Datenverkehr führe zu höheren Gewinnen der Mobilfunkbetreiber und rund 75 Prozent des Datenvolumens würden durch Videostreaming verursacht. Beide Aussagen enthalten einen wahren Kern, greifen jedoch zu kurz. Sie legen Schlussfolgerungen nahe, die sich aus den Behauptungen nicht ableiten lassen.</strong></span><br />
 <br />
In ihrem Beitrag auf <a href="https://diagnose-funk.ch/alle-artikel/175-das-neue-fernmeldegesetz-fmg-die-beerdigung-des-rechtsstaats">diagnose-funk.ch</a> behaupten die schweizerischen Mobilfunkgegner:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>[...] Der eigentliche Grund für den Netzausbau ist der massive Videokonsum über Mobilfunknetze. Gemäss Ericsson Mobility Report 2025 entfällt mehr als 75 % des mobilen Datenverkehrs auf Videostreaming. Der Netzausbau dient in letzter Konsequenz also dem wachsenden Datenvolumen für Streaming. Um öffentliche Sicherheit (Blaulichtorganisationen) geht es also nicht, sondern um ein Geschäftsmodell: Mehr Datenverkehr bedeutet mehr Gewinn. [...]</strong></em></span><br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Mehr Datenverkehr bedeutet nicht automatisch mehr Gewinn</span></p>
<p>Die Behauptung, steigender Datenverkehr führe zwangsläufig zu höheren Gewinnen der Mobilfunkbetreiber, entspricht weitgehend einem überholten Geschäftsmodell. Ja, in den Anfangsjahren des Mobilfunks wurden Gesprächsminuten, SMS und Datenmengen häufig einzeln abgerechnet. Damals konnte mehr Nutzung tatsächlich direkt zu höheren Einnahmen führen.</p>
<p>Heute dominiert dagegen das Prinzip Flatrate. Die meisten Kunden zahlen einen festen monatlichen Betrag, unabhängig davon, ob sie wenige oder sehr viele Gigabyte verbrauchen. Für Netzbetreiber bleibt der Umsatz dann unverändert, während die transportierte Datenmenge steigt. Zusätzlicher Datenverkehr kann sogar zusätzliche Kosten verursachen, etwa durch Netzausbau, Energiebedarf oder Kapazitätserweiterungen. Mehr Datenverkehr begünstigt höhere Umsätze möglicherweise dann, wenn Kunden auf leistungsfähigere und damit teurere Tarife wechseln. Dem stehen infolge der Kapazitätserweiterung durch 5G gegenwärtig preisgünstigere Tarife mit höherem Datenvolumen als früher entgegen. Die simple Gleichung &quot;mehr Datenverkehr = mehr Gewinn&quot; geht daher in der heutigen Mobilfunkwelt wirtschaftlich nicht auf.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Datenvolumen ist nicht dasselbe wie Nutzerverhalten</span></p>
<p>Auch die Aussage, 75 Prozent des Datenverkehrs sei durch Videostreaming verursacht, lässt sich leicht missverstehen. Selbst wenn der genannte Anteil zutrifft, sagt dieser nur etwas über die Verteilung des Datenvolumens auf Mobilfunkdienste aus, nicht über das Verhalten der Nutzer.</p>
<p>Aus einer Volumenstatistik lässt sich beispielsweise nicht ableiten, dass 75 Prozent der Mobilfunkkunden massenweise Videos streamen. Mobilfunknetze weisen seit jeher eine stark ungleiche Verteilung des Datendurchsatzes auf. Wer täglich hochauflösende Videos konsumiert, erzeugt ein Vielfaches des Datenverkehrs eines Nutzers, der sein Smartphone überwiegend für E-Mail, Messenger und gelegentliches Surfen verwendet. Daher kann eine Minderheit von Vielnutzern einen Großteil des Videovolumens verursachen, ohne dass dies Rückschlüsse auf die Mehrheit der Mobilfunkkunden zulässt.</p>
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<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 17:55:28 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75663</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
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<title>Gibt es überhaupt noch aktive Mobilfunkgegner in Deutschland?</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://newsroom.vodafone.de/vodafone-verstaerkt-mobilfunk-und-festnetz-fuer-deutschland?c_id=email_VKE_newsletter_main">Vodafone teilt mit</a>, binnen Jahresfrist 900 neue Mobilfunkmasten in Deutschland errichtet zu haben. Diese versorgten zusammen genommen nun eine Fläche von 715 Quadratkilometern mit Mobilfunk. Das sei fast so groß, wie die Fläche Hamburgs oder etwa so groß wie 100'000 Fußballfelder. Und Vodafone ist nur einer von hierzulande vier Mobilfunknetzbetreibern. </p>
<p>Diese Netzverdichtung verlief in meiner Wahrnehmung nahezu geräuschlos. Gab es vor gefühlt zehn Jahren und früher bevorzugt auf dem Land zur Freude der Lokalmedien bei jedem neuen Funkmast Theater, verlief die jüngste Verdichtungswelle praktisch geräuschlos. Nur im Süden von München gibt es vereinzelt noch nennenswerten Widerstand von Starrköpfigen. Das freut einen Ex-Mitarbeiter des Umweltinstituts München, weil's ihm ein regelmäßiges Einkommen als Berater von konfliktscheuen Gemeinderäten sichert.</p>
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<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 14:15:57 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75661</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
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